Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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Dringend Hilfe für Atheisten aus Bangladesch gesucht

BRÜGGEN. (DFW/HVD) Religiöser Fundamentalismus hat nicht immer den Tod von Menschen zur Folge. Vielmehr ist meist das Gegenteil der Fall. Die große Mehrheit Opfer überzogener Frömmigkeit bleibt am Leben. Tiefe Spuren hinterlässt fanatischer Glaube in der Existenz von Menschen hingegen fast immer. So auch bei Ahmed Nadir. Seit September 2013 befindet sich der 32-Jährige aus Bangladesch in einem Asylbewerberheim in Brüggen, nahe der niederländischen Grenze. In einer kleinen Unterkunft wartet Ahmed Nadir auf die Bewilligung seines Antrages, vorübergehend in Deutschland bleiben zu dürfen.

Denn zurück in sein Heimatland kann der frühere Unternehmer und Berater im IT-Bereich vorläufig nicht. „Als Atheist fürchte mich vor den Extremisten", erklärt Nadir. Und es gibt gute Gründe für diese Furcht. Denn Menschen ohne religiöse Überzeugungen sind in den vergangenen Monaten erneut wiederholt Opfer von gewalttätigen Angriffen aus der Bevölkerung und von Verfolgung durch die staatlichen Sicherheitskräfte geworden. Auch die Regierung des Landes unterstützt insbesondere die Unterdrückung islamkritischer Stimmen in der Gesellschaft. Ahmed Nadir ist eine, aber nicht die einzige.
Der 30-jährige Blogger Asif Mohiuddin musste ebenfalls vor der neuen Welle von Gewalt religiöser Fundamentalisten aus Bangladesch nach Deutschland fliehen. Ihm gelang die Ausreise im Frühjahr
mit Hilfe der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte, nachdem er im Januar 2013 von einem Mob fanatischer Gläubiger mit 53 Messerstichen lebensbedrohlich verletzt worden war. Nachdem zwei Monate später auf Grundlage des neu erlassenen Information and Communication Technology Act (ICT 2006/13) ein Strafverfahren wegen „Blasphemie und Rufschädigung der Regierung" gegen Mohiuddin eingeleitet wurde, drohen ihm bei einer Rückkehr bis zu sieben Jahren Gefängnis. Zudem hat die Regierung Bangladeschs ein Komitee von neun islamischen Geistlichen eingerichtet, das Internet-Blogger identifizieren soll, die sich auf Facebook oder in Blogs kritisch über den Islam oder den Propheten Mohammed äußern. Die Arbeit des Komitees besteht vor allem darin, Namenslisten von angeblichen Feinden des Islam zu veröffentlichen. Bislang werden knapp 100 Personen auf der Liste geführt, darunter auch die Namen von Asif Mohiuddin und Ahmed Nadir.

Zehntausende forderten Tod von atheistischen Autoren
Anders als bei Asif Mohiuddin blieb der Fall von Ahmed Nadir aber bislang von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet. Denn obwohl er wegen seiner kritischen Äußerungen gegenüber fundamentalistischen Gruppierungen und islamistischen Parteien ebenfalls Anfang 2013 von Extremisten überfallen worden war und erfahren musste, dass ein Freund unter den Hieben mit einer Machete starb, rechnete er nicht mit der Zuspitzung während der folgenden Monate.
Ahmed Nadir befand sich gerade auf einer Geschäftsreise in Schweden, als zahlreiche Medienberichte um die Welt gingen, welche
Demonstrationen zehntausender Gläubiger in Bangladesch zeigten, welche die Verschärfung der Strafgesetze gegen religionskritische Äußerungen  und den Tod am Galgen für atheistische Autoren forderten. Es waren die größten Demonstrationen, die es seit zwei Jahrzehnten im Land gegeben hatte. Kurze Zeit später brach ein Trupp Polizisten in Nadirs Wohnung ein und verwüstete alles. Der Überfall führte zum Schlaganfall bei seinem Vater, von dem sich dieser bis heute nicht erholt hat. Als bekannt wurde, dass Nadir von den Sicherheitsbehörden gesucht wird, kündigte der Vermieter seines Büros ihm den Vertrag. Seine Angestellten sagten sich ebenfalls schnell von ihm los, um nicht selbst in Schwierigkeiten zu geraten. Und auch seine Frau ließ ihn wenig später wissen, dass sie nicht bei ihm bleiben wolle. Nadir erkannte, dass eine Rückkehr in sein Heimatland zu gefährlich sein würde. Nachdem Ablauf seines Visums ging er mit Unterstützung der Humanisten in Schweden zurück nach Deutschland, wo er nach Europa eingereist war und stellte einen Antrag auf Asyl. Seitdem wartet er in nun dem abgelegenen Städtchen in Nordrhein-Westfalen auf die Bewilligung des Antrages und sucht eine neue Perspektive. „Meinen Sohn habe ich das letzte Mal im März 2013 gesehen", sagt Ahmed Nadir.
Theoretisch sind die Aussichten auf eine Bewilligung seines Asylantrages nicht schlecht. Atheistische Überzeugungen und die Abwendung vom islamischen Glauben sind in den vergangenen Jahren bereits als Asylgrund in mehreren europäischen Ländern anerkannt worden. Doch auf eine Anhörung durch das Bundesamt für Migration wartete Nadir bislang vergeblich. Und wie ein Sprecher von Pro Asyl auf Anfrage mitteilte, lag die Quote erfolgreicher Anträge für Asylsuchende aus Bangladesch im vergangenen Jahr bei 7,4 Prozent, deutlich niedriger als bei Anträgen von Menschen aus anderen Ländern.

Trostlose Lage auch in Nordrhein-Westfalen

Zu der zermürbenden Ungewissheit über die eigene Zukunft kommt die Isolation im Asylbewerberheim selbst. Denn Kontakt zur Außenwelt oder zu Menschen mit ähnlichen Überzeugungen gibt es fast keinen, auch die Mehrheit der Heimbewohner steht Menschen mit atheistischen Haltungen eher skeptisch bis ablehnend gegenüber. Verschärft wird die psychische Belastung durch Isolation und Ungewissheit schlechte hygienische und sanitäre Verhältnisse, da viele Heimbewohner keine große Erfahrung damit besitzen. Es gibt auch keinen Internetzugang im Heim. Nadir: „Ständig kommen katholische Gruppen oder Leute von Jehovas Zeugen vorbei und versuchen, uns zu bekehren. Die Zeugen sind besonders aggressiv und anstrengend."
Um dem gestrandeten Atheisten aus Bangladesch in seiner aussichtlosen Lage zu helfen, hat nun Renate Bauer, Präsidentin des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaft, dazu aufgerufen, Ahmed Nadir zu unterstützen. „Mit schon geringem Aufwand lässt sich etwas dafür tun, dass seine Situation erträglicher wird", betont Bauer, die mit ihm seit seiner Ankunft in Deutschland in Kontakt steht. Bereits kleine Spendenbeträge oder das Angebot, ihm für einige Tage eine Unterkunft in einer größeren Stadt in Nordrhein-Westfalen zu bieten, können für Ahmed Nadir einen ersten Ausweg aus der trostlosen Situation schaffen. „Ich bin fest überzeugt, dass es ein wichtiges Zeichen der Hoffnung auch für andere Atheisten in Bangladesch setzen kann, wenn wir ihn hier in seiner schwierigen Lage nicht alleine lassen." Renate Bauer kündigte außerdem an, ihn zusammen mit dem Humanistischen Verband Deutschlands in den nächsten Wochen bei dem Asylbewilligungsverfahren zu unterstützen.
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Sie können helfen
Fahrkarten, Internetzugang, Bücher für Deutschunterricht, Eintrittsgeld für einen Museums- oder Kinobesuch, eine Mahlzeit auswärts: es gibt viele Dinge, die dabei helfen, dass der Alltag für Ahmed Nadir als Asylbewerber in Nordrhein-Westfalen erträglicher wird. Wenn Sie ihn ebenfalls unterstützen möchten, können Sie das mit einer Spende tun. Überweisen Sie einen Betrag Ihrer Wahl mit dem Stichwort „Asyl" an Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften, Bank für Sozialwirtschaft, IBAN DE64 1002 0500 0003 3974 00, BIC BFSWDE33BER.
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Ahmed Nadir selbst hofft, in einigen Jahren wieder in sein Heimatland zurückkehren zu können. Deswegen habe er auch vorerst aufgehört, kritische Beiträge gegen die regierenden Gruppierungen in Bangladesch zu veröffentlichen. Denn schon jetzt hat der Einfluss fundamentalistischer Kräfte tiefe Spuren in seinem Leben hinterlassen. „Ich möchte vermeiden, ein lebenslanges Einreiseverbot zu erhalten, wie Taslima Nasreen. Ich glaube, ich kann mehr für die Menschen in Bangladesch tun, wenn ich mich dort wieder aufhalten kann." Sein Ziel ist es, dass die Gesellschaft in Bangladesch in Zukunft toleranter und säkularer als heute wird und die Minderheit nichtreligiöser Menschen damit beginnt, sich gegen ihre Unterdrückung zu organisieren und zu Wehr zu setzen. Bis zu seiner Rückkehr hofft er, Arbeit in einem Integrationsprojekt in Deutschland zu finden. Denn in seiner bisherigen Zeit in der Bundesrepublik hat Ahmed Nadir festgestellt, dass es an kulturellen Brückenbauern zwischen Einwanderern aus Ländern wie Bangladesch und der im Vergleich sehr säkularen deutschen Gesellschaft noch stark mangelt. Gerade als Person mit einer atheistischen Weltanschauung sieht er sich hier in einer idealen Situation. Doch zunächst muss er dafür Asyl erhalten. Und endlich einen Weg finden, nicht mehr wie in den vergangenen Monaten in dem Heim in Brüggen gefangen zu sein. Nadir: „Dort zu leben, bedeutet, sich selbst und den eigenen Verstand zu verlieren."

Arik Platzek

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Der neue pfw ist da. Ausgabe 3/2014 hier.

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Es ist wieder soweit:
Jugendgruppe aus Indien im Havelland zu Gast

Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. führt seinen Deutsch-Indischen Jugendaustausch fort und hat vom 14.08. bis 28.08.2014 eine achtköpfige Jugendgruppe mit Betreuern aus dem Atheist Centre in Vijayawada/ Andhra Pradesh zu Gast. Die jungen Inderinnen und Inder sind in deutschen Gastfamilien untergebracht.
Auf dem Programm stehen viele Begegnungen und Erlebnisse: geplant sind u.a. der Besuch geschichtsträchtiger Orte in Berlin und Brandenburg (u.a. Gedenkstätte KZ Sachsenhausen, Holocaust-Mahnmal), der Besuch von Sozial-, Jugend- und Bildungseinrichtungen und Schulen (u.a. Käthe-Kollwitz-Grundschule Nauen, Goethe-Gymnasium Nauen, Heinz-Sielmann Oberschule Elstal) und Interaktionen mit deutschen Jugendlichen, u.a. in den Jugendklubs Brieselang und Wustermark.
Den inhaltlichen Schwerpunkt dieser außerschulisch organisierten Begegnung bildet das Thema „Jugend im 21. Jahrhundert – Bildung und berufliche Perspektiven im Wandel und Freizeitverhalten junger Menschen“. Dazu zählen unter anderem das Kennenlernen der Bildungssysteme beider Länder (Schul- und universitäre Bildung, Berufsausbildung), der Austausch zu Lernmotivation, Berufsorientierung und Möglichkeiten der Berufsbildung bzw. Studiums in anderen Ländern, sozialer Absicherung, Freizeitverhalten von Jugendlichen sowie geschlechtsspezifischen Rollenverständnissen.
Als Einstimmung auf das Thema werden gemeinsam verschiedene Bildungseinrichtungen (KITA Borstel – Modell frühkindlicher Bildung, „Theodor Fliedner“ Werkstatt Nauen, Universität Potsdam) und Projekte (u.a. Jugendhof Berge – stationäre Einrichtung für „gestrauchelte Jugendliche“; berufliche Qualifizierung; Fazenda „Gut Neuhof“) besucht.
Daran schließt sich vom 21.08. – 24.08.2014 ein Workshop an. Thematisch wird es dabei um Bildung, Berufsausbildung und berufliche Perspektiven junger Menschen weltweit gehen. Dabei werden u.a. Möglichkeiten zwischen Schule und Beruf (soziales Jahr, Work and Travel), Fachkräfteaustausch, Bildungsqualitäten und weltweite Anerkennung von Abschlüssen, soziale Absicherung und Nicht-Diskriminierung thematisiert. Den Abschluss des Workshops bildet eine öffentliche Präsentation am 24.08.2014, von 14:00 bis 16:00 Uhr, im KiEZ Bollmannsruh, zu der alle Interessenten eingeladen sind.
Die Ergebnisse und die erstellten Materialien des Workshops werden aufbereitet und anschließend Jugendeinrichtungen für die außerschulische Jugendbildung zur Verfügung gestellt. Natürlich werden wir uns auch mit der sozialen und kulturellen Situation in Südindien und in Europa vertraut machen. Verschiedene Treffen und Interaktionen zwischen den indischen und den deutschen Jugendlichen runden die Jugendbegegnung ab.
Insgesamt dient der humanistische Jugendaustausch dem Kennenlernen verschiedener Kulturen, einem besseren Verstehen der anderen Lebenssituationen sowie einem toleranten humanistischen Miteinander der jungen Menschen. Die Gleichwertigkeit aller Menschen, egal woher sie kommen und welche Hautfarbe sie haben, ist für uns selbstverständlich und wird durch das tägliche Zusammensein gelebt. Visionen und Vorstellungen von der Zukunft der Einen Welt, in der wir leben, werden im Vordergrund stehen. Die Freundschaft und die Offenheit der indischen Menschen haben wir seit dem Beginn unseres Jugendaustausches im Jahr 1996 mehrmals erleben dürfen.
Junge Interessenten können sich gern über unser Austauschprogramm bei uns informieren (Tel.: 03321/ 450746, freidenker-havelland@web.de) und an Aktivitäten - z.B. dem Workshop - teilnehmen. Anmeldungen sind noch möglich. Es sind noch einige wenige Plätze frei.
Der Jugendaustausch wird u.a. durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes, den Landkreis Havelland und die Kreuzberger Kinder- und Jugendstiftung finanziell unterstützt.

A. Seibt/ Dr. V. Mueller
Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.

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Wir möchten Sie auf ein Interview in "diesseits" hinweisen.
Renate Bauer und Helga Lewandowsky waren mit Ahmed Nadir in Kontakt und versuchten aus der Entfernung, ihm zu helfen und Kontakte zu anderen in NRW aufzubauen, was nun auch endlich glückte. Der DFW unterstützt den Spendenaufruf. Hier der Artikel:

„Die meisten Menschen mögen keine Flüchtlinge“

Ahmed Nadir hat seine Firma und seine Frau verloren – und vielleicht auch die Chance, jemals seinen Sohn wiederzusehen. Von der Öffentlichkeit fast unbeachtet, fristet der 32-Jährige Atheist aus Bangladesch seit beinahe einem Jahr sein Leben in einem Asylbewerberheim. Alles, bloß weil er es gewagt hatte, Kritik an fundamentalistischen Gruppierungen zu üben. Seit dem vergangenen Oktober muss sich Ahmed Nadir in einem Heim in Nordrhein-Westfalen aufhalten. Er wartet bislang vergeblich darauf, dass das Bundesamt für Migration ihm gestattet, in Deutschland zu bleiben. Zum ersten Mal seit Monaten konnte er nun in der vergangenen Woche dem tristen Alltag entfliehen und einige Tage in Berlin verbringen.
Interview von "diesseits" mit Ahmed Nadir.

diesseits: Du wartest hier seit dem vergangenem Jahr auf Asyl. Wie ist es dazu gekommen?
Ahmed Nadir:
Als Atheist fürchte mich vor den Extremisten. Im Februar 2013 wurde ich das erste Mal von ihnen überfallen, doch damals konnte ich dem Angriff glücklicherweise entkommen. Als ich einige Wochen später auf einer Geschäftsreise in Schweden war, kam es zu einer neuen Reihe von Überfällen auf Atheisten und nichtreligiöse Menschen in Bangladesch. Zur gleichen Zeit stürmte eine Gruppe von Polizisten meine Wohnung. Mein Vater erlitt dabei einen Schlaganfall und nach dem Bekanntwerden dieser Probleme kündigte mir der Vermieter meines Büros den Vertrag. Ich hatte deshalb die Befürchtung, bei einer Rückkehr ebenso wie andere Atheisten in Bangladesch, inhaftiert zu werden und Gewalt ausgesetzt zu sein. Nachdem mein Visum abgelaufen war, musste ich von Schweden nach Deutschland zurückkehren. Hier war ich in Europa eingereist, und habe dann also Asyl beantragt, um nicht abgeschoben zu werden. ... weiterlesen im Originalartikel
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Frauen und Handel
Herbstseminar der Frauen-Arbeitsgemeinschaft im BFGD
Die Frauen-AG im Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands lädt zum Seminar vom 2.-5. Oktober 2014 nach Erfurt ein.
Erfurt, am Knotenpunkt zweier berühmter Handelsstraßen gelegen und ehemaliges Zentrum des Waldhandels, ist unser Ziel im Herbst. Hier wollen wir erkunden, wie Frauen in den Handel eingebunden waren und welche Auswirkungen das auf ihr Leben hatte. ... >>> hier geht's zur Einladung ...
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BEKAS - besonders wertvoller Film bald auf DVD erhältlich

Nach dem Kinostart des rührenden Kinderfilms "BEKAS" kommt am 5. September 2014 die DVD in den Handel, ab dem 14. August bekommt man den Film beim DVD-Verleih.
Die DVD ist ab 5. September zu kaufen und als besonderes Extra gibt es die originale kurdische Sprachfassung und zusätzliches Bonusmaterial.

Hier geht es zum offiziellen Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=OZnGUy52D9Q&feature=youtu.be

Der Film BEKAS erzählt die Geschichte zweier Waisenkinder aus Kurdistan, die ihre Eltern im Golfkrieg verloren haben und sich  ein besseres Leben erträumen.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung hat den Film gerade mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet und die Kurzfilmversion von BEKAS gewann bereits einen Studenten-Oscar.

Kurdistan, Irak 1990: Die Brüder Zana (7) und Dana (10) leben als Waisenkinder auf den Straßen des von Saddam Hussein regierten Landes.

Als eines Tages „Superman“ im örtlichen Kino gezeigt wird, klettern die beiden auf ein Dach, um einen Blick auf den größten Helden aller Zeiten zu erhaschen.Von da an wird Amerika zur „Stadt ihrer Träume“ – einem magischen Ort, an dem sie unbedingt leben wollen. Doch um eine solche Reise zu wagen, braucht man Pässe und viel Geld. Die Situation scheint aussichtslos.
Schließlich machen sich Dana und Zana auf dem Rücken eines Esels namens „Michael Jackson“ mit einer Landkarte, einem wertlosen Medaillon, Brot und Wasser auf den Weg. Die staubige, triste Straße zur Grenze birgt jedoch Hindernisse und Gefahren, die die Beziehung der Brüder auf eine harte Probe stellt. Werden die beiden einen Weg über die strengbewachte Landesgrenze finden und ihren Traum verwirklichen können?
Der Autor und Regisseur Karzan Kader floh selbst als Sechsjähriger mit seiner Familie aus Kurdistan. Von den eigenen Erfahrungen inspiriert, wollte er mit BEKAS eine einzigartige Geschichte aus einem Land erzählen, in dem seit Jahren Krieg und Unruhen herrschen.
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„Es irrt der Mensch, solang er strebt" (J. W. Goethe: Faust)

Veranstaltung in der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R.

Gegen den Wahrheitsanspruch von Religionen und Ideologien wehren wir uns, nicht zuletzt aufgrund der Beobachtung, die sich in dem bekannten Zitat von Goethe ausdrückt: der Weg des Strebens ist von Irrtümern begleitet. Folgt daraus, dass der nicht mehr irrt, der nicht mehr strebt?
Es spricht Landessprecherin Renate Bauer.

Veranstalter:  Freireligiöse Gemeinde Frankenthal
Termin:   Mittwoch, 20. August 2014, 15.00 Uhr
Ort:    Frankenthal, Haus der Naturfreunde, Ziegelhofweg 6

Veranstalter:  Freireligiöse Immanuel-Kant-Gemeinde Neustadt
  + Freireligiöse Gemeinde Iggelbach
Termin:   Sonntag, 24. August 2014, 10.00 Uhr
Ort:    Neustadt, GDA-Wohnstift, Haardter Str. 6

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"Wo bleibt das Spiel des Lebens?"
Veranstaltung in der Freireligiösen Landesgemeinschaft Pfalz K.d.ö.R.
Spielen, spielen, spielen: Gerade konnten wir sie miterleben, die Spiele im Fußball. Überall wird gespielt: Festspiele hier und da, Spieltage für alle Altersgruppen. Aber spielen wir auch so, dass wir dabei leben? Oder ist Leben bei allem immer auch Spiel?

Es spricht Landessprecherin Renate Bauer.


Veranstalter:  Freireligiöse Immanuel-Kant-Gemeinde Neustadt

Termin:   Sonntag, 27. Juli 2014, 10.00 Uhr
Ort:    Neustadt, GDA-Wohnstift, Haardter Str. 6

Veranstalter:  Freireligiöse Gemeinde Iggelbach
Termin:   Sonntag, 27. Juli 2014, 15.00 Uhr
Ort:    Iggelbach, Gemeindepavillon (b. Haus Mühleck)

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Konfliktlösungen ohne Militäreinsätze vorantreiben!
Mit Sorge betrachten die Delegierten der 67. Landesversammlung der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz Überlegungen von Bundespräsident Gauck und Ministerin von der Leyen zur Ausweitung militärischer Einsätze der Bundeswehr bei Konflikten in anderen Ländern.
Anlässlich der Tatsache, dass vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg begann und vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg, eingedenk der letzten Erfahrungen mit militärischen Einsätzen in Konflikten in anderen Ländern, deren Erfolge mehr als zweifelhaft sind, mahnen die Delegierten, dass die Betonung militärischer Mittel in Konflikten mehr Nachteile bietet als Konflikte real und auf Dauer beendet. Sie fordern, dass verstärkt nach gewaltfreien Lösungswegen gesucht und schon vorhandene besser gefördert werden.
Wie Übersichten zeigen, sind gewaltfreie Wege, um Diktaturen und Willkürherrschaften in Richtung demokratischer und freiheitlicher Verhältnisse zu verändern, deutlich erfolgreicher als jeder Einsatz von Gewalt.
Vorstellbar ist die Ausweitung der Ausbildung weiterer Friedensfachkräfte, die verstärkte Unterstützung von gewaltfreien Menschenrechtsinitiativen in anderen Ländern, die weitere Forschung nach wirksamen gewaltfreien Lösungsmethoden und deren praktische Umsetzung. Auch die Beteiligung der Bundeswehr bei Blauhelmeinsätzen unter der Führung der Vereinten Nationen halten wir für denkbar, wobei jedoch andere Formen der Ausbildung der Beteiligten dazu vonnöten sind.
Auch eine Beendigung von Rüstungsexporten ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Friedensförderung. Uns ist bewusst, dass Konfliktlösungen ohne militärischen Einsatz langwierig sind und frustrierend sein können, bis weiteres Blutvergießen oder Unterdrückung beendet werden kann. Doch die Warnungen beider Weltkriege und nachfolgender lokal begrenzter Auseinandersetzungen zeigen, dass ausschließlich militärische Überlegungen Konflikte eher fördern als beenden.
Daher fordern die Delegierten die Regierung auf, sich intensiver um zivile und gewaltfreie Konfliktlösungswege zu bemühen, konsequent Menschenrechte zu fördern und oben genannte Forderungen in die Tat umzusetzen und erwarten vom Bundespräsidenten eine Unterstützung bei diesen Vorschlägen.

Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R.


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Seminar: Menschenrechte statt Extremismus II
3. - 5. Oktober 2014 in der Jugend- und Bildungsstätte Klingberg
Das Jugend- und Familienbildungswerk Klingberg e.V. lädt ein zum 2. Seminar über „Menschenrechte statt Extremismus“.
In Europa treten immer wieder Konflikte auf durch ethnische oder religiöse Unterschiede. Kein Land in Europa hat das Integrationsproblem gelöst. Überall gibt es Abspaltungstendenzen, die auch die EU als supranationale politische Gemeinschaft gefährden. Deshalb muss die Frage beantwortet werden, welche fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsschwerpunkte mit Orientierung an den Menschenrechten in Pausenhof und Klassenzimmer bis zur Beurteilung von Konflikten in Gesellschaft und Welt betont werden müssen, um ein friedliches Zusammenleben zu garantieren.
Wir sind Teil einer Weltrisikogesellschaft, die ein gemeinsames Problemverständnis entwickeln muss, um zu überleben. Welches sind die gemeinsamen Probleme der Menschheit? Was muss geändert werden? Behindert der Konfessionsunterricht an den Schulen die Integration? Was können wir von anderen Ländern lernen, die eine Willkommenskultur entwickelt haben? Wie kann der Migrationsdruck abgebaut werden? Diesen Fragestellungen wollen wir im Seminar "Menschenrechte statt Extremismus II" nachgehen, zu dem wir Sie herzlich einladen. Die Ergebnisse des ersten Seminars sind in der Klingberger-Reihe Nr. 8 („Menschenrechte statt Extremismus“, ISBN 978-3-943624-16-8) zusammengefasst.

Fr. 3. Okt.
18:00 Abendimbiss
19:00 Vorstellungsrunde
19:30 Peter Kriesel: Die Rolle der Menschenrechte bei der Bearbeitung globaler Probleme - Aussprache

Sa. 4. Okt.
08:00 Frühstück
09:00 Horst Prem: Laizität und Gewissensfreiheit in Quebec – eine Willkommenskultur - Aussprache
10:30 Kaffeepause
11:00 Dr. Volker Mueller: Frieden und Freiheit als Bestandteile einer ethisch begründeten Integration - Aussprache
12:30 Mittagessen
14:00 Eike Möller: Religion für alle – wie ist die Situation in Hamburg? Aussprache
15:30 Kaffeepause
16:00 Arbeitskreise zu den angesprochenen Themen
18:00 Abendessen
Abend zur freien Verfügung oder Lesung aus Klingberger Reihe Nr. 8 „Menschenrechte statt Extremismus“ und Originaltexten von Thomas Paine (Beispiel s.u.)

So. 5. Okt.
08:00 Frühstück
09:00 Olaf Christensen: Paines Zeitalter der Vernunft - ist das überholt? Aussprache
10:30 Kaffeepause
11:00 Zusammenfassung Initiativen zur Integration in den pluralen Gesellschaften Deutschlands und Europas
12:30 Mittagessen
13:30 Formulierung der EU-Initiative
14:30 Ende des Seminars

Referenten:
Peter Kriesel, Dipl.-Theol. und Dipl.-Pädagoge, stellvertr. Bundesvorsitzender des „Fachverband Ethik e.V.“ Brandenburg i. Bbg.
Horst Prem, Luft- und Raumfahrtingenieur, Vorsitzender des Trägervereins „Jugend- und Familienbildungswerk Klingberg e.V.“, Ottobrunn.
Dr. Volker Mueller, Philosoph, Vorsitzender „Humanistischer Freidenkerbund Brandenburg“, Falkensee.
Eike Möller, Stud.-Dir. i.R., Vorsitzender der Stiftung „unitates“, Hamburg.
Olaf Christensen, Jurist bei Lufthansa, Leiter des Referats „Jugendleiteunterricht“ der Unitarier, Hamburg.

Seminarort:
Jugend- und Bildungsstätte Klingberg, Fahrenkampsweg 7 23684 Scharbeutz, Tel. 04524–9388 Fax. 1483
E-mail: info@bildung-klingberg.de, Internet: www.bildung-klingberg.de

Tagungskosten:
Logis, Verpflegung u. Tagungsgebühr: 120,- €/Person im DZ, 140,- € im EZ, Tagesgäste: 20,- € inkl. Mittagessen, Anmeldung bitte bis spätestens 15.9.2014 z. Hd. Hauke Möllers oder E-Mail: info@bildung-klingberg.de

„Das Zeitalter der Vernunft“ von Thomas Paine
Part I: Seite 13/14
Wenn Objekte von Großartigkeit und Bewunderung Gegenstand unserer Betrachtungen sein sollen, dann frage ich, ob sie sich uns nicht ohnehin ständig zeigen?
Sehen wir nicht eine faire Evolution, die vorbereitet ist, uns Menschen aufzunehmen – eine Welt geschaffen, um sie zu nutzen und die uns nichts kostet?
Sind wir es denn, die die Sonne zum Scheinen bringen, die es regnen lassen und die Erde mit Reichtum füllen? Ob wir schlafen oder wach sind, diese riesige Maschinerie des Universums schreitet fort. Sind denn diese Erkenntnisse und die zukünftigen Geschenke für uns bedeutungslos? Können unsere existenziellen Gefühle nur Gegenstand von Tragik und Suizid sein? Oder ist die schillernde Überheblichkeit des Menschen so unduldsam geworden, dass nur noch Opfergaben für den Schöpfer die Antwort sein können.
Ich weiß, dass ich mit dieser schonungslosen Analyse viele Menschen in Angst und Schrecken versetze, aber es wäre eine zu große Würdigung ihrer Leichtgläubigkeit, diese Untersuchung zu unterlassen; die Zeiten und die Gegenstände der Analyse erfordern, die Probleme anzusprechen.
Kommentar: Für mich ist dies die kürzeste Form einer unitarischen Auffassung! Aus dieser Grundhaltung heraus hat Paine die Menschenrechte formuliert und in der Französischen Verfassung mit anderen Mitstreitern verankert. Wir sind als Mitglied der Weltrisikogesellschaft Teilhaber und Mitgestalter der Welt. Es ist verblüffend, mit welchem Realismus bis hin zum Erhalt unserer Mitwelt mit einer verträglichen Ökonomie diese Erkenntnis bei Paine 1794 ohne theologische Verbrämung schon vorgeahnt wird.

Horst Prem

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"Absolut indiskutabel"
Reaktion der DGHS wegen Säure-Attentat auf Vereinspräsidentin
(dgpd Berlin) Mit Entsetzen und Fassungslosigkeit reagiert die DGHS auf ein Buttersäure-Attentat auf die Vereinspräsidentin Elke Baezner. „Gewalt und Körperverletzung als Mittel der Auseinandersetzung sind absolut indiskutabel“, so Vizepräsident Adi Meister in einer ersten Stellungnahme. Bei einer Vortragsveranstaltung am gestrigen Mittwoch, 18. Juni 2014, in Frankfurt/Main hatte ein 44-jähriger Mann Elke Baezner und einen weiteren Referenten mit Buttersäure bespritzt, die er abgefüllt in einer Wasserflasche mitgebracht haben muss.
Frau Baezner wurde mit Augen- und Hautreizungen leicht verletzt, konnte aber die Uniklinik noch am selben Abend verlassen. Der Saal wurde nach dem Vorfall sofort geräumt, die weiteren 40 Teilnehmer blieben unverletzt. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Die DGHS geht von einem politisch motivierten Anschlag aus.
Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V. ist eine Bürgerrechtsbewegung und Menschenrechts- und Patientenschutzorganisation, die sich für die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts bis zum Lebensende und die Wahlfreiheit zwischen den unterschiedlichsten Formen der Sterbebegleitung und -hilfe einsetzt. In jüngster Zeit hatte sich die DGHS wiederholt zum ärztlich assistierten Suizid öffentlich geäußert, den sie als Möglichkeit des selbstbestimmten Sterbens ohne strafgesetzliche Einschränkungen gewahrt sehen möchte. Damit widerspricht sie einem aktuellen Gesetzesvorhaben der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
„Zu einem so sensiblen Thema wie der Sterbehilfe wird es wohl immer unterschiedliche Ansichten geben, aber Meinungsverschiedenheiten sind offen und ohne Anwendung von jeglicher Form von Gewalt auszutragen“,  sagt Vizepräsident Meister weiter. Da die DGHS sich in ihrem Eintreten für die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts bis zum Lebensende seit Jahrzehnten von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung getragen weiß, werde sie sich von einem solch feigen Anschlag in ihrer Arbeit nicht beirren lassen.

Wega Wetzel M.A.
DGHS-Pressesprecherin
E-Mail: wega.wetzel@dghs.de, www.dghs.de
Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e.V.

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Martin Schulz fordert die religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates, nicht das Verbot von Kirchen
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften unterstützt das Anliegen des Präsidenten des europäischen Parlamentes, Martin Schulz, den Raum des öffentlichen Lebens, das heißt:  staatliche Schulen, Gerichte, Parlamente und sonstige  Amtsräume weltanschaulich neutral zu gestalten.
Kritik an entsprechenden Äußerungen von Martin Schulz, er wolle Religionszeichen an Straßen  und Plätzen verbieten,  entbehren jeder Grundlage.  Denn niemand will Kirchen, Moscheen, Synagogen, Tempel und freigeistige Gemeindezentren aus den Kommunen verbannen, wie es ihm anscheinend unterstellt wird.
In einer pluralen Gesellschaft müssen alle Bürger und Bürgerinnen eines Staates die Gewissheit haben, dass ihre Anliegen bei öffentlichen Stellen weltanschaulich neutral behandelt werden  und die Erziehung ihrer Kinder in staatlichen Schulen ohne Indoktrination  im Sinne einer  bestimmten Religion oder Weltanschauung erfolgt. Das ist bis heute trotz gegenteiliger Urteile, etwa des Bundesverfassungsgerichtes, nicht gewährleistet. Auch öffentliche Veranstaltungen des Staates haben  diese weltanschauliche Neutralität aufzuweisen.

Renate Bauer

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Auf Darwins Spuren in London

In der letzten Osterferienwoche waren 27 Jugendliche und 24 Erwachsene mit der Freireligiösen Landesgemeinschaft Hessen unterwegs in London. Die Fahrt stand unter dem Motto des populärsten Begründers der Evolutionstheorie: Charles Darwin. Seine Theorie wurde von den Kirchen heftig bekämpft, stand sie doch im Widerspruch zu der Schöpfungsgeschichte der Bibel. Heute wird die Theorie von der Wissenschaft anerkannt und weiterentwickelt. Aber eine Gruppe Konservativer - besonders in den USA vertreten - versucht, mit viel Geld die biblische Geschichte als wissenschaftliche Wahrheit zu verkaufen.

Auch in der hessischen Landesregierung unter Ministerpräsident Koch wurde versucht, diese Bibelgeschichte als gleichwertige Weltdeutung in den Schulen wieder einzuführen. Die Bilder zeigen die Reisegruppe und die Darwin-Statue im Haupteingangsbereich des Londoner Naturhistorischen Museums. In einem 2008 eröffneten spektakulären Anbau, dem "Darwin-Centre" konnten die Teilnehmer unterhaltsam erleben, wie die Evolution aus einem Einzeller den Menschen machte.
Natürlich standen auch die großen Londoner Sehenswürdigkeiten auf dem Programm und Führungen im Tower und Westminster Abbey, der letzten Ruhestätte Darwins. Eine Gruppe "Harry-Potter-Fans" schaute in den 20 Meilen außerhalb Londons gelegenen Warner Bros. Studios hinter die Kulissen des Drehorts der Harry-Potter-Filme und durfte die Schauplätze der großen Zauberer betreten, die Requisiten bestaunen und erfahren mit welchen Tricks und Effekten ihre Lieblingsfilme entstanden.
Ein besonderes Highlight für Musicalliebhaber war der Besuch im Queen's Theatre, wo "Les Miserables" nach einer Romanvorlage von Victor Hugo gegeben wurde, denn dieses preisgekrönte Musical läuft nur noch in London. Die Teilnehmer konnten sich bei einem Filmabend in der Gemeinde Offenbach vorbereiten, wo die Musical-Verfilmung von 2012 Anfang April gezeigt wurde. Live in London boten dann die dramatischen Szenen auf den Barrikaden während des Juniaufstandes 1832 in Paris und die Geschichte um Elend, Liebe und Mitmenschlichkeit ein ergreifendes und unvergessliches Musikerlebnis.
Die Mischung aus Tradition und Moderne, das bunte London beeindruckte die Teilnehmer. London ist mehr als Sightseeing und Shopping - viele Erinnerungen an kleine und große Erlebnisse und an eine schöne Woche bleiben.

Freireligiöse Landesgemeinschaft Hessen
Rheinstr. 78, 65185 Wiesbaden, Internet:
www.freireligioese-hessen.de
Elke Suchanek, Tel. 0611-377715

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Offener Brief an die Ministerpräsidenten der Bundesländer:
Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften fordert eine angemessene Repräsentation der konfessionsfreien und säkular orientierten Bürger in Fernsehrat und Verwaltungsrat des ZDF
Sehr geehrte ...,
nachdem nun das Bundesverfassungsgericht  den bisherigen Staatsvertrag des ZDF mit den Bundesländern  hinsichtlich der Repräsentation der gesellschaftlichen Gruppierungen für verfassungswidrig erklärte, erwarten wir eine klare Berücksichtigung der gesellschaftlichen Veränderungen bei der Neuverteilung der Sitze.  Insbesondere rechnen wir damit, dass  sich der Wandel auf religiös-weltanschaulichem Gebiet auch in den Gremien widerspiegelt. Dazu gehört für uns unabdingbar eine Berücksichtigung der säkularen weltanschaulichen Organisationen. Mehr als ein Drittel der Bürger in Deutschland sind inzwischen konfessionsfrei  und werden  von den freigeistigen und humanistischen säkularen Organisationen im Land betreut.
Diese Veränderungen müssen nun auch in Gremien wie Fernseh- und Rundfunkräten ankommen. Wir sind gerne zu Gesprächen über mögliche Repräsentationen bereit.
Freundliche Grüße
Renate Bauer
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DFW hat Petition zum Humanen Sterben eingereicht

Wortlaut der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, ein Humanes Sterben zu ermöglichen.


Der DFW fordert
Strafrechtliche Sicherheit für Ärzte, die Patienten auf deren Wunsch bei einem Suizid begleiten. Für sie gilt es, eine gesetzliche Neuregelung unter Einbeziehung der bisherigen gerichtlichen Entscheidungen zu finden. Kein Verbot organisierter Sterbehilfe, aber klare gesetzliche Regelungen für eine achtungsvolle Beratung bei Suizidwunsch und Schutz der Menschen vor kommerzieller Ausbeutung.

Begründung
Der DFW fordert zur Ermöglichung eines Lebensendes in Würde und Selbstbestimmung:
1. Rechtliche Absicherung und finanzielle Unterstützung von Organisationen und Institutionen, die Menschen beim Sterben und in der Trauer begleiten, z.B. Hospize, Palliativstationen, ambulante Hospizhilfe und ambulante Palliativmedizin, Beratungsstellen für Menschen mit Suizidgedanken.
2. Strafrechtliche Sicherheit für Ärzte, die Patienten auf deren Wunsch bei einem Suizid begleiten. Für sie gilt es, eine gesetzliche Neuregelung unter Einbeziehung der bisherigen gerichtlichen Entscheidungen zu finden.
3. Kein Verbot organisierter Sterbehilfe, aber klare gesetzliche Regelungen für eine achtungsvolle Beratung bei Suizidwunsch und Schutz der Menschen vor kommerzieller Ausbeutung. Im Februar 2014 trugen wir diese Forderungen schon in einem Offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Gröhe vor. Schon 1994 verabschiedete der Dachverband eine Erklärung zum Humanen Sterben, die auf der neunten Fachtagung des Freigeistigen Lebenshilfswerkes erneut diskutiert und geändert wurde. Sie wird hier zitiert:

„Erklärung zum Humanen Sterben vom 4. 11. 1995, Bollmannsruh
Selbstbestimmung und Menschenwürde sind als Grundwerte menschlichen Lebens auch für den letzten Lebensabschnitt eines Menschen maßgeblich. Humanes Sterben muss mit diesen Grundwerten vereinbar sein. Es beginnt und endet mit Mitmenschlichkeit, die die Sterbebegleitung für den Betroffenen und Trauerbegleitung für die Hinterbliebenen einschließt. Sterbebegleitung sollte vorrangig innerhalb des familiären Rahmens und in geeigneten Einrichtungen mit entsprechend ausgebildetem Fachpersonal ermöglicht werden. Es gehört nicht zu den Pflichten eines Arztes, das Sterben zu verlängern.
Gemeinnützige Hilfsorganisationen, die sich auf diesem Sektor betätigen, bedürfen der besonderen staatlichen und privaten Unterstützung. Kommerzielle Interessen im Zusammenhang mit dem humanen Sterben werden abgelehnt. Eine gesetzliche Regelung des humanen Sterbens, das auch eine selbstbestimmte Beendigung des individuellen Lebens bedeuten kann, würde die nicht aktive Sterbehilfe aus der Grauzone der Illegalität herausführen.
Das Recht auf selbstbestimmten Freitod (Bilanzsuizid) eines mündigen Menschen wird respektiert. Diese Forderungen sind immer noch aktuell. Wir bitten darum, dass endlich gesetzliche Regelungen geschaffen werden, die bisherige Gerichtsentscheidungen aufgreifen und damit Menschen Klarheit und Sicherheit in der Achtung ihrer Selbstbestimmung erhalten.
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Initialzündung zur Entstehung der freigeistigen Organisationen
Volker Mueller: Johannes Ronge und die freireligiöse Bewegung
Historische Reihe des Angelika-Lenz-Verlages. Band 5. Neu-Isenburg 2013. 87 Seiten. 7,90 €. ISBN: 978-3-943624-12-0.


Johannes Ronge gilt zweifellos als ein bedeutender Denker des 19. Jahrhunderts und als einer der Begründer der freigeistig-humanistischen Bewegung und freireligiösen Gemeinden in Deutschland. Mit seinem „Offenen Sendschreiben an den Bischof von Trier" vom 1. Oktober 1844, Laurahütte,  mit  dem er die Ausstellung des Heiligen Rocks in Trier heftig kritisiert, fordert er eine neue Religiosität, die frei von kirchlicher Bevormundung und Dogmatik sein solle. Im Vormärz, der revolutionären Zeit der 40er Jahre in den deutschen Ländern, setzt sich Ronge für ein Land in Freiheit und Liebe ein, in dem die Menschenwürde gewahrt und der Glaube frei und ohne Zwang sei.

In dem vorgelegten Band 5 der Historischen Reihe des A. Lenz-Verlages werden das „Offene Sendschreiben an den Bischof von Trier" von Johannes Ronge und seine 1847 in Hamburg erschienene Schrift „Das Wesen der freien christlichen Kirche" wiedergegeben. Sie markieren Meilensteine in der Entwicklung der frühen freireligiösen Bewegung. Dieses Buch wird anlässlich des 200. Geburtstages von Johannes Ronge (16. Oktober 1813 - 25. Oktober 1887) von Volker Mueller herausgegeben und mit seinem Beitrag „Ronge und der Beginn der freireligiösen Bewegung in Deutschland" eingeleitet. Anliegen der Herausgabe dieses Buches ist die Wiedervorlage der zwei bedeutenden Texte von Johannes Ronge, der im vorrevolutionären Deutschland Wesentliches zur demokratischen Entwicklung und zur Entstehung der freireligiösen Gemeinden beiträgt und damit die Verbreitung und Vertiefung des freireligiös-humanistischen Gedankengutes fördert. Das Büchlein ist hier erhältlich: www.lenz-verlag.de

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DFW-Heft 28
Es bewegt sich doch?
Von der Aufklärung zu Ronge und dann – wie es weiter geht in Religion, Weltanschauung und Gesellschaft
Tagung der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz, K.d.ö.R., in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. am 21./22. September 2013


Aus dem Inhalt:

Lebenslauf Johannes Ronge
Dr. Volker Mueller:
Aufklärung und freies Denken zwischen Denis Diderot und Johannes Ronge
Dr. Eckhart Pilick: Johannes Ronge und die Aufklärung

Renate Bauer:
Ronges Themen: Was ist vergangen – was bleibt
Dr. Ulrich Nieß:
Eine nicht ganz einfache Verbindung: Johannes Ronge und Mannheim
Dipl.-Phil. Heinz Klos: Forschungsprojekt Johannes Ronge in Wroclaw

Renate Bauer:
Johannes Ronge – Werte und Ziele seines Wirkens

Hrsg.: Renate Bauer, 88 S., kart., ISBN 978-3-943624-14-4, € 9,90
Erhältlich beim Angelika Lenz Verlag oder im Buchhandel.

 
 
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