Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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Der neue pfw ist da.
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Herzlich willkommen
auf unserer Homepage!

Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch und hoffen, Sie finden hier das, was Sie suchen. Sollten Sie Fragen oder auch Anregungen für unsere Seite haben, teilen Sie uns diese bitte mit. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften


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Unitarier im Gespräch mit der Politik
Treffen mit Volker Beck, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

Am Montag, 13. April 2015, trafen sich Dr. Jörg Last und Kerstin Salerno mit dem Bundestagsabgeordneten Volker Beck, Mitglied des Bundestags (MdB), Bündnis 90/Die Grünen, in seinem Wahlkreisbüro in Köln. Bündnis 90/Die Grünen ist nach aktuellem Kenntnisstand die einzige Partei in Deutschland, die das hochaktuelle Thema „Religion" als gesellschaftlich wichtige Aufgabenstellung bearbeitet. Ziel des Treffens war es, die Unitarier mit ihren religiösen Besonderheiten ins Bewusstsein der Politik zu bringen.

Trotz des extrem überfüllten Terminkalenders von Volker Beck hat er sich die Zeit genommen, um die Unitarier näher kennen zu lernen. (Der Name ‚Unitarier‘ war ihm bereits bekannt.) Das zeugt von hohem Engagement und einem ehrlichen Willen zur vorbehaltlosen Bearbeitung der Materie im Rahmen der politischen Willensbildung. Als eher kleine Organisation stehen die Unitarier nicht per se im Fokus der Betrachtungen. ... weiterlesen ...

Dr. Jörg Last, Geistiger Rat (links), und Volker Beck, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

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Einladung zur Podiumsdiskussion

Im Deutschen Bundestag wird in diesem Jahr über ein mögliches neues Strafgesetz zur Suizidhilfe entschieden. Dazu haben sich bereits einige fraktionsübergreifende Gruppen gebildet, die unterschiedliche Positionen vertreten. An konkreten Gesetzentwürfen wird noch gearbeitet. Wie die aktuelle politische und gesellschaftliche Debatte von führenden deutschen Strafrechtlern beurteilt wird und was sie der Politik dazu empfehlen, ist das Thema einer prominent besetzten Podiumsdiskussion, zu der die DGHS herzlich einlädt.

„Wird Sterbehilfe zur Straftat? Führende deutsche Strafrechtler zur aktuellen Debatte um assistierten Suizid“
Dienstag, 21. April 2015, 18 bis 20 Uhr,
im Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums,
Geschwister-Scholl-Str. 3 (direkt am U-/S-Bahnhof Friedrichstraße), Berlin-Mitte
Es diskutieren:
Prof. Dr. jur. utr. Thomas Fischer, Karlsruhe, Vorsitzender des Zweiten Strafsenats beim Bundesgerichtshof (BGH),
Prof. Dr. jur. em. Rolf Dietrich Herzberg (Ruhr-Universität Bochum),                          
Prof. Dr. jur. Reinhard Merkel (Universität Hamburg, Mitglied des Deutschen Ethikrats),
Prof. Dr. jur. Frank Saliger (Universität Tübingen),
Prof. Dr. jur. Torsten Verrel (Universität Bonn, Autor des Gutachtens zur Sterbehilfe beim Deutschen Juristentag 2006).
Moderation: Prof. Dr. phil. Dr. jur. Eric Hilgendorf (Universität Würzburg, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der DGHS)
Im Anschluss besteht bei einem Glas Wein Gelegenheit für Einzelgespräche.
Eintritt: 8 Euro, für Mitglieder der DGHS (Bitte Mitgliedsausweis mitbringen!) und befreundeter Verbände ermäßigt 5 Euro.
Abgeordnete und deren Mitarbeiter sowie Pressevertreter haben freien Eintritt.
Um Anmeldung wird gebeten (begrenztes Platzangebot), telefonisch unter: 030 /212 22 3370 oder per Mail: presse@dghs.de
Eine Veranstaltung mit Unterstützung des Bündnisses für Selbstbestimmung bis zum Lebensende (DGHS e. V., Giordano-Bruno-Stiftung, Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten, Humanistischer Verband Deutschlands, Humanistische Union, Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften, Bund für Geistesfreiheit Bayern, KORSO – Koordinierungsrat säkularer Organisationen e. V.)

Wega Wetzel M. A. (Pressesprecherin DGHS e. V.)
Tel:  0 30/21 22 23 37-22, Fax: 0 30/21 22 23 37-77
E-Mail: wega.wetzel@dghs.de, presse@dghs.de
Internet: www.dghs.de, Facebook: facebook.com/DGHSde

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DGHS begrüßt Stellungnahme von Strafrechtlern

Am 21. April 2015 Thema bei DGHS-Podiumsdiskussion in Berlin

Die am 15. April veröffentlichte „Stellungnahme deutscher Strafrechtslehrerinnen und Strafrechtslehrer zur geplanten Ausweitung der Strafbarkeit der Sterbehilfe“ wird von der DGHS ausdrücklich begrüßt. „Die Resolution ist mutig und klar“, sagt DGHS-Präsidentin Elke Baezner.

Die eindeutige Stellungnahme gegen jegliche Verschärfung des Strafrechts bei der Suizidhilfe und für eine einheitliche liberale Berufspolitik der Ärzte müsste von der Bundespolitik zur Kenntnis genommen werden. Bei einer von der DGHS ausgerichteten Podiumsdiskussion am kommenden Dienstag, 21. April, 18 Uhr, in Berlin (Auditorium im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Geschwister-Scholl-Str. 3, 10117 Berlin) werde noch ausreichend Gelegenheit sein, mit einigen der Unterzeichner über die Begründungen zu dieser Argumentation direkt zu sprechen. Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung nötig, die auch formlos per E-Mail:  presse@dghs.de  erfolgen kann. Elke Baezner betonte in ihrer Reaktion, dass es bei einem selbstbestimmten Lebensende keine Gegensätze zwischen Hospizversorgung, ausreichender Schmerzmittelversorgung und einem ggf. gewünschten assistierten Suizid geben sollte, sondern die volle Wahlfreiheit zwischen sämtlichen Optionen.

In ihren aktuellen Leitplanken stellt die DGHS ihre Position klar:

1. Die DGHS setzt sich ein für die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts am Lebensende. Der sterbewillige Patient muss die Wahlfreiheit für alle zulässigen Formen der Sterbehilfe einschließlich des eigenverantwortlichen Suizids mit Unterstützung anderer behalten.
2. Sterbewillige müssen neutral, objektiv und ergebnisoffen über Alternativen beraten werden können. Ein entsprechendes Beratungsangebot trägt dazu bei, Ängste in Bezug auf Sterben und Tod abzubauen und Suizide zu verhindern.
3. Alle Betroffenen, insbesondere Sterbewillige und Sterbehelfer, brauchen mehr Rechtssicherheit. Um Missbräuchen zu wehren, sind Sorgfaltskriterien und entsprechende Kontrollen unabdingbar. Eine Verschärfung der Gesetzeslage im Strafrecht lehnt die DGHS jedoch ab.
4. Sterbehilfe darf nicht durch berufsrechtliche Verbote erschwert werden.
5. Die fachliche Fortbildung (medizinisch wie psychosozial) für die Betreuung sterbender und sterbewilliger Menschen muss verbessert werden.
6. Arzneimittel- und Betäubungsmittelgesetz müssen die Verwendung geeigneter Wirkstof-fe für eine Suizidbeihilfe ermöglichen.
7. Palliativ- und Hospizversorgung müssen ausgebaut werden und für jeden unabhängig von Person, Status und finanziellen Möglichkeiten verfügbar sein.

Der Wortlaut der Juristen-Resolution mit den Namen der mehr als 140 Unterzeichner ist unter www.dghs.de als pdf-datei herunterladbar.

Wega Wetzel M. A. (Pressesprecherin DGHS e. V.)
Tel:  0 30/21 22 23 37-22, Fax: 0 30/21 22 23 37-77
E-Mail:  wega.wetzel@dghs.de, presse@dghs.de
Internet:  www.dghs.de
Facebook:  facebook.com/DGHSde

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Geschichtsworkshop "Jugend unter Hitler"

Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. hat mit 12 Jugendlichen einen Geschichts-Workshop und eine Exkursion nach Berlin erfolgreich durchgeführt.

Diese besondere zweitägige Jugendveranstaltung zur jüngeren Geschichte fand am 1. April 2015 in Falkensee statt und wurde am 2. April 2015 mit einer Tagesexkursion nach Berlin fortgesetzt. Mit großem Interesse haben sich die Jugendlichen einmal ohne Schule mit wichtigen Fragen der deutschen Geschichte beschäftigt, vor allem mit dem Thema, wie gerade die Jugend von der Hitler-Diktatur für deren Ziele missbraucht werden konnte. Dabei wurden der besondere Platz der Jugend in Hitler-Deutschland und die sozialpsychologische Beeinflussung junger Menschen zwischen 1933 und 1945 herausgearbeitet.
Wir führten einen jugendgemäßen offenen Workshop zu historischen und aktuellen Problemen des deutschen Faschismus mit dem Schwerpunkt der Vereinnahmung und Beeinflussung der Jugend durch den Nationalsozialismus durch. Anhand von verschiedenen historischen Fakten und Zusammenhängen und eines Filmes konnten die Geschichtskenntnisse vertieft und deren Bedeutung für unsere Gegenwart gemeinsam besprochen werden. Am zweiten Tag haben wir gemeinsam das Holocaust-Mahnmal in Berlin mit der begleitenden Ausstellung sowie die Ausstellung "Topographie des Terrors" in Berlin besucht, die die Verbrechen der Nazi-Zeit sehr anschaulich und bedrückend präsentieren.

Dr. Volker Mueller

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Neues Buch der Freien Akademie zu Frieden und Krieg erschienen

Der Band 34 der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE mit dem Titel „Frieden und Krieg im 20. und 21. Jahrhundert – Ursachen, Konsequenzen, Alternativen" ist nun erschienen.
Das Buch befasst sich mit einem grundlegenden Thema des Daseins und Zusammenlebens der Menschen. Es stellt Frieden und Krieg im 20. und 21. Jahrhundert und einige wesentliche Ursachen, Konsequenzen und Alternativen in den Mittelpunkt. Dabei suchen wir, wie viele andere Menschen, nach einem Leben in Frieden und Vielfalt, in Freiheit und Demokratie, in Toleranz und Humanität. Das Verhältnis von Frieden und Krieg reflektiert ein wesentliches globales Problem, das das Leben und Weiterleben der Menschen, ja ganzer Völker beinhaltet. Anlass ist der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges (1914–1918), der „Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts.
Vor allem Ursachen und Wirkungsgeschichte des Ersten Weltkrieges, die Entwicklungen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg (1939–1945) sowie friedenspolitische Anstrengungen sind in der Diskussion. ... weiterlesen ...

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„Letzte Hilfe“ aus dem Blickwinkel des Karikaturisten

Als „Ungleiche Zwillinge“ sieht der Karikaturist Gerhard Haderer die Erste und die Letzte Hilfe, seine Zeichnung ist das Titelbild der Frühlingsausgabe von „Humanes Leben – Humanes Sterben“. Er ist einer der Unterstützer der Kampagne „Letzte Hilfe“, für die sich immer noch weitere Prominente und Nichtprominente mit geschlossenen Augen fotografieren lassen (mehr auf S. 6-8).
Zum Tod unseres prominenten Unterstützers und Arthur-Koestler-Preisträgers Dr. h. c. Ralph Giordano, der im Dezember in einem Kölner Krankenhaus verstorben war, hat der bekannte Arzt Uwe-Christian Arnold einen sehr persönlichen Nachruf exklusiv für die HLS geschrieben. (S. 25). Ob es ein „Recht auf Letzte Hilfe“ auch per Gesetz geben wird, entscheiden die Abgeordneten noch in diesem Jahr, die vorliegenden unterschiedlichen fraktionsübergreifenden Positions-papiere stellen wir deshalb auf den Prüfstand (S. 4-5).
Im Service-Teil geht es in dem aktuellen Heft um das Thema Liebe im Alter und worauf man im Umgang miteinander achten sollte (S. 12-13).
Buchbesprechungen und Veranstaltungstipps runden die Zeitschrift wie gewohnt ab. Eine interessante und gewinnbringende Lektüre wünscht Ihnen Ihre HLS-Redaktion!
Journalisten, Schulen und Bibliotheken können die DGHS-Zeitschrift „Humanes Leben – Humanes Sterben“ kostenlos als Print-Ausgabe per Postsendung oder digital als pdf-Datei per E-Mail-Zusendung bestellen. Bitte schreiben Sie dazu an: info@dghs.de.
Die aktuelle Ausgabe ist unter www.dghs.de/service im Volltext als PDF-Datei herunterladbar.

Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben

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Der DFW begrüßt die neueste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes im „Kopftuchstreit"

Die Entscheidung der Bundesverfassungsrichter, dass das Tragen von Kopftüchern als Ausdruck des eigenen Glaubens nicht grundsätzlich zu verbieten sei und Religionen hier gleich zu behandeln seien, unterstützt die Argumentation des DFW, mit der er sich bei der Anhörung dieses Falles an das Bundesverfassungsgericht gewandt hatte.

Er hatte 2011 argumentiert: „Grundsätzlich kann und soll der Staat verhindern, dass Schüler auf unzulässige Weise indoktriniert werden, sei es politisch oder religiös/weltanschaulich. Eine Ausklammerung christlicher und abendländischer Bildungs- und Kulturwerte aus dem Verbot der Bekundung durch Lehrer verstößt dabei jedoch gegen das Neutralitätsgebot des Staates. Es ist außerdem eine ausgesprochene Lex Islam, und damit unzulässig gegen eine bestimmte Religion gerichtet und gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit. Auch wenn der DFW  nicht mit allen Inhalten und Grundlehren des Islam einverstanden ist und diese nach gleichen Maßstäben wie andere religiöse oder weltanschauliche Positionen kritisiert, so darf doch unserer Meinung nach in Gesetzen weder negativ noch positiv eine spezifische Religion hervorgehoben werden."
Der DFW hatte auch betont, dass das Grundrecht auf Religions- und Glaubensfreiheit mit dem Recht der Eltern auf eigene religiöse und weltanschauliche Erziehung ihrer Kinder und dem Recht der Kinder auf eine neutrale Bildung in der Schule abzuwägen sei, was vor allem für den Grundschulbereich gelte.  
Hier muss der Gesetzgeber eine generelle für alle Religionen und Weltanschauungen gleichermaßen gültige Gesetzgebung erreichen.

Renate Bauer

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Ankündigung

der wissenschaftlichen Tagung der
Freien Akademie
vom 14. bis 17. Mai 2015 im „penta-hotel Berlin-Potsdam" in Teltow


Die
Freie Akademie wird ihre Tagung im Jahr 2015 zum Thema

"Die Evolution des Kosmos. Fakten - Vermutungen - Rätsel" durchführen.
Herr Prof. Dr. Dieter B. Herrmann, jeweils bis 2004 Direktor der Archenhold-Sternwarte Berlin sowie des Zeiss-Großplanetariums Berlin, hat dankenswerterweise die wissenschaftliche Tagungsleitung 2015 übernommen. Bitte merken Sie sich diesen Tagungstermin vor.
Weitere Informationen und das Programm werden auf der Homepage der
Freien Akademie veröffentlicht werden: www.freie-akademie-online.de
Anfragen können übermittelt werden an:
Freie Akademie e.V., 14612 Falkensee, Holbeinstr. 61.
E-Mail: praesident@freie-akademie-online.de

Dr. Volker Mueller
- Präsident -

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Humanistische Willkommenshilfen
für Geflüchtete und Asylsuchende

Seit Ende letzten Jahres hat im Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. (HFH) die Arbeitsgruppe Humanistische Flüchtlingshilfe im Havelland ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie beteiligt sich mit ihren Möglichkeiten und Aktivitäten an der humanitären und kulturellen Unterstützung von Geflüchteten aus Krisen- und Kriegsgebieten und von Asylsuchenden im Landkreis Havelland und verbindet sich mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen. Dabei wollen wir eine demokratische und freie Willkommenskultur, unabhängig von Alter, Herkunft und religiös-weltanschaulichen, sozialen und kulturellen Unterschieden, unterstützen.
Vor kurzem haben wir weitere konkrete Schritte beraten und verabredet, vor allem in den Orten Falkensee, Friesack und Nauen. Aber auch in den anderen Orten wie Brieselang und Wustermark sollte längerfristig Hilfe entwickelt werden.
Folgende Aktivitäten des HFH stehen in nächster Zeit im Vordergrund:
1. Wir unterbreiten kulturelle Angebote für Familien und Freizeit- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, um sich in unserem Land willkommen zu fühlen. Dabei ist es wichtig, integrativ angelegte Aktivitäten und Kulturveranstaltungen zu organisieren, an denen Deutsche und Nichtdeutsche gleichermaßen teilnehmen. Auch die Förderung der Integration in Sport- und Freizeitvereinen vor Ort ist bedeutsam.
2. Wir entwickeln eine Börse zur Vermittlung und Unterstützung von persönlichen Patenschaften für ausländische Familien. Diese ehrenamtlichen Patenschaften wollen wir angemessen coachen sowie Aufklärung zu kulturellen, sozialen und politischen Hintergründen und Dolmetscherhilfen ermöglichen.
3. Durch ehrenamtlich tätige Havelländerinnen und Havelländer vermitteln wir gern eine Begleitung und Beratung von einzelnen rat- und hilfesuchenden Personen, sei es bei gesundheitlichen, sozialen oder persönlichen Fragen. Soziale und materielle Hilfen z.B. durch Suppenküche, Kleiderkammer und Tafel können wir koordinieren.
4. Wir wollen uns mit anderen Willkommensinitiativen im Havelland vernetzen und konkret zusammenarbeiten.
Wer in der offenen Arbeitsgruppe des HFH mitwirken möchte, kann sich gern melden beim:
Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V., 14641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42.
Tel.: 03321-450746. E-Mail: freidenker-havelland@web.de

Dr. Volker Mueller

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Religionspolitischer Kongress - Im Namen der Freiheit: Religion, Staat und Gesellschaft im Konflikt?

Zum „Religionspolitischen Kongress" hatten Bündnis90/Die Grünen im Januar 2015 nach Düsseldorf eingeladen. Damit stellen sie sich als eine der ersten in der Parteienlandschaft der öffentlichen Diskussion zu einem brisanten Thema. Dorothee Jantz, Wolfgang Jantz und Kerstin Salerno nahmen vor Ort teil und verfolgten die Diskussionen mit Interesse.
Obwohl sich in die Fragen und Diskussionen sehr viele partei-internen Belange mischten, wurde auf diesem Kongress deutlich, wie groß die Erwartungshaltungen der einzelnen Weltanschauungsgruppen an den deutschen Staat sind. Das weltweit einzigartige deutsche Kooperationsmodell, das Religionsfreiheit garantiert und gleichzeitig Privilegien erteilt, wird vom Eröffnungsredner Prof. Dr. Micha Brumlik, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt und bekennender Jude, grundsätzlich begrüßt. Aus seiner Sicht bildet dieses Modell insbesondere im Bereich der Bildung einen wirksamen Schutz vor religiösem Fundamentalismus. Die staatliche Ausbildung von Theologen erschwere Isolation und Selbstausgrenzung, wie sie in den U.S.A. mit z.T. extremen Ausprägungen vorkomme. Brumlik sowie auch Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, können sich kein laizistisches Deutschland vorstellen. Mehrfach weisen sie darauf hin, dass es derzeit im Bundesrat für eine Verfassungsänderung hin zur Laizität keine erforderliche Dreiviertel-Mehrheit gäbe. Bettina Jarasch, Mitglied des Bundesvorstands und Berliner Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und Leiterin der Grünen Kommission „Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat", steht ebenfalls zum kooperativen Modell, mahnt allerdings dringend Reformen an, um der wachsenden Pluralität unserer Gesellschaft Rechnung zu tragen.
Der mutige Ansatz von Bündnis90/Die Grünen, dieses aktuelle, sogar akute Thema öffentlich zu diskutieren, täuscht nicht darüber hinweg, dass sich auch in Deutschland die „Staatsreligion", kurz: Kirche, zunehmend verfestigt. Das spiegelt sich auch in den steigenden finanziellen Einnahmen wieder, trotz quantitativ minimierter Mitgliederzahlen auf z.T. unter 50 % der Bevölkerung.
Angesichts dieser Entwicklung zeigt es sich, dass der Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Um den Stand der „Religionsfreiheit" für Deutschland zu erhalten, rückt diese Gesellschaftsform in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Für die Politik heißt das, dass Körperschaften des öffentlichen Rechts eine Stimme haben und mit ihren Ansichten ernst genommen werden.

Wolfgang Jantz und Volker Beck, MdB.

Volker Beck, MdB, Religionspolitischer Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion, und Sylvia Löhrmann, stellv. NRW-Ministerpräsidentin und NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung.

Sigrid Beer, MdL NRW, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Schulpolitik der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW, eröffnet den Religionspolitischen Kongress unter einer repräsentativen Auswahl religiöser und weltanschaulicher Symbole.

Weltanschauungsgemeinschaften, die „nur" als e.V. organisiert sind, werden in den Hintergrund geraten. Für die Deutschen Unitarier heißt das, dass wir uns weiterhin um die Anerkennung als K.d.ö.R. bemühen sollten.


Kurzübersicht Verhältnis Staat und Religion
Regelung in Deutschland: Kooperationsmodell
Der Artikel 4 des Grundgesetzes (Art. 4 GG) garantiert die Religionsfreiheit in Deutschland. Religiöse und weltanschauliche Bekenntnisse sowie die Freiheit des Gewissens sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Die Artikel 136-139 und 141 (sogenannte Kirchenartikel) der Weimarer Reichsverfassung von 1919 haben als Artikel 140 des Grundgesetzes Verfassungsrang und sichern der katholischen und der protestantischen Kirche Staatsleistungen zu, die insbesondere in den Bereichen Steuerrecht, Arbeitsrecht und Bildung ihre Ausprägungen finden.
Regelungen in Frankreich und U.S.A.: Laizität
Die hier geltende Laizität trennt strikt zwischen Kirche und Staat bei gleichzeitigem Respekt und Gleichbehandlung unterschiedlicher Weltanschauungen. Religion ist Privatsache.
Regelung in der Türkei: Laizität
Von Mustafa Kemal Atatürk eingeführte Laizität.

Text und Fotos: Kerstin Salerno

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Erfolg im Engagement zur Abschaffung des Gotteslästerungsparagraphen:
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) ist als deutscher Koalitionspartner an der weltweiten Kampagne "End Blasphemy Laws" beteiligt

Die Erklärung, die DFW-Präsidentin Renate Bauer zum Thema § 166 StGB endlich streichen! verfasst hat (siehe unten), hat international Aufmerksamkeit gefunden. Die weltweite Kampagne "End Blasphemy Laws" (Stoppt die Blasphemie-Gesetze) wird u.a. von der IHEU, der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, bei der wir Mitglied sind, unterstützt. Für diese Kampagne gegen die Gotteslästerungsparagraphen, die es immer noch fast überall auf der Welt gibt, wurden wir als bisher einzige deutsche Organisation als Koalitionspartner mit ins Boot geholt. Zu sehen auf der offiziellen Webseite der "End Blasphemy Laws"-Kampagne über diesen Link:


http://end-blasphemy-laws.org/about/partners/

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§ 166 StGB endlich streichen!

Wiederholt, zuletzt 2013 forderte der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) die ersatzlose Streichung des Blasphemie-Paragraphen aus dem deutschen Strafgesetzbuch, nachdem die neuen EU-Richtlinien für internationale Beziehungen den Schutz von Religions-, Glaubens-, Kunst- und Meinungsfreiheit und nicht zuletzt eine Entkriminalisierung der Blasphemie bei der Gestaltung internationaler Politik zugrunde legen.
Die Attentate in Frankreich zeigen, wie wichtig auch in Europa selbst eine Beseitigung aller Gesetze ist, die Blasphemie unter Strafe stellen. Viele Kommentatoren sehen in dem bestehenden Paragraphen eine Möglichkeit für Einzelne, gegen alle als beleidigend empfundenen Darstellungen in Kunst und Medien zur Gewalt aufzurufen und damit erst recht den öffentlichen Frieden zu stören. Daher schützt der Paragraph eher die Intoleranten als den Frieden und die Freiheit aller.

Um nach innen und nach außen ein Zeichen zu setzen und glaubwürdig für Meinungs- und Religionsfreiheit einzutreten, ist es jetzt dringend geboten, § 166 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen.
Der DFW fordert daher alle seine Mitgliedsorganisationen und einzelnen Mitglieder auf, ihren Bundestagsabgeordneten entsprechende Stellungnahmen zuzusenden, und ruft auf, die von Michael Schmidt-Salomon eingereichte Petition mit zu unterzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_01/_08/Petition_56759.html.

Renate Bauer
Präsidentin

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Der neue pfw ist da. Ausgabe 1/2015 hier.

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29. Unitariertag in Worms
Spuren lesen – Wege bahnen

29. Unitariertag in Worms, Foto: Gabriele Berger

Worms. Vom 22.-25.Mai 2015 treffen sich unter diesem Motto Freunde freier Religion aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt zum Unitariertag 2015 im Wormser Parkhotel „Prinz Carl" – um zu feiern, zu diskutieren, zu musizieren und Gemeinschaft zu erleben. Das diesährige Motto „Spuren lesen – Wege bahnen" lädt ein, sich mit den Spuren der bisherigen unitarisch-freireligiösen Entwicklung zu beschäftigen, freie Religion aktiv zu leben und gemeinsam neue Wege zu religiöser Eigenständigkeit zu entwerfen.
Seit 1959 richten die Deutschen Unitarier alle zwei Jahre ein überregionales Treffen an wechselnden Orten in Deutschland aus. Der 29. Unitariertag kehrt zu den Wurzeln der unitarisch-freiprotestantischen Bewegung in Deutschland zurück. 1876 wurde die Religionsgemeinschaft Freier Protestanten in Alzey gegründet. In Worms ist die Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e.V. seit 1950 unter diesem Namen ins Vereinsregister eingetragen.

Traditionell startet der Unitariertag mit einer öffentlichen Morgenfeier, zu der auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist – diesmal am Samstag, den 23. Mai 2015, um 10.00 Uhr im Parkhotel „Prinz Carl". Das Präsidium, der Bundesvorstand und der Geistige Rat begrüßen die Gäste und Teilnehmer mit einer feierlichen Ansprache. Die Morgenfeier am Sonntag wird Gunde Hartmann halten, langjährige Präsidentin der Deutschen Unitarier und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Sie ist eine unermüdliche Mahnerin und führt mit einfachen und doch eindringlichen Worten die Quintessenz des Lebens vor Augen. „Das Eintreten für die richtige Sache und Unterstützung zu leisten, ist Quelle einer großen persönlichen Befriedigung", so Gunde Hartmann. Ihr Leben ist geprägt vom Einsatz für eine freiheitliche Gesellschaft.
Die Unitarier sind eine weltweit vertretene Religionsgemeinschaft freien Glaubens, die sich als unabhängig von dogmatischen Zwängen und unumstößlichen Lehrmeinungen sieht. Es gibt gemeinsame Grundvorstellungen, wie die Achtung vor dem Leben, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und die Erfahrung religiöser Gefühle, die in den unitarischen Grundgedanken zum Ausdruck gebracht werden.


Dr. Jörg Last. Leiter des Organisationsteams des 29. Unitariertages in Worms

So ist das Thema des aktuellen 29. Unitariertags, „Spuren lesen – Wege bahnen", als zentrale Motivation unitarischer Religion zu sehen, die es ermöglicht, unter respektvoller Beachtung bestehender Strukturen neue Wege zu erkunden und gangbar zu machen.
Das Organisationsteam um Dr. Jörg Last hat für den 29. Unitariertag in Worms ein sehr anregendes Programm zusammengestellt, das das Interesse von Teilnehmern aller Altersklassen weckt und zum Mitmachen einlädt. Neben unterschiedlichen Arbeits- und Diskussionskreisen sind die Morgenfeier mit Gunde Hartmann am Sonntag, die Matinée am Montag und der Poetry-Slam die Highlights. Begleitend wird eine „Unitarier-Expo" stattfinden, eine Ausstellung, auf der sich befreundete Organisationen sowie unitarisch geprägte Wirtschafts präsentieren können. Das Rahmenprogramm bietet Exkursionen in und um Worms, einen Frühschoppen und einen Bunten Abend. Die Jugend übernachtet im angrenzenden Zeltlager und freut sich über viele altersgerechte Programmpunkte. Besucher und interessierte Gäste sind zur Eröffnungsfeier am Samstag herzlich willkommen.
Mehr Infos und Anmeldung auf www.unitarier.de

Kurzportrait der Deutschen Unitarier als Hintergrundinfo.


Kontakt für inhaltliche Fragen zu den Deutschen Unitariern:

Freya Bednarski-Stelling, Mitglied des Präsidiums
Tel.: 06172 / 7 52 17
Mail: freya.bednarski-stelling@unitarier.de

Frau Bednarski-Stelling steht für Interviews und Fragen zur Verfügung.

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: 02955 / 7 46 39 10
Mobil: 0151 52 96 75 97
Mail: kerstin.salerno@unitarier.de
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Wie wollen wir sterben? Selbstbestimmung auch am Lebensende?

Die Gesellschaft für Politische Bildung e.V. lädt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben DGHS und der Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung der Stadt Würzburg vom 13. bis 14.06.2015 in die Akademie Frankenwarte Würzburg zum Seminar ein.
Zur Einladung geht es >>> hier ...

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