2016-1 - Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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2016-1

Berichte+Statements > 2016
Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) und
Polskie Stowarzyszenie Racjonalistów (PSR, Polnische Rationalisten)
laden ein zur Konferenz in Breslau (Wroclaw)
21.-23. Oktober 2016
Breslau war im 19. und 20. Jahrhundert eines der bedeutendsten Zentren säkularen Lebens in Deutschland, ja sogar Europas. Keimzelle dazu bildete vor allem die 1845 in Breslau gegründete christkatholische, später freireligiöse Gemeinde. Breslau ist zudem eine Stadt, in der sowohl interreligiöse (z.B. zwischen Juden und Christen) und interethnische (z.B. Deutschen und Polen) Dialoge und Konflikte ausgetragen wurden und in dieses Spannungsfeld trat als neuer Akteur die organisierte Form säkularen Lebens.
Inwieweit die freigeistigen Strömungen zur neuen Herausforderung für ein friedliches Miteinander wurden und ihrerseits selbst zur stärkeren Kooperation und gegenseitigen Achtung unterschiedlichster religiöser/weltanschaulicher Haltungen beitrugen, macht z.B. Annette Kuhn in „Theorie und Praxis historischer Friedensforschung“ (1971) deutlich. Leider wurde ihr Ansatz bis heute nicht weiter geführt.
Heute hat das Thema Interkulturalität eine ganz besondere Aktualität gewonnen, es ist Ziel dieser Tagung, aus der Geschichte heraus zu neuen Lösungsansätzen eines friedlichen Miteinanders zu gelangen und Wege aufzuzeigen, wie Interkulturalität und Gleichberechtigung gelingen kann.
Die Konferenz wurde vorbereitet von DFW und PSR in Zusammenarbeit mit der Stiftung Neue Aufklärung, Wroclaw.


Freitag, 21. Oktober 2016
18.00 Empfang durch PSR im Hotel GEM, Mianowskiego 2B

Samstag, 22. Oktober 2016 im Hotel Tumski (Wyspa Słodowa 10)
 
09.00 Registrierung
09.15 Eröffnung
09.30 Gleichheit, Verantwortung, Miteinander: Die Geschichte der
christkatholischen/freireligiösen Gemeinde in Breslau: Dr. Eckart Pilick, Karlsruhe
10.15 Die weitere Entwicklung freigeistigen Lebens in Polen: Jacek Tabisz, Wroclaw
11.00 Kaffeepause
11.15 “Säkularismus als Schlüssel-Grundsatz für Europa”: Pierre-Arnaud Perrouty, EHF, Brüssel
12.00 Säkularismus und Aufklärung – ein historischer Blick auf die Werte Europas, Piotr Napierala, Ph.D. Posen
12.45 Mittagspause
14.00 Menschenrechte im Dialog der Kulturen: Kacem El Ghazzali, Genf
14.45 Die Praxis des interkulturellen Dialogs: Renate Bauer, Ludwigshafen
15.30 Kaffeepause
15.45 Eine kritische Stimme eines Liberalen zum Islam:  Piotr Sluzarczyk, Ph.D., Warschau
16.30 Gleichberechtigung: Silvana Uhlrich-Knoll, Potsdam
17.15 Kaffeepause
17.30 Arbeitsgruppen nach Sprachen (englisch, polnisch, deutsch)
19.00 Gemeinsames Abendessen

Sonntag, 23. Oktober 2016 im Hotel Tumski (Wyspa Słodowa 10)
09.30 Konzert Jacek Tabisz
10.00 Podiumsdiskussion: Europäische Werte und Säkularismus mit den
Referenten, Leitung: Renate Bauer und Kaja Bryx
12.00 Stadtrundgang

Alle Vorträge werden simultan übersetzt. Referenten angefragt, noch keine Zusage von allen. Programmänderungen vorbehalten.
 
Ort: Breslau (Wroclaw) | Kosten: Konferenz 30 Euro
Informationen und Anmeldung deutsch und international: DFW e.V., Renate Bauer, Otto-Dill-Str. 20, 67061 Ludwigshafen, Deutschland, praesident@dfw-dachverband.de, www.dfw-dachverband.de
Anzahlung der Konferenzkosten für auswärtige Teilnehmer bis 20.9.2016:
DFW, Stichwort „Breslau 2016“,
IBAN: DE64 1002 0500 0003 3974 00
BIC: BFFWDE33BER (Bank für Sozialwirtschaft, Berlin)
Übernachtung: Zimmer reserviert im Hotel GEM, verbindliche Anmeldung bis 20.9.2016 erforderlich, spätere Anmeldungen müssen direkt beim Hotel oder in anderen Hotels selbst vorgenommen werden. Die Übernachtungen sind direkt an das Hotel zu zahlen.

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Es ist wieder soweit:
Jugendgruppe aus Indien im Havelland zu Gast
Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. führt seinen Deutsch-Indischen Jugendaustausch fort und hat vom 25.08. bis 08.09.2016 eine siebenköpfige Jugendgruppe aus dem Atheist Centre in Vijayawada/ Andhra Pradesh zu Gast. Die jungen Inderinnen und Inder sind in deutschen Gastfamilien untergebracht.
Auf dem Programm stehen viele Begegnungen und Erlebnisse: geplant sind u.a. der Besuch geschichtsträchtiger Orte in Berlin und Brandenburg (u.a. Gedenkstätte KZ Sachsenhausen, Holocaust-Mahnmal, Schloss Cecilienhof, Bundestag), der Besuch von Sozial-, Jugend- und Bildungseinrichtungen und Schulen (u.a. Käthe-Kollwitz-Grundschule Nauen, Goethe-Gymnasium Nauen, Heinz-Sielmann-Oberschule Elstal) und Interaktionen mit deutschen Jugendlichen, u.a. in den Jugendklubs Brieselang und Wustermark.
Den inhaltlichen Schwerpunkt dieser außerschulisch organisierten Begegnung bildet das Thema „Krieg und Frieden und die damit verbundenen Lebenslagen junger Menschen auf der Erde“. Dazu werden sich die jungen Leute mit verschiedenen aktuell politischen Themen auseinandersetzten, es wird eine Gesprächsrunde mit dem Mobilen Beratungsteam Brandenburg (MBT) zu fremdenfeindlichen, rassistischen und rechtsextremistischen Tendenzen in Brandenburg/ Deutschland sowie eine Begegnung mit geflüchteten Menschen geben.
Daran schließt sich vom 02.09. – 05.09.2016 ein Workshop an. Dieser wird durch Impulsreferate von Politikern und betroffenen Flüchtlingen bereichert, eine thematische Filmvorführung mit anschließender Diskussion steht auf der Tagesordnung, eine Buchvorstellung sowie ein Tagesworkshop zur gewaltfreien Kommunikation. Thematisch wird es dabei um die politische Lage in den Deutschland und Indien sowie in den von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffenen Krisengebieten der Welt und der sog. Fluchtbewegung gehen.
Den Abschluss des Workshops bildet eine öffentliche Präsentation am 05.09.2016, von 17:00 bis 18:30 Uhr, im Jugendtreff „Millennium“, in Brieselang, Wustermarker Allee 5, zu der alle Interessenten/innen eingeladen sind.
Die Ergebnisse und die erstellten Materialien des Workshops werden aufbereitet und anschließend Jugendeinrichtungen für die außerschulische Jugendbildung zur Verfügung gestellt.
Natürlich werden wir uns auch mit der sozialen und kulturellen Situation in Südindien und in Europa vertraut machen. Verschiedene Treffen und Interaktionen zwischen den indischen und den deutschen Jugendlichen runden die Jugendbegegnung ab.
Insgesamt dient der humanistische Jugendaustausch dem Kennenlernen verschiedener Kulturen, einem besseren Verstehen der anderen Lebenssituationen sowie einem toleranten humanistischen Miteinander der jungen Menschen. Die Gleichwertigkeit aller Menschen, egal woher sie kommen und welche Hautfarbe sie haben, ist für uns selbstverständlich und wird durch das tägliche Zusammensein gelebt. Visionen und Vorstellungen von der Zukunft der „Einen Welt“, in der wir leben, werden im Vordergrund stehen. Die Freundschaft und die Offenheit der indischen Menschen haben wir seit dem Beginn unseres Jugendaustausches im Jahr 1996 mehrmals erleben dürfen.
Junge Interessenten können sich gern über unser Austauschprogramm bei uns informieren (Tel.: 03321/ 450746, freidenker-havelland@web.de) und an Aktivitäten - z.B. dem Workshop - teilnehmen. Anmeldungen sind noch möglich. Es sind noch einige wenige Plätze frei.
Der Jugendaustausch wird u.a. durch das Land Brandenburg, den Kinder- und Jugendplan des Bundes und den Landkreis Havelland finanziell unterstützt. www.freidenkerbund-havelland.de
Dr. V. Mueller
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Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.
 
Humanistische Deutsch-Indische Jugendbegegnung
vom 25.08. bis 08.09.2016, in Deutschland    

Schwerpunkt: „Krieg und Frieden und die damit verbundenen Lebenslagen junger Menschen auf der Erde“

Gesamtteilnehmer: ca. 25
Teilnehmer aus Indien: 6 Jugendliche, 1 Betreuerin
Teilnehmer aus Deutschland: ca. 16 Jugendliche, 2 Betreuer/ Betreuerinnen


 
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Der neue § 217: Unverhältnismäßig – Schlecht begründet – Unnötig!
Die acht im „Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende“ vertretenen humanistischen Organisationen Deutschlands sind besorgt über die Folgen des im Dezember 2015 in Kraft getretenen Strafgesetzes zur geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung. Sie lehnen dieses Gesetz[1] nach wie vor als schlecht begründet und unverhältnismäßig strikt ab.
 
Suizidbeihilfe nur noch in Einzelfällen erlaubt
Auch mit dem neuen Paragraphen 217 StGB bleibt die Selbsttötung an sich straffrei. Bislang galt im deutschen Recht der Grundsatz, wonach die Beihilfe zu einer straffreien Tat ebenfalls straffrei ist. 
Diesen sinnvollen Grundsatz hat der Gesetzgeber in rechtswidriger Weise missachtet: Die Straffreiheit der Beihilfe zum Freitod gilt nur noch für Einzelfälle. So darf nun bei einem selbstbestimmten Freitod nur noch straffrei helfen, wer mit dem Sterbewilligen verwandt oder eng befreundet ist, unabhängig von seinen Qualifikationen und Gründen für eine derartige Hilfe.
Angehörige und Freunde sind auch von Strafe ausgenommen, wenn sie den Schwerstkranken zum Freitod in die Schweiz begleiten. Der teure Weg in die Schweiz, der zudem beizeiten -„vor der Zeit“ - anzutreten ist, steht jedoch nur Wenigen offen.
Es ist davon auszugehen, dass diese Straffreiheit nicht gilt für Gesprächsangebote durch Organisationen oder Ärzte zu Suizidgedanken oder -vorhaben, wenn diese bestärkt bzw. der Wunsch nach Hilfe zur Selbsttötung dabei gefördert wird.
 
Erhebliche Verunsicherung durch das neue Gesetz
Unser „Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende“ sieht seine Befürchtung bestätigt, dass die Aufnahme des Straftatbestandes „Geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ in das Strafgesetzbuch bei Patienten und Ärzten zu erheblichen Verunsicherungen geführt hat. Denn „geschäftsmäßig“ handelt bereits, wer etwas wiederholt und organisiert tut, auch wenn kein finanzielles Interesse vorliegt.
Ein offenes Gespräch mit Suizidwilligen ist unter diesen Umständen kaum möglich. Dies gilt für Ärzte ebenso wie für Hilfskräfte, die z.B. auf Palliativ- oder Hospiz-Stationen mit Suizidwünschen konfrontiert werden. Und: Machen sich Kliniken, Hospize oder Heime strafbar, die Sterbefasten dulden oder ermöglichen?
Unklar ist ebenfalls, wie weit palliativ tätigen Ärzten eine Förderung der Selbsttötung unterstellt werden kann, wenn sie ihren Schmerzpatienten, z.B. über das Wochenende, ausreichende Mengen an Schmerzmitteln überlassen, mit denen bei entsprechender Dosierung auch eine Selbsttötung möglich wäre.
Vertreter von in der Schweiz auch für Ausländer tätigen Sterbehilfe-Organisationen haben jüngst öffentlich erklärt, dass sie „keinen Fuß auf deutsches Gebiet mehr setzen werden“. Sie fürchten, dass ihre in Deutschland gegebenen Informationen über ihre Hilfe in der Schweiz als Werbung gedeutet und als „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ strafrechtlich verfolgt werden könnten.
 
Der Gang zum Verfassungsgericht ist nötig 
Es ist nicht abzuschätzen, wie weit die Rechtsprechung im konkreten Fall dem Wortlaut des Gesetzes oder den in der Gesetzesbegründung dargelegten Zwecken folgen wird. Die dadurch für alle Beteiligten geschaffene Rechtsunsicherheit ist mit dem verfassungsmäßigen Bestimmtheitsgebot unvereinbar. Ein Urteil, das von der überwiegenden Mehrheit der deutschen Strafrechtswissenschaftler/-innen geteilt wird. Das hat auch der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages unterstrichen.
Inzwischen hat Sterbehilfe Deutschland Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Weitere Klagen durch renommierte Strafrechtsprofessoren und Ärzte sind angekündigt.
Das Bündnis unterstützt die von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen eingereichten oder vorgesehenen Verfassungsbeschwerden gegen den § 217 des StGB beim Bundesverfassungsgericht.
Die dem Bündnis angehörenden Organisationen werden sich in ihrer Tätigkeit vorerst an das Gesetz halten. Sie werden aber in ihrer Beratungstätigkeit nicht darauf verzichten, neben den in Deutschland legal verfügbaren Optionen für ein selbstbestimmtes Lebensende auch auf die im Ausland bestehenden Hilfsmöglichkeiten hinzuweisen.
 
Das Gesetz schützt nicht, sondern es knebelt
Die Sorge, Menschen könnten durch „Manipulation und Beeinflussung“ zu einem Suizid gedrängt werden, nehmen wir ernst. Die Antwort des Gesetzgebers, ein Verbot jeglicher geschäftsmäßiger, also wiederholt angebotener Hilfe für Sterbewillige, schützt jedoch nicht vor einer möglichen Bedrängung durch Nahestehende. Darüber hinaus beraubt es den ernsthaft zur Leidensverkürzung durch Freitod entschlossenen Menschen nahezu jeder professioneller Hilfe. Damit werden Ängste vor dem Sterbeprozess nicht abgebaut, sondern im Gegenteil werden unkontrollierbare, verzweifelte, Dritte gefährdende Freitodversuche noch zunehmen.
Dieses Gesetz basiert auf einer in der christlichen Tradition verankerten, längst überholten  Verurteilung der Selbsttötung und dient v. a. der Durchsetzung kirchlicher Sozialethik. Aber es trägt dem Bedürfnis und dem Recht der Bevölkerung unseres Landes auf ein selbstbestimmtes Sterben nicht Rechnung.
Das strafrechtliche Verbot organisierter Suizidbeihilfe ist daher aufzuheben!
Berlin, im April 2016

Das „Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende“ wurde 2014 gegründet. Es besteht aus: Bund für Geistesfreiheit (bfg) Bayern, Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e. V. (DFW), Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben e. V. (DGHS), Giordano-Bruno-Stiftung (gbs), Humanistische Union (HU), Humanistischer Verband Deutschlands (HVD), Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten e. V. (IBKA), Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO). 


[1] Im Wortlaut des Suizidbeihilfegesetz § 217 StGB heißt es: „(1)Wer in der Absicht, die Selbsttötung eines anderen zu fördern, diesem hierzu geschäftsmäßig die Gelegenheit gewährt, verschafft oder vermittelt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Als Teilnehmer bleibt straffrei, wer selbst nicht geschäftsmäßig handelt und entweder Angehöriger des in Absatz 1 genannten anderen ist oder diesem nahesteht.“
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Start der DGHS-Bevollmächtigten-Börse:
Neue Mitglieder-Leistung für Patientenschutz und Vorsorge
dgpd. Es kann einen schnell treffen. Plötzlich ist man durch Unfall oder eine Erkrankung nicht mehr in der Lage, einer empfohlenen medizinischen Maßnahme zuzustimmen oder sie abzulehnen. Das muss nun ein Betreuer oder ein Bevollmächtigter tun. Ist niemand bekannt, wird durch die behandelnden Ärzte im Krankenhaus beim Gericht ein gesetzlicher Betreuer beantragt. Dann entscheidet ein Fremder, der Ihren Willen nicht kennt. Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V. empfiehlt dringend, beim Erstellen der Patientenverfügung vorsorglich auch eine Vollmacht (für den Bereich Gesundheit und Aufenthalt) für eine Vertrauensperson zu hinterlegen, die Ihren Willen umsetzt, wenn Sie dazu nicht mehr in der Lage sind. Wer keine Vertrauensperson weiß, kann eine neue Mitglieder-Leistung der DGHS nutzen. In einer Bevollmächtigten-Börse werden Freiwillige, die eine Bevollmächtigung in Wohnortnähe übernehmen würden, mit Suchenden zusammengebracht. 
Und so funktioniert’s: 
Vereinsmitglieder, die sich als Bevollmächtigte ehrenamtlich zur Verfügung stellen würden, melden sich online (www.dghs.de) oder per Anruf. 
Die DGHS prüft die Daten, gibt Informationen, welche Rechte und Pflichten damit verbunden sind und hilft im Konfliktfall.
Vereinsmitglieder, die eine/n Bevollmächtigte/n suchen, können auf www.dghs.de im „Service-Bereich für Mitglieder“ unter „Bevollmächtigten-Börse“ die Suchfunktion (nach Region, Alter, Geschlecht) auf einer Deutschlandkarte nutzen.
Was kostet dieser Service? Die Börse ist ein Angebot auf Gegenseitigkeit. Jedes DGHS-Mitglied kann sich als Bevollmächtigte/r registrieren lassen. Vorkenntnisse im Betreuungsrecht sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Für DGHS-Mitglieder ist die Vermittlung im jährlichen Mitgliedsbeitrag (zzt. mind. 50 Euro/Jahr) enthalten.
http://www.dghs.de/presse/presse-erklaerungen/presse-erklaerung/article/start-der-dghs-bevollmaechtigten-boerse.html
Wega Wetzel M.A.
Pressesprecherin DGHS e.V.
Tel: 0 30/21 22 23 37-22/-15
Fax: 0 30/21 22 23 37-77
E-Mail: wega.wetzel@dghs.depresse@dghs.de
Internet: www.dghs.de
Facebook: www.facebook.de/DGHSde
twitter: www.twitter.com/DGHSPresse
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Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.
Kronenstraße 4 * 10117 Berlin
Sitz des Vereins: Berlin; Amtsgericht Charlottenburg, VR 30155 B * Präsidentin: Elke Baezner
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Hilfe statt Stacheldraht

„Weltweit sind über 60 Millionen Menschen Flüchtlinge und Vertriebene", so die UNHCR (Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen). Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen muss seine Hilfe wegen Geldmangels zurückfahren. Beide Organisationen errechnen einen kurzfristigen Bedarf von ca. 620 Millionen Euro. Der BFGD fordert die Regierungen der Welt, insbesondere Europas und die Bundesregierung auf, das UNHCR, das WFP und die mit diesen zusammen arbeitenden Organisationen umgehend mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten. Geld ist genug vorhanden, wenn alleine die EU jetzt 9 Milliarden Euro zur Verfügung stellen will.

Diese Hilfsgelder müssen sofort fließen und dürfen nicht in die Zukunft verschoben werden.

Es macht auch wenig Sinn, die europäischen Außen- oder Binnengrenzen mit Stacheldraht sichern zu wollen. Wir sind überzeugt, dass sich Menschen, welche aus extremen Notsituationen heraus auf einen langen, lebensgefährlichen Weg machen, von einem Stacheldrahtzaun nicht aufhalten lassen. Setzt das Geld ein, um den Menschen zu helfen und ihnen eine Zukunft zu geben.
Wir müssen Griechenland, Italien und der Türkei helfen, ihre Strukturen den Anforderungen der zunehmenden Zahl von Flüchtlingen anzupassen. Wir lehnen es aber strikt ab, die Hilfen an die Türkei mit Zusagen für einen Beitritt der Türkei in die EU zu verknüpfen, ein Land, das gegen seine Bürger (Kurden) Krieg führt, in dem Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und Menschenrechte mit Füßen getreten werden.
Wir müssen den Menschen, welche zu uns kommen und noch kommen werden, menschlich begegnen. Wir unterstützen die Bundesregierung bei der Absicht, auch zukünftig schutzsuchende Menschen willkommen zu heißen. Ziel muss es sein, dass die Flüchtlinge innerhalb von zwei Wochen bundeseinheitlich registriert sind und Asylverfahren nicht länger als 6 Monate dauern. Nur so ist eine sinnvolle Integrationsarbeit unserer Haupt- und Ehrenamtlichen möglich.
Mittel- und langfristig müssen die Fluchtursachen beseitigt werden. Das bedeutet für uns ein Überdenken der Entwicklungshilfe, des Welthandels einschließlich des Waffenexports.

Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands K.d.ö.R.

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Unitarier erinnern an das Toleranzedikt von Torda:
Wurzeln der Religionsfreiheit in Europa

Fast 450 Jahre religiöse Freiheit

Die Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens – erinnern an das „Toleranzedikt von Torda", Siebenbürgen, das am 13. Januar 1568 erstmals im christlichen Europa die Religionsfreiheit aus staatlicher Sicht garantierte. Ausdrücklich als „recepta religio", also „anerkannte Religion", wurden die lutherische, calvinistische, katholische und unitarische Religion benannt. Niemand durfte an der Ausübung und Lehre gehindert oder wegen der Zugehörigkeit zu einer dieser Weltanschauungen verfolgt werden. Unitarier weltweit machen auf diese erstmalige Verankerung ihrer Überzeugungen im Staatsrecht aufmerksam.
Das geschichtlich Einzigartige an dieser siebenb
ürgischen Konfliktlösung war die Offenheit und Gewaltfreiheit, mit der man alle regional vertretenen Varianten der Reformation rechtlich die Existenz ermöglichte. Lutheraner, Calvinisten und Unitarier wurden neben der katholischen Kirche in die siebenbürgische Verfassung aufgenommen. Das Königreich Siebenbürgen gehörte damals zur Habsburger Monarchie.
Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Debatten rückt die Bedeutung dieses Gesetzesbeschlusses wieder ins Blickfeld der Betrachtungen. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, das in  Artikel 4 die Freiheit des Glaubens und weltanschaulicher Bekenntnisse anerkennt und die ungest
örte Religionsausübung gewährleistet, ruht letztlich auch auf dem Fundament dieser Anfänge der Religionsfreiheit im 16. und 17. Jahrhundert.
Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden ist eine der zentralen Überzeugungen der unitarischen Bewegung weltweit, die sich nicht nur auf religiöse Fragen erstreckt, sondern alle Aspekte des gesellschaftlichen und religiösen Lebens beeinflusst. Sie versteht sich als Gemeinschaft von Menschen, die eigenverantwortliches Denken und Handeln als sehr hohes Gut im zwischenmenschlichen Miteinander erachten. Dieser schöpferische Gedanke der Vielfalt wird von vielen Gemeinden in Deutschland und Europa gepflegt. Eine starke Ausbreitung erfährt der unitarische Toleranz-Gedanke in den U.S.A., wo viele Gemeinden der Unitarier beheimatet sind. Seit 1995 verbindet die ICUU (International Council of Unitarians and Universalists) als Dachverband die Unitarier in aller Welt, von den Khasi Hills in Indien bis nach Südafrika, und ermöglicht so einen verstärkten Einsatz für religiöse Toleranz. Die Unitarier - Religionsgemeinschaft freien Glaubens - ist Gründungsmitglied der ICUU.
Aus diesem Toleranzgedanken heraus sieht die unitarische Religionsgemeinschaft es als dringend erforderlich an, einen modernen Religionsunterricht einzurichten. Er muss ein „Religionskunde-Unterricht" sein, der alle Religionen und Weltanschauungen grundsätzlich gleichberechtigt darstellt und auf ihre Vereinbarkeit mit demokratischen Grundwerten untersucht. Dafür ist es notwendig, einen Anforderungskatalog zu erstellen, der Aspekte wie "Toleranz gegenüber anderen", "Respekt vor der Religionsfreiheit" und "Gleichbehandlung der Geschlechter" umfasst und überprüfbar macht.

Siehe auch:
http://event-effect.de/de/boulevard/dracula-und-preussenkoenig
https://de.wikipedia.org/wiki/Unitarische_Kirche_Siebenbuergen
https://www.unitarier.de


Mehr Infos zu den Unitariern auf
www.unitarier.de
und
www.icuu.net
und
www.europeanuu.org
und www.iarf.net
oder auch
www.dfw-dachverband.de

Präsidiumskontakt:
Freya Bednarski-Stelling
Tel.: (06172) 752 17
freya.bednarski-stelling@unitarier.de

Pressestelle:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: (02955) 74 63 910
mobil: (0151) 52 96 75 97
kerstin.salerno@unitarier.de
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Die Freireligiöse Gemeinde Mannheim lädt ein zur Feierstunde

am
Sonntag, den 24. April 2016,11:00 Uhr,
Carl-Scholl-Saal im Gemeindezentrum, L 10, 4-6

Der Quantenphysiker Dürr (1929 - 1914) vermochte es, moderne Erkenntnisse der Naturwissenschaft mit uralter Spiritualittit zu verknüpfen. Als ehemaliger Assistent von Werner Heisenberg, Friedens- und Umweltaktivist, bezeichnete er sich selbst als "liebenden Atheisten", mischte sich ein, fühlte sich mit großer Achtsamkeit und Neugierde "dem Ganzen" verbunden und formulierte damit Gedanken, die in Religion und Philosophie immer wiederkehren.
Es spricht Elke Gensler von der Freireligiösen Gemeinde Mainz

Musikalische Umrahmung:
Olga Orkin, Klavier, und Evgeni Orkin, Saxophon

Freireligiöse Gemeinde Mannheim
Staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft | Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gemeindezentrum : L 10, 4-6 | 68161 Mannheim | Ruf: 0621-126310
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Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der FA vom 5. bis 8. Mai 2016

Foto: Teilnehmer während der FA-Tagung 2015 in Schney

Die Freie Akademie wird ihre Tagung im Jahr 2016 wieder in der Frankenakademie Schloss Schney durchführen. Während der Tagung vom 5. bis 8. Mai 2016 werden wir im Rahmen von Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionsbeiträgen das Thema

„Religiöser Pluralismus und Deutungsmacht in der Reformationszeit"

behandeln. Damit wird ein Beitrag zur Vorbereitung des Luther-Jahres 2017 geleistet.

Mit der Entstehung neuer religiöser Deutungskonzepte in der Reformationszeit und deren Institutionalisierung in Konfessionskirchen verschärfte sich die Spannung zwischen religiösen Einheitsansprüchen und zunehmender religiöser Pluralität. Reformatoren wie Luther oder Calvin beanspruchten Deutungsmacht über die Bibelauslegung und setzten sie der Deutungshoheit der hergebrachten kirchlichen Institutionen entgegen. Indem sich Landes- und Stadtobrigkeiten bestimmte Deutungskonzepte zu eigen machten, konnten sie den zuvor schon im Gang befindlichen Ausbau eines landesherrlichen Kirchenregiments nachhaltig steigern. Gleichzeitig wirkte diese Entwicklung als Impuls zur weiteren Pluralisierung inner- und außerhalb der Konfessionen und strahlte auch auf andere Bereiche wie die Entwicklung der Kunst, des Rechts und der Naturwissenschaften aus. Individuelle Religion differenzierte sich in ein öffentliches Bekenntnis und eine privat gelebte religiöse Praxis.
Die Hauptvorträge dieser Tagung bedenken diese in der Reformationszeit aufbrechende Spannung zwischen den Bedürfnissen nach weltanschaulicher Einheit und nach Pluralität. Noch heute kommt diese Spannung z.B. einerseits in den Rufen nach „Minimalkonsens" und „Wertegemeinschaft" und andererseits in dem Bedürfnis nach Weltanschauungs- und Religionsfreiheit zum Ausdruck. Auf der Tagung thematisiert wird das Ringen in diesem Spannungsfeld (1) im Allgemeinen sowie bezogen auf (2) die katholische und evangelische Konfession, (3) die Sicht auf Juden und Judentum, (4) den Umgang des christlichen Abendlandes mit dem Islam, (5) die Rivalität zwischen kapitalistischen Monopolen und egalitären Wirtschaftsformen, (6) das angemessene naturwissenschaftliche Verständnis des Kosmos, (7) die persönliche Orientierung und Lebensführung ausgewählter Personen der ersten Hälfte 16. Jahrhunderts und (8) die heute angemessene Sicht auf die Reformationszeit.
Mit unserer Tagung möchten wir das Geschichts- und Demokratiebewusstsein fördern und das Verständnis für Toleranz und Freiheit stärken. Dabei werden wir - für unsere Gegenwart bedeutsame - Daseins- und Wertefragen interdisziplinär erörtern.
Seien Sie herzlich willkommen vom 5. bis 8. Mai 2016 in Schloss Schney, bei Lichtenfels. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unserer sicherlich spannenden Tagung.

Dr. Volker Mueller (Präsident der Freien Akademie)
Prof. Dr. Ulrich Bubenheimer (Wissenschaftlicher Tagungsleiter 2016)


Freie Akademie e.V., 14612 Falkensee, Holbeinstr. 61

www.freie-akademie-online.de
E-Mail:
praesident@freie-akademie-online.de

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Drittes überregionales Treffen (ÜRT) freireligiöser und unitarischer Gemeinden im deutschsprachigen Raum
"Gemeinsam in die Zukunft blicken"
Vom 20.05. bis 22.05.2016 in der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach K.d.ö.R. am Schillerplatz 1 in 63067 Offenbach am Main
Die Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen, der Wille zum Austausch von persönlichen Glaubens- und Weltanschauungsvorstellungen und das Zusammensein im Gefühl, nie die absolute Wahrheit für sich zu finden und zu beanspruchen, lässt uns zu einem weiteren überregionalen Treffen zusammenkommen.
Mit Toleranz und Neugier, die eng miteinander verwoben sind, wird dieses Wochenende zum Kennenlernen, Nachdenken und Selbstgestalten die große Thematik „Zukunft“ in den Mittelpunkt rücken. In verschiedenen Arbeitskreisen soll dieses Thema, aber auch anderes, Zeit und Raum zum Austausch und der gemeinsamen Erfahrungen geben. Jung und Alt können diskutieren und einander erklären, wie sie sich ihre Gemeinde oder Gemeinschaft vorstellen, was sie für Werte und Aufgaben mit ihr verbinden. Und natürlich soll es auch genügend Zeit zum gemütlichen und lockeren Beisammensein geben!  
 
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Moderner Religionsunterricht gefordert
Große Sorge wegen antisemitischer Parolen

Es ist an der Zeit, an den Schulen einen modernen Religionsunterricht einzurichten, der alle Religionen und Weltanschauungen als gleichberechtigt darstellt und lehrt, die mit der Demokratie vereinbar sind. Auslöser für den Aufruf sind die Medienberichte über die antisemitische Hetze einer Muslimischen Gemeinde im Internet. Es besteht die große Sorge, dass ähnliche Äußerungen ihren Weg in den Islam-Unterricht an hessischen Schulen finden könnten.
„So sehr wir die zunehmende Vielfalt des religionskundlichen Unterricht an den Schulen in Hessen begrüßen, so sehr treibt uns die Befürchtung um, dass Objektivität und Toleranz der Religionen untereinander verloren gehen", konstatiert Wolfgang Jantz, Vorstandsmitglied der Unitarier, Landesgemeinde Hessen K.d.ö.R. Die Medienberichte der letzten Tage über antisemitische Parolen und türkische Koranzitate auf der Internetseite einer muslimischen Gemeinde in Hessen lassen die auf Toleranz und Zusammenleben ausgerichtete Religionsgemeinschaft freien Glaubens aufhorchen. Es wird die Besorgnis geäußert, dass antisemitische Inhalte auch im Islam-Unterricht an Hessens Schulen verbreitet würden. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob der Staat ausreichende Möglichkeiten hat, die mit dem Unterricht beauftragten Gemeinschaften zu überprüfen. Die Politik ist  gefordert, diskriminierende Botschaften von vorn herein zu unterbinden.
Jantz tritt ein für einen modernen Religionsunterricht im Sinne einer Religionskunde. Hier würde das historisch-organisatorische Wissen über andere Religionen im Vordergrund stehen und nicht so sehr die glaubensmäßigen und theologischen Inhalte, die ja auch im Zeitablauf Wandlungen unterlegen sind. Herablassende oder schmähende Äußerungen gegenüber anderen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sollten verboten werden und könnten einen Straftatbestand darstellen. Es könne aus Sicht der Unitarier nicht sein, dass wir als westliche Gesellschaft unsere Systeme für andere Religionen öffnen, und dann als Folge Demokratie und Toleranz missachtet werden. Demokratie, religiöse Toleranz und die Achtung von Recht und Gesetz sind unverletzlich.
Für einen religionskundlichen Unterricht ist es notwendig, einen Anforderungskatalog zu erstellen, der die Punkte wie "Toleranz gegenüber anderen", "Respekt vor der Religionsfreiheit" und "Gleichbehandlung der Geschlechter" aufführt und kontrollierbar macht. Die Unitarier haben sehr viel Erfahrung mit diesem Diskurs und stehen der Politik gerne beratend und mitarbeitend zur Seite.

Bild: Plädoyer für tolerante Religionskunde als Schulfach, die unterschiedliche Religionen und Weltanschauungen respektvoll nebeneinander stellt. (Foto vom Religionspolitischen Kongress von Bündnis90/DieGrünen Anfang 2015).
Foto: Kerstin Salerno

Mehr Infos zu den Unitariern auf www.unitarier.de
und
www.icuu.net
und
www.europeanuu.org
und www.iarf.net

Präsidiumskontakt:
Freya Bednarski-Stelling
Tel.: (06172) 752 17
freya.bednarski-stelling@unitarier.de

Pressestelle:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: (02955) 74 63 910
mobil: (0151) 52 96 75 97
kerstin.salerno@unitarier.de
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"Wach auf Europa!"
Unterzeichne die Online-Petition, um die Demokratie in Ungarn zu schützen!
Brüssel, 25. Januar 2016
Heute eröffnet die europäische Bürgerinitiative “Wach auf Europa!” ihre Online-Plattform, auf der ihre europaweite Petition unterzeichnet werden kann, mit der sie die europäischen Institutionen auffordert, standhaft gegen das autoritäre Programm des ungarischen Premierministers Viktor Orbán einzutreten. 
Während die Europäische Kommission einige Aspekte der ungarischen Situation mittels einer legalistischen und technokratischen Vorgehensweise anging, scheut sie bisher vor einer starken politischen Aktion zurück gegen ein Handeln, das klar eine systematische Aushöhlung demokratischer Prinzipien und beständiger Verletzungen europäischer Werte und Menschenrechte durch die ungarische Regierung darstellt. 

Die Bürger hinter “Wach auf Europa!” bedauern dies sehr und rufen jede/n Bürger/Bürgerin der EU, der die Meinung teilt, dass es in Europa keinen Raum für derartiges autoritäres Handeln gibt, auf, sich anzuschließen und die Petition zu unterzeichnen, mit der die Europäische Kommission gebeten wird, Maßnahmen gemäß Artikel 7 gegen die ungarische Regierung einzuleiten.

“Wenn man Ungarn erlaubt, sich so weit von den gemeinsamen Gründungswerten zu entfernen, ermutigt die EU andere Mitgliedsstaaten, die gleiche Richtung einzuschlagen. Die neuesten Entwicklungen in Polen zeigen das deutlich. Während wir die Tatsache sehr begrüßen, dass die EU letzte Woche eine Prüfung der Rechtsstaatlichkeit gegen Polen begonnen hat, wollen wir den gleichen Einsatz der europäischen Institutionen sehen, um die Rechtsstaatlichkeit in Ungarn ebenso zu schützen“, sagte Pierre Galand, Mitglied des Bürgerkommittees „Wach auf Europa!“ 
Die Online-Plattform, auf der die 1.000.000 Unterzeichnungen, die nötig sind, um die Petition einzureichen, gesammelt werden, ist bis November 2016 zugänglich. 

Weitere Informationen:
www.act4democracy.eu
info@actfordemocracy.eu
www.facebook.com/WakeUpEuropeInitiative/
twitter.com/Act4Democracy

Anfragen der Presse an:
Pierre-Arnaud Perrouty
info@act4democracy.eu
+32 2 627 68 24

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Namensfeier am 19. März 2016 in Nauen

Eltern können ihre Kinder ab sofort wieder für eine humanistische Namensfeier beim Humanistischen Freidenkerbund Havelland anmelden. Junge Erdenbürger nehmen mit ihren Familien am 19. März 2016, in Nauen an einem kulturvollen Fest teil.
Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. führt für die Kinder eine offizielle Feierstunde zum Lebensbeginn des jungen Erdenbürgers mit Musik und Rezitationen durch. Die Namensgebung wird in Rahmen einer kleinen Festansprache gewürdigt. Die Tochter oder der Sohn werden damit in ihrem beginnenden Leben als neuer Teil der Familie festlich begrüßt. Im Beisein von Familienangehörigen, Freunden und vor allem Paten werden das Kind und sein Name im Sinne weltlicher Festkultur gefeiert.
Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, meldet sich bitte bei uns bis zum 10.02.2016 in Nauen, Karl-Thon-Straße 42, an.

Dr. Volker Mueller
Vorsitzender des
Humanistischen Freidenkerbundes Havelland

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Aktivitäten im Rahmen der Frauenwoche 2016
im Humanistischen Freidenkerbund Havelland

Unter dem Motto „Frauengenerationen im Wechselspiel. Chancen, Risiken und Nebenwirkungen." steht die 26. Brandenburger Frauenwoche im Havelland, welche in diesem Jahr vom 03.03. bis zum 20.03.2016 stattfindet. Im Rahmen der Frauenwoche lädt der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. zu folgenden Veranstaltungen ein:

Dienstag, 08.03.2016
16:00 Uhr „Mädelsquatschrunde“ im Jugendklub „Millennium“, Brieselang, Wustermarker Allee 5
Alle interessierten jungen Mädchen sind eingeladen, sich in gemütlicher Atmosphäre bei Tee, Kaffee und Gebäck über die Belange von Mädchen austauschen.

Mittwoch, 09.03.2016
10:00 – 13:00 Uhr Frauentagsveranstaltung des Jugend- und Familientreffs Falkensee im Versammlungsraum der Lebenshilfe e.V. Falkensee
Am 09.03.2016 findet, organisiert vom Jugend- und Familientreff des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V., in der Bahnhofstraße 32 (in den Räumen der Lebenshilfe e.V.) eine Frauentagsveranstaltung mit einem musikalisch-literarischem Programm, gestaltet von M. Bloch, statt. Anschließend gibt es bei Kaffee, Kuchen und einem kleinem Imbiss Gelegenheit zu Gesprächen. Es sind nur noch wenige Plätze frei, daher ist eine telefonische Anmeldung dringend erforderlich (Tel.: 03322/ 429265).  >>> weiterlesen

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Samstag, 12. März 2016, 14 bis 18 Uhr
Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz, Johannes-Ronge-Haus, Wörthstraße 6a

Jede Frau braucht Courage –
Courage braucht jede Frau

Die neu gegründete Frauengruppe Courage stellt sich vor.

Sie will vor allem junge Frauen ermutigen, sich gemeinsam mit ihr sich für ihre Interessen einzusetzen. Ein herzliches Willkommen den Flüchtlingsfrauen! Courage wird auch über die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen im März 2016 in Kathmandu (Nepal) berichten.
Veranstalter: Frauengruppe Courage Ludwigshafen
>>> weitere Veranstaltungen zum Frauentag in Ludwigshafen
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Internationaler Frauentag am 8. März 2016
International Women’s Convocation IWC ruft zu Aktionen auf

Feiern, weiterbilden und aufmerk-sam machen: Eine Auswahl mit Projektmaterial für Ihre Gemeinde zum Internationalen Frauentag 2016 steht zum Download bereit! Machen Sie mit!
Der Internationale Frauenkonvent (International Women’s Convocation, IWC), ist die führende Organisation der Unitarischen Universalisten (Unitarian Universalists, UU) mit der Fokussierung auf Frauenrechte und Gleichstellung.

Dieser gemeinnützige Verein entstand auf dem Ersten Internationalen Frauenkongress in Houston, Texas, U.S.A., 2009. Über 600 Teilnehmer – Frauen und Männer aus der ganzen Welt – kamen zusammen, um globale Partnerschaften zu knüpfen und Strategien zu entwickeln, die das Leben von Frauen verbessern. In weniger als fünf Jahren wuchs der Frauenkonvent von einer Idee zu einer gut etablierten Organisation heran. Inzwischen wurden viele Projekte und Zusammenkünfte initiiert oder gesponsert z.B. in Rumänien, den Philippinen, Indien und Uganda. Schon auf dem ersten Kongress entstand die Idee zum Mikro-Darlehen-Programm in Uganda. Der zweite Kongress 2012 in Rumänien inspirierte zur Gründung einer erfolgreichen Führungskräfte-Weiterbildung (Leadership School) für ungarische Frauen.
Mehr über den Internationalen Frauenkonvent:
Vorstandsmitglieder sind aus Indien, Philippinen, Deutschland, Rumänien und U.S.A.
Beirat „Global Sisters Leadership Council", Mitglieder aus Indien, Rumänien, Bolivien, Japan und U.S.A.
Der Internationale Frauenkonvent ist Mitglied der internationalen Unitarian Universalists Verbindung zusammen mit UUPCC, ICUU, UUSC, UUHIP und UU-UNO
Quartalsweise erscheint ein Newsletter, zu bestellen unter
http://www.intlwomensconvo.org/community/news/
Präsenz in Sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter
Projekt-Daten auf geschützten Internet-Seiten

Ideen und Projekt-Material für den Internationalen Frauentag 2016 im Internet
Themen und Ideen für Predigten, Gebete und Fürbitten
Weiterbildungsmaterial für Jugendliche und Erwachsene
Praxisbeispiele von Frauen in den IWC-Programmen
Kontaktmöglichkeiten für Projekte weltweit
E-Mails mit Fragen an
admin@icuuw.com
oder Material-Download auf
https://www.intlwomensconvo.org/community/program/international-womens-day-2016/

Mehr Infos zu den Unitariern auf
www.unitarier.de
und
www.icuu.net
und
www.europeanuu.org
und www.iarf.net
oder auch
www.dfw-dachverband.de

Folgen Sie uns auf twitter:
Unitarier@UnitarierDE

Präsidiumskontakt:
Freya Bednarski-Stelling
Tel.: (06172) 752 17
freya.bednarski-stelling@unitarier.de

Pressestelle:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: (02955) 74 63 910
mobil: (0151) 52 96 75 97
kerstin.salerno@unitarier.de
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Brandenburger Freidenker haben neu gewählt
Der Humanistische Freidenkerbund Brandenburg e.V. (HFB) hat am 7. März 2016 den 9. Verbandstag, d.h. seine Mitgliederversammlung durchgeführt. Dabei wurden Bilanz über die bisherige Arbeit gezogen, die vor allem in den Landkreisen Havelland und Barnim geleistet wird, und weitere Aufgaben festgesteckt.

Der HFB ist eine anerkannte und gemeinnützige Weltanschauungsgemeinschaft für säkularen Humanismus, die sich dem toleranten Freien Denken und tätiger Humanität verpflichtet hat. Als parteiunabhängiger Interessenvertreter konfessionsfreier Menschen im Land Brandenburg stehen folgende Schwerpunkte im Mittelpunkt:
-  soziale Hilfen und Beratungs- und Betreuungsangebote sowie Lebenshilfe für sozial Schwache, Bedürftige und Flüchtlinge
-  freigeistig-humanistische Jugendarbeit, offene Jugendarbeit, Jugendbildung und –freizeit, Jugendkultur
-  weltliche Fest-, Feier- und Trauerkultur, vor allem Jugendfeiern, aber auch Namensfeiern und Ehefeiern  
-  weltanschauliche Arbeit, Bildung, Aufklärung

Generell beschäftigen wir uns in letzter Zeit mehr und mehr mit der Wahrung und Verteidigung eines friedlichen und toleranten Zusammenlebens der Menschen – gerade auch in Deutschland - angesichts fremdenfeindlicher und extremistischer Haltungen, undemokratischer Aktionen und Gewalttaten von Neonazis, der verbrecherischen Umtriebe des NSU sowie fundamentalistischer und fanatischer Tendenzen in unserer Gegenwart. Terroranschläge wie in Paris im November 2015, Brandstiftungen wie in Nauen am 25.8.2015 und andere Gewalttaten erfahren unseren scharfen und aktiven Protest. Die jährlichen Toleranzfeste in Nauen und vielfältige Aktionen im Barnim sind beredte Zeugnisse unseres großen Engagements für ein freies, tolerantes und auf den Menschenrechten basierendes Miteinander der Menschen, unabhängig von ihren unterschiedlichen Identitäten.

Die Arbeitsgruppe Humanistische Flüchtlingshilfe vor allem im Havelland existiert seit dem November 2014. Wir haben hier etwa 25 aktive Mitglieder und Interessenten, die sich ehrenamtlich für eine offene und demokratische Willkommenskultur für Geflüchtete aus Kriegs- und Krisengebieten und Asylbewerber einsetzen. Dabei geht es uns um zivilgesellschaftliches Engagement für Patenschaften, persönliche Begleitungen und kulturellen Austausch und gemeinsame Kennenlern-Aktivitäten (z.B. zum Frauentag im März 2015, regelmäßige interkulturelle Nachmittage in Friesack, Arbeitsgelegenheiten in der Tafel).

International sind wir ebenfalls aktiv. Wichtige Höhepunkte waren hier unser Humanistischer  Jugendaustausch mit dem Atheist Centre in Indien in den Jahren 2013 bis 2016. Unsere Teilnahmen an der Internationalen Humanismus-Konferenz der IHEU und der IHEYO im August 2014 in Oxford und an der 9. Weltatheismuskonferenz im Januar 2016 in Vijayawada/ Indien waren sehr erfolgreich. Auch die gute Zusammenarbeit mit den polnischen Rationalisten in Wroclaw schätzen wir sehr; wir werden vom 21. – 23. Oktober d.J. dort mit ihnen und dem DFW eine internationale Konferenz durchführen.

Dr. Volker Mueller (Falkensee) wurde als Vorsitzender des HFB wiedergewählt. Weiterhin wurden in den Vorstand Katrin Jura (Mühlenberge), Marina Sult (Ketzin/H.), Karina Berg (Bernau) und Chris Greunke (Bernau) gewählt.
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Interkulturelle Nachmittage in Friesack

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden „Interkulturellen Nachmittage" in Friesack, die durch den Humanistischen Freidenkerbund Havelland und die Nauener Tafel durchgeführt werden, haben sich bereits viele ehrenamtliche Helfer aus unterschiedlichen Orten gefunden, die uns bei den regelmäßigen Nachmittagen, die Montags in der Zeit von 15.30 Uhr bis ca. 18.00 Uhr stattfinden, unterstützen.

Auf Wusch der teilnehmenden Geflüchteten, die zur  Zeit im Übergangswohnheim  Friesack untergebracht sind, steht das „Lernen der deutschen Sprache" im Vordergrund. Dies geschieht nicht nur in den Räumen der Nauener Tafel, sondern auch durch Besichtigungen von ortsansässigen Betrieben und Institutionen, wie einer Tischlerei, der freiwilligen Feuerwehr vor Ort oder des Gärtnereibetriebes der Familie Hansen.  
Der Inhaber berichtete uns von der Geschichte seines Betriebes, der 1990 neu aufgebaut wurde und einst 10 Mitarbeiter_innen hatte, und führte uns durch seinen nun kleinen Betriebshof. Es gab u.a. einen Erfahrungsaustausch über die Feldfrüchte in Deutschland, Eritrea und dem Tschad, wobei wir feststellen konnten, dass viele Gemüsesorten in den genannten Ländern gleichermaßen genutzt werden. Die Verständigung war kein Problem, da einige Geflüchtete bereits deutsch sprechen und verstehen und die Gruppe sich gegenseitig beim Übersetzen half. Als Abschiedsgeschenk erhielten die Gäste einen Eimer voll Gemüse, das sie im Übergangsheim gemeinsam verarbeiten und essen können.
Anschließend ging es zurück in die Friesacker Ausgabestelle der Nauener Tafel, wo wir den Ausflug reflektierten und die gesehenen Früchte und Blumen im Rahmen des dort angebotenen niedrigschwelligen „Deutschkurses" wiederholten und aufschrieben. Für den Monat November ist bereits ein Besuch im Deutschen Bundestag geplant, worauf  sich die Teilnehmenden schon sehr freuen. Ein weiteres Angebot unserer guten Zusammenarbeit mit dem Übergangsheim Friesack ist das gemeinsame Kochen in Nauen. Hier werden alle Interessen aus dem Heim eingeladen, mit Rezepten aus ihrer Heimat teilzunehmen. Fahrdienste werden durch die Vereine oder ehrenamtlichen Helfer_innen organisiert und die Zutaten werden gestellt. So wurden bereits in diesem Jahr 5 Kochveranstaltungen angeboten, bei denen sich Teilnehmer_innen  aus z.B. Serbien, Syrien, Eritrea und Deutschland trafen, kennenlernten, zusammen kochten und ein paar schöne Stunden miteinander verbrachten.
Der offene Interkulturelle Nachmittag wird regelmäßig jeden Montagnachmittag durchgeführt.  Interessent_innen sind gern gesehen und können sich mit ihren Ideen bei der Durchführung des alternativen Deutsch-Kurses einbringen. Anfragen nehmen wir gern telefonisch: 03321-450746 oder per Email: freidenker-havelland@web.de entgegen.
Wir möchten uns bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die bisher aus Friesack, Senzke, Nauen  und Berlin kommen, sowie bei den unterstützenden Betrieben bedanken.

Katrin Jura

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9. Weltatheismuskonferenz hat in Indien stattgefunden:
Die Notwendigkeit von wissenschaftlichen Perspektiven und Säkularismus

Oben: Eröffnung der 9. World Atheist Conference am 6. Januar 2016, in Vijayawada/Indien
Unten: Das Präsidium

Oben: Impressionen von der Atheismus-Weltkonferenz
Unten: Dr. Vijayam vom Atheist Centre (Vijayawada)

Oben: Hasil Gora auf der Konferenz
Unten: Harald Petzold, Mitglied des deutsches Bundestages, während seines Vortrags

Am 6. und 7. Januar 2016 fand in Vijayawada/ Indischer Unionsstaat Andhra Pradesh die 9. Weltatheismuskonferenz statt. Diese internationale Konferenz der Atheisten, Rationalisten, Humanisten, Sozialreformer und Freidenker wurde vom Atheist Centre, das in Indien im Jahr 1940 gegründet wurde, organisiert. Über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben zu dem Konferenzthema "The Necessity of Scientific Outlook and Secularism" interessante Vorträge gehört und viele Debatten geführt. Die Öffentlichkeit und die Medien haben diese Konferenz der Aufklärung und des Säkularismus mit großem Interesse verfolgt.
An der Konferenz nahmen auch sechs Humanisten und Freidenker aus Deutschland – vom Humanistischen Freidenkerbund Brandenburg (HFB) – teil. Dr. Volker Mueller, Vorsitzender des HFB, hat auf der Konferenz die Eröffnungsrede und Harald Petzold, Mitglied des Deutschen Bundestages, einen Hauptvortrag gehalten.
In der Abschlusserklärung werden alle säkularen Humanisten aufgerufen, sich für eine friedliche, freie und solidarische postreligiöse Gesellschaft,  für Menschenrechte und Menschenwürde, gegen Terror, Gewalt, Kasten, religiösen Fndamentalismus und Fanatismus aktiv einzusetzen.
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