Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Herzlich willkommen
auf unserer Homepage!

Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch und hoffen, Sie finden hier das, was Sie suchen. Sollten Sie Fragen oder auch Anregungen für unsere Seite haben, teilen Sie uns diese bitte mit. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften


*******************************************************************************************************

LU bunt statt braun – keine Rassisten in Ludwigshafen

Für die Hooligans war ihre Demo am 8. Februar kein Erfolg, aber für die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz bedeutete ihre Teilnahme an der Gegenkundgebung unter obigem Motto einen gelungenen Tag.  
Der Infostand bei der Kundgebung auf dem Ludwigshafener Theaterplatz zog viele auch zur Unterschrift unter die Petition zur Abschaffung des § 166 an. In ihrem Grußwort wies Landessprecherin Renate Bauer auf die Vielfalt innerhalb des freigeistigen Spektrums hin, wo es schon bunt zugehe, und lud die Anwesenden in die Wärmestube ins nahegelegene Johannes-Ronge-Haus ein. Dies wurde so rege in Anspruch genommen, dass zeitweise kein Sitzplatz mehr zu finden war. 300 Tassen Tee und 120 Tassen Kaffee wärmten viele wieder auf. Der wandernde Singkreis zog anschließend zu weiteren Kundgebungsplätzen und fand dabei Zulauf und Mitsingende. Beim Rundgang zu Erinnerungsorten an freireligiöse Personen in Ludwigshafen und zu Stolpersteinen für Opfer des Naziregimes erläuterte Renate Bauer interessierten Menschen die Geschicke jener Menschen, die vor über 70 Jahren braunen Terror erlebten.

Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz

*******************************************************************************************************

Anmeldungen zur Namensfeier am 11. April 2015

Welche Familie aus dem Osthavelland möchte mit ihrem Kind an einer humanistischen Namensfeier teilnehmen? Es besteht die Möglichkeit, eine würdige Namensgebung in Falkensee zu feiern.
Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. führt für Kinder, deren Eltern es wünschen, eine offizielle Feierstunde zum Lebensbeginn des jungen Erdenbürgers durch. Die Tochter oder der Sohn werden damit in ihrem bzw. seinem Lebenskreis als neuer Teil der Familie festlich begrüßt. Im Beisein von Familienangehörigen, Paten und Freunden werden das Kind und sein Name im Sinne weltlicher Festkultur gefeiert.
Die Feierstunde zur Namensgebung findet am Sonnabend, dem 11. April 2015, um 14.00 Uhr, in Falkensee statt.
Falls Sie Fragen haben oder sich für die Namensfeier anmelden möchten, wenden Sie sich bitte an:  
Humanistischer Freidenkerbund Havelland,
14641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42, Tel.:  03321-450746.

Dr. V. Mueller
Vorsitzender

************************************************************************************************************

Religionspolitischer Kongress - Im Namen der Freiheit: Religion, Staat und Gesellschaft im Konflikt?

Zum „Religionspolitischen Kongress" hatten Bündnis90/Die Grünen im Januar 2015 nach Düsseldorf eingeladen. Damit stellen sie sich als eine der ersten in der Parteienlandschaft der öffentlichen Diskussion zu einem brisanten Thema. Dorothee Jantz, Wolfgang Jantz und Kerstin Salerno nahmen vor Ort teil und verfolgten die Diskussionen mit Interesse.
Obwohl sich in die Fragen und Diskussionen sehr viele partei-internen Belange mischten, wurde auf diesem Kongress deutlich, wie groß die Erwartungshaltungen der einzelnen Weltanschauungsgruppen an den deutschen Staat sind. Das weltweit einzigartige deutsche Kooperationsmodell, das Religionsfreiheit garantiert und gleichzeitig Privilegien erteilt, wird vom Eröffnungsredner Prof. Dr. Micha Brumlik, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt und bekennender Jude, grundsätzlich begrüßt. Aus seiner Sicht bildet dieses Modell insbesondere im Bereich der Bildung einen wirksamen Schutz vor religiösem Fundamentalismus. Die staatliche Ausbildung von Theologen erschwere Isolation und Selbstausgrenzung, wie sie in den U.S.A. mit z.T. extremen Ausprägungen vorkomme. Brumlik sowie auch Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, können sich kein laizistisches Deutschland vorstellen. Mehrfach weisen sie darauf hin, dass es derzeit im Bundesrat für eine Verfassungsänderung hin zur Laizität keine erforderliche Dreiviertel-Mehrheit gäbe. Bettina Jarasch, Mitglied des Bundesvorstands und Berliner Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und Leiterin der Grünen Kommission „Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat", steht ebenfalls zum kooperativen Modell, mahnt allerdings dringend Reformen an, um der wachsenden Pluralität unserer Gesellschaft Rechnung zu tragen.
Der mutige Ansatz von Bündnis90/Die Grünen, dieses aktuelle, sogar akute Thema öffentlich zu diskutieren, täuscht nicht darüber hinweg, dass sich auch in Deutschland die „Staatsreligion", kurz: Kirche, zunehmend verfestigt. Das spiegelt sich auch in den steigenden finanziellen Einnahmen wieder, trotz quantitativ minimierter Mitgliederzahlen auf z.T. unter 50 % der Bevölkerung.
Angesichts dieser Entwicklung zeigt es sich, dass der Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Um den Stand der „Religionsfreiheit" für Deutschland zu erhalten, rückt diese Gesellschaftsform in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Für die Politik heißt das, dass Körperschaften des öffentlichen Rechts eine Stimme haben und mit ihren Ansichten ernst genommen werden.

Wolfgang Jantz und Volker Beck, MdB.

Volker Beck, MdB, Religionspolitischer Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion, und Sylvia Löhrmann, stellv. NRW-Ministerpräsidentin und NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung.

Sigrid Beer, MdL NRW, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Schulpolitik der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW, eröffnet den Religionspolitischen Kongress unter einer repräsentativen Auswahl religiöser und weltanschaulicher Symbole.

Weltanschauungsgemeinschaften, die „nur" als e.V. organisiert sind, werden in den Hintergrund geraten. Für die Deutschen Unitarier heißt das, dass wir uns weiterhin um die Anerkennung als K.d.ö.R. bemühen sollten.


Kurzübersicht Verhältnis Staat und Religion
Regelung in Deutschland: Kooperationsmodell
Der Artikel 4 des Grundgesetzes (Art. 4 GG) garantiert die Religionsfreiheit in Deutschland. Religiöse und weltanschauliche Bekenntnisse sowie die Freiheit des Gewissens sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Die Artikel 136-139 und 141 (sogenannte Kirchenartikel) der Weimarer Reichsverfassung von 1919 haben als Artikel 140 des Grundgesetzes Verfassungsrang und sichern der katholischen und der protestantischen Kirche Staatsleistungen zu, die insbesondere in den Bereichen Steuerrecht, Arbeitsrecht und Bildung ihre Ausprägungen finden.
Regelungen in Frankreich und U.S.A.: Laizität
Die hier geltende Laizität trennt strikt zwischen Kirche und Staat bei gleichzeitigem Respekt und Gleichbehandlung unterschiedlicher Weltanschauungen. Religion ist Privatsache.
Regelung in der Türkei: Laizität
Von Mustafa Kemal Atatürk eingeführte Laizität.

Text und Fotos: Kerstin Salerno

***************************************************************************

Erfolg im Engagement zur Abschaffung des Gotteslästerungsparagraphen:
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) ist als deutscher Koalitionspartner an der weltweiten Kampagne "End Blasphemy Laws" beteiligt

Die Erklärung, die DFW-Präsidentin Renate Bauer zum Thema § 166 StGB endlich streichen! verfasst hat (siehe unten), hat international Aufmerksamkeit gefunden. Die weltweite Kampagne "End Blasphemy Laws" (Stoppt die Blasphemie-Gesetze) wird u.a. von der IHEU, der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, bei der wir Mitglied sind, unterstützt. Für diese Kampagne gegen die Gotteslästerungsparagraphen, die es immer noch fast überall auf der Welt gibt, wurden wir als bisher einzige deutsche Organisation als Koalitionspartner mit ins Boot geholt. Zu sehen auf der offiziellen Webseite der "End Blasphemy Laws"-Kampagne über diesen Link:


http://end-blasphemy-laws.org/about/partners/

**********************************************************************************************************

§ 166 StGB endlich streichen!

Wiederholt, zuletzt 2013 forderte der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) die ersatzlose Streichung des Blasphemie-Paragraphen aus dem deutschen Strafgesetzbuch, nachdem die neuen EU-Richtlinien für internationale Beziehungen den Schutz von Religions-, Glaubens-, Kunst- und Meinungsfreiheit und nicht zuletzt eine Entkriminalisierung der Blasphemie bei der Gestaltung internationaler Politik zugrunde legen.
Die Attentate in Frankreich zeigen, wie wichtig auch in Europa selbst eine Beseitigung aller Gesetze ist, die Blasphemie unter Strafe stellen. Viele Kommentatoren sehen in dem bestehenden Paragraphen eine Möglichkeit für Einzelne, gegen alle als beleidigend empfundenen Darstellungen in Kunst und Medien zur Gewalt aufzurufen und damit erst recht den öffentlichen Frieden zu stören. Daher schützt der Paragraph eher die Intoleranten als den Frieden und die Freiheit aller.

Um nach innen und nach außen ein Zeichen zu setzen und glaubwürdig für Meinungs- und Religionsfreiheit einzutreten, ist es jetzt dringend geboten, § 166 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen.
Der DFW fordert daher alle seine Mitgliedsorganisationen und einzelnen Mitglieder auf, ihren Bundestagsabgeordneten entsprechende Stellungnahmen zuzusenden, und ruft auf, die von Michael Schmidt-Salomon eingereichte Petition mit zu unterzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_01/_08/Petition_56759.html.

Renate Bauer
Präsidentin

**********************************************************************************************************

Kommentar zum Urteil des Bundesverfassungsgericht: Kündigung Arzt nach 2. Eheschließung (2 BvR 661/12)
Urteil benachteiligt Staatsbürger

Die Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens – kritisieren das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 20. November 2014, das die Entlassung eines Arztes, der als Angestellter eines katholischen Krankenhauses eine zweite Ehe eingegangen ist, für rechtmäßig erklärt. Unter dem Stichwort „Selbstbestimmungsrecht der Kirche" werden die Grundrechte der Staatsbürger umgangen.
„Dieses Urteil schwächt das Vertrauen der Bürger in die staatliche Justiz und trägt zur allgemeinen Verunsicherung bei", so Prof. Dr. Karsten Urban, Vorstandsmitglied der Unitarier in Deutschland. „Es ist höchste Zeit, die Gesetzgebung in den Punkten der kirchlichen Selbstbestimmung nach rechtsstaatlichen Gesichtspunkten zu überarbeiten."
In dem Urteil aus Karlsruhe sehen die Unitarier die Schutzpflichten des Staates gegenüber den Arbeitnehmern verletzt (Art. 12 Abs. 1 GG). Das Selbstbestimmungsrecht von Religionsgemeinschaften muss das Recht auf Menschenwürde respektieren. Eine Verletzung der Rechte der Staatsbürgerschaft im Namen einer Glaubensrichtung oder einer anderen Vereinigung ist generell nicht hinnehmbar.
Die Unitarier sind eine weltweit vertretene Religionsgemeinschaft freien Glaubens, die sich als unabhängig von dogmatischen Zwängen und unumstößlichen Lehrmeinungen sieht. Es gibt gemeinsame Grundvorstellungen, wie die Achtung vor dem Leben, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und die Erfahrung religiöser Gefühle, die in den unitarischen Grundgedanken zum Ausdruck gebracht werden. So ist das Thema des 29. Unitariertags im Mai 2015 „Spuren lesen – Wege bahnen" als zentrale Motivation unitarischer Religion zu sehen, die unter respektvoller Beachtung bestehender Strukturen auch bereit ist, neue Wege zu erkunden und gangbar zu machen.

Mehr Infos auf www.unitarier.de

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: 02955/74 63 910
mobil: 0151 52 96 75 97
kerstin.salerno@unitarier.de

*****************************************************************************************************************

Der neue pfw ist da. Ausgabe 6/2014 hier.

********************************************************************************************

Ankündigung

der wissenschaftlichen Tagung der
Freien Akademie
vom 14. bis 17. Mai 2015 im „penta-hotel Berlin-Potsdam" in Teltow


Die
Freie Akademie wird ihre Tagung im Jahr 2015 zum Thema

"Die Evolution des Kosmos. Fakten - Vermutungen - Rätsel" durchführen.

Herr Prof. Dr. Dieter B. Herrmann, jeweils bis 2004 Direktor der Archenhold-Sternwarte Berlin sowie des Zeiss-Großplanetariums Berlin, hat dankenswerterweise die wissenschaftliche Tagungsleitung 2015 übernommen. Bitte merken Sie sich diesen Tagungstermin vor.

Weitere Informationen und das Programm werden auf der Homepage der
Freien Akademie veröffentlicht werden: www.freie-akademie-online.de

Anfragen können übermittelt werden an:
Freie Akademie e.V., 14612 Falkensee, Holbeinstr. 61.
E-Mail: praesident@freie-akademie-online.de

Dr. Volker Mueller
Präsident

************************************************************************************

29. Unitariertag in Worms
Spuren lesen – Wege bahnen

29. Unitariertag in Worms, Foto: Gabriele Berger

Worms. Vom 22.-25.Mai 2015 treffen sich unter diesem Motto Freunde freier Religion aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt zum Unitariertag 2015 im Wormser Parkhotel „Prinz Carl" – um zu feiern, zu diskutieren, zu musizieren und Gemeinschaft zu erleben. Das diesährige Motto „Spuren lesen – Wege bahnen" lädt ein, sich mit den Spuren der bisherigen unitarisch-freireligiösen Entwicklung zu beschäftigen, freie Religion aktiv zu leben und gemeinsam neue Wege zu religiöser Eigenständigkeit zu entwerfen.
Seit 1959 richten die Deutschen Unitarier alle zwei Jahre ein überregionales Treffen an wechselnden Orten in Deutschland aus. Der 29. Unitariertag kehrt zu den Wurzeln der unitarisch-freiprotestantischen Bewegung in Deutschland zurück. 1876 wurde die Religionsgemeinschaft Freier Protestanten in Alzey gegründet. In Worms ist die Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e.V. seit 1950 unter diesem Namen ins Vereinsregister eingetragen.

Traditionell startet der Unitariertag mit einer öffentlichen Morgenfeier, zu der auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist – diesmal am Samstag, den 23. Mai 2015, um 10.00 Uhr im Parkhotel „Prinz Carl". Das Präsidium, der Bundesvorstand und der Geistige Rat begrüßen die Gäste und Teilnehmer mit einer feierlichen Ansprache. Die Morgenfeier am Sonntag wird Gunde Hartmann halten, langjährige Präsidentin der Deutschen Unitarier und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Sie ist eine unermüdliche Mahnerin und führt mit einfachen und doch eindringlichen Worten die Quintessenz des Lebens vor Augen. „Das Eintreten für die richtige Sache und Unterstützung zu leisten, ist Quelle einer großen persönlichen Befriedigung", so Gunde Hartmann. Ihr Leben ist geprägt vom Einsatz für eine freiheitliche Gesellschaft.
Die Unitarier sind eine weltweit vertretene Religionsgemeinschaft freien Glaubens, die sich als unabhängig von dogmatischen Zwängen und unumstößlichen Lehrmeinungen sieht. Es gibt gemeinsame Grundvorstellungen, wie die Achtung vor dem Leben, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und die Erfahrung religiöser Gefühle, die in den unitarischen Grundgedanken zum Ausdruck gebracht werden.


Dr. Jörg Last. Leiter des Organisationsteams des 29. Unitariertages in Worms

So ist das Thema des aktuellen 29. Unitariertags, „Spuren lesen – Wege bahnen", als zentrale Motivation unitarischer Religion zu sehen, die es ermöglicht, unter respektvoller Beachtung bestehender Strukturen neue Wege zu erkunden und gangbar zu machen.
Das Organisationsteam um Dr. Jörg Last hat für den 29. Unitariertag in Worms ein sehr anregendes Programm zusammengestellt, das das Interesse von Teilnehmern aller Altersklassen weckt und zum Mitmachen einlädt. Neben unterschiedlichen Arbeits- und Diskussionskreisen sind die Morgenfeier mit Gunde Hartmann am Sonntag, die Matinée am Montag und der Poetry-Slam die Highlights. Begleitend wird eine „Unitarier-Expo" stattfinden, eine Ausstellung, auf der sich befreundete Organisationen sowie unitarisch geprägte Wirtschafts präsentieren können. Das Rahmenprogramm bietet Exkursionen in und um Worms, einen Frühschoppen und einen Bunten Abend. Die Jugend übernachtet im angrenzenden Zeltlager und freut sich über viele altersgerechte Programmpunkte. Besucher und interessierte Gäste sind zur Eröffnungsfeier am Samstag herzlich willkommen.
Mehr Infos und Anmeldung auf www.unitarier.de

Kurzportrait der Deutschen Unitarier als Hintergrundinfo.


Kontakt für inhaltliche Fragen zu den Deutschen Unitariern:

Freya Bednarski-Stelling, Mitglied des Präsidiums
Tel.: 06172 / 7 52 17
Mail: freya.bednarski-stelling@unitarier.de

Frau Bednarski-Stelling steht für Interviews und Fragen zur Verfügung.

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: 02955 / 7 46 39 10
Mobil: 0151 52 96 75 97
Mail: kerstin.salerno@unitarier.de
****************************************************************************************************************************************

Ahmed Nadir darf bleiben
Nach dem breit angelegten Aufruf des DFW, Ahmed Nadir aus Bangladesh zu helfen, gibt es jetzt gute Neuigkeiten. Der Brief des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften hat Eindruck gemacht und wurde sehr interessiert zur Kenntnis genommen, sodass er jetzt endlich eine Aufenthaltserlaubnis bekommen hat. Ahmed Nadir ist überglücklich, denn nun kann er endlich reisen, sich frei bewegen und einen Job suchen. Er dankt allen, die ihn in der schweren Zeit unterstützt haben.
Ahmed Nadir wurde aufgrund seiner atheistischen Weltanschauung in seinem Heimatland bedroht und ist deshalb nach Deutschland geflüchtet.    Ortrun Lenz

*********************************************************************************************************************

Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.
25 Jahre freies Denken
und tätige Humanität im Havelland


Vor kurzem hat der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. (HFH) seinen 25. Geburtstag mit vielen Mitgliedern und Gästen gefeiert.
Am 14. Oktober 1989 hatten sich Menschen verschiedenen Alters in Nauen zusammen gefunden, um eine Vereinigung zu gründen, die freigeistige und humanistische Welt- und Lebensanschauungen pflegt und im Sinne einer tätigen Humanität praktisch wirken will. In der sog. Wende wollten wir uns – außerhalb der Kirchen – an der Demokratisierung der Gesellschaft, an mehr Offenheit und Freiheit, an konkreter Kultur-, Jugend- und Sozialarbeit aktiv beteiligen. In den Mittelpunkt trat das Eintreten für Menschenwürde und Menschenrechte, für ein freies und tolerantes Miteinander und für eine säkulare humanistische Lebensart.
Nach 56jähriger Unterbrechung – nach dem Verbot der Freidenker durch die Nazis 1933 und dann nach ihrer Nichtwiederzulassung in der SBZ und in der DDR – haben wir uns am Ende der DDR neu gegründet. Im Zuge der demokratischen Veränderungen in der DDR im Herbst 1989 entstand auch bei konfessionell nicht gebundenen Menschen das Bedürfnis, neue Wege zu gehen und sich tolerant an der „Wende" zu beteiligen sowie eine ideelle Basis außerhalb der Kirchen zu finden, um ein Freies Denken zu entwickeln, das keiner Partei und dem Staat untertan ist. Ohne Bevormundung und parteipolitische Ausrichtung und für eine demokratische Gesellschaft und Weltanschauungsfreiheit haben wir uns im Altkreis Nauen und 1990 ebenfalls im Altkreis Rathenow mehr und mehr zusammen gefunden. Wir engagierten uns zunehmend für eine weltliche Fest- und Feierkultur und für ein neues Bildungsverständnis, in der Sozialarbeit und freien Kinder- und Jugendhilfe und in ethischen und philosophischen Diskussionen. Seit 1993 haben wir eine einheitliche freie Weltanschauungsgemeinschaft im Landkreis Havelland, den Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. >> mehr lesen

******************************************************************************************************

Maulkorb für den Frechen Mario
Prämiert wird ein Phantom - Preisverleihung der "Freche Mario"

Kunst als Möglichkeit Kritik an bestehenden feudalen Strukturen zu üben hat in München eine lange Tradition. Der bfg München führt diese mit dem Frechen Mario, dem Preis für religionskritische Kunst, auf humorvolle Weise fort und prämiert Werke, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Zum vierten Mal wurden Künstlerinnern und Künstler aufgerufen Arbeiten aller Genres einzureichen, mehr als 400 Einsendungen sprechen für ein anhaltendes Interesse an der Thematik.
Die Bandbreite der Arbeiten reicht von feinem Sarkasmus bis zu deftigen Boshaftigkeiten und riefen bei der Ausstellung ausgewählter Beiträge auf dem Corso Leopold im Juli beim Publikum meist Erheiterung, aber auch Heftigen Widerspruch hervor. Dieses Publikum und eine neunköpfige Jury wählten nun die Preisträger aus, die am 13. November in der Seidlvilla präsentiert werden.
Es mutet an wie ein geschickt lancierter PR-Trick, ist aber leider die bittere Wahrheit. Der Preisträger des ersten Platzes wird den Preis nicht persönlich entgegen nehmen können, da der Arbeitgeber eine kirchlichen Einrichtung ist. Kritik an Religion und Kirche sind scheinbar ein Kündigungsgrund, auch im 21. Jahrhundert. Gerade hier setzt die Arbeit des Bund für Geistesfreiheit an, einer Körperschaft des öffentliches Rechts, die sich seit 144 Jahren für Konfessionsfreie und deren Belange einsetzt. Religionsfreiheit, die auch eine Freiheit von Religion bedeutet, steht zwar ebenso wie die Trennung von Kirche und Staat im Grundgesetz dennoch werden die großen Kirchen privilegisiert, die freie Meinungsäußerung eingeschränkt.
So wird die Verleihung ein Sinnbild für die Grundmotivation des Preises, bei dem laut Ausschreibung „Kunstwerke gesucht werden, die humorvoll und intelligent übernatürliche (= meist religiöse) Vorstellungen auf die Schippe nehmen und so geeignet sind, deren Alleinvertretungsanspruch zu unterminieren." Das Preisgeld in Höhe von 3000 Euro wird in diesem Jahr vom IBKA, dem Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten gestiftet und von Réne Hartmann an die anderen Preisträger überreicht. Anwesend ist auch ein Sprecher der Münchner FDP, die jüngst einen Vorstoß zur Abschaffung des immer noch existierenden Blasphemieparagraphen § 166 gemacht haben.

www.frechermario.org
www.bfg-muenchen.de
********************************************************************************************************************************

Beschlüsse der DFW-Hauptversammlung
Auf der Hauptversammlung des DFW am 1. 11. 2014 wurden weitreichende Beschlüsse für die Arbeit der kommenden Jahre gefasst:

Unter dem Titel „Gemeinsam leben lernen" wird sich der DFW intensiv mit einer integrativen schulischen Wertebildung auf seiner Tagung am 21. bis 23. 3. 2015 befassen, ein Thema, das gerade im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft an Bedeutung noch gewinnt.
Die Hauptversammlung beauftragte das Präsidium, sich für ein Bundesgesetz zur Ablösung der Staatsleistungen nach Art. 140 GG (Art. 138 WV) einzusetzen, um für die Länder endlich den notwendigen gesetzlichen Rahmen zu deren Durchführung zu schaffen. Dazu sollen auch Kooperationspartner  gewonnen werden.
Ferner wurde das Präsidium beauftragt, die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen zur Einrichtung einer humanistischen Soldatenbetreuung zu prüfen und diese gegebenenfalls einzufordern. Immerhin sind über 40 % der Soldaten ohne Konfession.
Die im DFW zusammengeschlossenen Gemeinschaften bekräftigen das Recht ihrer Mitglieder auf Selbstbestimmung am Lebensende einschließlich der Möglichkeit, einen assistierten Suizid in Anspruch zu nehmen, als Teil ihrer freigeistigen und humanistischen Weltanschauung  und fordern vom DFW, für die Wahrung dieses Rechts einzutreten.

*****************************************************************************************************

Kooperation, die sich lohnt
Es ist bezeichnend, wie fruchtvoll manche Zusammenkünfte sein können, wenn sie gemeinsam ein Ziel verfolgen. Bereits seit mehreren Jahren besteht zwischen dem Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. (HFH) und der Hans-Klakow-Oberschule Brieselang (HKOS) eine Kooperation in der Jugendarbeit. Insbesondere der Jugendclub „Millennium“ unter der Trägerschaft des HFH bietet für die Jugendlichen nach Schulschluss ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten. Darüber hinaus besuchten die Schüler/innen der HKOS in den vergangenen Jahren Theaterstücke, Streitschlichter/innenschulungen sowie Berufsvorbereitungs- und Bewerbungstrainings.
Auch in diesem Schuljahr 2014/15 wird diese Kooperation ausgebaut mit der Maßgabe, die Vernetzung zwischen Jugendhilfe und Schule zu stärken und ein bedarfsorientiertes Angebot zu offerieren. Daher möchten wir im Folgenden unsere IOS-Schulprojekte näher beschreiben.

Streitschlichter/innenschulung:
Konflikte gehören für die meisten von uns zum Alltag dazu. Der Umgang mit Konflikten fällt aber Alt wie Jung nicht immer leicht. Daher liegt es uns besonders am Herzen, unsere Schülerinnen und Schüler mit dem notwenigen Handwerkzeug auszustatten, um ihre Konflikte beilegen zu können. Aus diesem Grunde werden von November 2014 bis Mai 2015 Schülerinnen und Schüler der HKOS in einem dreistufigen Lehrgang zu diesem Thema aus- und weitergebildet. Inhalte ihrer Streitschlichter/innenausbildung sind unter anderem: Stärkung der Persönlichkeit, Konflikterkennung und -intervention, Durchführung von Schlichtungsgesprächen sowie der Umgang mit (Cyber-)Mobbing.

Berufsvorbereitungs- und Bewerbungstrainings:
Der Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung stellt häufig eine große Hürde für viele Schulabgänger/innen dar. Um Ängste zu überwinden und bestens für den Bewerbungsprozess vorbereitet zu sein, erhalten alle Neuntklässler/innen der HKOS ein einwöchiges intensives Training, das von sozialpädagogischen Fachleuten, Teamer/innen und Lehrkräften begleitet wird. Weiterhin werden Verbindungen zu regionalen Ausbildungsstätten hergestellt. Folgende Inhalte werden dabei vermittelt:
1.) Informationen über verschiedene Berufe und Berufsgruppen,
2.) Herausbildung der eigenen Berufs- und Ausbildungswünsche sowie Hilfe zur Berufsorientierung,
3.) Erarbeitung einer individuellen Bewerbungsmappe,
4.) Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch bzw. den Einstellungstest sowie
5.) Diskussionen zu den Kompetenzen sowie Reflexionen, Hinweise und Hilfestellungen.

Wir hoffen auch in diesem Schuljahr auf eine gelingende Zusammenarbeit, die die Schüler/innen dabei unterstützen wird, ihre personalen sowie sozialen Kompetenzen zu erweitern.

Daniel Franz (Schulleitung)
Dr. Volker Mueller (Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.)
********************************************************************************************************************

Neue Schrift der Freien Akademie erschienen


Der Band 33 der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE mit dem Titel
Der Zusammenhang der Wissenschaften und Künste.
Diderot und die Aufklärung

liegt nun vor.
Eine intensive Beschäftigung mit den historischen und aktuellen Inhalten freien aufklärerischen Denkens und seinen gesellschaftlichen und weltanschaulichen Wirkungen steht nicht nur im Jahr der Aufklärung 2013 im Vordergrund. Anlass für das Buch war der 300. Geburtstag eines der schillerndsten und inspirierendsten Köpfe der europäischen Aufklärung: Denis Diderot (1713–1784), der freidenkende Philosoph, Wissenschaftler, Schriftsteller, Dramatiker und Enzyklopädist. Aus der Zeit der Aufklärung heraus entwickeln sich die Geistesfreiheit, säkularer Humanismus und Menschenrechte. ... weiterlesen ...

***********************************************************************

Die OXFORD-Erklärung zu Gedanken- und Meinungsfreiheit

Vom 8. bis 10. August 2014 fand der Welt-Humanisten-Kongress in Oxford, England, statt und die Vollversammlung der IHEU verabschiedete die nachfolgende Erklärung zu Gedanken- und Meinungsfreiheit.
Weltweit und zu allen Zeiten waren und sind es die Gedankenfreiheit und die Meinungsfreiheit, die die wesentlichsten Bedingungen für die Weiterentwicklung der Menschheit schufen und schaffen, aber jede Generation muss sich neuen Herausforderungen an diese grundsätzlichen Freiheiten stellen. Angesichts dessen erklären wir:
Das Recht auf Gedanken- und Glaubensfreiheit ist einzig und allein das gleiche Recht für alle. Das im Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formulierte und vielerorts sorgfältig beachtete Menschenrecht ist
und sollte das unteilbare Recht des Einzelnen bleiben, das die Würde und die Freiheit aller Menschen schützt, indem es

Isabel Russo und Andrew Copson verlesen die endgültige Fassung der Oxforder Erklärung des Welt-Humanisten-Kongresses 2014

das Recht des individuellen Glaubens sichert, ganz gleich ob religiös oder nicht-religiös, so wie es der Artikel 7 der Erklärung zum Ausdruck bringt: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz."
Niemand darf – wo auch immer – zu einem bestimmten Glauben oder einem Glaubensverzicht gezwungen werden. Gedankenfreiheit bedeutet das Recht,
... hier weiterlesen
**************************************************************************************************

"Absolut indiskutabel"
Reaktion der DGHS wegen Säure-Attentat auf Vereinspräsidentin
(dgpd Berlin) Mit Entsetzen und Fassungslosigkeit reagiert die DGHS auf ein Buttersäure-Attentat auf die Vereinspräsidentin Elke Baezner. „Gewalt und Körperverletzung als Mittel der Auseinandersetzung sind absolut indiskutabel“, so Vizepräsident Adi Meister in einer ersten Stellungnahme. Bei einer Vortragsveranstaltung am gestrigen Mittwoch, 18. Juni 2014, in Frankfurt/Main hatte ein 44-jähriger Mann Elke Baezner und einen weiteren Referenten mit Buttersäure bespritzt, die er abgefüllt in einer Wasserflasche mitgebracht haben muss.
Frau Baezner wurde mit Augen- und Hautreizungen leicht verletzt, konnte aber die Uniklinik noch am selben Abend verlassen. Der Saal wurde nach dem Vorfall sofort geräumt, die weiteren 40 Teilnehmer blieben unverletzt. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die DGHS geht von einem politisch motivierten Anschlag aus.
Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. ist eine Bürgerrechtsbewegung und Menschenrechts- und Patientenschutzorganisation, die sich für die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts bis zum Lebensende und die Wahlfreiheit zwischen den unterschiedlichsten Formen der Sterbebegleitung und -hilfe einsetzt. In jüngster Zeit hatte sich die DGHS wiederholt zum ärztlich assistierten Suizid öffentlich geäußert, den sie als Möglichkeit des selbstbestimmten Sterbens ohne strafgesetzliche Einschränkungen gewahrt sehen möchte. Damit widerspricht sie einem aktuellen Gesetzesvorhaben der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
„Zu einem so sensiblen Thema wie der Sterbehilfe wird es wohl immer unterschiedliche Ansichten geben, aber Meinungsverschiedenheiten sind offen und ohne Anwendung von jeglicher Form von Gewalt auszutragen“,  sagt Vizepräsident Meister weiter. Da die DGHS sich in ihrem Eintreten für die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts bis zum Lebensende seit Jahrzehnten von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung getragen weiß, werde sie sich von einem solch feigen Anschlag in ihrer Arbeit nicht beirren lassen.

Wega Wetzel M.A.
DGHS-Pressesprecherin
E-Mail: wega.wetzel@dghs.de, www.dghs.de
Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.

***********************************************************************

Auf Darwins Spuren in London

In der letzten Osterferienwoche waren 27 Jugendliche und 24 Erwachsene mit der Freireligiösen Landesgemeinschaft Hessen unterwegs in London. Die Fahrt stand unter dem Motto des populärsten Begründers der Evolutionstheorie: Charles Darwin. Seine Theorie wurde von den Kirchen heftig bekämpft, stand sie doch im Widerspruch zu der Schöpfungsgeschichte der Bibel. Heute wird die Theorie von der Wissenschaft anerkannt und weiterentwickelt. Aber eine Gruppe Konservativer - besonders in den USA vertreten - versucht, mit viel Geld die biblische Geschichte als wissenschaftliche Wahrheit zu verkaufen.

Auch in der hessischen Landesregierung unter Ministerpräsident Koch wurde versucht, diese Bibelgeschichte als gleichwertige Weltdeutung in den Schulen wieder einzuführen. Die Bilder zeigen die Reisegruppe und die Darwin-Statue im Haupteingangsbereich des Londoner Naturhistorischen Museums. In einem 2008 eröffneten spektakulären Anbau, dem "Darwin-Centre" konnten die Teilnehmer unterhaltsam erleben, wie die Evolution aus einem Einzeller den Menschen machte.
Natürlich standen auch die großen Londoner Sehenswürdigkeiten auf dem Programm und Führungen im Tower und Westminster Abbey, der letzten Ruhestätte Darwins. Eine Gruppe "Harry-Potter-Fans" schaute in den 20 Meilen außerhalb Londons gelegenen Warner Bros. Studios hinter die Kulissen des Drehorts der Harry-Potter-Filme und durfte die Schauplätze der großen Zauberer betreten, die Requisiten bestaunen und erfahren mit welchen Tricks und Effekten ihre Lieblingsfilme entstanden.
Ein besonderes Highlight für Musicalliebhaber war der Besuch im Queen's Theatre, wo "Les Miserables" nach einer Romanvorlage von Victor Hugo gegeben wurde, denn dieses preisgekrönte Musical läuft nur noch in London. Die Teilnehmer konnten sich bei einem Filmabend in der Gemeinde Offenbach vorbereiten, wo die Musical-Verfilmung von 2012 Anfang April gezeigt wurde. Live in London boten dann die dramatischen Szenen auf den Barrikaden während des Juniaufstandes 1832 in Paris und die Geschichte um Elend, Liebe und Mitmenschlichkeit ein ergreifendes und unvergessliches Musikerlebnis.
Die Mischung aus Tradition und Moderne, das bunte London beeindruckte die Teilnehmer. London ist mehr als Sightseeing und Shopping - viele Erinnerungen an kleine und große Erlebnisse und an eine schöne Woche bleiben.

Freireligiöse Landesgemeinschaft Hessen
Rheinstr. 78, 65185 Wiesbaden, Internet:
www.freireligioese-hessen.de
Elke Suchanek, Tel. 0611-377715

***********************************************************************

Initialzündung zur Entstehung der freigeistigen Organisationen
Volker Mueller: Johannes Ronge und die freireligiöse Bewegung
Historische Reihe des Angelika-Lenz-Verlages. Band 5. Neu-Isenburg 2013. 87 Seiten. 7,90 €. ISBN: 978-3-943624-12-0.


Johannes Ronge gilt zweifellos als ein bedeutender Denker des 19. Jahrhunderts und als einer der Begründer der freigeistig-humanistischen Bewegung und freireligiösen Gemeinden in Deutschland. Mit seinem „Offenen Sendschreiben an den Bischof von Trier" vom 1. Oktober 1844, Laurahütte,  mit  dem er die Ausstellung des Heiligen Rocks in Trier heftig kritisiert, fordert er eine neue Religiosität, die frei von kirchlicher Bevormundung und Dogmatik sein solle. Im Vormärz, der revolutionären Zeit der 40er Jahre in den deutschen Ländern, setzt sich Ronge für ein Land in Freiheit und Liebe ein, in dem die Menschenwürde gewahrt und der Glaube frei und ohne Zwang sei.

In dem vorgelegten Band 5 der Historischen Reihe des A. Lenz-Verlages werden das „Offene Sendschreiben an den Bischof von Trier" von Johannes Ronge und seine 1847 in Hamburg erschienene Schrift „Das Wesen der freien christlichen Kirche" wiedergegeben. Sie markieren Meilensteine in der Entwicklung der frühen freireligiösen Bewegung. Dieses Buch wird anlässlich des 200. Geburtstages von Johannes Ronge (16. Oktober 1813 - 25. Oktober 1887) von Volker Mueller herausgegeben und mit seinem Beitrag „Ronge und der Beginn der freireligiösen Bewegung in Deutschland" eingeleitet. Anliegen der Herausgabe dieses Buches ist die Wiedervorlage der zwei bedeutenden Texte von Johannes Ronge, der im vorrevolutionären Deutschland Wesentliches zur demokratischen Entwicklung und zur Entstehung der freireligiösen Gemeinden beiträgt und damit die Verbreitung und Vertiefung des freireligiös-humanistischen Gedankengutes fördert. Das Büchlein ist hier erhältlich: www.lenz-verlag.de

*******************************************************************************

DFW-Heft 29
Religiöse und weltanschauliche Herausforderungen -
Gefahren für den (sozialen) Frieden. Aufgaben der säkularen Verbände
Tagung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. vom 24. - 26. Januar 2014


Aus dem Inhalt:

Einleitung
Renate Bauer:
Haltungen des DFW zu den religiösen und weltanschaulichen Herausforderungen unserer Zeit
Dr. Thomas Goppel, MdL, Staatsminister a.D.: Politische Wege und Möglichkeiten in der Wahrung von Grundrechten

Ahmad Aweimer:
Die Sicht anderer Religionen zur Stärkung des sozialen Friedens
Ergebnisse der Arbeitsgruppen:
AG 1:
Religionsfreiheit und Werteunterricht
AG 2:
Feiertagsregelung
AG 3:
Humanes Sterben einschließlich offenem Brief an Gesundheitsminister Gröhe mit Erklärung zu Sterbehilfe
Horst Prem: Menschenrechte 1789 - UNO 1948 - ein Vergleich
Swaantje Schlittgen: Wieweit können Gesetze den sozialen Frieden fördern?

Hrsg.: Renate Bauer, 76 S., kart., ISBN 978-3-943624-19-9, € 7,90
Erhältlich beim Angelika Lenz Verlag oder im Buchhandel.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü