Frauen-AG - DFW

Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
Direkt zum Seiteninhalt

Frauen-AG

Aktuelle Termine
Bericht Frauenseminar in Offenbach/Main
Vom 13.–15. April 2018 fand das Seminar der Frauen-AG im Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands in Offenbach/Main statt. Die Frei-religiöse Gemeinde stellte ihre Räumlichkeiten am Schillerplatz für die Frauen zur Verfügung.
In diesem Jahr gab es Vorträge, einen Besuch im Experiminta (Frankfurt), Diskussionen und Beiträge jedweder Art zum Thema „Frauen in technischen Berufen“. Frau Ina Manthey, Mitglied im Deutschen Ingenieurinnenbund, führte spannend in das Thema ein. Dabei wurde nicht nur festgestellt, dass in etlichen Bereichen der technischen Berufe Frauen immer noch unterrepräsentiert sind, sondern auch, dass die Schere der Gehälter immer noch weit auseinander geht. Beim Besuch der Experiminta konnten dann viele aufgebaute Versuche zur Optik, Akustik aber auch andere Experimente selbst ausprobiert werden.
Der traditionelle bunte Abend wurde dieses Jahr erstmals auch für Männer geöffnet. Einer der Höhepunkte des Abends war der Auftritt von Dolly Dornfelder aus der Travestie-Gruppe „Die Herren Damen lassen bitten!“, welche gekonnt auf dem Keyboard von Phillip von Villiez begleitet wurde. Hiermit setzten die Veranstalter*innen nicht nur ein Zeichen für die Gender-Vielfalt, sondern zeigten auch auf, dass neben dem geschützten Rahmen, welchen das Frauenseminar bietet, auch eine Beschäftigung mit dem Thema zusammen und im Austausch mit den anderen Geschlechtern wichtig ist. Der gelungene bunte Abend hat gezeigt, wie man verschiedenste Menschen an einem unterhaltsamen, kurzweiligen Abend auf die Wichtig- und Richtigkeit von Gleichberechtigung aufmerksam machen kann. Als dann am späten Abend noch am Flügel und Saxophon durch Pfarrer Pascal Schilling und Phillip von Villiez improvisiert wurde, kannte der Applaus keine Grenzen mehr. Dieser bunte Abend enthielt alle Farben des Regenbogens und wir bedanken uns bei allen Gästen und Organisatoren, die dazu beigetragen haben.

Folgende weitere Seminare sind in Planung:
28.–30. September 2018 in Fulda Thema: Körpersprache
05.–07. April 2019 in Osnabrück Thema: Sterben und Sterbebegleitung
27.–29. September 2019 in Rastatt Thema: Freiheit

Natascha und Christiane Friedrich

Nachruf für Ursula Kuntz
Am 14. Januar 2018 verstarb die langjährige Vorsitzende der Frauen Arbeitsgemeinschaft des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD)

Ursula Kuntz

nach langer, schwerer Krankheit.

In Ludwigshafen engagierte sich Ursula Kuntz schon in den 60er Jahren in der Jugendarbeit. Später wurden ihr Frauenthemen ein zentrales Anliegen. Als Vorsitzende des Freireligiösen Wohlfahrtsverbandes Pfalz, Kuratoriumsmitglied in der Stiftung der Pfälzer Freireligiösen, Mitglied im Gemeinderat Ludwigshafen und Vorstandsmitglied im Landesvorstand setzte sie sich für Menschen ein.
Seit Jahrzehnten bereicherte sie die BFGD-Frauenseminare mit ihren Beiträgen und war als Vorsitzende der BFGD Frauen AG von 2009 bis 2017 für diese verantwortlich.
Der BFGD und die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz trauern mit ihrer Familie um unsere engagierte Freundin.
Siegward Dittmann
Präsident

"Die Folgen der digitalen Welt"
Bericht vom Frauenseminar in Halle 29.09.–01.10.2017
Beim diesjährigen Herbstseminar der Frauen-Arbeitsgemeinschaft im BFGD nahmen 28 Frauen in Halle teil. Thema war diesmal „Digitalisierung und die Folgen für uns (Frauen)“. Da die Vorsitzende Ursula Kuntz-Kief wegen einer schweren Erkrankung nicht am Seminar teilnehmen konnte, übernahm Christiane Friedrich als eine ihrer Vertreterinnen sowohl die Ausarbeitung des Vortrages als auch die spätere Sitzungsleitung.
Christiane Friedrich stellte u. a. eine Studie des DGB aus den Jahren 2015 und 2016 vor, in der Frauen und Männer in den verschiedensten Berufen nach ihren Erfahrungen mit der fortschreitenden Digitalisierung in der Arbeitswelt befragt wurden. Ein Ergebnis: Über die Hälfte der Frauen arbeitet mit digitalen Technologien (56 Prozent), bei Männern sind es 63 Prozent.
Christiane Friedrich, Renate Rieser, Anita Stahl (v.l.)
Dabei gibt es je nach Qualifikation jedoch große Unterschiede: Frauen mit Hochschulabschluss sind zu 78 Prozent von Digitalisierung betroffen, bei Frauen ohne Berufsabschluss liegt die Quote nur bei 32 Prozent. Zum Vergleich: Bei den gering-qualifizierten Männern ist der Anteil fast doppelt so hoch. Doch auch wenn ein Großteil der Frauen mit digitalen Technologien arbeitet: Nur 22 Prozent der Befragten gaben an, dass sie dadurch Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren können. Für die meisten von ihnen (67 Prozent) hat sich durch die Digitalisierung nichts daran geändert. Anders sieht es bei Frauen aus, die zumindest gelegentlich ortsunabhängig arbeiten können: Hier sind die positiven Auswirkungen deutlich. Es wurde über diese Aussagen intensiv diskutiert. Auch Thema war die Nutzung von digitalen Medien wie Smartphone und PC. Hier waren auch die Nutzung von Social Medias und Datensicherheit ein Thema.
Nach dem Vortrag standen als Programmpunkt die Neuwahlen für den Vorstand an. Christiane Friedrich überbrachte die Grüße von Ursula Kuntz-Kief und ihr Bedauern darüber, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für den Vorstand kandidieren möchte.
Ergebnisse der Wahlen:
Vorsitzende: Christiane Friedrich, Offenbach, einstimmig
Stellvertretende Vorsitzende: Renate Rieser, Karlsruhe,
und Anita Stahl, Ludwigshafen, beide einstimmig.
Alle Kandidatinnen nahmen die Wahl an.

Im Anschluss wurden Themen für die folgenden Frauenseminare gesammelt und die Seminare terminiert:
13. – 15. April 2018 in Offenbach/Main: Frauen in technischen Berufen | Referentin: Ina Matheis
28. – 30. September 2018 in … (noch offen): Körpersprache
Oktober 2017, Christiane Friedrich
Zurück zum Seiteninhalt