Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

*************************************************************************
>>> pfw 1/2017 - Themen:

  • Interreligiöser Dialog fordert die Einführung eines Werteunterrichtes
  • EUT 2017: Glaube ohne Grenzen? Europäischer Unitariertag in Ulm/Neu-Ulm, 2.-5. Juni 2017
  • Sonderbriefmarke „Ernst Haeckel“ vorgeschlagen
  • Internationaler Frauentag in Ludwigshafen
  • Humanisten fordern: Kein Gottesbezug in die hessische Landesverfassung!
  • Neues Buch der Freien Akademie erschienen: Religiöser Pluralismus und Deutungsmacht in der Reformationszeit
  • IHEU musste Weltkongress in Brasilien absagen
  • Die EHF ist der internationalen Vereinigung gegen Trump’s „Global Gag Rule“ beigetreten


*************************************************************************

Für die Jugendaustauschreise nach Indien anmelden!
Eine Jugendgruppe aus dem Havelland wird im Rahmen des Jugendaustauschprogrammes des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. (HFH) vom 22. Oktober bis 5. November 2017 nach Indien reisen. Die Reise wird durch das Landesjugendamt mit Mitteln des Bundesjugendplans und durch das Jugendamt Havelland gefördert; der Eigenanteil beträgt 400,00 €. Seit 1996 gibt es einen fruchtbaren und kontinuierlichen Jugendaustausch mit der Partnerorganisation des HFH im indischen Unionsstaat Andhra Pradesh, dem Atheist Centre in Vijayawada.
Der humanistische Jugendaustausch gibt Jugendlichen aus Deutschland und Indien die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten, um ihr Verständnis für eine andere Lebensgestaltung zu fördern und ein tolerantes Miteinander über ihre kulturellen und sozialen Grenzen hinaus zu leben. Die Aufnahme von Kontakten und Freundschaften, das Kennenlernen der Familien und die Einbindung der Jugendlichen in die aktuellen Lebensbedingungen vor Ort, lassen eine starke Verbundenheit entstehen und eine größere Sensibilität bei den jungen Leuten erfahren, welche diese in ihr eigenes Land wieder mitnehmen. Toleranz und Humanität stehen im Vordergrund.
Die diesjährige Jugendbegegnung steht unter dem Thema: Lebenslagen und Perspektiven junger Menschen – Jugendkulturen und Freizeitverhalten junger Menschen. Die deutschen und indischen Jugendlichen lernen dabei das jeweils andere Land und ihre Menschen kennen, vor allem Kultur, Religionen und Weltanschauungen, soziale Lebenssituationen, das Bildungssystem und Lerneinstellungen, das Verhältnis von Mann und Frau, das indische Kastensystem, Probleme der Ernährung und des Gesundheitssystems sowie Armut und Reichtum als krasse Gegensätze. Fakten des Lebens, die sonst nur aus Schule, Fernsehen, Computer oder vom Hörensagen gekannt werden, sind direkt erfahrbar. Die eigene Lebenseinstellung steht auf dem Prüfstand. In vielen humanistischen Interaktionen mit jungen Indern in Schulen und Jugendeinrichtungen, in sozialen Projekten und in abgelegenen Dörfern usw. und in gemeinsamer praktischer Arbeit wird das anfangs Unbekannte und Fremde zu etwas selbst Erlebtem und individuell Erfahrenem, zu einem freundschaftlichen Miteinander. Die teilnehmenden Jugendlichen erfahren ihre Eindrücke meist als "unvergessliche Erlebnisse", welche ihr Leben und ihre Lebensanschauung sehr stark beeinflussen. Ihre Weltsicht, ihr kultureller Horizont und ihre soziale Einstellung ändern sich.
Schwerpunkt werden die von der deutschen Jugendgruppe betreuten mehrtätigen Projekttage in einer Schule sein. Mit vielfältigen Bildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeitaktivitäten soll eine gemeinsame Zeit des Kennenlernens und Fröhlichseins für junge Inderinnen und Inder mit uns gestaltet werden.
Wer von den jungen Leuten zwischen 16 und 25 Jahren aus dem Landkreis Havelland gern an der Jugendaustauschreise nach Südindien teilnehmen möchte, kann sich bewerben unter:
Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V., 4641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42.
Dr. Volker Mueller     
*************************************************************************************
Buch der Freien Akademie zum Luther-Jahr erschienen
Der Band 36 der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE mit dem Titel „Religiöser Pluralismus und Deutungsmacht in der Reformationszeit“ ist erschienen. Damit wird ein Beitrag zum Martin-Luther-Jahr 2017 geboten.
Mit der Entstehung neuer religiöser Deutungskonzepte in der Reformationszeit und deren Institutionalisierung in Konfessionskirchen verschärfte sich die Spannung zwischen religiösen Einheitsansprüchen und zunehmender religiöser Pluralität. Reformatoren wie Luther oder Calvin beanspruchten Deutungsmacht über die Bibelauslegung und setzten sie der Deutungshoheit der hergebrachten kirchlichen Institutionen entgegen. Indem sich Landes- und Stadtobrigkeiten bestimmte Deutungskonzepte zu eigen machten, konnten sie den zuvor schon im Gang befindlichen Ausbau eines landesherrlichen Kirchenregiments nachhaltig steigern. Gleichzeitig wirkte diese Entwicklung als Impuls zur weiteren Pluralisierung inner- und außerhalb der Konfessionen und strahlte auch auf andere Bereiche wie die Entwicklung der Kunst, des Rechts und der Naturwissenschaften aus. Individuelle Religion differenzierte sich in ein öffentliches Bekenntnis und eine privat gelebte Praxis. Die Beiträge dieses Buches bedenken diese in der Reformationszeit aufbrechende Spannung zwischen den Bedürfnissen nach weltanschaulicher Einheit und nach Pluralität.
Noch heute kommt diese Spannung z.B. einerseits in den Rufen nach „Minimalkonsens“ und „Wertegemeinschaft“ und andererseits in dem Bedürfnis nach Weltanschauungs- und Religionsfreiheit zum Ausdruck.
Reformation bezeichnet im engeren Sinn eine kirchliche Erneuerungsbewegung zwischen 1517 und 1555 bzw. 1648, die zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen führte. Die Reformation wurde in Deutschland überwiegend von Martin Luther (1483–1546), in der Schweiz von Huldrych Zwingli (1484 – 1531) und Johannes Calvin (1509 – 1564) angestoßen. Ihr Beginn wird allgemein auf 1517 datiert, als Martin Luther am 31. Oktober des Jahres seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben soll.
Die Reformation war einer der großen Wendepunkte in der Geschichte Europas und in der Geschichte des Christentums. Die Reformation revolutionierte nicht nur das geistliche Leben, sie setzte auch eine umfassende gesellschaftspolitische Entwicklung in Gang. Vorbereitet durch Luthers prinzipielle Trennung von Geistlichem und Weltlichem löste sich der Staat von der Bevormundung durch die Kirche, um nun seinerseits durch eine fürstenstaatliche Ausrichtung der Reformation die Kirche von sich abhängig zu machen. Doch auch dies stellte nur eine Übergangsphase in einer Entwicklung dar, die in vielen europäischen Ländern in die Trennung von Kirche und Staat mündete.
Es entwickelten sich im 16. Jahrhundert verschiedene Positionen in der Reformation, die hier beispielhaft in Beiträgen über Thomas Müntzer, Andreas Gronewald und Johannes Eck zum Ausdruck kommen. Weitere Buchbeiträge befassen sich mit der Zeit von Reformation und deutschem Bauernkrieg, mit Standpunkten zu Astronomie und Astrologie und mit Sichtweisen auf Juden und Judentum in der Reformationszeit.
Herausgeber des Buches sind Prof. Dr. Ulrich Bubenheimer und Dr. Dieter Fauth. Sie haben zugleich die wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie im Mai 2016 zum gleichen Thema inhaltlich vorbereitet und geleitet. Das Buch beinhaltet die Beiträge und Ergebnisse dieser Tagung.
Autoren sind Ulrich Bubenheimer, Dieter Fauth, Dieter B. Herrmann, Fabian Scheidler, Günter Vogler und Alejandro Zorzin.
156 Seiten | Berlin 2017 | ISBN 978-3-923834-34-1 | 19,90 €
Das Buch ist über den Buchhandel, über Amazon, sowie direkt über www.lenz-verlag.de zu beziehen.
*****************************************************************************************
Freireligiöse Gemeinde besucht Käthe Kollwitz in der Ausstellung „Ludwigshafener Passion“
Am  Mittwoch, den 29. März lädt die Gemeinde ein, um 17 Uhr diese  Ausstellung mit Skulpturen und Lithografien von Ernst Barlach, Käthe  Kollwitz und Holzschnitten von Rudolf Scharpf in der Friedenskirche,  Leuschnerstraße 56, zu besuchen. Besonderes Augenmerk der Freireligiösen  gilt dabei den Arbeiten von Käthe Kollwitz.
Käthe  Kollwitz‘ Großvater Julius Rupp war der Gründer der Freien Gemeinde in  Königsberg. Als Kind besuchte die Künstlerin den Religionsunterricht,  der von ihrem Vater in der Gemeinde geleitet wurde. Deren Anschauungen  prägten Käthe Kollwitz, wie aus ihren Erinnerungen und  Tagebuchaufzeichnungen deutlich wird, zutiefst. Mit ihrer Kunst  verarbeitete sie nicht zuletzt das erlebte Leiden Berliner  Arbeiterfamilien und auch ihr eigenes, den Tod ihres 1914 gefallenen  Sohnes.
Landessprecherin Renate Bauer wird einige Erläuterungen zu dieser große Künstlerin und ihrer Lebenshaltung abgeben.
Eingeladen sind alle Mitglieder und Interessierte.
Renate Bauer (Landessprecherin der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz)

**************************************************************
Toleranzfest am 20. April 2017 in Nauen
Das traditionelle Toleranzfest in der Stadt Nauen soll wieder am 20. April 2017 als Familienfest und als politische Kundgebung stattfinden. Etwa 30 Vereine, Organisationen, Kirche, Gewerkschaft, Parteien, Einrichtungen und Schulen werden sich wieder beteiligen. Das Motto wird sein: Für ein friedliches und buntes Nauen. Als Schirmherr wird der Bürgermeister Herr Detlef Fleischmann fungieren.
Anliegen ist es, für eine lebendige, fröhliche und tolerante Stadt Nauen, für Demokratie und Vielfalt und für ein friedliches und freies Miteinander aller in Nauen lebenden Menschen zu demonstrieren. Dabei geht es auch um eine angemessene Erinnerung an die Bombennacht am 20.4.1945 in Nauen und um Positionen  gegen die sog. Mahnwache der NPD-nahen und sog. Freien Kräfte an diesem Tag in Nauen.
Mit Lebensfreude und kultureller Vielfalt stellen wir uns gegen Gewalt, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Nauen ist eine Stadt mit Herz. Wir wenden uns gegen Hass und Gewalt und begrüßen auch Menschen, die zu uns geflüchtet sind.
Es wird vielfältige Angebote für Kinder und Familien geben. Darunter sind verschiedene kulturelle Aktivitäten und ein interkulturelles Suppenfest. Es gibt viele Möglichkeiten, sich miteinander zu unterhalten und zu feiern. Abends gibt es Musik für jung und alt. Wir freuen uns auf eine lebendige, fröhliche, nachdenkenswerte und friedliche Veranstaltung am 20. April! Für ein tolerantes und freies Miteinander!
Zum Ablauf: 14.00 bis 18.30 Uhr: am Anfang politische Kundgebung (auf der Bühne – es werden politische Statements erbeten), Familienfest mit Ständen, Kinderangeboten sowie Bühnenprogramm und interkulturellem Suppenfest. 19.00 bis 21.00 Uhr: politisches Bühnenprogramm mit Musik.
Wer Interesse am Toleranzfest hat, kann sich gern bei uns melden:

über Humanistischer Freidenkerbund, Karl-Thon-Str. 42, 14641 Nauen. Tel.: 03321-450746.
E-Mail: freidenker-havelland@web.de.

Wir würden uns freuen, wenn wieder die Nauenerinnen und Nauener und anderen Interessierten am 20. April aktiv mit dabei sind.

Dr. Volker Mueller
***************************************************
EUT 2017: Glaube ohne Grenzen?
Europäischer Unitariertag in Ulm/Neu-Ulm, 2.-5. Juni 2017
Die Gemeinde Donautal der Unitarier - Religionsgemeinschaft freien Glaubens (URFG) und die European Unitarian Universalists (EUU) laden alle Unitarier, Universalisten, Freireligiöse und Humanisten sowie Interessierte aus ganz Europa und darüber hinaus zum EUT, dem ersten Europäischen Unitariertag ein.
Wir wünschen allen Teilnehmenden ein anregendes, erfüllendes und freudiges Treffen. Wir hoffen außerdem, dass dieses Treffen wegweisend sein wird für weitere Veranstaltungen in der Zukunft. Für uns Unitarier hat Ulm eine gewisse Bedeutung. Hier wurde 1879 Albert Einstein geboren, von dem u.a. der Satz stammt: Wenn wir es nach den Wirren unserer Zeit schaffen sollten, den Geist der amerikanischen Verfassung zu erneuern, dann wird es in erheblichem Maße das Verdienst der mutigen Anstrengungen der Unitarier ... sein.“ Die amerikanische Verfassung hat ja bekanntermaßen unitarische Wurzeln. URFG und EUU werden ihre jeweiligen Mitgliederversammlungen am EUT abhalten. Wir laden befreundete Gruppen aus Europa dazu ein, sich aktiv am EUT zu beteiligen. Arbeitsgruppen und andere Aktivitäten sind herzlich willkommen.
„Glaube ohne Grenzen?“ – Das Tehma des EUT könnte aktueller nicht sein. Hier nun einige Beispiele: Flüchtlingskrise, wachsender Populismus, Brexit usw. Es scheint so, dass immer neue Grenzen gezogen werden. Nach unserem Verständnis sollte Religion helfen, Grenzen zu überwinden. Was können wir konkret tun, um Menschen, Kulturen und Gemeinschaften zu verbinden?
Neben diesem äußeren Aspekt hat unser Thema aber auch mit uns zu tun: mit Unitariern, Universalisten, Freireligiösen und Humanisten. Wir nehmen für uns in Anspruch, frei in Religion oder im Glauben zu sein. Bedeutet dies, dass man bei uns alles glauben kann? Ist unsere Religion beliebig oder gibt es doch Grenzen? Und wenn ja, wie ziehen wir diese?
Diesen und vielen anderen Aspekten des Themas wollen wir mit zwei Hauptvorträgen, Feierstunden, diversen Arbeits- und Aktionsgruppen, viel Musik und Spaß in der Gemeinschaft nachgehen. Hier einige Vortragsthemen aus dem Programm des EUT:
„Flexible Gläubige und die Suche nach einem neuen Wir“ (Prof. Manuela Kalsky) –  „Die Grenzen der Menschenwürde: Ist Demokratie mit der menschlichen Natur unvereinbar?“ (Rev. Dr. William F. Schulz), des weiteren Arbeitsgruppen, Ausflüge und Stadtführungen. Darüber hinaus gibt es ein Kinder- und Jugendprogramm.
Anmeldung und Info über www.eut-2017.org. Frühbucher bis 15.4.2017, letzter Anmeldetermin 15.5.2017.
Das EUT-Organisationskommittee
***********************************************************************************
Jai Insaan! Nachruf für Frau Mythri
Die bekannte Atheistin, Sozialreformerin, Frauenrechtlerin, Gandhi-Anhängerin und Leiterin des Atheist Centre in Vijayawada/ Indien, Frau J. Mythri  ist am 11. Februar 2017 verstorben. Mit ihr verliert die humanistische und säkulare Bewegung eine herausragende Vertreterin, die als Tochter der Gründer des weltweit ersten Atheistischen Zentrums, Gora und Saraswathi Gora, das Atheist Centre seit 2006 geführt und inspiriert hat.

Sie stand für Gleichheit, Humanismus und Zivilcourage, für Menschenrechte, gegen das Kastensystem und Diskriminierungen jeder Art. Sie hat mit ihren Vorträgen und Texten zur Verbreitung des liberalen Säkularismus beigetragen und hat mit ihrem großen Herzen die Lebensprobleme der Menschen aufgenommen und sich sozial engagiert. Gerade auch ihre Unterstützung hat den Humanistischen Deutsch-Indischen Jugendaustausch mit dem Humanistischen Freidenkerbund in Brandenburg in den letzten 20 Jahren wesentlich mit befördert.
Frau Mythri hat durch ihren Einsatz für die globale humanistische Bewegung, z.B. auf nationalen und internationalen Tagungen und den Weltatheismuskongressen, ihre freiheitlichen und rationalistischen Positionen liberal vertreten und verbreitet. Frau Mythri setzte sich stets für ein tolerantes und multikulturelles Miteinander in Frieden und Demokratie ein.
Frau Mythri wurde am 1. Dezember 1932 in Vijayanagaram in Andhra Pradesh/ Indien geboren. Als dritte Tochter von Gora und Saraswathi Gora hat sie frühzeitig den Kampf der Indischen Befreiungsbewegung Mahatma Gandhis aktiv miterlebt und sich gegen das Kastensystem, gegen Aberglauben, religiös motivierte Gewalt und Hexenverfolgungen und für die kulturelle und soziale Befreiung und Selbstbestimmung der Menschen, insbesondere der Frauen und Kinder eingesetzt. Ihr war es wichtig, sich für eine wissenschaftliche Welterklärung einzusetzen und den Geist der Menschenwürde in die Gesellschaft zu bringen.
Frau Mythri erhielt ihre Schulbildung in Machilipatnam. Später zog sie mit ihren Eltern und  Geschwistern nach Mudunur village im Krishna District. 1940 wurde dann dort das Atheist Centre gegründet, der sie mit ihren Geschwistern Manorama, Lavanam, Vidya, Vijayam, Samaram, Niyanta und Nau ihr Leben widmete.
Als Aktivisten der Quit India Movement wurden Mythris Eltern von den Briten zeitweilig inhaftiert. Mythri kümmerte sich in dieser Zeit auch um ihre Geschwister. Mahatma Gandhi trat Anfang der 40er Jahre in einen intensiven Austausch mit Gora und seiner Familie und lernte die atheistische Arbeit kennen. Auch Mythri lebte für einige Zeit auf Gandhis Einladung in seinem Sevagram ashram.
Nach der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 siedelte das Atheist Centre nach Vijayawada. Mythri gab das Wochenmagazin “Sangham“ (Society) in Telugu mit heraus. Sie unterwies Frauen in der Handhabung der Drucktechnik. Sie begann, auch in der Erwachsenenbildung für sozial Benachteiligte und in der Bildung und Erziehung der Kinder aktiv zu werden. Sie organisierte interreligiöse und kastenübergreifende Eheschließungen.
1961 startete das Sozialwerk des Atheist Centre „Vasavaya Vidyalaya“ mit einer säkularen Schule. Für 16 Jahre gestaltete Frau Mythri die Schule gemeinsam mit Frau Hemalata Lavanam, Herrn Niyanta und Frau Sumathi. Kinder und Jugendliche aus vielen Dörfern und Kleinstädten besuchten diese Schule. Im Vordergrund standen moderne wissenschaftliche Inhalte, Sprachen und allgemeine politische und soziale Bildung.
Hunderte von Frauen wurden im Atheist Centre unterrichtet. Sie erlernten Berufe, um wirtschaftlich selbstständig leben zu können. Frau Mythri war in den vielfältigen Aktivitäten der säkularen sozialen und Bildungsarbeit führend beteiligt. Sie erwarb ihren Master in Psychologie an der Benares Hindu University, Varanasi. In den Sozialwerken des Atheist Centre, Arthik Samata Mandal, Vasavya Mahila Mandali und Samskar, war sie bei integrativen sozialreformerischen Entwicklungen, Frauenförderungen und sozioökonomischen Reformen erfolgreich tätig.
Frau Mythri hat weiter journalistisch gearbeitet, vor allem bei der Herausgabe atheistischer Journals. Sie war Editor von “Nasthik Margam” (Atheistischer Weg) in Telugu. Auch an  Zeitschriften in Englisch („Atheist“) und in Hindi („Insaan“) war sie beteiligt.
In 1986 erhielt Frau Mythri als Vertreterin des Atheist Centre in Oslo den “International Humanist Award” von der International Humanist and Ethical Union (IHEU) für die säkulare Sozialarbeit. Frau Mythri unternahm Vortragsreisen in Europa und Nordamerika. Sie vertrat, wie ihr Bruder Lavanam, den Atheismus als einen positiven Lebensweg.
Mythri war die Säule aller Aktivitäten des Atheist Centre in den letzten 70 Jahren. Nach dem Tode von Gora (1975) und von Saraswathi Gora (2006) war sie die Hauptperson des humanistischen Zentrums in Andhra Pradesh mit ihren wissenschaftlichen, politischen, sozialen und Bildungsbestrebungen. Bei ihr liefen viele Fäden zusammen, die sie mit großem Herz und auf hohem intellektuellem Niveau als Netzwerk exzellent gestaltete. Sie erhielt unter anderem für ihr säkulares humanitäres Engagement den Potti Sriramulu Telugu University Award und den Kasinadhini Nageswara Rao Award.
Frau Mythri war eine Freundin, eine Leitfigur und eine Philosophin für viele Menschen. Sie hat unzählige Beiträge geschrieben und Vorträge gehalten, die bis heute inspirieren. Wir in Deutschland, die wir sie erleben konnten, wissen, was wir verloren haben. Wir trauern um eine Freundin, Schwester und Großmutter.
Ihr Leben ist eine Botschaft, vor allem für Menschenrechte, Freiheit und die Gleichstellung der Frau. Ihre Ideale werden in Indien und in der humanistischen Weltbewegung weiterleben.
Jai Insaan (Sieg der Menschen)!

Dr. Volker Mueller
**************************************************************************************************************
 
Interreligiöser Dialog fordert die Einführung eines Werteunterrichtes
Gemeinsame Presseerklärung der Alevitischen Gemeinde Mannheim (Cemevi) und der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R.

Herr Ahmet Yildirim, Herr Anil Cakar, Frau Janin Gürüz. Frau Marlene Siegel, Herr Baris Yilmaz (Vorsitzender Cemevi), Frau Renate Bauer (Landessprecherin FLG), Herr Siegward Dittmann (Präsident FLG), Frau Tuncel-Tülek (2. Vorsitzende Cemevi), Herr Hikmet Tas (v.l.n.r.)

Austausch über Gemeinsamkeiten und zukünftige Kooperation beim Treffen von Vertretern der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz mit dem Vorstand der Alevitischen Gemeinde der Metropolregion. Am Mittwoch, den 15. Februar 2017 trafen sich die Mitglieder des neugewählten Vorstandes der Alevitischen Gememeinde mit der Spitze der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz. Es war das erste Treffen zwischen den beiden Religionsgemeinschaften, und entsprechend groß war die Neugier der Beteiligten auf das Gegenüber.
„Wir waren des Öfteren bei Feierlichkeiten der Landesgemeinde zu Gast und haben uns gewundert, dass die Religionsgemeinaschaft nicht am Forum der Religionen in Ludwigshafen beteiligt ist“, erklärt der Vorsitzende des Alevitischen Kulturvereins e. V. Baris Yilmaz. „Deshalb haben wir das Gespräch mit den Freireligiösen gesucht, um ihre religiöse Weltanschauung kennenzulernen und den Grund zu erfahren, weshalb sie nicht am Forum beteiligt sind.“
Nach der Vorstellungsrunde war schnell klar, dass die Ideen und Ziele von Alevitentum und Freireligiösen in sehr vielen Punkten gleich gelagert sind: Der Mensch und ein gelebter Humanismus als Mittelpunkt der religiösen Handlungen, die Gleichstellung von Frauen, Ablehnung von Dogmen und die Überzeugung, dass jeder Mensch seinen Glauben eigenverantwortlich durch persönliche Bildung erfahren soll, respektvoller toleranter Umgang mit Angehörigen anderer Glaubensrichtungen sowie der Schutz der Natur sind für beide Religionsgemeinschaften prägende Wertvorstellungen.
„Wir haben im Gespräch eine große Schnittmenge zwischen unseren beiden Religionsgemeinschaften ausgemacht und können uns gut vorstellen, hier bei zukünftigen Kooperationen anzuknüpfen und gemeinsame Projekte, z.B. in der Jugendarbeit, bei Sonnwendfeiern oder zum Thema Menschenrechte zu realisieren“, so Siegward Dittmann, Präsident der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz.
Das Thema Religions- und einheitlicher Werteunterricht wurde ebenfalls breit diskutiert. „Der bekenntnisorientierte Religionsunterricht ist in unserem Grundgesetz unumstößlich verankert“, so Renate Bauer, Landessprecherin der Pfälzer Freireligiösen. „Die zunehmende Vielfalt unserer Gesellschaft verlangt nach neuen Inhalten. Wir brauchen zusätzlich einen einheitlichen Unterricht, in dem alle Religionen intensiv studiert werden.“ Ein bekenntnisorientierter Unterricht könne daneben wie gesetzlich verankert von den interessierten Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften angeboten werden, wie es sowohl von freireligiöser wie auch alevitischer Seite schon geschehe, so Bauer weiter. Die stellvertretende Vorsitzende, Frau Tuncel-Tülek, betonte, man müsse die Kinder durch das Lernen über den Anderen für ein gutes Miteinander stärken.

Mannheim Cemevi, Alevitische Gemeinde Mannheim e.V.
Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R.
****************************************************************************************
Selbstbestimmt am Lebensende und im Krankheitsfall
HVD Bayern veröffentlicht Vorsorgemappe zur Patientenverfügung
Der HVD Bayern erweitert sein Service- und Beratungsangebot: Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Humanes  Sterben (DGHS) e. V. bietet der Verband ab Februar 2017 eine  Vorsorgemappe zur Patientenverfügung an. Kombiniert mit einem  entsprechenden Beratungsangebot steht der HVD Bayern seinen Mitgliedern so auch in schweren Stunden zur Seite.
Die neue Vorsorgemappe enthält unter anderem alle nötigen Formulare für eine Patientenverfügung. Sie erlauben es, individuelle Hinweise und  Behandlungswünsche aufzuzeichnen. Wer zum Beispiel in bestimmten  Situationen auf lebenserhaltende Maßnahmen oder spezielle diagnostische Verfahren verzichten möchte, kann dies in einer Patientenverfügung festhalten. Ebenfalls in der Mappe enthalten sind Formulare zu Pflege- und Vorsorgevollmachten, immer ergänzt um erläuternde Begleittexte und  Hinweisblätter. „Wir können unseren Mitgliedern damit ein gutes und maßgeschneidertes Angebot zur Vorsorge machen“, sagt Michael Bauer, Vorstand des HVD Bayern und gleichzeitig Landesbeauftragter für  Patientenverfügungen. „Außerdem freue ich mich, dass durch die neue  Kooperation mit der DGHS sozusagen wieder zusammenkommt, was einmal eng miteinander verbunden war.“ Denn konzipiert wurde die Vorsorgemappe in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS),  einer gemeinnützigen Organisation, die 1980 aus dem Umfeld des heutigen  HVD Bayern heraus gegründet wurde.
Zusätzlich zur rund 120 Seiten starken Vorsorgemappe bietet der HVD Bayern passende  Serviceleistungen rund um die Patientenverfügung an, so etwa  individuelle Beratungsgespräche oder die Beratung am Telefon oder via  E-Mail. Auf Wunsch kann der HVD Bayern Patientenverfügungen und Vollmachten beglaubigen und in der Zentrale für Patientenschutz der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben in Berlin hinterlegen. Für seine Mitglieder wird der HVD Bayern zudem gerne als Patientenanwalt tätig. Die Vorsorgemappe ist exklusiv für Mitglieder in der Landesgeschäftsstelle des HVD Bayern, Kinkelstr. 12 in 90482 Nürnberg erhältlich. Informationen zu Mappe und Patientenverfügung erhalten Sie außerdem telefonisch unter 0911/43 104-0 oder via E-Mail an pv@hvd-bayern.de.
Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung: Michael Bauer, Vorstand des HVD Bayern und Landesbeauftragter für Patientenverfügungen, 0911/43 104-0, bauer@hvd-bayern.de

Über den HVD Bayern
Der Humanistische Verband Deutschlands - Bayern ist eine überparteiliche Weltanschauungsgemeinschaft, die bereits 1848 gegründet wurde. Er ist als Interessenvertretung nicht-religiöser Menschen anerkannt und zählt in Bayern mehr als 2000 Mitglieder. Der HVD steht für eine Ethik des weltlichen Humanismus. Er ist Mitglied in der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), die beratende Stimme in den Gremien der UNO, UNESCO und des Europarates hat. Der HVD begleitet Menschen durchs Leben mit Namensfeiern, weltlich-humanistischen Hochzeitssprechern, Jugendfeiern, medizinethischer Beratung und der Vermittlung von Bestattungssprechern und Trauerbegleitung. Seit mehr als zehn Jahren ist der HVD in der Sterbebegleitung tätig, er berät und  hilft beim Formulieren von Patientenverfügungen. Der HVD Bayern ist  Träger von derzeit 18 Kindertagesstätten in München, Nürnberg, Fürth, Regensburg und Erlangen und betreibt die private Humanistische Grundschule Fürth mit angeschlossenem Hort. Daneben engagiert er sich auch auf verschiedenen weiteren Feldern der Kinder- und Jugendarbeit. In  Nürnberg und Fürth hat der HVD Bayern einen festen Sitz im städtischen Kinder- und Jugendhilfeausschuss. Mit seiner Turm der Sinne gGmbH betreibt der HVD Bayern eine wissenschaftspädagogische Erlebnisausstellung zum Thema Sinne und Wahrnehmung. Er ist zudem Träger der Stiftung Weltlicher Humanismus und Veranstalter des Deutschen  Humanisten Tag 2017. Insgesamt beschäftigt der Verband rund 300  hauptamtliche Mitarbeiter/-innen.
Pressekontakt HVD Bayern: Frau Andrea Nehr M.A., Tel. 09 11/4 31 04 -22

Über die DGHS
Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben, kurz DGHS, ist die bundesweit älteste und größte Patientenschutzorganisation in Deutschland. Sie versteht sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 als Bürgerrechtsbewegung zur Durchsetzung des Patientenwillens und des Selbstbestimmungsrechts des Einzelnen. Ziel ihrer Arbeit ist, dass die unantastbare Würde des Menschen auch im Sterben gewahrt bleibt. Zur Website.

Wega Wetzel M.A. (Pressesprecherin) – Tel:  0 30/21 22 23 37-22 | Fax: 0 30/21 22 23 37-77
Internet: www.dghs.de | Facebook: facebook.com/DGHSde | Twitter: twitter.com/DGHSPresse

***********************************************************************************
Die Betonung der "religiösen Freiheit" lässt die Nicht-Religiösen im Stich - sagt der neue UN-Experte für Freiheit der Religion oder des Glaubens
Zu viele Leute haben "eng definierte Sichtweisen auf religiöse Freiheit", die zum Ausschluss von Humanisten, Atheisten und Nicht-Religiösen von Schutz durch Menschenrechte führen. Das ist die Ansicht des neu ernannten Experten für "Freiheit der Religion oder des Glaubens", Ahmed Shaheed. Shaheed, der früher Politiker auf den Malediven war, übernahm den Posten des UN-Sonderbotschafters für Freiheit von Religion oder Glauben am 1. November 2016.
Im Vorwort zu einem neuen Report über Diskriminierung und Verfolgung von Nicht-Religiösen, beklagt Shaheed die Gesetze gegen "Blasphemie" und "Apostasie" (konvertieren oder die Religion verlassen):
"Während jedermann mit diesen Gesetzen in Konflikt geraten kann und es oft Anschuldigungen gibt, um diese Gesetze für politische Zwecke zu gebrauchen, kriminalisieren diese Gesetze potenziell automatisch Widerspruch und freies Denken, und sie machen "Nichtgläubige", Humanisten und Atheisten zu Opfern. Was noch schockierender ist, ist die Grausamkeit, mit der jene bestraft werden, die angeklagt werden, gegen diese Gesetze verstoßen zu haben - durch staatliche Institutionen oder nichtstaatliche Akteure, einschließlich Nachbarn und Verwandte."
Der "Freedom of Thought Report 2016", erstellt von der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), belegt Diskriminierung und Verfolgung von Humanisten, Atheisten und Nicht-Religiösen, und zwar mit einer Beurteilung jedes einzelnen Landes. Der Bericht stellt fest, dass "Blasphemie" in mindestens 59 Ländern unter Strafe gestellt ist mit einer Haftstrafe oder in manchen Fallen mit dem Tod. In 22 Ländern gibt es Gesetze gegen Apostasie. In mindestens 13 Ländern existiert die Todesstrafe für Blasphemie oder Apostasie.
Ahmed Shaheeds Heimatland, die Malediven, wird in den Bericht streng kritisiert. Während die Malediven im Westen als Luxus-Ferienziel bekannt sind, werden dort per Gesetz alle Bürger als Muslime angesehen, und jedes bürgerliche Gesetz ist der Sharia untergeordnet. Die Inhaber von atheistischen Facebook-Seiten wurden in den letzten Jahren öffentlich geoutet, gekidnappt und dazu verurteilt, ihren Atheismus zu widerrufen. Außerdem gab es Verfolgungen wegen "Apostasie" und zumindest einen Selbstmord im Zusammenhang damit, als Atheist geoutet worden zu sein.
Diese fünfte Jahres-Ausgabe des Freedom of Thought Report ist jetzt online zugänglich (www.freethoughtreport.com), mit interaktiven Seiten für jedes Land in der Welt. IHEU-Präsident Andrew Copson sagte: "Dies ist eine gewaltige Entwicklung für den Bericht, und er kommt zu einem Zeitpunkt, der ein Scheideweg in der Weltgeschichte betrachtet werden kann. ... Die Rechte und Gleichbehandlung von Nicht-Religiösen sind in Gefahr und es gibt einen weitgehenden Anstieg der Unterdrückung humanistischer Werte. Den Normen der Demokratie und des Säkularismus wurde schwerer Schaden zugefügt, und es gibt neue Bedrohungen all unserer Freiheiten."
Der Bericht behandelt außerdem den Aufstieg populistischer Parteien und Anführer, außerdem die Tatsache, dass diese in einigen Fällen einer neuen Keimzelle von "traditionalistischem und religiösem Authoritarismus" Vorschub leisten.
Mit Beispielen früherer Präsidentschaftswahlen in Bulgarien, Moldavien, den Vereinigten Staaten und heutigen Regierungen einschließlich Polen und Ungarn zieht der Redakteur des Reports, Bob Churchill, die Aufmerksamkiet auf "das sehr reale Risiko in manchen Ländern, dass unter nationalistischem Populismus die Rechte der Liberal-Religiösen und der Nicht-Religiösen, bestimmte humanistische Werte zu manifestieren, herabgesetzt oder verloren gehen könnten".
Der "Freedom of Thought Report" wurde veröffentlicht auf www.freethoughtreport.com
Weitere Informationen gibt es bei report@iheu.org oder telefonisch unter 0044-207-490-8468 (Bürozeiten).

*************************************************************************************************
Prof. Dieter Birnbacher ist neuer Präsident
Elke Baezner gab Amt nach acht Jahren ab
dgpd. Als neuen Präsidenten der Deutschen  Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. wählten die Delegierten  der DGHS bei ihrer am Wochenende in Berlin abgehaltenen Delegiertenversammlung Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher (69).
Die Neubesetzung der obersten Funktion des Vereins war nötig geworden, da die bisherige Präsidentin Elke Baezner nach insgesamt acht Jahren nicht noch einmal kandidierte. Birnbacher ist der DGHS seit Anfang der achtziger Jahre verbunden. Er ist seit 2004 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der DGHS, im Jahr 2012 wurde er zu einem der beiden Vizepräsidenten gewählt.
Birnbacher ist Mitglied verschiedener philosophischer Vereinigungen, Vizepräsident der Schopenhauer-Gesellschaft sowie Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer. Seit 2004 ist er Mitglied der Leopoldina. Außerdem gehört er dem Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung an. Die Philosophische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster verlieh ihm 2012 die Ehrendoktorwürde.
Ebenfalls neu gewählt wurde einer der beiden Vizepräsidenten. Diese Funktion wird Prof. Robert Roßbruch bekleiden. Weiterer Vizepräsident ist Volker Leisten, der erst vor einem Jahr gewählt worden war. Schatzmeister bleibt Hans-Jürgen Rosin, der erst seit zwei Jahren im Amt ist. Die Positionen der satzungsgemäß vorgesehenen drei Beisitzer wurden auf der Delegierten-Versammlung wie folgt neu besetzt: Dr. med. Gerhard Köble, Sonja Schmid, Michael Wardenga.
Die Amtszeiten betragen jeweils vier Jahre.
Die beiden bisherigen Beisitzer Rudi Krebsbach und Dr. Ulrich Meyberg scheiden auf eigenen Wunsch aus dem Präsidium aus.

*******************************************************
DFW-Hauptversammlung hat neues Präsidium gewählt
Das neu gewählte DFW-Präsidium: Ute Kränzlein, Norbert Weich, Renate Bauer, Swaantje Schlittgen, Silvana Uhlrich-Knoll, Ortrun Lenz, Siegward Dittmann (v.l.)
Die Delegierten der Hauptversammlung 2016 in Berlin.

Alle zwei Jahre findet die Hauptversammlung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften statt. Dieses Mal wurde das Präsidium neu gewählt. Eike Möller und Monika Hendlmeier stellten sich nicht mehr zur Wahl und schieden aus dem Präsidium aus. Alle übrigen Präsidiumsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt: Renate Bauer (Präsidentin), Swaantje Schlittgen (Vizepräsidentin), Siegward Dittmann (Schatzmeister), Ortrun Lenz (Schriftführerin/PR) und als Beisitzer Silvana Uhlrich-Knoll, Ute Kränzlein und Norbert Weich.

***************************************************************************
Musik und Vorträge im Kino Krokodil
Bericht zur Matinee in Berlin am 6.11.2016
Anlässlich der Hauptversammlung des DFW vom 4.–6. November 2016 in Berlin hatten der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften und die Freireligiöse Gemeinde Berlin zu einer musikalisch-literarischen Matinee am Sonntag, dem 6. November 2016 um 10:30 Uhr ins Kino Krokodil, Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin gebeten. Das Präsidium des DFW, die Delegierten der Hauptversammlung sowie weitere Gäste erlebten einen anregenden Vormittag mit Bildern, Vorträgen und Musik.
Nach der musikalischen Begrüßung mit Chansons von Silvana Uhlrich-Knoll gab es einen Vortrag von Dr. Patrick Breyer (Piratenfraktion, MdL Schleswig-Holstein), zum Thema "Die modernen Herausforderungen der Freiheit heute". Sein Vortrag wurde vom Publikum mit großem Interesse aufgenommen. Hier sind die Stichpunkte zum Nachlesen:
Mit einem Bruno-Wille-Programm von Isabel Neuenfeldt (Musik) und Anne-Katrin Pauk (Moderation) ging die Matinee zu Ende.

************************************************************************************
Tagung in Breslau war ein voller Erfolg
Am 22. und 23. Oktober 2016 fand eine gemeinsame Konferenz des DFW mit den Rationalisten (PSR) in Breslau zum Thema: „Säkularismus und Pluralismus –Freidenker Breslaus als Vorreiter des interkulturellen Dialogs“ statt.
Über 40 Teilnehmer diskutierten an beiden Tagen über die Situation der säkularen Freigeister in Europa. Ausgehend von der „Geschichte der christkatholischen/freireligiösen Gemeinde in Breslau“ über „Menschenrechte im Dialog der Kulturen“, „Säkularismus und Islam“ bis zu „Europäische Werte und Säkularismus“ war der Bogen gespannt. Den Abschluss bildete am Sonntag ein Rundgang durch Breslau, an dem wir auch die ehemalige Feierhalle der stillgelegten Freireligiösen Gemeinde Breslau besuchten. In ihr predigte zu seiner Zeit Johannes Ronge. Einen Einblick in die Tagung bekommt man auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=AKb_HFL_AFQ
Es ist geplant, die gesammelten Vorträge als Sammlung ins Netz zu stellen, so dass Interessierte diese in Ruhe nachlesen können.
Siegward Dittmann

Alte Feierhalle der Freireligiösen Gemeinde Breslau >>
OBEN: Kaja Bryx, Pierre-Arnaud Perrouty, Joanna Handerek, Renate Bauer, Piotr Napierala und Silvana Uhlrich-Knoll  (v.l.n.r.)
UNTEN: Jacek Tabisz, Pierre-Arnaud Perrouty und Renate Bauer vor dem Schiller-Denkmal  (v.l.n.r.)
*****************************************************************************
Sommerurlaube an der Ostsee
17. JUNI – 1. JULI 2017 außerhalb der Ferien ODER
29. JULI – 12. AUGUST 2017 in den Ferien (in vielen Ländern)
Veranstalter: FREIRELIGIÖSE LANDESGEMEINDE PFALZ

Lust darauf? Dann fahren Sie mit uns in das Naturfreundehaus Priwall in Travemünde!

Aufgrund der Tatsache, dass noch nicht jeder fest Urlaub planen kann bzw.  darf (kommt ja immer auf den Arbeitgeber an) gibt es hier nochmal die Infoflyer für die Freizeiten an der Ostsee im Sommer 2017. Wir haben den Anmeldeschluss um 4 Wochen bis zum 15.11.2016 verlängert. Selbst wenn ihr noch nicht konkret buchen könnt, sendet uns eine Absichtserklärung, damit wir dies entsprechend vormerken, bzw. planen können.
◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊
Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der FA vom 25 bis 28. Mai 2017
"Macht der Bilder, Macht der Sprache"
Die Freie Akademie wird ihre Tagung im Jahr 2017 wieder in der Frankenakademie Schloss Schney, bei Lichtenfels durchführen. Während der Tagung wird im Rahmen von Vorträgen, Kurzreferaten und Diskussionsbeiträgen das Thema
„Macht der Bilder, Macht der Sprache“  behandelt.
Wir leben in einer Welt voller Bilder, alleine, wenn wir an die vielen Bilder denken, die durch die Werbung auf uns einströmen, oder die viele Zeit, die Menschen vor ihrem Computer oder ihrem Smartphon verbringen. Aber wir leben auch in einer Welt mentaler Bilder: von Vor-Stellungen, Simulationen, Erinnerungen. Angst und Freude sind von schlechten und schönen Bildern begleitet.
Die Rolle und die Bedeutung mentaler Bilder werden in den Wissenschaften unterschiedlich gesehen. Eine weitgehende These ist die „embodied-simulation-Hypothese“ in den Kognitionswissenschaften: Nach ihr beruht Sprechen und Denken grundlegend auf inneren, mentalen Bildern, die in der Regel unbewusst ablaufen. Reden bedeutet demnach, ein Bild vor dem „inneren Auge“ abzurufen und in Sprache zu kleiden. Zuhören und lesen heißt: durch die gehörte Sprache oder gesehenen Worte werden innere Vorstellungen aktiviert, auf die dann reagiert wird. Nach dieser These hängt die Macht der Sprache von ihrer Fähigkeit ab, kräftige innere Bilder im Adressaten hervorzurufen. Diese These kann durch phänomenologische Ansätze in der Philosophie fundiert und durch viele Befunde aus unterschiedlichen Feldern gestützt werden.
Auf der Tagung soll die Bildsprache des 20. und 21. Jahrhunderts in Werbung und politischem Spin, die Sprache des Rechtspopulismus und grundlegende Bilder im Reden über Soziales und die Wirtschaft thematisiert werden. Welche Rolle spielen mentale Bilder für Wahrnehmen und Erkennen, für den Zusammenhalt der Gesellschaft, für gesellschaftliche Prozesse?
Auf unserer Tagung werden Expertinnen und Experten aus den Kognitionswissenschaften, den Bildwissenschaften, der Philosophie und der Ökonomie zusammenwirken. Erwartet werden darf eine Synthese aus unserem fruchtbaren interdisziplinären Ansatz von Wissen, Information und Urteil. Das erscheint uns allerdings kaum anders möglich als durch einen fachlichen Diskurs, um Daseins-, Kognitions- und Kommunikationsfragen des Menschen zu verstehen und zu klären.
In Arbeitsgruppen besteht die Möglichkeit, sich speziellen Fragen des Themas zu widmen.
Seien Sie herzlich willkommen vom 25. bis 28. Mai 2017 auf Schloss Schney. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unserer sicherlich spannenden Tagung. www.freie-akademie-online.de
Dr. Volker Mueller (Präsident der Freien Akademie)
Prof. Dr. Walter O. Ötsch (Wissenschaftlicher Tagungsleiter 2017)
Freie Akademie e.V., 14612 Falkensee, Holbeinstr. 61.
************************************************************************************************
Interview mit M.M.L., Atheist aus Algerien
Sie beschreiben sich selbst als Atheisten. Was meinen Sie mit diesem Begriff?
Normalerweise nenne ich mich L., „der Mensch“, mehr nicht. Aber da wir in einem Land leben, in dem man sogar für die grundlegendsten Rechte wie „Gedankenfreiheit“ kämpfen muss, ja, da beschreibe ich mich selbst als Atheist und meine damit die allgemeine Bedeutung des Wortes als einfach „ich bin ein Nichtgläubiger“ oder jemand, der Religion verneint und die absurde Idee der Existenz aller Formen eines intelligenten Schöpfers oder „Gottes“.
Und in meinem Fall füge ich hinzu, dass ich jemand bin, der die erzählten irrationalen Ideen, die auf Dogmen und Glauben ohne Hinterfragen beruhen, ablehnte, und ich kam zu einer Welt des besseren Verstehens, der beständigen Wissbegier und des Glaubens an Fakten, nicht an das Paranormale, ich bin jemand, der einer Lehre des Hasses entkam zum Licht des Verstehens und der Achtung anderer …
Sie wuchsen in einem streng islamischen Land auf. Was hat Sie inspiriert, hatten Sie Lesestoff?
Da Sie erwähnten, dass unsere Gesellschaft streng islamisch ist, so denke ich, dass Sie wissen, wie schwierig es war, meine Ideen zu entwickeln, vor allem in den ersten Jahren, da wir keinen Zugang zu Büchern und den philosophischen Strömungen in der Welt haben, aber anfangs war es in sehr einfacher Form. Und als ich anfing, Fragen über Religion zu stellen, begann ich, indem ich tiefer forschte und mehr im Koran und Büchern zur Sunna las. So hat mir die Religion selbst geholfen, meine Ideen zu formen und die Religion abzulehnen. Danach kam das Internet, wo man Bücher zu dem Thema fand, so las ich immer mehr zur Geschichte der Religionen, vor allem des Islam. Unter diesen Büchern gab es „The great sedition“ von Taha Hussein, und „My ordeal with Quran and the God of Quran“ von jemandem mit dem Pseudonym 'abbes abdenour', und dann haben wir noch „the unknown in the prophet’s llife“ von einem anonymen Schriftsteller. Danach sprang ich über zu Büchern wie Darwins „Ursprung der Arten“ und anderen Autoren, so Dawkins und seinem bekanntesten Werk „God’s delusion“. Alle diese Bücher können nur im Internet gefunden werden, man kann sie bei uns nicht kaufen oder in unseren Bibliotheken finden. Man kann sagen, dass die Religion selbst mich dazu brachte, die Vorstellung von Gott abzulegen, und während dieser Zeit wusste ich noch nicht einmal, was es heißt, Atheist zu sein, ich verstand mich einfach als Nichtgläubiger und als jemand, der nicht mehr von Religion überzeugt war.
Wie sind die Reaktionen anderer, Ihrer Familie, Freunde usw. auf die Änderungen Ihres Glaubens?
Wenn wir über die Reaktionen reden – was kann man von einem Land und anderen Nationen erwarten, die glauben, man müsse jene töten, die die Religion fallenlassen. Zum Beispiel sagte mir mein bester Freund, dass er, falls ich so weitermache und derartige Fragen stelle, gezwungen sei, mich zu töten (wobei ich weiß, dass er gemäßigter Ansicht ist). Und seit ich im Internet aktiv bin, habe ich täglich Botschaften erhalten, in denen sie an meine Nummer kamen, aber vielleicht weil in meiner Stadt die Menschen anfingen von L. und seinen (satanischen und blasphemischen) Gedanken und Ideen zu hören. Und vermutlich fingen daher die Sicherheitskräfte an, uns zu verfolgen … Was meine Familie angeht, denke ich, dass ich Glück hatte, denn die meisten von ihnen sind sehr gebildet und haben akzeptiert, dass wir über die Tabuthemen sprachen, und ich erkannte, dass viele von ihnen auch nicht gläubig sind. Aber sie verstecken es, und manchmal versuchten sie mich dazu zu bringen, zu schweigen wegen meiner Sicherheit, denn ich bin jemand, der trotzig ist, und sie bemerkten, dass ich angefangen hatte, mich der gesamten Gesellschaft entgegenzustellen. Da meine Mutter - sie ist eine religiöse Person – mal in der Moschee in der Nachbarschaft von unbekannten Leuten angesprochen wurde, die ihr sagten, sorg dafür, dass dein Sohn schweigt oder er wird geköpft, bedeutete das, dass vor allem ich und alle, die mir gleich sind, nicht nur von der Gesellschaft abgelehnt werden, sondern dass wir in ständiger Angst leben, denn wenn dich nicht die Leute töten, dann verhaftet dich die Regierung, so wie es zwei meiner Freunde passiert ist, darunter dem bekannten Rashid Fodil.
Was ist Ihre Vision, für sich, für die Gesellschaft?
Ich möchte die Gesellschaft voranbringen, weil es ist meine Verpflichtung und die anderer ist, unsere Länder zu einem besseren Platz zum Leben zu machen. Wir wollen unsere Länder auf dem richtigen Weg zum Säkularismus sehen und zur Erkenntnis „Religion ist für Gott und das Land für uns alle“. Wir wollen eine Revolution der Ideen, nicht der Waffen beginnen, eine Zeit der Aufklärung genau wie es in Europa geschah, denn es ist sehr wichtig, die alten Grundlagen von vor 1400 Jahren zu erschüttern. Die Menschen leben im 21. Jahrhundert und wir, wir träumen immer noch von einer Zeit des Sandes und den Ideen der Wüste, die im 15. Jahrhundert vor uns etabliert wurden. Ich und jene gleich mir wollen unsere Länder dem Rest der Welt annähern, wo man offen für alle Visionen und Wissen ist. Unsere Länder versinken in Unwissenheit und vor allem in Hass. Das können wir alles sehen in den arabischen Ländern, angefangen von Libyen und Ägypten hin nach Syrien und Irak, Kriege aus Hass und religiöser Ausrottungswut und Genozid. Dieser Hass breitet sich bis nach Europa aus. Ich persönlich will andere nicht konvertieren oder Kultplätze zerstören, aber ich rufe dazu auf, unsere Geschichte neu zu lesen und eine neue Verfassung zu setzen, die auf den Menschenrechten beruht und alle Minderheiten achtet. So sehe ich mich selbst, durch die Gesellschaft selbst und den Kampf für humanistische Standards.
Was würden Sie Menschen empfehlen, die Zweifel an ihrem Glauben haben?
Seit uns das Internet die Möglichkeit gab, der Welt zu sagen, dass es uns gibt, und seit das unsere Gesellschaft noch mehr schockierte und aggressiv machte, empfehle ich Freidenkern, auf ihr Handeln zu achten, denn wir kämpfen mit unseren Ideen, und sie bekämpfen uns mit Waffen und Verfolgung. Und an jene, die Zweifel haben: Sie sollen mehr lesen und neutral in ihrer Analyse sein, und vor allem sollen sie sich den Seiten der arabischen Atheisten anschließen, die wir auf Facebook eröffnet haben. Sie sind offen für alle, und wir diskutieren täglich und veröffentlichen ständig etwas. Und wie ich zuvor sagte, wir versuchen nicht Menschen zum Konvertieren zu bringen, aber wir tragen unsere Argumente vor und helfen jenen, die zweifeln, und vor allem kämpfen wir darum zu sagen, dass es uns gibt und sagen anderen damit, dass sie nicht allein sind.
Zum Schluss möchte ich Ihnen einfach danken und der Welt mitteilen, dass während ich diese Zeilen schreibe, viele verfolgt und sogar getötet werden für ihre philosophischen Ideen, und dass wir ihnen beistehen müssen, nicht weil sie Atheisten und Nichtgläubige wie wir sind, sondern weil wir Menschen sind und fest davon überzeugt, dass niemand für seine Ideen getötet werden darf.
*************************************************************
◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊◌◊
Neues Buch der Freien Akademie zur
Evolution des Kosmos erschienen
Der Band 35 der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE mit dem Titel „Die Evolution des Kosmos. Fakten - Vermutungen - Rätsel“  ist erschienen.  Die Beiträge zur Evolution des Universums wenden sich der Entwicklungsgeschichte des Weltganzen zu. Sie betten damit solche Fragen wie „Die Suche nach dem Ursprung des Universums“, „Woher kommen wir Menschen?“, „Was wissen wir heute sicher und was bleibt Spekulation?“ in den Gesamtzusammenhang menschlichen Fragens und Suchens seit den Anfängen des wissenschaftlichen Denkens.
Der Fokus richtet sich vor allem auf die aktuellen großen Probleme der Kosmogonie, die bisher alle nur unvollständig gelöst sind. Es wird auch verständlich werden, warum einige grundlegende Fragen gegenwärtig noch keine endgültige Antwort gefunden haben. Zweifellos sind wir heute Zeuge einer geistigen Revolution, die wesentlich durch technologische Innovationen mitbestimmt wird. Gerade die Entschlüsselung der Geheimnisse des Universums, der Welt als Ganzes, hängt dabei unmittelbar mit dem Verständnis der Mikrowelt zusammen.
Deshalb spielen auch Experimente wie jene am leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt,  dem „Large Hadron Collider“ in Genf, eine große Rolle bei der weiteren Klärung der Probleme. Ausgewiesene Experten und Mitgestalter der aktuellen Forschung berichten in ihren Beiträgen hautnah aus ihren Laboratorien. Auch die große Frage nach der Rolle des intelligenten Lebens im Universum kommt hier zur Sprache. Ist intelligentes Leben etwas auf unsere Erde Beschränktes, ein einmaliger Zufall der Evolution? Oder handelt es sich um ein universelles Phänomen des Kosmos? Und wenn wir tatsächlich mit Aliens rechnen müssten, wie würde sich eine Begegnung mit ihnen auf unsere Kultur möglicherweise auswirken? Selbst darüber denken Wissenschaftler heute schon nach.
Spezialfragen der Kosmosentwicklung wurden ebenfalls erörtert, wie z.B. alternative Denkansätze der Teilchenphysik, historische und aktuelle Prozesse der Wahrheitsfindung und die Verlässlichkeit der Ergebnisse der Wissenschaft.
Das von Dieter B. Herrmann und Volker Mueller herausgegebene Buch in der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE beinhaltet die wesentlichen Ergebnisse der wissenschaftlichen Tagung zum gleichlautenden Thema, die vom 5. bis 8. Mai 2015, in Teltow, bei Berlin stattfand. Sie hat Erkenntnisse und Hypothesen zur Diskussion gestellt und die Sichtweisen zum menschlichen Dasein in unserer Welt vertieft.
Autoren sind Volker Mueller, Dieter B. Herrmann, Christian Spiering, Alexander Warmuth, Andreas Anton & Michael Schetsche, Peter Habison, Herbert Hörz und Christian Michelsen.

Schriftenreihe der Freien Akademie Band 35:
Die Evolution des Kosmos. Fakten – Vermutungen – Rätsel
184 Seiten | Berlin 2016 | ISBN 978-3-923834-33-4 | 19,90 €

Das Buch ist erhältlich im Buchhandel, bei Amazon oder direkt beim Angelika Lenz-Verlag, 63263 Neu-Isenburg, Beethovenstr. 96, Tel. 06102-723509, info@lenz-verlag.de, www.lenz-verlag.de.

**************************************************************************************
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü