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Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
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Sie interessieren sich für freie Weltanschauungsgemeinschaften?

Dann sind Sie hier genau richtig!

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der  Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: info@dfw-dachverband.de.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

Lesen Sie hier den neuen

  • FORUM FRANKLIN - das neue Haus der Freireligiösen Gemeinde Mannheim
  • Hilfe für Flutopfer
  • Natur in der Freien Religion
  • Neu: Klingberger Reihe Nr. 13 - Das säkulare Abendland

- erscheint alle 2 Monate (jeweils ca. Mitte Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember)
- erhältlich als Newsletter-Abo bei der pfw-Redaktion
Hilfe für Flutopfer
Liebe Freundinnen und Freunde,
die Flutkatastrophe in den letzten Monaten hat viele Menschenleben gekostet. Wir sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen und Freunden. Bei ihrem schweren Verlust können wir kaum helfen.

Aber die Menschen dieser Region benötigen nicht nur kurzfristig, sondern noch über Monate auch finanzielle Hilfe, um ihre Existenz einigermaßen retten zu können. Wir haben bereits im Juli zu Spenden aufgerufen und bisher im BFGD fast 3000 € zusammenbekommen. Die Betroffenen werden aber noch lange Hilfe benötigen.

Wir bitten Sie deshalb: Spenden Sie für die Opfer dieser Flutkatastrophe.

Bitte spenden Sie auf das Konto des BFGD: DE78 5502 0500 0001 5209 00 unter „Fluthilfe“, wir werden Ihre Spenden sammeln und regelmäßig auf das Spendenkonto „Katastrophenhilfe Hochwasser“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz in Mainz überweisen.

Auf Wunsch erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

Siegward Dittmann
Präsident "Bund Freireligiöser
Gemeinden Deutschlands (KdöR)"
FORUM FRANKLIN – das neue Haus der Freireligiösen Gemeinde Mannheim
Nur noch der letzte Feinschliff fehlt, bis es soweit ist: Die Eröffnung des FORUM FRANKLIN – Zentrum für humanistische Lebenskultur steht unmittelbar bevor.
Der Umzug ins neue Karl-Weiß-Heim findet Anfang November statt. Doch im Neubau gibt es nicht nur Platz für das Pflegeheim mit 60 Einzelzimmern, Küche und Büros. Das multifunktionale Gebäude umfasst außerdem einen Kindergarten mit Spielplatz, 33 barrierefreie und seniorengerechte Service-Wohnungen sowie einen großen Veranstaltungsbereich für gesellige und kulturelle Angebote. Außerdem finden sowohl die Freireligiöse Landesgemeinde Baden als auch die Freireligiöse Jugend im FORUM FRANKLIN neue Räumlichkeiten. ...weiterlesen...
Natur in der Freien Religion
Spätestens jetzt sollten wir ins Grübeln kommen. Denn wer schon mal in Griechenland oder Spanien oder der Türkei oder wo es auch immer in diesem Jahr brannte, war und jetzt die Bilder der einmal bereisten Gegend mit ihrer vernichteten Natur sieht, dem bleibt wie mir nur der Schrecken.
Warum ich das erwähne?
In vielen Aufsätzen lese ich die Hinweise auf unsere Freiheit in der Religion, auf die Möglichkeit und Notwendigkeit, sich eine eigene Anschauung zu bilden und selbstverantwortlich zu handeln.
Religion betrachten wir als emotionale und kognitive Bindung an die Welt mit Betonung auf Vernunft und Diesseits und einer humanistischen Ethik, die wir als vom Menschen ausgehend und geschaffen und nicht von Göttern vorgegeben ansehen.
Dachverband zur Bündelung der freigeistigen und säkular-humanistischen Kräfte
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e. V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von freien Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in der Bundesrepublik Deutschland und vertritt ca. 18.000 Mitglieder. Der 1991 aus dem 1949 gegründeten Deutschen Volksbund für Geistesfreiheit hervorgegangene DFW tritt für die Verwirklichung der in Artikel 4 GG garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses ein. Er erhebt den Anspruch, die besonderen weltanschaulichen, sozialen und kulturellen Interessen der dem säkularen Humanismus verbundenen kirchenfreien Menschen zu vertreten. Dabei entwickeln seine Mitgliedsverbände entsprechende kulturelle Angebote (z.B. Jugendweihe/Jugendfeier, andere Lebensfeiern, Trauerhilfe), soziale Projekte, Bildung und gemeinnützige Einrichtungen.
Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, d.h. freireligiöser, freidenkerischer, freier humanistischer und unitarischer Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenwürde. Er setzt sich für die Durchsetzung und Sicherung der Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der Menschen, unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen, ihrer Herkunft, ihrer Lebensauffassung und ihres Geschlechts sowie für die Gleichstellung aller Menschen ein. ...weiterlesen...

Gute Nachrichten aus Uganda
Vor einigen Monaten berichtete ich, dass die Humanistischen Schulen Ugandas die Möglichkeit bekamen, weitere Schulen zu übernehmen und zwar lokale Grundschulen. Inzwischen informierte der Schulleiter der Isaak Newton High School über die Fortschritte, die es bei ihnen gibt.
Die lokalen Grundschule in Kateera wurde im Mai gekauft und inzwischen renoviert. Außerdem wird ein Kindergarten angebaut für die drei- bis fünfjährigen Kinder, der ab September zu Schulbeginn geöffnet werden soll.  Die ehemalige Schülerin der Isaak Newton High School Juliet Nakyanzi wird dann die Leitung des Kindergartens übernehmen.
In Uganda besuchen die Schüler*innen die Grundschule für sieben Klassen ab dem sechsten Lebensjahr. Ein davor angebotener Kindergarten unterstützt nicht nur die Kleinen selbst, sondern auch ihre Eltern, von denen viele zu beiden Teilen arbeiten müssen oder auch alleinerziehend sind.
Peter Kisirinya, der Direktor der INHS, berichtete, wie froh die lokale Gemeinde über diese Übernahme ist, denn damit wird eine inklusive Bildung (über Religionsgrenzen hinweg) für alle Schüler*innen möglich. ...weiterlesen...
Generationenwechsel unter schwierigen Bedingungen: Tenko Saphira Bauer zur neuen Präsidentin der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R. gewählt
Neuwahl digital: Am Sonntag, den 20. Juni 2021, wählten die Delegierten der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz die Ludwigshafenerin Tenko Saphira Bauer (30) zu ihrer neuen Präsidentin. Die – coronabedingt seit 2020 mehrfach verschobene – ordentliche 73. Landesversammlung wurde aus Rücksicht auf die Delegierten, die in der Impfreihenfolge noch auf der Warteliste waren, per Videokonferenz durchgeführt.
Die digitale Durchführung der Landesversammlung als Alternative zu einem echten Zusammentreten der Delegierten war seit Januar parallel geplant und ausgearbeitet worden. Die ursprünglich geplante Präsenz-Veranstaltung bei den Naturfreunden im Rahnenhof in Hertlingshausen mit Sonnwendfeier am Vorabend war aus diesem Grund abgesagt worden. Coronabedingt hatte die Freireligiöse Landesgemeinde ihr digitales Angebot ausgebaut und in die notwendige technische Ausrüstung für die Jugend-, Senioren- und Beratungsarbeit investiert. Durch die Dachorganisation Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD) wird den Mitgliedsgemeinden das datenschutzrechtlich solide Programm Big Blue Button (BBB) zur Verfügung gestellt, für dessen Betrieb ausschließlich ein in Deutschland betriebener, eigener Server benutzt wird. ...weiterlesen...


Zur Person: Tenko Saphira Bauer
Persönlich kennen einige unsere neu gewählte Präsidentin vielleicht noch unter dem alten Namen als Kind der ehemaligen Landesprecherin Renate Bauer und aus dessen Engagement in den Freireligiösen überregionalen Kontexten. Seit 2020 lebt Tenko Saphira Bauer offen als Frau und geht zurzeit den Weg der Transition (geschlechtsangleichende Maßnahmen).
Geboren wurde die neue Präsidentin der Landesgemeinde am 20. November 1990 in Ludwigshafen am Rhein. Nach dem Abitur 2009 am Carl-Bosch-Gymnasium absolvierte Glenn aus Freireligiöser Überzeugung heraus den Zivildienst beim ASB in Ludwigshafen und verweigerte den Wehrdienst. ...weiterlesen...
Hilfe für Flutopfer
Liebe Freundinnen und Freunde,

die Flutkatastrophe in den letzten Tagen hat viele Menschenleben gekostet. Wir sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen und Freunden. Bei Ihrem schweren Verlust können wir kaum helfen.
Aber die Menschen dieser Region benötigen nicht nur kurzfristig, sondern noch über Monate auch finanzielle Hilfe, um ihre Existenz einigermaßen retten zu können.

Wir bitten Sie deshalb: Spenden Sie für die Opfer dieser Flutkatastrophe.

Bitte Spenden Sie auf das Konto des BFGD: DE78 5502 0500 0001 5209 00 unter „Fluthilfe“, wir werden Ihre Spenden gesammelt auf das Spendenkonto „Katastrophenhilfe Hochwasser“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz in Mainz überweisen.
Auf Wunsch erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.
Siegward Dittmann
Präsident „Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (KdöR)
100 Jahre „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ – Aufruf des DFW
Im Jahr 2022 begehen wir das 100. Gründungsjubiläum der „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ (RAG), dem Dachverband verschiedener freigeistiger, freireligiöser, monistischer, freidenkerischer und säkular-humanistischer Verbände und Körperschaften in der Weimarer Republik. Er wurde am 9. und 10. Oktober 1922, in Magdeburg gegründet und vertrat bis zu einer Million Mitglieder. In den größeren Städten wurden Ortskartelle gebildet.
Als Hauptaufgaben wurden verfolgt: Schutz und Ausbau der freigeistigen Bewegung zur Verwirklichung der Geistes- und Gewissensfreiheit, Trennung von Staat und Kirche, Trennung von Kirche und Schule sowie alle zwei Jahre die gemeinsame Gestaltung freigeistiger Wochen. Fragen der Kultur und Aufklärung, der Schulbildung, des Kirchenaustritts und der Friedhofsangelegenheiten wurden gemeinsam verfolgt. Der faire Austausch und eine an den gemeinsamen Interessen ausgerichtete Kooperation erfolgten trotz der Meinungsvielfalt in der RAG auf der Basis des Respekts vor der Identität der anderen Verbände in der RAG. Mit einer Stimme wurde gegenüber der damaligen Reichsregierung und des Parlaments aufgetreten.
Als Persönlichkeiten der freigeistigen humanistischen Bewegung von 1922 bis 1933 waren unter anderem Gustav Tschirn, Carl Peter, Carl Rieß, Georg Kramer, Georg Pick, Theodor Hartwig, Albert Heuer und Max Sievers in der RAG aktiv. Das Besondere ist, dass gefordert wurde, dass der Staat weltanschaulich neutral sein solle und alle Religionen und Weltanschauungen gleichbehandelt werden. Die RAG-Mitglieder waren gleichberechtigt organisiert. Am Anfang der 30er Jahre wandten sich die Verbände der RAG zunehmend gegen den aufkommenden Faschismus und Nationalismus und gegen Unfreiheit und Verletzungen der Menschenwürde. Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus  wurde 1933 auch die Reichsarbeitsgemeinschaft aufgelöst.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW), der sich in der Tradition der RAG versteht, feiert das 100-jährige Jubiläum der Reichsarbeitsgemeinschaft für Geistesfreiheit und Humanismus und leitet aus dem historischen Vermächtnis sein Selbstverständnis für sein gegenwärtiges und künftiges Wirken ab.
In einem bundesweiten Fest im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit allen DFW-Mitgliedsorganisationen – eventuell am 9. Oktober 2022, in Mannheim – wird dieses Jubiläum würdig begangen.

Beschluss des Präsidiums des DFW, 31. Mai 2021
Swaantje Schlittgen (DFW-Präsidentin)
Dr. Volker Mueller (DFW-Präsidiumsmitglied für Grundsatzfragen)
Die Zeiten ändern sich – und wir?
von Renate Bauer

Haben Sie genug von all den Veränderungen, die im letzten Jahr auf Sie zukamen? Das wäre sehr verständlich, denn nicht alle waren angenehm. Manche jedoch sind inzwischen wohl zur neuen Gewohnheit geworden.
Wir können uns nun zähneknirschend mit Neuem abfinden und weiter alten Gewohnheiten oder „Normalitäten“ oder wie immer man das nennen will, nachtrauern. Helfen wird das nicht viel, denn weitere Veränderungen werden kommen und uns neu herausfordern. ...weiterlesen ...
Stellungnahme der Freireligiösen Landesgemeinde Baden zur gleichgeschlechtlichen Ehe
Die katholische Kirche hat ein weiteres Mal festgestellt, homosexuellen Paaren keinen Segen erteilen zu können, so eine offizielle Pressemitteilung des Heiligen Offizium aus Rom. Diese Erkenntnis der Kirche ist nicht neu, wirkt im Jahr 2021 sogar sehr alt. Die Begründung, man wäre nicht befugt, eine gleichgeschlechtliche Ehe zu segnen, da sie Gottes Plan widerspreche, klingt eher, als wäre das Offizium in seine Ursprünge als Wächter der Inquisition zurückgefallen. ...weiterlesen...
Neue humanistische Grundschulen in Uganda möglich mit unserer Hilfe!
von Renate Bauer

Am 6. April 2021 erreichte mich ein Schreiben der Uganda Humanist School Foundation mit der dringenden Bitte um Hilfe.
Durch die Corona-Krise mussten in Uganda viele private Schulen schließen, darunter auch zwei Grundschulen, die in unmittelbarer Nähe zu den humanistischen Sekundarschulen liegen. Von diesen Grundschulen kamen viele auf die humanistischen Schulen, aber das Leistungsniveau der Schüler*innen von diesen Grundschulen war sehr niedrig.
Die Eltern der betroffenen Schüler haben sich nun an die Leitungen der beiden humanistischen Schulen gewandt mit der Bitte, die Grundschulen zu übernehmen und nach humanistischen Prinzipien zu führen.
Vorher wurde eine Schule als muslimische geführt, die andere hatte ein Angebot erhalten, als Madrasa, ebenfalls als muslimische Schule weitergeführt zu werden.
Die Eltern befürchten in jedem Fall, dass die Bildungsqualität noch weiter nachlässt. Um die Schulen nun übernehmen zu können, müssen den bisherigen Eigentümern Ablösesummen für Grund und Gebäude gezahlt werden. Dafür bittet die Stiftung dringend um weitere Spenden, denn damit kann die Bildung mehrerer hundert Kinder auf höherem Niveau sichergestellt werden. Wenn Sie helfen wollen, können Sie auf das Konto der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz eine Spende überweisen, Stichwort „Uganda Schulen“, die Landesgemeinde leitet es weiter. Spendenkonto:
Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R.
Sparkasse Vorderpfalz
Konto Nr. 9316 · BLZ 545 500 10
IBAN: DE54 5455 0010 0000 0093 16
BIC: LUHSDE6AXXX
Corona … für was kämpfen wir eigentlich?
Original von Lamine Madani überarbeitet und übersetzt von Silvana Uhlrich-Knoll
Während ich diese Zeilen schreibe, steigt die Rate der Corona-Infizierten stetig in halluzinierende Höhen. Es ist momentan das Hauptthema der Welt, welche nun einmal seit Langem ein und dieselbe Sorge teilt. Währenddessen verfolge ich die Nachrichten  aus aller Welt und wie die einzelnen Nationen mit der Pandemie umgehen. Dies lässt mich besorgt auf unsere Zivilisationen schauen. Jedoch nicht aufgrund der Höhe der Sterberaten, da diese weit entfernt von den Größenordnungen anderer schlimmer Todesursachen wie Hunger und Hungersnot liegen, sondern ich möchte das Thema von meiner pessimistischen Sichtweise aus in unsere Zukunft beleuchten, da wir uns als zivilisiert bezeichnen. ...weiterlesen...
Neu!
Erol Ünal: Der Abtrünnige
15 Jahre in Moscheegemeinden – Meine Einblicke in eine Welt von
Fundamentalisten und Rechtsextremen über Radikale bis zu Sufis
Was wird in Moscheegemeinden hinter verschlossenen Türen gepredigt? Zum ersten Mal packt ein Insider das Innenleben diverser muslimischer Gemeinden mit Klarnamen und Fotos aus. Er zeigt, wie diese Erlebnisse ihn, seinen Bruder Ömer Ünal und andere Gemeindemitglieder geprägt haben. ...weiterlesen...
Das Recht auf Gleichberechtigung – Wer’s glaubt!
Gleichberechtigung in der weltanschaulichen Ausrichtung war und ist der säkularen Welt schon immer ein Anliegen gewesen. Nicht nur um die eigenen Befindlichkeiten durchzusetzen und in den Vordergrund der Aufmerksamkeit zu lenken, sondern um klar zu definieren, dass jeder Mensch ein Anrecht hat, selbst zu entscheiden, welcher Weltanschauung dieser Mensch sich zugehörig fühlt.
In einem christlich geprägten Land mit humanistischen Traditionen aufzuwachsen, ist in Deutschland definitiv ungefährlicher als in einem afrikanischen oder autoritär geführten Land, aber auch in einer Demokratie wie hier gibt es viele Unstimmigkeiten in den politischen Entscheidungen.
Humanismus im Dschungel
Lagebericht zu den humanistischen Schulen in Uganda
Schulschließungen wegen Covid 19 gab es nicht nur bei uns, sondern in den meisten anderen Ländern, auch in Uganda. Durch entschlossene und durchgreifende Schließung von Schulen, Märkten und anderen Treffpunkten hat Uganda bis jetzt weniger als 40.000 Corona-Infizierte und wenig mehr als 300 Verstorbene zu beklagen. Geplant ist, die Schulen generell wieder ab April 2021 zu öffnen.
Im Januar 2021 konnten unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen nur die Abschlussklassen zu ihren Prüfungen kommen.
Hart betroffen von den Schließungen waren auch die humanistischen Schulen, die Mustard Seed School und die Isaac Newton High School, ebenso die Grundschulen, von denen inzwischen zwei unterstützt werden. Die eine, Katumba, wird schon seit mehreren Jahren betreut, die andere, Kanungu, wurde im letzten Jahr, 2020, aufgenommen.

Spendenaufruf zur Unterstützung des Kenya Chapter, Mitgliedsgruppe der IARF
Liebe Freunde der freien Religion, liebe Einzelmitglieder der IARF,
durch die Corona-Pandemie sind wir seit Monaten starken Veränderungen ausgesetzt. Diese wirken sich auf unser persönliches Erleben und unsere wirtschaftliche Lage aus. Doch nicht nur wir sind betroffen, sondern weltweit besonders Länder mit einer schlechten Infrastruktur.
Wir, die Deutsche Mitgliedergruppe der IARF e.V. (DMI), erhielten einen Hilferuf aus Nairobi, Kenia. Dort unterhält Reverend Lawrence Adera am Rande der kenianischen Hauptstadt, wo die Menschen in Slums leben, das Family Resource Center (FRC). Dieses Family Resource Center unterstützt die Menschen unabhängig von ihren religiösen Überzeugungen und Zugehörigkeiten. Der interreligiöse Dialog und die Hilfe für die von Armut betroffenen Menschen sind wichtige Ziele des Kenya Chapters der IARF. ...weiterlesen...

Gedanken zum Bericht des Wehrbeauftragten vor dem Bundestag
Ich wunderte mich, denn in einem Nebensatz wurde mitgeteilt, dass nun auch die Jüdische Gemeinde einen Militär-Bischof stellt. Was ja im Grunde gut ist. Nur stellt sich die Frage, wie groß ist der Anteil jüdischer Soldaten in der Truppe und spiegelt das die Realität wider? Da kommen mir doch einige Zweifel. Rückblickend muss man sich fragen, warum wurde vor Jahren dem DFW der Stuhl vor die Tür gestellt, der doch einen wesentlich größeren Bevölkerungsanteil repräsentiert (ca. ein Drittel der Bevölkerung sind mittlerweile konfessionsfrei).
Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Entwicklung sollte man das Thema Gleichbehandlung noch einmal aufrollen oder eine völlig neue Herangehensweise bei der staatsbürgerlichen Bildung in der Bundeswehr anvisieren. Es fehlt ein klares Konzept für die Bildung einer demokratischen Armee, die vom Parlament geführt wird, sowie entsprechende Aussage darüber. ...weiterlesen...
Rücksicht ist die neue Freiheit
„Denken Sie an andere!“ Mit diesem Satz wirbt die Bundesregierung für die Einhaltung der Hygieneregeln. Aber denken wir  nicht immer und sowieso an andere? Offensichtlich nicht, denn sonst bräuchte es derartige Ermahnungen nicht.
Für viele ist Rücksichtnahme und das Bedenken der Folgen des eigenen Tuns für andere eine Einschränkung ihrer Vorstellung von Freiheit.
Freiheit übersetzen viele als: ich kann machen was ich will. Eine solche Definition widerlegen die philosophischen Ethiken und die Religionen.  Dort wird durchgängig Rücksicht gefordert, ob bei Kant, der die eigenen Rechte begrenzt durch die Rechte der anderen, oder bei den Utilitaristen, die verlangen,  die Folgen des eigenen Tuns für das Wohl aller zu berücksichtigen.
Und viele vergessen auch, dass neben dem Recht auf Freiheit auch andere Rechte stehen und diese gleich zu gewichten sind, etwa das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ethisches Handeln bedeutet immer auch eine Abwägung zwischen Rechten und zwischen Pflichten, die sich aus diesen Rechten ergeben. ...weiterlesen...
75 Jahre UN-Charta: Für ein offenes, tolerantes und menschliches Zusammenleben auf diesem Planeten
Am 24. Oktober 1945 trat die Charta der Vereinten Nationen (UNO) in Kraft. Unter dem katastrophalen Eindruck des zweiten Weltkriegs hatten sich im Sommer 1945 zunächst 51 Staaten zusammengefunden, um gemeinsame Ziele für eine weltweite Zusammenarbeit zu definieren. „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, […] haben beschlossen, in unserem Bemühen um die Erreichung dieser Ziele zusammenzuwirken”, heißt es in der Präambel. Als Ziele formulierten die Verhandlungspartner damals: „Künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren”, „unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie allen Nationen […] zu bekräftigen”, „Bedingungen zu schaffen, unter denen Gerechtigkeit und die Achtung vor den Verpflichtungen aus Verträgen […] gewahrt werden kann” und „den sozialen Fortschritt und einen besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern”. ...weiterlesen...
75 Jahre danach!
Brecht hat wohl recht behalten: Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch! Man müsste doch denken, nach 75 Jahre Zerschlagung des Faschismus in Deutschland hätten wir die richtigen Lehren aus der Geschichte gezogen! Allem Anschein nach jedoch nicht. So steht man mit der Reichsflagge vor dem Bundestag (und anderswo) und will ihn besetzen. ...weiterlesen...
Freedom of Thought Report 2020 der Humanists International erschienen
Menschenrechtsverletzungen sind vielfältig,  nicht selten treffen sie anders denkende Minderheiten, oftmals  insbesondere Atheisten oder religionskritische Menschen. Weltweit. Humanists International stellen am Tag der Menschenrechte ihren aktuellen Freedom of Thought Report 2020 vor.

Europa-Buch der Freien Akademie erschienen
Das Thema „Ist Europa noch zu retten?“ steht über dem Band 39 der Schriftenreihe der Freien Akademie, der soeben erschienen ist. Herausgeber des Buches ist Dr. Gunter Willing. Er hatte die wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie im Mai/ Juni 2019 zum gleichen Thema inhaltlich vorbereitet und geleitet. Die Beiträge entstanden aus Vortragstexten im Ergebnis der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie.
Autorinnen und Autoren sind Volker Mueller, Gunter Willing, Peter Wahl, Martin Becher/ Reiner Schübel, Martin Schippan, Christiane Heimann/ Luca Civale/ Helen Gloy, Christian Michelsen, Michael Schippan, Ulrich Schöning und Dieter Fauth.
Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt. Zu Europa gehören heute 49 souveräne Staaten, von denen zurzeit 28 Staaten die Europäische Union bilden.
Steht die Europäische Union für Frieden, Demokratie, Freiheit und Wohlstand? Die EU tritt in der allgemeinen Wahrnehmung meist im Krisenmodus auf. Dafür genügt es, die Schlagwörter „Brexit“, „Eurokrise“ und „Flüchtlingskrise“ in die Debatte zu werfen.
Hat die deutsche Regierung mit ihrem Verhalten die Risse im Fundament des europäischen Vereinigungsprozesses vergrößert? Die Symptome der EU-Krise sind vielfältig und schnell benannt – aber wofür stehen sie? Ist der Europäische Gedanke weiterhin tragfähig; welche Werte trägt die EU? Diese und andere Fragen öffnen den Blick für die komplizierte Geschichte Europas und verweisen darauf, dass bedeutende Territorien unseres Kontinents jahrhundertelang nicht nach Wien, Berlin, Paris oder London ausgerichtet waren, sondern nach Rom, Konstantinopel oder Moskau.
Die europäische Politik verschränkt sich mit dem gegenwärtigen Umbruch der Weltordnung und mit den Globalisierungsprozessen. Der „atlantische Block“, wie er sich nach dem Zweiten Weltkrieg unter Führung der USA herausgebildet hatte, erscheint zerbrochen. Die Frage nach den Beziehungen der EU sowohl zu Russland als auch zu China, zu einem Land also, in dem sich eine stürmisch wachsende kapitalistische Marktwirtschaft mit dem Gewaltmonopol seiner Kommunistischen Partei verbindet, weist auf mehrfach widersprüchliche Konstellationen. Einerseits fürchtet man in Europa gerade China als Konkurrenten und will es kleinhalten. Andererseits bietet den europäischen Unternehmen der chinesische Markt auch große Gewinnchancen.
Rechte und populistische Kulturkämpfer, liberale Reformer und kritische, linke Europäer haben verschiedene Szenarien zur Krisenbewältigung entwickelt. Welche sind das? Verfügt die gegenwärtige Union überhaupt über einen ethischen Wertekonsens des kulturellen Zusammenhalts, die demokratischen Strukturen, die wirtschaftlichen und sozialen Ressourcen und das rechtsstaatliche  Instrumentarium, um ihre komplexe und tiefgehende Krise zu lösen?
Dieses Buch widmet sich im Interesse der Aufklärung und des Humanismus einem aktuellen Thema und den interdisziplinär zu erörternden Daseins- und Wertefragen des gegenwärtigen und künftigen Zusammenlebens der Menschen auf dem Europäischen Kontinent. Die Beiträge befassen sich mit der Krise und den Chancen der Europäischen Union, ihren Ursachen, Hintergründen und Folgen sowie mit der Frage nach der Problemlösungsfähigkeit der EU. Lassen Sie uns gemeinsam auf eine Reise in unsere Gegenwart und Zukunft gehen.
Das Buch ist über den Angelika-Lenz-Verlag, 63263 Neu-Isenburg, Beethovenstr. 96, zu beziehen

www.lenz-verlag.de | info@lenz-verlag.de | Tel. 06102-723509
 
151 Seiten | Berlin 2020 | ISBN 978-3-923834-37-2 | 19,90 €.
 
Dr. Volker Mueller, Falkensee
 

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