Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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Der neue pfw ist da.
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Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften


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Der DFW begrüßt die neueste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes im „Kopftuchstreit"

Die Entscheidung der Bundesverfassungsrichter, dass das Tragen von Kopftüchern als Ausdruck des eigenen Glaubens nicht grundsätzlich zu verbieten sei und Religionen hier gleich zu behandeln seien, unterstützt die Argumentation des DFW, mit der er sich bei der Anhörung dieses Falles an das Bundesverfassungsgericht gewandt hatte.

Er hatte 2011 argumentiert: „Grundsätzlich kann und soll der Staat verhindern, dass Schüler auf unzulässige Weise indoktriniert werden, sei es politisch oder religiös/weltanschaulich. Eine Ausklammerung christlicher und abendländischer Bildungs- und Kulturwerte aus dem Verbot der Bekundung durch Lehrer verstößt dabei jedoch gegen das Neutralitätsgebot des Staates. Es ist außerdem eine ausgesprochene Lex Islam, und damit unzulässig gegen eine bestimmte Religion gerichtet und gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit. Auch wenn der DFW  nicht mit allen Inhalten und Grundlehren des Islam einverstanden ist und diese nach gleichen Maßstäben wie andere religiöse oder weltanschauliche Positionen kritisiert, so darf doch unserer Meinung nach in Gesetzen weder negativ noch positiv eine spezifische Religion hervorgehoben werden."
Der DFW hatte auch betont, dass das Grundrecht auf Religions- und Glaubensfreiheit mit dem Recht der Eltern auf eigene religiöse und weltanschauliche Erziehung ihrer Kinder und dem Recht der Kinder auf eine neutrale Bildung in der Schule abzuwägen sei, was vor allem für den Grundschulbereich gelte.  
Hier muss der Gesetzgeber eine generelle für alle Religionen und Weltanschauungen gleichermaßen gültige Gesetzgebung erreichen.

Renate Bauer

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Ankündigung

der wissenschaftlichen Tagung der
Freien Akademie
vom 14. bis 17. Mai 2015 im „penta-hotel Berlin-Potsdam" in Teltow


Die
Freie Akademie wird ihre Tagung im Jahr 2015 zum Thema

"Die Evolution des Kosmos. Fakten - Vermutungen - Rätsel" durchführen.
Herr Prof. Dr. Dieter B. Herrmann, jeweils bis 2004 Direktor der Archenhold-Sternwarte Berlin sowie des Zeiss-Großplanetariums Berlin, hat dankenswerterweise die wissenschaftliche Tagungsleitung 2015 übernommen. Bitte merken Sie sich diesen Tagungstermin vor.
Weitere Informationen und das Programm werden auf der Homepage der
Freien Akademie veröffentlicht werden: www.freie-akademie-online.de
Anfragen können übermittelt werden an:
Freie Akademie e.V., 14612 Falkensee, Holbeinstr. 61.
E-Mail: praesident@freie-akademie-online.de

Dr. Volker Mueller
- Präsident -

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Humanistische Willkommenshilfen
für Geflüchtete und Asylsuchende

Seit Ende letzten Jahres hat im Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. (HFH) die Arbeitsgruppe Humanistische Flüchtlingshilfe im Havelland ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie beteiligt sich mit ihren Möglichkeiten und Aktivitäten an der humanitären und kulturellen Unterstützung von Geflüchteten aus Krisen- und Kriegsgebieten und von Asylsuchenden im Landkreis Havelland und verbindet sich mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen. Dabei wollen wir eine demokratische und freie Willkommenskultur, unabhängig von Alter, Herkunft und religiös-weltanschaulichen, sozialen und kulturellen Unterschieden, unterstützen.
Vor kurzem haben wir weitere konkrete Schritte beraten und verabredet, vor allem in den Orten Falkensee, Friesack und Nauen. Aber auch in den anderen Orten wie Brieselang und Wustermark sollte längerfristig Hilfe entwickelt werden.
Folgende Aktivitäten des HFH stehen in nächster Zeit im Vordergrund:
1. Wir unterbreiten kulturelle Angebote für Familien und Freizeit- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, um sich in unserem Land willkommen zu fühlen. Dabei ist es wichtig, integrativ angelegte Aktivitäten und Kulturveranstaltungen zu organisieren, an denen Deutsche und Nichtdeutsche gleichermaßen teilnehmen. Auch die Förderung der Integration in Sport- und Freizeitvereinen vor Ort ist bedeutsam.
2. Wir entwickeln eine Börse zur Vermittlung und Unterstützung von persönlichen Patenschaften für ausländische Familien. Diese ehrenamtlichen Patenschaften wollen wir angemessen coachen sowie Aufklärung zu kulturellen, sozialen und politischen Hintergründen und Dolmetscherhilfen ermöglichen.
3. Durch ehrenamtlich tätige Havelländerinnen und Havelländer vermitteln wir gern eine Begleitung und Beratung von einzelnen rat- und hilfesuchenden Personen, sei es bei gesundheitlichen, sozialen oder persönlichen Fragen. Soziale und materielle Hilfen z.B. durch Suppenküche, Kleiderkammer und Tafel können wir koordinieren.
4. Wir wollen uns mit anderen Willkommensinitiativen im Havelland vernetzen und konkret zusammenarbeiten.
Wer in der offenen Arbeitsgruppe des HFH mitwirken möchte, kann sich gern melden beim:
Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V., 14641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42.
Tel.: 03321-450746. E-Mail: freidenker-havelland@web.de

Dr. Volker Mueller

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LU bunt statt braun – keine Rassisten in Ludwigshafen

Für die Hooligans war ihre Demo am 8. Februar kein Erfolg, aber für die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz bedeutete ihre Teilnahme an der Gegenkundgebung unter obigem Motto einen gelungenen Tag.  
Der Infostand bei der Kundgebung auf dem Ludwigshafener Theaterplatz zog viele auch zur Unterschrift unter die Petition zur Abschaffung des § 166 an. In ihrem Grußwort wies Landessprecherin Renate Bauer auf die Vielfalt innerhalb des freigeistigen Spektrums hin, wo es schon bunt zugehe, und lud die Anwesenden in die Wärmestube ins nahegelegene Johannes-Ronge-Haus ein. Dies wurde so rege in Anspruch genommen, dass zeitweise kein Sitzplatz mehr zu finden war. 300 Tassen Tee und 120 Tassen Kaffee wärmten viele wieder auf. Der wandernde Singkreis zog anschließend zu weiteren Kundgebungsplätzen und fand dabei Zulauf und Mitsingende. Beim Rundgang zu Erinnerungsorten an freireligiöse Personen in Ludwigshafen und zu Stolpersteinen für Opfer des Naziregimes erläuterte Renate Bauer interessierten Menschen die Geschicke jener Menschen, die vor über 70 Jahren braunen Terror erlebten.

Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz

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Anmeldungen zur Namensfeier am 11. April 2015

Welche Familie aus dem Osthavelland möchte mit ihrem Kind an einer humanistischen Namensfeier teilnehmen? Es besteht die Möglichkeit, eine würdige Namensgebung in Falkensee zu feiern.
Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. führt für Kinder, deren Eltern es wünschen, eine offizielle Feierstunde zum Lebensbeginn des jungen Erdenbürgers durch. Die Tochter oder der Sohn werden damit in ihrem bzw. seinem Lebenskreis als neuer Teil der Familie festlich begrüßt. Im Beisein von Familienangehörigen, Paten und Freunden werden das Kind und sein Name im Sinne weltlicher Festkultur gefeiert.
Die Feierstunde zur Namensgebung findet am Sonnabend, dem 11. April 2015, um 14.00 Uhr, in Falkensee statt.
Falls Sie Fragen haben oder sich für die Namensfeier anmelden möchten, wenden Sie sich bitte an:  
Humanistischer Freidenkerbund Havelland,
14641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42, Tel.:  03321-450746.

Dr. V. Mueller
Vorsitzender

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Religionspolitischer Kongress - Im Namen der Freiheit: Religion, Staat und Gesellschaft im Konflikt?

Zum „Religionspolitischen Kongress" hatten Bündnis90/Die Grünen im Januar 2015 nach Düsseldorf eingeladen. Damit stellen sie sich als eine der ersten in der Parteienlandschaft der öffentlichen Diskussion zu einem brisanten Thema. Dorothee Jantz, Wolfgang Jantz und Kerstin Salerno nahmen vor Ort teil und verfolgten die Diskussionen mit Interesse.
Obwohl sich in die Fragen und Diskussionen sehr viele partei-internen Belange mischten, wurde auf diesem Kongress deutlich, wie groß die Erwartungshaltungen der einzelnen Weltanschauungsgruppen an den deutschen Staat sind. Das weltweit einzigartige deutsche Kooperationsmodell, das Religionsfreiheit garantiert und gleichzeitig Privilegien erteilt, wird vom Eröffnungsredner Prof. Dr. Micha Brumlik, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt und bekennender Jude, grundsätzlich begrüßt. Aus seiner Sicht bildet dieses Modell insbesondere im Bereich der Bildung einen wirksamen Schutz vor religiösem Fundamentalismus. Die staatliche Ausbildung von Theologen erschwere Isolation und Selbstausgrenzung, wie sie in den U.S.A. mit z.T. extremen Ausprägungen vorkomme. Brumlik sowie auch Aiman A. Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, können sich kein laizistisches Deutschland vorstellen. Mehrfach weisen sie darauf hin, dass es derzeit im Bundesrat für eine Verfassungsänderung hin zur Laizität keine erforderliche Dreiviertel-Mehrheit gäbe. Bettina Jarasch, Mitglied des Bundesvorstands und Berliner Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und Leiterin der Grünen Kommission „Weltanschauungen, Religionsgemeinschaften und Staat", steht ebenfalls zum kooperativen Modell, mahnt allerdings dringend Reformen an, um der wachsenden Pluralität unserer Gesellschaft Rechnung zu tragen.
Der mutige Ansatz von Bündnis90/Die Grünen, dieses aktuelle, sogar akute Thema öffentlich zu diskutieren, täuscht nicht darüber hinweg, dass sich auch in Deutschland die „Staatsreligion", kurz: Kirche, zunehmend verfestigt. Das spiegelt sich auch in den steigenden finanziellen Einnahmen wieder, trotz quantitativ minimierter Mitgliederzahlen auf z.T. unter 50 % der Bevölkerung.
Angesichts dieser Entwicklung zeigt es sich, dass der Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.) zunehmend an Bedeutung gewinnt. Um den Stand der „Religionsfreiheit" für Deutschland zu erhalten, rückt diese Gesellschaftsform in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Für die Politik heißt das, dass Körperschaften des öffentlichen Rechts eine Stimme haben und mit ihren Ansichten ernst genommen werden.

Wolfgang Jantz und Volker Beck, MdB.

Volker Beck, MdB, Religionspolitischer Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion, und Sylvia Löhrmann, stellv. NRW-Ministerpräsidentin und NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung.

Sigrid Beer, MdL NRW, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Schulpolitik der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW, eröffnet den Religionspolitischen Kongress unter einer repräsentativen Auswahl religiöser und weltanschaulicher Symbole.

Weltanschauungsgemeinschaften, die „nur" als e.V. organisiert sind, werden in den Hintergrund geraten. Für die Deutschen Unitarier heißt das, dass wir uns weiterhin um die Anerkennung als K.d.ö.R. bemühen sollten.


Kurzübersicht Verhältnis Staat und Religion
Regelung in Deutschland: Kooperationsmodell
Der Artikel 4 des Grundgesetzes (Art. 4 GG) garantiert die Religionsfreiheit in Deutschland. Religiöse und weltanschauliche Bekenntnisse sowie die Freiheit des Gewissens sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Die Artikel 136-139 und 141 (sogenannte Kirchenartikel) der Weimarer Reichsverfassung von 1919 haben als Artikel 140 des Grundgesetzes Verfassungsrang und sichern der katholischen und der protestantischen Kirche Staatsleistungen zu, die insbesondere in den Bereichen Steuerrecht, Arbeitsrecht und Bildung ihre Ausprägungen finden.
Regelungen in Frankreich und U.S.A.: Laizität
Die hier geltende Laizität trennt strikt zwischen Kirche und Staat bei gleichzeitigem Respekt und Gleichbehandlung unterschiedlicher Weltanschauungen. Religion ist Privatsache.
Regelung in der Türkei: Laizität
Von Mustafa Kemal Atatürk eingeführte Laizität.

Text und Fotos: Kerstin Salerno

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Erfolg im Engagement zur Abschaffung des Gotteslästerungsparagraphen:
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) ist als deutscher Koalitionspartner an der weltweiten Kampagne "End Blasphemy Laws" beteiligt

Die Erklärung, die DFW-Präsidentin Renate Bauer zum Thema § 166 StGB endlich streichen! verfasst hat (siehe unten), hat international Aufmerksamkeit gefunden. Die weltweite Kampagne "End Blasphemy Laws" (Stoppt die Blasphemie-Gesetze) wird u.a. von der IHEU, der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, bei der wir Mitglied sind, unterstützt. Für diese Kampagne gegen die Gotteslästerungsparagraphen, die es immer noch fast überall auf der Welt gibt, wurden wir als bisher einzige deutsche Organisation als Koalitionspartner mit ins Boot geholt. Zu sehen auf der offiziellen Webseite der "End Blasphemy Laws"-Kampagne über diesen Link:


http://end-blasphemy-laws.org/about/partners/

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§ 166 StGB endlich streichen!

Wiederholt, zuletzt 2013 forderte der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) die ersatzlose Streichung des Blasphemie-Paragraphen aus dem deutschen Strafgesetzbuch, nachdem die neuen EU-Richtlinien für internationale Beziehungen den Schutz von Religions-, Glaubens-, Kunst- und Meinungsfreiheit und nicht zuletzt eine Entkriminalisierung der Blasphemie bei der Gestaltung internationaler Politik zugrunde legen.
Die Attentate in Frankreich zeigen, wie wichtig auch in Europa selbst eine Beseitigung aller Gesetze ist, die Blasphemie unter Strafe stellen. Viele Kommentatoren sehen in dem bestehenden Paragraphen eine Möglichkeit für Einzelne, gegen alle als beleidigend empfundenen Darstellungen in Kunst und Medien zur Gewalt aufzurufen und damit erst recht den öffentlichen Frieden zu stören. Daher schützt der Paragraph eher die Intoleranten als den Frieden und die Freiheit aller.

Um nach innen und nach außen ein Zeichen zu setzen und glaubwürdig für Meinungs- und Religionsfreiheit einzutreten, ist es jetzt dringend geboten, § 166 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen.
Der DFW fordert daher alle seine Mitgliedsorganisationen und einzelnen Mitglieder auf, ihren Bundestagsabgeordneten entsprechende Stellungnahmen zuzusenden, und ruft auf, die von Michael Schmidt-Salomon eingereichte Petition mit zu unterzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2015/_01/_08/Petition_56759.html.

Renate Bauer
Präsidentin

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Kommentar zum Urteil des Bundesverfassungsgericht: Kündigung Arzt nach 2. Eheschließung (2 BvR 661/12)
Urteil benachteiligt Staatsbürger

Die Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens – kritisieren das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 20. November 2014, das die Entlassung eines Arztes, der als Angestellter eines katholischen Krankenhauses eine zweite Ehe eingegangen ist, für rechtmäßig erklärt. Unter dem Stichwort „Selbstbestimmungsrecht der Kirche" werden die Grundrechte der Staatsbürger umgangen.
„Dieses Urteil schwächt das Vertrauen der Bürger in die staatliche Justiz und trägt zur allgemeinen Verunsicherung bei", so Prof. Dr. Karsten Urban, Vorstandsmitglied der Unitarier in Deutschland. „Es ist höchste Zeit, die Gesetzgebung in den Punkten der kirchlichen Selbstbestimmung nach rechtsstaatlichen Gesichtspunkten zu überarbeiten."
In dem Urteil aus Karlsruhe sehen die Unitarier die Schutzpflichten des Staates gegenüber den Arbeitnehmern verletzt (Art. 12 Abs. 1 GG). Das Selbstbestimmungsrecht von Religionsgemeinschaften muss das Recht auf Menschenwürde respektieren. Eine Verletzung der Rechte der Staatsbürgerschaft im Namen einer Glaubensrichtung oder einer anderen Vereinigung ist generell nicht hinnehmbar.
Die Unitarier sind eine weltweit vertretene Religionsgemeinschaft freien Glaubens, die sich als unabhängig von dogmatischen Zwängen und unumstößlichen Lehrmeinungen sieht. Es gibt gemeinsame Grundvorstellungen, wie die Achtung vor dem Leben, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und die Erfahrung religiöser Gefühle, die in den unitarischen Grundgedanken zum Ausdruck gebracht werden. So ist das Thema des 29. Unitariertags im Mai 2015 „Spuren lesen – Wege bahnen" als zentrale Motivation unitarischer Religion zu sehen, die unter respektvoller Beachtung bestehender Strukturen auch bereit ist, neue Wege zu erkunden und gangbar zu machen.

Mehr Infos auf www.unitarier.de

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: 02955/74 63 910
mobil: 0151 52 96 75 97
kerstin.salerno@unitarier.de

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Der neue pfw ist da. Ausgabe 6/2014 hier.

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29. Unitariertag in Worms
Spuren lesen – Wege bahnen

29. Unitariertag in Worms, Foto: Gabriele Berger

Worms. Vom 22.-25.Mai 2015 treffen sich unter diesem Motto Freunde freier Religion aus Deutschland, Europa und dem Rest der Welt zum Unitariertag 2015 im Wormser Parkhotel „Prinz Carl" – um zu feiern, zu diskutieren, zu musizieren und Gemeinschaft zu erleben. Das diesährige Motto „Spuren lesen – Wege bahnen" lädt ein, sich mit den Spuren der bisherigen unitarisch-freireligiösen Entwicklung zu beschäftigen, freie Religion aktiv zu leben und gemeinsam neue Wege zu religiöser Eigenständigkeit zu entwerfen.
Seit 1959 richten die Deutschen Unitarier alle zwei Jahre ein überregionales Treffen an wechselnden Orten in Deutschland aus. Der 29. Unitariertag kehrt zu den Wurzeln der unitarisch-freiprotestantischen Bewegung in Deutschland zurück. 1876 wurde die Religionsgemeinschaft Freier Protestanten in Alzey gegründet. In Worms ist die Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft e.V. seit 1950 unter diesem Namen ins Vereinsregister eingetragen.

Traditionell startet der Unitariertag mit einer öffentlichen Morgenfeier, zu der auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist – diesmal am Samstag, den 23. Mai 2015, um 10.00 Uhr im Parkhotel „Prinz Carl". Das Präsidium, der Bundesvorstand und der Geistige Rat begrüßen die Gäste und Teilnehmer mit einer feierlichen Ansprache. Die Morgenfeier am Sonntag wird Gunde Hartmann halten, langjährige Präsidentin der Deutschen Unitarier und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Sie ist eine unermüdliche Mahnerin und führt mit einfachen und doch eindringlichen Worten die Quintessenz des Lebens vor Augen. „Das Eintreten für die richtige Sache und Unterstützung zu leisten, ist Quelle einer großen persönlichen Befriedigung", so Gunde Hartmann. Ihr Leben ist geprägt vom Einsatz für eine freiheitliche Gesellschaft.
Die Unitarier sind eine weltweit vertretene Religionsgemeinschaft freien Glaubens, die sich als unabhängig von dogmatischen Zwängen und unumstößlichen Lehrmeinungen sieht. Es gibt gemeinsame Grundvorstellungen, wie die Achtung vor dem Leben, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und die Erfahrung religiöser Gefühle, die in den unitarischen Grundgedanken zum Ausdruck gebracht werden.


Dr. Jörg Last. Leiter des Organisationsteams des 29. Unitariertages in Worms

So ist das Thema des aktuellen 29. Unitariertags, „Spuren lesen – Wege bahnen", als zentrale Motivation unitarischer Religion zu sehen, die es ermöglicht, unter respektvoller Beachtung bestehender Strukturen neue Wege zu erkunden und gangbar zu machen.
Das Organisationsteam um Dr. Jörg Last hat für den 29. Unitariertag in Worms ein sehr anregendes Programm zusammengestellt, das das Interesse von Teilnehmern aller Altersklassen weckt und zum Mitmachen einlädt. Neben unterschiedlichen Arbeits- und Diskussionskreisen sind die Morgenfeier mit Gunde Hartmann am Sonntag, die Matinée am Montag und der Poetry-Slam die Highlights. Begleitend wird eine „Unitarier-Expo" stattfinden, eine Ausstellung, auf der sich befreundete Organisationen sowie unitarisch geprägte Wirtschafts präsentieren können. Das Rahmenprogramm bietet Exkursionen in und um Worms, einen Frühschoppen und einen Bunten Abend. Die Jugend übernachtet im angrenzenden Zeltlager und freut sich über viele altersgerechte Programmpunkte. Besucher und interessierte Gäste sind zur Eröffnungsfeier am Samstag herzlich willkommen.
Mehr Infos und Anmeldung auf www.unitarier.de

Kurzportrait der Deutschen Unitarier als Hintergrundinfo.


Kontakt für inhaltliche Fragen zu den Deutschen Unitariern:

Freya Bednarski-Stelling, Mitglied des Präsidiums
Tel.: 06172 / 7 52 17
Mail: freya.bednarski-stelling@unitarier.de

Frau Bednarski-Stelling steht für Interviews und Fragen zur Verfügung.

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: 02955 / 7 46 39 10
Mobil: 0151 52 96 75 97
Mail: kerstin.salerno@unitarier.de
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Wie wollen wir sterben? Selbstbestimmung auch am Lebensende?

Die Gesellschaft für Politische Bildung e.V. lädt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben DGHS und der Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderung der Stadt Würzburg vom 13. bis 14.06.2015 in die Akademie Frankenwarte Würzburg zum Seminar ein.
Zur Einladung geht es >>> hier ...

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Kooperation, die sich lohnt
Es ist bezeichnend, wie fruchtvoll manche Zusammenkünfte sein können, wenn sie gemeinsam ein Ziel verfolgen. Bereits seit mehreren Jahren besteht zwischen dem Humanistischen Freidenkerbund Havelland e.V. (HFH) und der Hans-Klakow-Oberschule Brieselang (HKOS) eine Kooperation in der Jugendarbeit. Insbesondere der Jugendclub „Millennium“ unter der Trägerschaft des HFH bietet für die Jugendlichen nach Schulschluss ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten. Darüber hinaus besuchten die Schüler/innen der HKOS in den vergangenen Jahren Theaterstücke, Streitschlichter/innenschulungen sowie Berufsvorbereitungs- und Bewerbungstrainings.
Auch in diesem Schuljahr 2014/15 wird diese Kooperation ausgebaut mit der Maßgabe, die Vernetzung zwischen Jugendhilfe und Schule zu stärken und ein bedarfsorientiertes Angebot zu offerieren. Daher möchten wir im Folgenden unsere IOS-Schulprojekte näher beschreiben.

Streitschlichter/innenschulung:
Konflikte gehören für die meisten von uns zum Alltag dazu. Der Umgang mit Konflikten fällt aber Alt wie Jung nicht immer leicht. Daher liegt es uns besonders am Herzen, unsere Schülerinnen und Schüler mit dem notwenigen Handwerkzeug auszustatten, um ihre Konflikte beilegen zu können. Aus diesem Grunde werden von November 2014 bis Mai 2015 Schülerinnen und Schüler der HKOS in einem dreistufigen Lehrgang zu diesem Thema aus- und weitergebildet. Inhalte ihrer Streitschlichter/innenausbildung sind unter anderem: Stärkung der Persönlichkeit, Konflikterkennung und -intervention, Durchführung von Schlichtungsgesprächen sowie der Umgang mit (Cyber-)Mobbing.

Berufsvorbereitungs- und Bewerbungstrainings:
Der Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung stellt häufig eine große Hürde für viele Schulabgänger/innen dar. Um Ängste zu überwinden und bestens für den Bewerbungsprozess vorbereitet zu sein, erhalten alle Neuntklässler/innen der HKOS ein einwöchiges intensives Training, das von sozialpädagogischen Fachleuten, Teamer/innen und Lehrkräften begleitet wird. Weiterhin werden Verbindungen zu regionalen Ausbildungsstätten hergestellt. Folgende Inhalte werden dabei vermittelt:
1.) Informationen über verschiedene Berufe und Berufsgruppen,
2.) Herausbildung der eigenen Berufs- und Ausbildungswünsche sowie Hilfe zur Berufsorientierung,
3.) Erarbeitung einer individuellen Bewerbungsmappe,
4.) Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch bzw. den Einstellungstest sowie
5.) Diskussionen zu den Kompetenzen sowie Reflexionen, Hinweise und Hilfestellungen.

Wir hoffen auch in diesem Schuljahr auf eine gelingende Zusammenarbeit, die die Schüler/innen dabei unterstützen wird, ihre personalen sowie sozialen Kompetenzen zu erweitern.

Daniel Franz (Schulleitung)
Dr. Volker Mueller (Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.)
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Neue Schrift der Freien Akademie erschienen


Der Band 33 der Schriftenreihe der FREIEN AKADEMIE mit dem Titel
Der Zusammenhang der Wissenschaften und Künste.
Diderot und die Aufklärung

liegt nun vor.
Eine intensive Beschäftigung mit den historischen und aktuellen Inhalten freien aufklärerischen Denkens und seinen gesellschaftlichen und weltanschaulichen Wirkungen steht nicht nur im Jahr der Aufklärung 2013 im Vordergrund. Anlass für das Buch war der 300. Geburtstag eines der schillerndsten und inspirierendsten Köpfe der europäischen Aufklärung: Denis Diderot (1713–1784), der freidenkende Philosoph, Wissenschaftler, Schriftsteller, Dramatiker und Enzyklopädist. Aus der Zeit der Aufklärung heraus entwickeln sich die Geistesfreiheit, säkularer Humanismus und Menschenrechte. ... weiterlesen ...

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Die OXFORD-Erklärung zu Gedanken- und Meinungsfreiheit

Vom 8. bis 10. August 2014 fand der Welt-Humanisten-Kongress in Oxford, England, statt und die Vollversammlung der IHEU verabschiedete die nachfolgende Erklärung zu Gedanken- und Meinungsfreiheit.
Weltweit und zu allen Zeiten waren und sind es die Gedankenfreiheit und die Meinungsfreiheit, die die wesentlichsten Bedingungen für die Weiterentwicklung der Menschheit schufen und schaffen, aber jede Generation muss sich neuen Herausforderungen an diese grundsätzlichen Freiheiten stellen. Angesichts dessen erklären wir:
Das Recht auf Gedanken- und Glaubensfreiheit ist einzig und allein das gleiche Recht für alle. Das im Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formulierte und vielerorts sorgfältig beachtete Menschenrecht ist
und sollte das unteilbare Recht des Einzelnen bleiben, das die Würde und die Freiheit aller Menschen schützt, indem es

Isabel Russo und Andrew Copson verlesen die endgültige Fassung der Oxforder Erklärung des Welt-Humanisten-Kongresses 2014

das Recht des individuellen Glaubens sichert, ganz gleich ob religiös oder nicht-religiös, so wie es der Artikel 7 der Erklärung zum Ausdruck bringt: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz."
Niemand darf – wo auch immer – zu einem bestimmten Glauben oder einem Glaubensverzicht gezwungen werden. Gedankenfreiheit bedeutet das Recht,
... hier weiterlesen
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DFW-Heft 29
Religiöse und weltanschauliche Herausforderungen -
Gefahren für den (sozialen) Frieden. Aufgaben der säkularen Verbände
Tagung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. vom 24. - 26. Januar 2014


Aus dem Inhalt:

Einleitung
Renate Bauer:
Haltungen des DFW zu den religiösen und weltanschaulichen Herausforderungen unserer Zeit
Dr. Thomas Goppel, MdL, Staatsminister a.D.: Politische Wege und Möglichkeiten in der Wahrung von Grundrechten

Ahmad Aweimer:
Die Sicht anderer Religionen zur Stärkung des sozialen Friedens
Ergebnisse der Arbeitsgruppen:
AG 1:
Religionsfreiheit und Werteunterricht
AG 2:
Feiertagsregelung
AG 3:
Humanes Sterben einschließlich offenem Brief an Gesundheitsminister Gröhe mit Erklärung zu Sterbehilfe
Horst Prem: Menschenrechte 1789 - UNO 1948 - ein Vergleich
Swaantje Schlittgen: Wieweit können Gesetze den sozialen Frieden fördern?

Hrsg.: Renate Bauer, 76 S., kart., ISBN 978-3-943624-19-9, € 7,90
Erhältlich beim Angelika Lenz Verlag oder im Buchhandel.

 
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