Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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Der neue pfw ist da.
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Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften


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Beschluss der Landesversammlung der hessischen Freireligiösen:
FLH hat sich umbenannt und heißt jetzt
Humanistische Gemeinschaft Hessen

Der neue Landesvorstand 2015 (mit Landessprecher und Geschäftsführerin, v.l.) Conny Saueressig (Präsidium), Klaus Hofmann (Präsidium, Schatzmeister), Dr. Holger Behr (Landessprecher), Timo Saueressig (Präsidium), Manfred Gilberg (Präsident), Waltraud Träger, Ralf Becker, Elke Suchanek (Geschäftsführerin), Heinz Becker (Präsidium), Dieter Bender, Heinz Walter, Herbert Messer. (Auf dem Bild fehlen: Wilfrid Hermann, Dr. Gerd Mitschke, Martin Müller, Wilma Schulze und Norbert Spengler.) Zu stellvertretenden Mitgliedern des Landesvorstands wurden gewählt: Jochen Enders, Michael Luft und Doris Weimer-Schluckebier.

Am 13. Juni 2015 hat die Landesversammlung der Freireligiösen Landesgemeinschaft Hessen entschieden: ihr neuer Name lautet Humanistische Gemeinschaft Hessen (HuGH). Der Antrag war während der vergangenen zwei Jahre allmählich gereift und nun vom Landesvorstand erfolgreich zur Abstimmung gestellt worden. Damit einher ging eine Verfassungsänderung, die vor allem die an vielen Stellen nötigen Änderungen des Namens betreffen, aber auch einige andere Punkte, die einer Überarbeitung bedurften.
Es kommt jetzt einiges an Arbeit auf den neuen Landesvorstand und das Präsidium zu: Nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern vor allem die Inhalte sollen möglichst bald überarbeitet und modernisiert werden, ohne die Tradition aus dem Blickfeld zu verlieren.
In der neuen Verfassung der Humanistischen Gemeinschaft Hessen, die den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts besitzt, ist deutlich der Bezug zum Humanismus als säkulare undogmatische Weltanschauung verankert. Mit dem Abschied vom Begriff Religion soll aber nicht nur sich verändernden Rahmenbedingungen und den heutigen Überzeugungen der Mitglieder Rechnung getragen werden. Der neue Name soll auch dazu beitragen, dass die Gemeinschaft seltener mit den Anhängern evangelikaler Freikirchen verwechselt werden.

Aus der Verfassung der HuGH - Die neue Präambel:
Die Humanistische Gemeinschaft Hessen (HuGH) hat ihre Wurzeln in der Aufklärung und der Demokratiebewegung der Revolution von 1848, woraus die freireligöse Weltanschauung und das Freidenkertum entstanden sind. In ihr sind Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen organisiert. Unser Spektrum umfasst Agnostiker, Atheisten, Freidenker, Freireligiöse, Humanisten, Pantheisten und andere Freigeister. Was uns eint, ist das Eintreten für Toleranz und weltanschauliche Neutralität des Staates, für Solidarität der Menschen untereinander und Gerechtigkeit zwischen den Völkern, gegen Rassismus und Nationalismus, für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit sowie der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur.
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Unitarier befürworten bundesweite Rechtssicherheit für Ärzte
Würde bis zum Schluss

Die Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens befürworten den fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Regelung der ärztlich begleiteten Lebensbeendigung (Suizidhilfegesetz) von der Gruppe der Bundestagsabgeordneten um Peter Hintze (CDU/CSU) und Karl Lauterbach (SPD). Der Gesetzentwurf will Ärzten bundesweit Rechtssicherheit verschaffen, wenn sie schwersterkrankten Menschen ohne Aussicht auf ein Überleben bei der Beendigung ihres Lebens helfen. Dazu soll im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ein eigenständiger Paragraf 1921a eingeführt werden, der die Bedingungen wie Volljährigkeit und Freiwilligkeit regelt. Horst Prem, Landesgemeindeleiter der Unitarier in Bayern und ehem. langjähriger Präsident der Unitarier bundesweit, schätzt den Gesetzentwurf als vernünftig und praktikabel ein.
„Diese Lösung berücksichtigt sowohl die Wünsche des Patienten als auch die Gewissenssituation des Arztes", so Prem auf Nachfrage hin. „Sterben ist eine höchst private und individuelle Angelegenheit, der wir mit dem neuen Gesetz besser gerecht werden können."

Horst Prem, Landesgemeindeleiter der Unitarier in Bayern und ehem. langjähriger Präsident der Unitarier bundesweit

Mit diesem Gesetzentwurf würde ein bundesweiter Anspruch eines unheilbar erkrankten Menschen auf Hilfestellung eines Arztes entstehen, sofern der ausführende Arzt seinerseits die Handlung mit seinem Gewissen vereinbaren kann und eine umfangreiche ärztliche Beratung vorausgegangen ist. Der neue § 1921a vereinheitlicht die bislang in jedem Bundesland unterschiedliche Handhabung. Aktuell sind die Vorgaben Sache der länderbezogenen Ärztekammern. Die Regelungen in Berlin, Bayern und Baden-Württemberg sind recht liberal, während die Kammer Nordrhein es den Mitgliedern ausdrücklich verbietet, Patienten selbst auf Verlangen hin zu helfen.
Die Unitarier streben nach religiöser Eigenständigkeit jedes Einzelnen und lehnen starre Dogmen ab. Sie treten weltweit ein für Freiheit, Vernunft, Demokratie und Menschenrechte. Die Möglichkeit, das Lebensende Schwersterkrankter weitgehend selbst bestimmen zu können, sehen sie als wesentlichen Teil des Persönlichkeitsrechts.

Mehr Infos zu den Unitariern auf www.unitarier.deund www.icuu.net und www.europeanuu.org und www.iarf.net --- Folgen Sie uns auf twitter.

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno, Tel.: (02955) 74 63 910, mobil: (0151) 52 96 75 97,
kerstin.salerno@unitarier.de
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Unitarische Ehefeiern für gleichgeschlechtliche Paare
Gleichbehandlung aus religiöser Überzeugung

Die Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens weisen in der Diskussion zur Gleichbehandlung homosexueller Paare darauf hin, dass verantwortliche Eigenständigkeit und gegenseitiger Respekt Kernpunkte unitarischer Ethik sind. Deshalb begrüßen die Unitarier die Entscheidung der Volksbefragung in Irland, homosexuelle Ehegemeinschaften mit heterosexuellen gleichzustellen. Diese Haltung wird in der Religionsgemeinschaft freien Glaubens aktiv gelebt. Die Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung ist ein Menschenrecht. Deshalb können sich homosexuelle Paare selbstverständlich genauso unitarisch trauen lassen wie heterosexuelle.

Weltweit gehören Unitarier zu den Vorreitern in Fragen der Gleichbehandlung. Pfarrerinnen und Pfarrer unitarischer Gemeinden in den U.S.A. waren die ersten, die gleichgeschlechtliche Trauungen durchgeführt haben. Der Geschäftsführer der Unitarier in Großbritannien Derek McAuley wurde als anerkannte, koordinierende Kraft sogar im britischen Parlament zur Gesetzgebung in dieser Frage angehört.
Sexualität ist ein Grundelement menschlichen Zusammenlebens. Unitarier unterstützen deshalb Freiheiten, die im Einvernehmen zwischen gleichberechtigten Sexualpartnern gelebt werden und insbesondere nicht durch religiöse Dogmen beschnitten werden sollten. Die sexuelle Freiheit jedes Einzelnen endet allerdings dort, wo die Freiheit oder körperliche Unversehrtheit eines anderen eingeschränkt wird oder Abhängigkeiten vorsätzlich ausgenutzt werden. Hier muss umfassende Aufklärung spätestens in der Schule erfolgen, was qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer erfordert.
Gleichzeitig zeigen aber auch die vielfältigen Formen von Missbrauch, dass der Schutz Schwächerer weiter ausgebaut und wirksame rechtliche Instrumente zur Verfügung stehen müssen. Die Verfolgung von sexueller Gewalt jedweder Form ist hierfür nur ein Beispiel. Achtsamkeit bedarf es aber auch im Umgang mit den Opfern sexueller Gewalt. Unverarbeitete Traumata können über Generationen hinweg die sexuellen Haltungen von Menschen beeinflussen. Umfassende Information zu Beratungsangeboten schon in den Schulen, konsequente Unterstützung von Opfern sowie Verfolgung, Bestrafung und Betreuung von Tätern sind daher unerlässlich.
Unitarier mahnen zum Respekt im Umgang mit dem Gegenüber und der Umwelt in allen Lebensbereichen. Daher ist die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe die logische Konsequenz einer unitarischen Religionsauffassung. Sie ist ein deutlicher Schritt in Richtung einer pluralistischen Gesellschaft, die eine Weiterentwicklung und ein lebenswertes Dasein ermöglicht.
„Wir begrüßen das positive Votum der Iren zur gleichgeschlechtlichen Ehe ausdrücklich und fordern die politischen Entscheidungsträger in Deutschland dazu auf, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für gleichgeschlechtliche Ehen zu schaffen“, so Prof. Dr. Karsten Urban, Präsidiumsmitglied der Unitarier. Urban weiter: „Die Unitarier als Religionsgemeinschaft bieten seit langem Ehefeiern für gleichgeschlechtliche Paare an.“


Pressestelle Unitarier
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Schmiedeweg 3
33142 Büren
Tel.: 02955/7463910
www.unitarier.de
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Unitariertag 2015
Neue Wege gehen

Vom 22.-25. Mai 2015 feierten Mitglieder und Freunde den 29. Unitariertag in Worms. Nach zukunftsweisenden Entscheidungen der Hauptversammlung und bewegenden Feierstunden stellten die Unitarier ihre Diskussionsfreude in unterschiedlichsten Workshops unter Beweis. Traditionell richtete die Jugendgruppe sich im beliebten Zeltlager ein und veranstaltete neben dem „Bunten Abend" einen Poetry-Slam.

Neben den Neuwahlen von Vorstand, Präsidium und Geistigem Rat beschloss getreu dem diesjährigen Motto „Spuren lesen – Wege bahnen" die Gemeinschaft, ihren Namen zu ändern in „Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens".

Das neugewählte Präsidium der „Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens" setzt sich gleichberechtigt zusammen aus Prof. Dr. Karsten Urban, Inga Brandes und Freya Bednarski-Stelling (v.l.), die sich die bundesweit ausgerichteten Aufgaben teilen.

Dieser Schritt verdeutlicht, dass die Gemeinschaft Teil der weltweiten Bewegung von Unitariern und Universalisten ist. Gleichzeitig hält der Begriff „Religionsgemeinschaft", er stammt noch aus dem Gründungsjahr 1876 in Worms, eine Verbindung der Gegenwart zu den Ursprüngen aufrecht. Neben weiteren Entscheidungen wurde das Mitbestimmungsrecht der einzelnen Mitglieder deutlich gestärkt, indem die im zwei-jahres Rhythmus stattfindende Hauptversammlung von einer Delegierten-Versammlung zu einer Mitgliederversammlung umstrukturiert wurde.
Die Unitarier verstehen sich als religiös, ohne dass Vorgaben und Dogmen das Denken und Empfinden einschränken. Gemeinsam begehen sie feierliche und besinnliche Stunden, ob zu Morgenfeiern im Jahresverlauf, Jugendleiten, Hochzeiten oder Beerdigungen. Seminare, Kongresse und Workshops zu aktuellen und historischen, gesellschaftlichen Themen ermöglichen den intellektuellen Austausch. Im Mittelpunkt des unitarischen Denkens stehen die Toleranz und der Respekt füreinander. „Wohlwollen und Achtsamkeit sind Werte, an denen sich die unitarische Gemeinschaft messen lassen muss", betonte Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Karsten Urban in seiner Ansprache zum Abschluss. „Wir freuen uns ganz besonders auf den ersten Europäischen Unitariertag vom 2.-5. Juni 2017 in Ulm/Neu-Ulm."

Mehr Infos auf
www.unitarier.de und www.icuu.net und www.europeanuu.org

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno, Tel.: 02955 - 74 63 910, mobil: 0151 - 52 96 75 97,
kerstin.salerno@unitarier.de
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Unitarier weltweit – 20 Jahre ICUU

Der unitarische Gedanke einer ganzheitlichen Weltsicht prägt seit jeher das Leben vieler Menschen in vielen Kulturen, in vielen Ländern und auf allen Kontinenten. Um den Austausch und die Vernetzung der Gemeinden der Unitarier und der unitarischen Universalisten untereinander zu stärken, gründete sich im März 1995 in Essex, Massachusetts (USA), der „International Council of Unitarians and Universalists" (Internationaler Rat der Unitarier und Universalisten). Im ICUU ist pro Land eine unitarische Mitgliedsgruppe vertreten.
Die Deutschen Unitarier sind als Gründungsmitglied von Anfang an dabei. Mit unermüdlichem Einsatz und beachtlicher Kontaktfreude leistete Wolfgang Jantz einen wesentlichen Beitrag zur Bildung der weltweiten Organisationsstrukturen. Für sein Engagement wurde Jantz 1995 mit dem ICUU Founders Vision Award ausgezeichnet. Sein zentraler Ansatz ist die Integration und das Brückenbauen zwischen unterschiedlichen Strömungen. So wurde auch der Name „Internationaler Rat der Unitarier und Universalisten" gewählt, um möglichst vielen Gruppen des unitarischen Spektrums die Teilnahme zu ermöglichen. Inzwischen zählen Gemeinden aus 20 Ländern zu den Mitgliedern des ICUU.
Alle zwei Jahre treffen sich Delegierte zum „Council" (Hauptversammlung), entwickeln Programmaktivitäten und -prioritäten für die folgende Zeit und wählen den geschäftsführenden Vorstand. Innerhalb des letzten Jahres hat der ICUU einen neuen Ansatz gewählt, um jungen unitarischen Gruppierungen dabei zu helfen, eigene Ressourcen für die Weiterentwicklung zu erschließen. Der Schwerpunkt lag auf Hilfsangeboten für neu gegründete unitarisch-christliche Kirchen in Afrika. Außerdem wurde eine "Leadership School" in Klausenburg/Cluj-Napoca (Rumänien) durchgeführt, an der auch fünf Mitglieder der Deutschen Unitarier teilgenommen haben.
Aktuell arbeitet der ICUU an einem Pilotprojekt zur Verbesserung der regionalen Vernetzung und des Austauschs innerhalb des ICUU sowie an einem virtuellen Mentoring-Projekt für Einzelpersonen und kleine Gruppen, um freie Religion und Unitarismus an neuen Orten zu fördern. Außerdem wird ein Programm erstellt, das die Nutzung der sozialen Medien erleichtern soll. Somit werden die Nachrichten aus den unitarischen Gruppen weltweit sowie auch die unitarischen Grundgedanken zugänglicher.
„Der ICUU ist dabei, sich als internationale Organsisation zu professionalisieren. Das ist notwendig, weil die Zahl der Mitgliedsgruppen in den letzten Jahren gewachsen ist", so Inga Brandes, seit 2014 Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des ICUU. „Die Zusammenarbeit von Unitariern und Universalisten weltweit gibt auch uns wertvolle Impulse  und trägt überall wesentlich zum Fortbestehen und Wachstum von unitarischen Gruppen bei."


Mehr Infos auf www.unitarier.de und www.icuu.net.

Kontakt: Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: (02955) 74 63 910 --- mobil: (0151) 52 96 75 97
kerstin.salerno@unitarier.de

Oben: Der geschäftsführende Vorstand des ICUU (v.l.n.r.): Pauline Rooney, Galen Gisler, Lara Fuchs, Inga Brandes, Rev. Brian Kiely, Rev. Fulgence Ndagijimana and Dávid Gyerő. Am Mikrofon das ehemalige Vorstandsmitglied Rev. Celia Midgley

links: Wolfgang Jantz ist Gründungsmitglied des ICUU und wurde für seine Arbeit mit dem ICUU Founders Vision Award ausgezeichnet
rechts: Inga Brandes, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des ICUU

unten: Einige der Gründungsmitglieder des ICUU auf der Ratsversammlung 2005 in Montserrat (Wolfgang Jantz, hintere Reihe, 3. von rechts)

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Presseerklärung zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges:
Asylrecht schützen und Flüchtlinge willkommen heißen

Die Delegierten der 68. Landesversammlung der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz bekräftigen aus Anlass des 70. Jahrestages vom Ende des Zweiten Weltkrieges das Recht auf Asyl und die völkerrechtliche Pflicht, Flüchtlinge aus Kriegsgebieten aufzunehmen und willkommen zu heißen.

Für die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz bedeutet das Ende des Zweiten Weltkrieges eine Befreiung, die ihnen die Wiedergründung der Gemeinden nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten ermöglichte und ein Ende der Verfolgungen ihrer Mitglieder durch das faschistische Regime beinhaltete.
Gerade weil so manche unserer Mitglieder nur durch Flucht und Aufnahme in anderen Ländern diese Terrorherrschaft überleben konnten, ist uns das Recht auf Asyl und die freundliche Aufnahme von Flüchtlingen ein grundsätzliches Anliegen.

Daher rufen wir dazu auf, allen rechtsextremen Anschauungen und Handlungen energisch entgegenzutreten, gegen Ausländerfeindlichkeit und Ablehnung anderer Religio-nen und Weltanschauungen zu argumentieren und wir verurteilen Taten wie Brandstiftungen an geplanten Flüchtlingsunterkünften – so in Limburgerhof –, gleich ob sie einen rechtsextremen Hintergrund haben oder „nur“ dumme Jungenstreiche sind, aufs schärfste.
Als Mitglied des Netzwerks gegen rechte Gewalt und Rassismus in Ludwigshafen und des Bündnisses für Toleranz und Weltoffenheit des Landes Rheinland-Pfalz wissen wir uns einer Willkommenskultur verpflichtet.

Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz
Siegward Dittmann (Präsident)
Renate Bauer  (Landessprecherin)

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10 Jahre UNITATES:
Unitarische Stiftung feiert Jubiläum

Die Stiftung Unitates der Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft e.V. feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass ruft der 1. Vorsitzende Eike Möller zu mehr Engagement für den Erhalt der Religions- und Weltanschauungsfreiheit auf. Zweck der Stiftung ist die Förderung von religiöser und weltanschaulicher Toleranz und eines demokratischen Weltbildes. Seit nunmehr 10 Jahren werden Projekte und Veranstaltungen finanziell bezuschusst, die zum Erhalt und Ausbau gegenseitigen Respekts zwischen den Religionen und Weltanschauungen beitragen.
Als besonderes Highlight des letzten Jahres wird die Unterstützung der „Sprecherausbildung" der Unitarier gesehen. Junge Vortragende entwickeln unter professioneller Anleitung würdige Feierstunden sowohl zu den großen Anlässen im Lebensablauf wie Geburt, Jugend, Hochzeit und Tod als auch zu den natürlichen Abläufen im Jahreskreis wie Frühling, Sonnenwende und Erntedank. Beliebte Quelle der besinnlichen Erbauung sind auch die regelmäßigen Morgenfeiern in den unitarischen Gemeinden.
Die Stiftung Unitates entwickelt sich stetig weiter und unterstützt aktiv befreundete Organisationen – sowohl finanziell als auch operational.

Mahnt den Erhalt der Religionsfreiheit an anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Stiftung Unitates: 1. Vorsitzender Eike Möller (Foto: Evelin Frerk)

Als Mitglied des Koordinationsrats der säkularen Organisationen (KORSO) und des Säkularen Forums in Hamburg (SF-HH) übernehmen Unitates-Vorstandsmitglieder auch hier leitende Funktionen und Aufgaben, um dem säkularen Gedankengut eine stärkere Stimme zu verleihen.
Förderwürdig sind Vorträge, Seminarveranstaltungen, wissenschaftliche oder künstlerische Arbeiten und Veröffentlichungen, sofern sie die weltanschauliche Zusammenarbeit von unitarischen und freigeistigen Verbänden, Gemeinden und Körperschaften voranbringen. In diesem Rahmen wurde bereits eine Vielzahl an Projekten unterstützt bzw. überhaupt erst ermöglicht.
„Die Stiftung ist ein wichtiger Baustein zum Erhalt der demokratischen Meinungs-,  Religions- und Weltanschauungsfreiheit in Deutschland, Europa und in der Welt", erläutert der 1. Vorsitzende von Unitates, Eike Möller, sein persönliches und intensives Engagement. „Es ist heute wichtiger denn je, sich für Frieden und Freiheit im Land einzusetzen."
Mehr Infos auf www.unitates.de

Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: 02955/74 63 910
mobil: 0151 52 96 75 97
kerstin.salerno@unitarier.de

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Von der Gemeinschaft für Humanismus Nepal (SOCH) erreichte uns folgende Botschaft:
Humanisten helfen Erdbebenopfern in Nepal
Bitte um Unterstützung aus Mitgliedsorganisationen

Einige Mitglieder und Freunde der SOCH Nepal auf der World Untouchability Conference letztes Jahr, die um das wichtige Thema der Kasten-Diskriminierung ging, unterstützt von der IHEU, der Jugendorganisation IHEYO und anderen.

Das katastrophale Erdbeben der Stärke 7.9 (Richter-Skala) in Nepal tötete mehr als 6000 Menschen (Zahl wächst noch) und mehr als 100 000 Menschen sind verwundet. Die VN schätzen, dass mehr als 8 Millionen Personen direkt durch das Beben betroffen sind. Als Bürger eines der ärmsten Länder der Erde können die Menschen in Nepal ihren Besitz nicht aus eigener Kraft allein wieder aufbauen. In den abgelegenen Gebirgsregionen ist der Schaden noch größer.

Zur Zeit sind etwa 90 Prozent der Bevölkerung des betroffenen Gebietes ohne medizinische Versorgung, Nahrung oder Unterkunft trotz Regen und Kälte. Schwangere Frauen und Kinder sind am stärksten benachteiligt. Bald wird der Monsun in Nepal beginnen. Die Menschen werden vor Monsunbeginn ihre Häuser nicht aufbauen können, sie brauchen daher Unterkünfte für mehrere Monate.
Als soziale Organisation begann SOCH bedürftige Menschen mit Unterkunft und Nahrung zu versorgen und mobilisierte dazu mehr als 1000 Freiwillige im ganzen Land. Nun appellieren wir an unsere nationalen und internationalen Freunde, uns zu helfen, damit wir den Opfern helfen können. Ihre Spenden werden für Nahrung und Schutz von Erdbebenopfern genutzt.

Spenden können Sie auf folgendes Konto:
Kontoinhaber:  Society for Humanism (SOCH) Nepal
Kontonummer: 0144335588524001
Name der Bank: NIC Asia Bank Limited, Tripureshwor Branch, Kathmandu
SWIFT Code: NICENPKA


Ihre Unterstützung wird direkt an die Opfer gehen ohne Abzug von Verwaltungskosten. Wir sind dankbar für jeden Beitrag. Einige Banken leiten Ihre Spenden ohne Kostenabzug weiter. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Bank.

Kontakt:
Uttam Niraula
Society for Humanism (SOCH) Nepal
www.sochnepal.org
sochnepal@gmail.com
+977-1 4497268, +977-1 4484777

Die IHEU (Internationale Humanistische und Ethische Union) ruft dazu auf, folgenden Link zu teilen, um Einzelmitglieder, Förderer und regionale freigeistige Gruppen zu erreichen:
http://iheu.org/society-for-humanism-nepal-help-for-earthquake-victims/

Die IHEU sammelt online Spenden als Mittler um die SOCH Nepal bei ihrer Hilfe für die Erdbebenopfer zu unterstützen. Alle Spenden, die über diesen Weg eingehen, werden direkt an die SOCH Nepal weitergeleitet. Es gibt einen Paypal Button bei der obigen Seite. Alternativ geht es auch über diesen Link:
https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&hosted_button_id=H7VN59DEFKBHA

Schließlich hat auch
Western Union angeboten, die Spendengelder für SOCH Nepal gebührenfrei weiterzuleiten. Um diesen Service für eine Spende zu nutzen, hier die Daten:


Society for Humanism (SOCH) Nepal
www.sochnepal.org
sochnepal@gmail.com
+977-1-4497268 or +977-1-4484777
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Geschichtsworkshop "Jugend unter Hitler"

Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. hat mit 12 Jugendlichen einen Geschichts-Workshop und eine Exkursion nach Berlin erfolgreich durchgeführt.

Diese besondere zweitägige Jugendveranstaltung zur jüngeren Geschichte fand am 1. April 2015 in Falkensee statt und wurde am 2. April 2015 mit einer Tagesexkursion nach Berlin fortgesetzt. Mit großem Interesse haben sich die Jugendlichen einmal ohne Schule mit wichtigen Fragen der deutschen Geschichte beschäftigt, vor allem mit dem Thema, wie gerade die Jugend von der Hitler-Diktatur für deren Ziele missbraucht werden konnte. Dabei wurden der besondere Platz der Jugend in Hitler-Deutschland und die sozialpsychologische Beeinflussung junger Menschen zwischen 1933 und 1945 herausgearbeitet.
Wir führten einen jugendgemäßen offenen Workshop zu historischen und aktuellen Problemen des deutschen Faschismus mit dem Schwerpunkt der Vereinnahmung und Beeinflussung der Jugend durch den Nationalsozialismus durch. Anhand von verschiedenen historischen Fakten und Zusammenhängen und eines Filmes konnten die Geschichtskenntnisse vertieft und deren Bedeutung für unsere Gegenwart gemeinsam besprochen werden. Am zweiten Tag haben wir gemeinsam das Holocaust-Mahnmal in Berlin mit der begleitenden Ausstellung sowie die Ausstellung "Topographie des Terrors" in Berlin besucht, die die Verbrechen der Nazi-Zeit sehr anschaulich und bedrückend präsentieren.

Dr. Volker Mueller

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Neues Buch der Freien Akademie zu Frieden und Krieg erschienen

Der Band 34 der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE mit dem Titel „Frieden und Krieg im 20. und 21. Jahrhundert – Ursachen, Konsequenzen, Alternativen" ist nun erschienen.
Das Buch befasst sich mit einem grundlegenden Thema des Daseins und Zusammenlebens der Menschen. Es stellt Frieden und Krieg im 20. und 21. Jahrhundert und einige wesentliche Ursachen, Konsequenzen und Alternativen in den Mittelpunkt. Dabei suchen wir, wie viele andere Menschen, nach einem Leben in Frieden und Vielfalt, in Freiheit und Demokratie, in Toleranz und Humanität. Das Verhältnis von Frieden und Krieg reflektiert ein wesentliches globales Problem, das das Leben und Weiterleben der Menschen, ja ganzer Völker beinhaltet. Anlass ist der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges (1914–1918), der „Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts.
Vor allem Ursachen und Wirkungsgeschichte des Ersten Weltkrieges, die Entwicklungen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg (1939–1945) sowie friedenspolitische Anstrengungen sind in der Diskussion. ... weiterlesen ...

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Der DFW begrüßt die neueste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes im „Kopftuchstreit"

Die Entscheidung der Bundesverfassungsrichter, dass das Tragen von Kopftüchern als Ausdruck des eigenen Glaubens nicht grundsätzlich zu verbieten sei und Religionen hier gleich zu behandeln seien, unterstützt die Argumentation des DFW, mit der er sich bei der Anhörung dieses Falles an das Bundesverfassungsgericht gewandt hatte.

Er hatte 2011 argumentiert: „Grundsätzlich kann und soll der Staat verhindern, dass Schüler auf unzulässige Weise indoktriniert werden, sei es politisch oder religiös/weltanschaulich. Eine Ausklammerung christlicher und abendländischer Bildungs- und Kulturwerte aus dem Verbot der Bekundung durch Lehrer verstößt dabei jedoch gegen das Neutralitätsgebot des Staates. Es ist außerdem eine ausgesprochene Lex Islam, und damit unzulässig gegen eine bestimmte Religion gerichtet und gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit. Auch wenn der DFW  nicht mit allen Inhalten und Grundlehren des Islam einverstanden ist und diese nach gleichen Maßstäben wie andere religiöse oder weltanschauliche Positionen kritisiert, so darf doch unserer Meinung nach in Gesetzen weder negativ noch positiv eine spezifische Religion hervorgehoben werden."
Der DFW hatte auch betont, dass das Grundrecht auf Religions- und Glaubensfreiheit mit dem Recht der Eltern auf eigene religiöse und weltanschauliche Erziehung ihrer Kinder und dem Recht der Kinder auf eine neutrale Bildung in der Schule abzuwägen sei, was vor allem für den Grundschulbereich gelte.  
Hier muss der Gesetzgeber eine generelle für alle Religionen und Weltanschauungen gleichermaßen gültige Gesetzgebung erreichen.

Renate Bauer

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Humanistische Willkommenshilfen
für Geflüchtete und Asylsuchende

Seit Ende letzten Jahres hat im Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. (HFH) die Arbeitsgruppe Humanistische Flüchtlingshilfe im Havelland ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie beteiligt sich mit ihren Möglichkeiten und Aktivitäten an der humanitären und kulturellen Unterstützung von Geflüchteten aus Krisen- und Kriegsgebieten und von Asylsuchenden im Landkreis Havelland und verbindet sich mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen. Dabei wollen wir eine demokratische und freie Willkommenskultur, unabhängig von Alter, Herkunft und religiös-weltanschaulichen, sozialen und kulturellen Unterschieden, unterstützen.
Vor kurzem haben wir weitere konkrete Schritte beraten und verabredet, vor allem in den Orten Falkensee, Friesack und Nauen. Aber auch in den anderen Orten wie Brieselang und Wustermark sollte längerfristig Hilfe entwickelt werden.
Folgende Aktivitäten des HFH stehen in nächster Zeit im Vordergrund:
1. Wir unterbreiten kulturelle Angebote für Familien und Freizeit- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, um sich in unserem Land willkommen zu fühlen. Dabei ist es wichtig, integrativ angelegte Aktivitäten und Kulturveranstaltungen zu organisieren, an denen Deutsche und Nichtdeutsche gleichermaßen teilnehmen. Auch die Förderung der Integration in Sport- und Freizeitvereinen vor Ort ist bedeutsam.
2. Wir entwickeln eine Börse zur Vermittlung und Unterstützung von persönlichen Patenschaften für ausländische Familien. Diese ehrenamtlichen Patenschaften wollen wir angemessen coachen sowie Aufklärung zu kulturellen, sozialen und politischen Hintergründen und Dolmetscherhilfen ermöglichen.
3. Durch ehrenamtlich tätige Havelländerinnen und Havelländer vermitteln wir gern eine Begleitung und Beratung von einzelnen rat- und hilfesuchenden Personen, sei es bei gesundheitlichen, sozialen oder persönlichen Fragen. Soziale und materielle Hilfen z.B. durch Suppenküche, Kleiderkammer und Tafel können wir koordinieren.
4. Wir wollen uns mit anderen Willkommensinitiativen im Havelland vernetzen und konkret zusammenarbeiten.
Wer in der offenen Arbeitsgruppe des HFH mitwirken möchte, kann sich gern melden beim:
Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V., 14641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42.
Tel.: 03321-450746. E-Mail: freidenker-havelland@web.de

Dr. Volker Mueller

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Der neue pfw ist da. Ausgabe 2/2015 hier.

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