Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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Herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

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Der neue pfw ist da.
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"Wach auf Europa!" ist jetzt online:
Unterzeichne die Petition um die Demokratie in Ungarn zu schützen

Brüssel, 25. Januar 2016

Heute eröffnet die europäische Bürgerinitiative “Wach auf Europa!” ihre Online-Plattform, auf der ihre europaweite Petition unterzeichnet werden kann, mit der sie die europäischen Institutionen auffordert, standhaft gegen das autoritäre Programm des ungarischen Premierministers Viktor Orbán einzutreten.
Während die Europäische Kommission einige Aspekte der ungarischen Situation mittels einer legalistischen und technokratischen Vorgehensweise anging, scheut sie bisher vor einer starken politischen Aktion zurück gegen ein Handeln, das klar eine systematische Aushöhlung demokratischer Prinzipien und beständiger Verletzungen europäischer Werte und Menschenrechte durch die ungarische Regierung darstellt.
Die Bürger hinter “Wach auf Europa!” bedauern dies sehr und rufen jede/n Bürger/Bürgerin der EU, der die Meinung teilt, dass es in Europa keinen Raum für derartiges autoritäres Handeln gibt, auf, sich anzuschließen und die Petition zu unterzeichnen, mit der die Europäische Kommission gebeten wird, Maßnahmen gemäß Artikel 7 gegen die ungarische Regierung einzuleiten.
“Wenn man Ungarn erlaubt, sich so weit von den gemeinsamen Gründungswerten zu entfernen, ermutigt die EU andere Mitgliedsstaaten, die gleiche Richtung einzuschlagen. Die neuesten Entwicklungen in Polen zeigen das deutlich. Während wir die Tatsache sehr begrüßen, dass die EU letzte Woche eine Prüfung der Rechtsstaatlichkeit gegen Polen begonnen hat, wollen wir den gleichen Einsatz der europäischen Institutionen sehen, um die Rechtsstaatlichkeit in Ungarn ebenso zu schützen“, sagte Pierre Galand, Mitglied des Bürgerkommittees „Wach auf Europa!“
Die Online-Plattform, auf der die 1.000.000 Unterzeichnungen, die nötig sind, um die Petition einzureichen, gesammelt werden, ist bis November 2016 zugänglich.

Weitere Informationen:
www.act4democracy.eu
info@actfordemocracy.eu
www.facebook.com/WakeUpEuropeInitiative/
twitter.com/Act4Democracy

Anfragen der Presse an:
Pierre-Arnaud Perrouty
info@act4democracy.eu
+32 2 627 68 24

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Namensfeier am 19. März 2016 in Nauen

Eltern können ihre Kinder ab sofort wieder für eine humanistische Namensfeier beim Humanistischen Freidenkerbund Havelland anmelden. Junge Erdenbürger nehmen mit ihren Familien am 19. März 2016, in Nauen an einem kulturvollen Fest teil.
Der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. führt für die Kinder eine offizielle Feierstunde zum Lebensbeginn des jungen Erdenbürgers mit Musik und Rezitationen durch. Die Namensgebung wird in Rahmen einer kleinen Festansprache gewürdigt. Die Tochter oder der Sohn werden damit in ihrem beginnenden Leben als neuer Teil der Familie festlich begrüßt. Im Beisein von Familienangehörigen, Freunden und vor allem Paten werden das Kind und sein Name im Sinne weltlicher Festkultur gefeiert.
Wer Interesse hat, daran teilzunehmen, meldet sich bitte bei uns bis zum 10.02.2016 in Nauen, Karl-Thon-Straße 42, an.

Dr. Volker Mueller
Vorsitzender des
Humanistischen Freidenkerbundes Havelland

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Moderner Religionsunterricht gefordert
Große Sorge wegen antisemitischer Parolen

Es ist an der Zeit, an den Schulen einen modernen Religionsunterricht einzurichten, der alle Religionen und Weltanschauungen als gleichberechtigt darstellt und lehrt, die mit der Demokratie vereinbar sind. Auslöser für den Aufruf sind die Medienberichte über die antisemitische Hetze einer Muslimischen Gemeinde im Internet. Es besteht die große Sorge, dass ähnliche Äußerungen ihren Weg in den Islam-Unterricht an hessischen Schulen finden könnten.
„So sehr wir die zunehmende Vielfalt des religionskundlichen Unterricht an den Schulen in Hessen begrüßen, so sehr treibt uns die Befürchtung um, dass Objektivität und Toleranz der Religionen untereinander verloren gehen", konstatiert Wolfgang Jantz, Vorstandsmitglied der Unitarier, Landesgemeinde Hessen K.d.ö.R. Die Medienberichte der letzten Tage über antisemitische Parolen und türkische Koranzitate auf der Internetseite einer muslimischen Gemeinde in Hessen lassen die auf Toleranz und Zusammenleben ausgerichtete Religionsgemeinschaft freien Glaubens aufhorchen. Es wird die Besorgnis geäußert, dass antisemitische Inhalte auch im Islam-Unterricht an Hessens Schulen verbreitet würden. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob der Staat ausreichende Möglichkeiten hat, die mit dem Unterricht beauftragten Gemeinschaften zu überprüfen. Die Politik ist  gefordert, diskriminierende Botschaften von vorn herein zu unterbinden.
Jantz tritt ein für einen modernen Religionsunterricht im Sinne einer Religionskunde. Hier würde das historisch-organisatorische Wissen über andere Religionen im Vordergrund stehen und nicht so sehr die glaubensmäßigen und theologischen Inhalte, die ja auch im Zeitablauf Wandlungen unterlegen sind. Herablassende oder schmähende Äußerungen gegenüber anderen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sollten verboten werden und könnten einen Straftatbestand darstellen. Es könne aus Sicht der Unitarier nicht sein, dass wir als westliche Gesellschaft unsere Systeme für andere Religionen öffnen, und dann als Folge Demokratie und Toleranz missachtet werden. Demokratie, religiöse Toleranz und die Achtung von Recht und Gesetz sind unverletzlich.
Für einen religionskundlichen Unterricht ist es notwendig, einen Anforderungskatalog zu erstellen, der die Punkte wie "Toleranz gegenüber anderen", "Respekt vor der Religionsfreiheit" und "Gleichbehandlung der Geschlechter" aufführt und kontrollierbar macht. Die Unitarier haben sehr viel Erfahrung mit diesem Diskurs und stehen der Politik gerne beratend und mitarbeitend zur Seite.

Bild: Plädoyer für tolerante Religionskunde als Schulfach, die unterschiedliche Religionen und Weltanschauungen respektvoll nebeneinander stellt. (Foto vom Religionspolitischen Kongress von Bündnis90/DieGrünen Anfang 2015).
Foto: Kerstin Salerno

Mehr Infos zu den Unitariern auf www.unitarier.de
und
www.icuu.net
und
www.europeanuu.org
und www.iarf.net

Präsidiumskontakt:
Freya Bednarski-Stelling
Tel.: (06172) 752 17
freya.bednarski-stelling@unitarier.de

Pressestelle:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: (02955) 74 63 910
mobil: (0151) 52 96 75 97
kerstin.salerno@unitarier.de
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Spendenübergabe
Hilfe, wo sie benötigt wird

Die Spendenaktionen der Unitarier bundesweit haben Früchte getragen und so konnte im November 2015 ein erster Scheck überreicht werden. 1.350 EURO gingen an den Verein „InitiativGruppe – Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V." (InitiativGruppe) in München, der sich seit über 40 Jahren mit vielfältigen Bildungs- und Beratungsangeboten für die Chancengleichheit von Migranten und Migrantinnen einsetzt. In der aktuellen Flüchtlingssituation wird hier wertvolle Arbeit geleistet, insb. bei der Schülerhilfe, Deutschkursen und in der Ausbildung. Gegründet wurde der Verein von engagierten Bürgern und Bürgerinnen, die bis heute einen wesentlichen Teil der Gesamtorganisation bilden.
„Gegenseitiges Entgegenkommen ist für das friedliche Zusammenleben ein Muss. Es beginnt bei scheinbaren Selbstverständlichkeiten wie Sprache und Lebenshaltung und wurzelt tief im Kultur- und Geschichtsverständnis ", so Anneliese Müller, Mitgründerin der InitiativGruppe und aktive Unitarierin. „In diesem Zusammenhang ist das ehrenamtliche Engagement in der Gesellschaft von immenser Bedeutung und muss beachtet und gefördert werden." Entsprechend geht dieser Spendenscheck der Unitarier zweckgebunden an den ehrenamtlichen Bereich der InitiativGruppe, der u.a. mit der Förderung von Schülern und Schülerinnen die Integration von Kindern und Jugendlichen vorantreibt.
Der bundesweite Gesamtvorstand der Unitarier hat sich nach reiflicher Überlegung für die InitiativGruppe in München als Empfängerorganisation entschieden, weil die jahrelange Erfahrung und das eingespielte Team eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglichen. Die Spenden kommen zuverlässig und verantwortungsvoll den Hilfsbedürftigen zugute. Zudem ist das Land Bayern in der aktuellen Situation außergewöhnlich stark belastet. „Wir können helfen", betont Horst Prem, Landesgemeindeleiter der Unitarier in Bayern, und mahnt: „Jeder von uns kann helfen!"

Die Spendenaktion läuft weiter. Wer auch helfen möchte überweist einen Beitrag an:
Unitarier - Religionsgemeinschaft freien Glaubens e.V.
Bank für Sozialwirtschaft Hannover
IBAN: DE66 2512 0510 0008 4431 00
BIC: BFSWDE33HAN
Stichwort: Flüchtlingshilfe

Bild v.l.n.r.:
Übergabe des Spendenschecks der Unitarier an die InitiativGruppe in München, die sich mit viel Sachverstand und Erfahrung für die Integration von Flüchtlingen einsetzt: Lourdes Ros, stellvertretender geschäftsführender Vorstand, Hildegard Jacobs, ehrenamtliche Schülerförderung, Anneliese Müller, Mitgründerin der InitiativGruppe und Unitarierin, Gina Gerold, Öffentlichkeitsarbeit, Horst Prem, Landesgemeindeleiter Unitarier Bayern, und Manfred Bosl, geschäftsführender Vorstand.

Foto: IG Initiativgruppe


www.initiativgruppe.de
www.unitarier.de


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oder auch
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Erklärung der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF):
Sie sollen nicht die Werte, auf die wir stolz sind, töten!

Brüssel, 18. November 2015


Die Schreckenstat von Paris am Freitag ließ die Welt erschüttert, betäubt und entsetzt über den Tod so vieler unschuldiger Menschen zurück. Viele begriffen eine ihnen bisher fremde Erkenntnis, dass die Ziele des Terrorismus nicht einfach strategische Plätze oder Personen des öffentlichen Lebens sind, sondern, einfach Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Meinung, ihrer Kultur, ihres Glaubens.
Am Freitag wählten die Terroristen zu einem Angriff auf unsere Freude und Freiheiten den direktesten Weg, auf jene Lebensfreude, die uns lächeln, lachen, ein Glas mit Freunden und Tanz zu Musik genießen lässt. In Paris fanden die Terroristen ein Sinnbild für alles, was sie verachten; eine Stadt, in der Vielfalt die Regel ist, ein Ort der Aufklärung, der die Werte des Säkularismus, der Menschenrechte und Gleichheit Wurzeln treiben und sich ausbreiten sah.
Heute drücken wir unser tiefstes Mitgefühl mit den Familien und Nächsten der Opfer aus. Als Antwort auf diese unsagbare Tragödie ist unser Ruf einer nach Einheit – ein Appell zur Solidarität. Gemeinsam wollen wir unsere Freiheiten verteidigen und dabei der politischen Ausbeutung des Geschehens widerstehen.
Wir werden unsere Freiheiten nicht sichern durch Schließen aller Türen oder Abschließen unserer Gesellschaften.  Aufklärungsdienste brauchen den Raum, ihre Kommunikationswege und die Überwachung möglicher terroristischer Bedrohungen zu verbessern, aber wir warnen vor einfachen Antworten.
Stattdessen fordern wir die Regierungen und Unternehmen auf, kritisch ihre eigenen Verbindungen zu Staaten, die im Verdacht stehen, Terrorismus zu unterstützen, zu prüfen, und ihre Werte auch umzusetzen.
Das Festhalten an den eigenen Grundsätzen mag ökonomische Folgen haben, aber wir dürfen nicht menschliches Leben in Euro messen. Der Kampf für eine gerechtere Gesellschaft und eine friedlichere Welt beginnt mit der Anerkennung des menschlichen Wertes – gemeinsam mit Frieden, Freiheit und Solidarität – als vorrangig vor allen anderen Interessen.
Wir rufen auch alle europäischen Regierungen auf, alles zu tun, um eine Radikalisierung der europäischen Bürger zu verhindern. In zunehmend vielfältigeren Gesellschaften müssen wir mehr tun, um inklusive soziale und wirtschaftliche Politik voranzubringen, und in Bildung und soziale Gerechtigkeitsinitiativen  investieren, sodass alle einen Platz in unseren Gesellschaften finden.
Und nicht zuletzt:  wir dürfen unsere Herzen nicht gegenüber den Flüchtlingen verhärten, sie haben Krisen wie wir erfahren. Es sind diese Menschen, denen Polen, Ungarn und Slowakei den Rücken zukehren. Wer jene, die vor der gleichen Gewalt wie die in den Straßen von Paris  zu fliehen suchen, vertreibt oder ihnen Asyl verweigert, lässt  Europa seine Seele verlieren, sein Gewissen, und alle jene Lehren, die es aus der eigenen blutigen Geschichte lernte. Als Humanisten fordern wir die Staaten auf, sich mit allen Opfern des Terrorismus, ob in Europa oder Ägypten, Türkei oder dem Libanon, Syrien oder anderswo solidarisch zu zeigen.
Am Freitag versuchten Terroristen die Werte, für die sie uns hassen und welche Europa heute bestimmen: Freiheit, Säkularität, Toleranz und Solidarität , auszuhöhlen. Sie glaubten, wir seien schwach, würden einknicken und unsere fortschrittlichen Werte, die uns ausmachen,  aufgeben.
Wir müssen dieser Falle ausweichen. Indem wir uns für unsere Werte einsetzen, widerlegen wir sie und siegen über Hass und Intoleranz.
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Humanistischer Jugendaustausch in Vijayawada/Indien Oktober 2015
Es waren wieder 10 junge Leute vom 17. bis 31.10.2015 im Rahmen des Jugendaustausches im Atheist Centre in Vijayawada/Indien. Dieser seit 20 Jahren existierende Jugendaustausch war wieder sehr erfolgreich und voller Erlebnisse.

Dr. Volker Mueller
Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.

Alle indischen Jugendgruppenleiter, die seit 1996 schon bei uns im Havelland waren, sowie Katrin Jura und Dr. Volker Mueller

Die deutsche Jugendgruppe des HFH in Indien im Oktober 2015, mit unseren Gastgebern des Atheist Centre in Vijayawda

Alle indischen und deutschen Jugendlichen am Ende der gemeinsamen Workshops in Vijayawada

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Bei Herbstferienspielen ging es ab in die Wolken

Wieder einmal gab es bei den Ferienspielen der Humanistischen Gemeinschaft Egelsbach/Erzhausen/Langen (ehem. Freireligiöse Gemeinde) jede Menge zu erleben. Für 15 Kinder drehte sich in der 19. Auflage des bewährten Herbstangebotes alles rund um das Thema „ab in die Wolken". So konnten die Kinder unter anderem Drachen selbst gestalten und mit Gesichtern oder Mustern verzieren. >>>Weiterlesen bitte im Jugendblog
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Interkulturelle Nachmittage in Friesack

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden „Interkulturellen Nachmittage" in Friesack, die durch den Humanistischen Freidenkerbund Havelland und die Nauener Tafel durchgeführt werden, haben sich bereits viele ehrenamtliche Helfer aus unterschiedlichen Orten gefunden, die uns bei den regelmäßigen Nachmittagen, die Montags in der Zeit von 15.30 Uhr bis ca. 18.00 Uhr stattfinden, unterstützen.

Auf Wusch der teilnehmenden Geflüchteten, die zur  Zeit im Übergangswohnheim  Friesack untergebracht sind, steht das „Lernen der deutschen Sprache" im Vordergrund. Dies geschieht nicht nur in den Räumen der Nauener Tafel, sondern auch durch Besichtigungen von ortsansässigen Betrieben und Institutionen, wie einer Tischlerei, der freiwilligen Feuerwehr vor Ort oder des Gärtnereibetriebes der Familie Hansen.  
Der Inhaber berichtete uns von der Geschichte seines Betriebes, der 1990 neu aufgebaut wurde und einst 10 Mitarbeiter_innen hatte, und führte uns durch seinen nun kleinen Betriebshof. Es gab u.a. einen Erfahrungsaustausch über die Feldfrüchte in Deutschland, Eritrea und dem Tschad, wobei wir feststellen konnten, dass viele Gemüsesorten in den genannten Ländern gleichermaßen genutzt werden. Die Verständigung war kein Problem, da einige Geflüchtete bereits deutsch sprechen und verstehen und die Gruppe sich gegenseitig beim Übersetzen half. Als Abschiedsgeschenk erhielten die Gäste einen Eimer voll Gemüse, das sie im Übergangsheim gemeinsam verarbeiten und essen können.
Anschließend ging es zurück in die Friesacker Ausgabestelle der Nauener Tafel, wo wir den Ausflug reflektierten und die gesehenen Früchte und Blumen im Rahmen des dort angebotenen niedrigschwelligen „Deutschkurses" wiederholten und aufschrieben. Für den Monat November ist bereits ein Besuch im Deutschen Bundestag geplant, worauf  sich die Teilnehmenden schon sehr freuen. Ein weiteres Angebot unserer guten Zusammenarbeit mit dem Übergangsheim Friesack ist das gemeinsame Kochen in Nauen. Hier werden alle Interessen aus dem Heim eingeladen, mit Rezepten aus ihrer Heimat teilzunehmen. Fahrdienste werden durch die Vereine oder ehrenamtlichen Helfer_innen organisiert und die Zutaten werden gestellt. So wurden bereits in diesem Jahr 5 Kochveranstaltungen angeboten, bei denen sich Teilnehmer_innen  aus z.B. Serbien, Syrien, Eritrea und Deutschland trafen, kennenlernten, zusammen kochten und ein paar schöne Stunden miteinander verbrachten.
Der offene Interkulturelle Nachmittag wird regelmäßig jeden Montagnachmittag durchgeführt.  Interessent_innen sind gern gesehen und können sich mit ihren Ideen bei der Durchführung des alternativen Deutsch-Kurses einbringen. Anfragen nehmen wir gern telefonisch: 03321-450746 oder per Email: freidenker-havelland@web.de entgegen.
Wir möchten uns bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die bisher aus Friesack, Senzke, Nauen  und Berlin kommen, sowie bei den unterstützenden Betrieben bedanken.

Katrin Jura

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9. Weltatheismuskonferenz in Indien zum Thema:
"Die ganze Welt entwickelt sich zu einer
post-religiösen Gesellschaft"

Am 6. und 7. Januar 2016 findet in Vijayawada / Indien die 9. World Atheist Conference statt, die vom Atheist Centre in Andhra Pradesh organisiert wird. Sie führt viele Humanisten, Freidenker, Atheisten, Skeptiker, Sozialreformer, Wissenschaftler und Rationalisten aus aller Welt zusammen, um sich zum Thema „The whole world is moving towards a post-religious society“ auszutauschen. Dabei soll auch deutlich werden, dass auch Indien nicht nur ein Land der Religionen und des Aberglaubens, sondern ebenfalls des Atheismus und der Aufklärung ist. Fragen fundamentalistischer und irrationaler Entwicklungen und der Sicherung der Menschenrechte werden thematisiert.
Vom Humanistischen Freidenkerbund Havelland wird eine sechsköpfige Delegation an der internationalen Konferenz aktiv teilnehmen.
Anmeldungen bitte an:
Atheist Centre, Benz Circle,
Vijayawada 520010, India.
Email: positiveatheist@gmail.com

Dr. Volker Mueller
Vorsitzender (Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.)

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Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der FA vom 5. bis 8. Mai 2016

Foto: Teilnehmer während der FA-Tagung 2015 in Schney

Die Freie Akademie wird ihre Tagung im Jahr 2016 wieder in der Frankenakademie Schloss Schney durchführen. Während der Tagung vom 5. bis 8. Mai 2016 werden wir im Rahmen von Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionsbeiträgen das Thema

„Religiöser Pluralismus und Deutungsmacht in der Reformationszeit"

behandeln. Damit wird ein Beitrag zur Vorbereitung des Luther-Jahres 2017 geleistet.

Mit der Entstehung neuer religiöser Deutungskonzepte in der Reformationszeit und deren Institutionalisierung in Konfessionskirchen verschärfte sich die Spannung zwischen religiösen Einheitsansprüchen und zunehmender religiöser Pluralität. Reformatoren wie Luther oder Calvin beanspruchten Deutungsmacht über die Bibelauslegung und setzten sie der Deutungshoheit der hergebrachten kirchlichen Institutionen entgegen. Indem sich Landes- und Stadtobrigkeiten bestimmte Deutungskonzepte zu eigen machten, konnten sie den zuvor schon im Gang befindlichen Ausbau eines landesherrlichen Kirchenregiments nachhaltig steigern. Gleichzeitig wirkte diese Entwicklung als Impuls zur weiteren Pluralisierung inner- und außerhalb der Konfessionen und strahlte auch auf andere Bereiche wie die Entwicklung der Kunst, des Rechts und der Naturwissenschaften aus. Individuelle Religion differenzierte sich in ein öffentliches Bekenntnis und eine privat gelebte religiöse Praxis.
Die Hauptvorträge dieser Tagung bedenken diese in der Reformationszeit aufbrechende Spannung zwischen den Bedürfnissen nach weltanschaulicher Einheit und nach Pluralität. Noch heute kommt diese Spannung z.B. einerseits in den Rufen nach „Minimalkonsens" und „Wertegemeinschaft" und andererseits in dem Bedürfnis nach Weltanschauungs- und Religionsfreiheit zum Ausdruck. Auf der Tagung thematisiert wird das Ringen in diesem Spannungsfeld (1) im Allgemeinen sowie bezogen auf (2) die katholische und evangelische Konfession, (3) die Sicht auf Juden und Judentum, (4) den Umgang des christlichen Abendlandes mit dem Islam, (5) die Rivalität zwischen kapitalistischen Monopolen und egalitären Wirtschaftsformen, (6) das angemessene naturwissenschaftliche Verständnis des Kosmos, (7) die persönliche Orientierung und Lebensführung ausgewählter Personen der ersten Hälfte 16. Jahrhunderts und (8) die heute angemessene Sicht auf die Reformationszeit.
Mit unserer Tagung möchten wir das Geschichts- und Demokratiebewusstsein fördern und das Verständnis für Toleranz und Freiheit stärken. Dabei werden wir - für unsere Gegenwart bedeutsame - Daseins- und Wertefragen interdisziplinär erörtern.
Seien Sie herzlich willkommen vom 5. bis 8. Mai 2016 in Schloss Schney, bei Lichtenfels. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unserer sicherlich spannenden Tagung.

Dr. Volker Mueller (Präsident der Freien Akademie)
Prof. Dr. Ulrich Bubenheimer (Wissenschaftlicher Tagungsleiter 2016)


Freie Akademie e.V., 14612 Falkensee, Holbeinstr. 61.
E-Mail: praesident@freie-akademie-online.de

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Bundesversammlung des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands K.d.ö.R. hat gewählt:
Siegward Dittmann ist neuer BFGD-Präsident

Siegward Dittmann erhält vom scheidenden BFGD-Präsidenten Rainer Schrauth das BFGD-Siegel (oben). Siegward Dittmann, der neu gewählte BFGD-Präsident, bei seiner ersten Präsidiumssitzung (rechts). Das neue Präsidium (unten).

Die alle zwei Jahre stattfindende Bundesversammlung des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands K.d.ö.R. fand vom 6. bis 8. November 2015 in Offenbach statt. Von der Delegiertenversammlung wurde Siegward Dittmann (Ludwigshafen) als neuer Präsident gewählt. Der bisherige Präsident Rainer Schrauth (Mannheim) hatte das Amt 13 Jahre lang inne gehabt und kandidierte nicht mehr. Siegward Dittmann dankte ihm im Namen der Delegierten und der Mitgliedsorganisationen des BFGD für die langjährige, gute Arbeit für den Bund. Rainer Schrauth wurde von der Bundesversammlung im Anschluss zum Ehrenpräsidenten gewählt.

Die Tagung, die unter dem Titel "Auf dem Weg nach ..." - Chancen freier Religion stand, fand in der traditionsreichen Frei-religiösen Gemeinde Offenbach statt. In einer Diskussionsrunde wurden dem Thema entsprechend die künftigen Möglichkeiten des BFGD besprochen, sodass der neue Präsident Siegward Dittmann zahlreiche Anregungen für seine neue Aufgabe mit auf den Weg bekam. Das Rahmenprogramm wurde zum großen Teil von der Freireligiösen Jugend getragen, inklusive selbstgekochtem Essen für die Delegierten und künstlerischen Programmpunkten für die Gestaltung der feierlichen Abschlussveranstaltung am Sonntag in der großen Weihehalle am Schillerplatz. Nach der Begrüßung durch Gemeindevorsteher Ulrich Urban und einer Kurzansprache des neuen BFGD-Präsidenten Siegward Dittmann wurden Grußworte von der Vizepräsidentin den Hessischen Landtages, Heike Habermann, sowie vom Stadtrat und Kämmerer der Stadt Offenbach, Dr. Felix Schwenke, gesprochen. Die Festansprache hielt Heinrich Keipp, Pfarrer der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach.

Ortrun E. Lenz

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Garten der Religionen in Karlsruhe eröffnet

Mit einer großen Feier wurde kürzlich der Garten der Religionen in Karlsruhe der Öffentlichkeit übergeben. Der 24. September war nicht zufällig als Eröffnungsdatum gewählt worden: Auf den Tag genau 300 Jahre zuvor veröffentlichte Stadtgründer Karl Wilhelm den Privilegienbrief, der den Bürgern unter anderem Religionsfreiheit zusicherte. Für die Freireligiöse Gemeinde Karlsruhe gibt es eine Stele (Foto). Vertreter unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen haben den Garten in fünfjähriger Arbeit gemeinsam entwickelt. Dass die Freireligiösen dabei eine wichtige Rolle spielten, ist für Karlsruhe selbstverständlich, denn die Wirksamkeit der Freireligiösen in Karlsruhe, die aus Prinzip nicht missionieren oder für sich werben, erkennt man indirekt an Gebäuden, Straßen oder Einrichtungen, die nach ihnen benannt wurden: Robert-Blum-Str., Gervinusstr., Ludwig-Marum-Str. oder Adam-Remmele-Schule, Hanne-Landgraf-Haus, Klara-Siebert-Str., Karl-Siebert-Haus, Oskar-Ulmer-Brücke usw.
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DFW: Morde an humanistischen Bloggern in Bangladesh strafrechtlich konsequent verfolgen!

Der DFW unterstützt die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) in ihrem Aufruf an die Regierung in Bangladesh, die Morde an humanistischen Bloggern in ihrem Land strafrechtlich konsequent zu verfolgen und zukünftige Morde zu verhindern.
Die IHEU fordert in ihrem Brief dazu auf, die Sicherheit jener, die bedroht werden zu gewährleisten, der Polizei aufzugeben, die Täter zu finden und nicht die Opfer zu beschuldigen, eigene Parteimitglieder der Regierungspartei, die die Todesstrafe für atheistische Blogger fordern, politisch zu isolieren und jene Teile der Gesetzgebung, die das Recht auf Religionsfreiheit als quasiblashemisch einschränken, aufzuheben.

Der Brief der IHEU wird auf breitester Basis von Menschenrechtsorganisationen, religiösen Vereinigungen und zahlreichen individuellen Bloggern unterstützt.
Sein voller Wortlaut ist unter  
http://iheu.org/open-letter-bangladesh nachzulesen.

Renate Bauer

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