Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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Weltanschauungsgemeinschaften
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Herzlich willkommen auf unserer Homepage!
Wir freuen uns sehr über Ihren Besuch. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften
  • Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie vom 25 bis 28. Mai 2017: Macht der Bilder, Macht der Sprache
  • EUT 2017: Glaube ohne Grenzen? Europäischer Unitariertag in Ulm/Neu-Ulm, 2.-5. Juni 2017
  • Stellungnahme der Freireligiösen Gemeinde Krofdorf-Gleiberg, Gießen und Wetzlar: Kein Gottesbezug in die hessische Verfassung
  • Horst Prem: Kein Gottesbezug in der Hessischen Verfassung
  • Vom Glück … so eine hervorragende Feierstunde genießen zu dürfen! – Beobachtungen zur Jugendfeierstunde 2017
  • Gemeindeversammlung: Vorsitzende und Stellvertreterin bestätigt, neuer Gemeinderat gewählt
  • Gemeindeausflug nach Karlsruhe am 16. Juli 2017!
  • Abruf der Patientenverfügung jetzt auch über Notfall-QR - DGHS verbessert Online-Abrufbarkeit der Patientenverfügung
  • Mitgliederversammlung des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland


Brücken bauen – aus religiöser Überzeugung
Europäischer Unitariertag 2017 mit Teilnehmern aus aller Welt

Eine gelungene Premiere: Der erste Europäische Unitariertag, der am vergangenen Wochenende stattfand, ging am Montag zu Ende. Warum das ein echter Erfolg war.
Aus ganz Europa und sogar aus Japan, Amerika, Australien und Neuseeland sind sie angereist. Rund 340 Teilnehmer trafen sich am verlängerten Pfingstwochenende zum Europäischen Unitariertag im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm. Dabei ging es beileibe nicht nur um religiöse Fragen. Rev. Dr. William F. Schulz, ehemaliger Generalsekretär von amnesty international USA, ging in seinem Vortrag der Frage nach, wie die Demokratie bewahrt werden kann. „Für uns bedeutet Demokratie oft, dass die Bürger eines Landes ihre Meinung ohne Angst vor Verfolgung ausdrücken können und ihre Staatsoberhäupter frei wählen können“, erläuterte Schulz dem Publikum. Doch tatsächlich sei eine wahre Demokratie weit mehr als nur das – „sie hängt von etwas ab, was wir oft Kosmopolitismus nennen“, sagte er. Das seien etwa gemeinsame Werte oder der Geist der Großzügigkeit, alles in allem sei Demokratie aber vor allem ein Lebensgefühl. Besonders der unitarische Glaube beruht auf diesem kosmopolitischen Ideal. „Warum gewinnt aber der Kosmopolitismus nicht und warum schrumpfen Demokratie und Freiheit?“, fragte er in die Runde. Eine Antwort, die Schulz fand, liegt in der Biologie des Menschen verborgen. Jede Mutter und jeder Vater sei gewillt, sein Kind zu schützen. Da niemand wissen könne, ob man einem Fremden trauen kann, vertrauten wir lieber auf unsere gelernten Stereotype und machten Verallgemeinerungen über Menschen, die wir nicht kennen. Der Nationalismus scheint für einige so eine einfache Antwort zu sein, um sich vermeintlich zu schützen.
Doch trotz der derzeit düsteren Aussichten machte Schulz den Unitariern Mut. „Die Geschichte wird nicht von Gott oder der Ökonomie geschrieben, sondern von menschlicher Hand“, erinnerte er. So zählte er einige Beispiele auf, nach denen der Mensch die Welt schon zum Besseren verändern konnte. Während beispielsweise 1975 noch 44 Prozent der Menschen in extremer Armut lebten, sind es heute gerade einmal mehr zehn Prozent. „Natürlich ist es wahr, dass die Ungleichheit zwischen Arm und Reich so groß ist wie nie“, gestand er. Doch auf lange Sicht gesehen sei sehr wohl eine positive Veränderung erkennbar. Außerdem seien die Menschen keine Sklaven ihrer Gene. So würden wir zwar oft auf unsere gelernten Stereotype vertrauen, wüssten aber zugleich, dass sie dumm sind und könnten uns von ihnen lösen. Ein weiterer Weg, wie das funktionieren kann, könne durch Empathie erreicht werden, die durch bewegende Geschichten geweckt würde.
Prof. Dr. Manuela Kalsky zeigte anhand der Bevölkerungsentwicklung in den Niederlanden auf, dass die Mitgliedschaft in nur einer Religionsgemeinschaft auf dem Rückzug ist. Immer mehr Menschen bezeichnen sich als „Mehrfache Gläubige“, die sich zu mehreren Religionen bekennen. Ihr Forschungsprojekt „Ein neues Wir“ sucht nach Wegen zu Gemeinsamkeiten in dieser diversen Welt. Unitarier könnten dabei aufgrund ihres liberalen Religionsverständnisses einen wichtigen Beitrag leisten.
Spätestens, als am Sonntag in der Feierstunde alle Teilnehmer gemeinsam das Lied „Egal was du glaubst, du bist frei“ anstimmten, war klar: Dieser erste Europäische Unitariertag war ein voller Erfolg – auch für das Familienzentrum Neu-Ulm, dem die Sammlung bei der Feierstunde für deren Integrationsprojekte zugutekommt.

Kontakt:
Unitarier - Religionsgemeinschaft freien Glaubens
c/o Prof. Dr. Karsten Urban
0160 / 97 360 720

Prof. Dr. Manuela Kalsky
Prof. Dr. William F. Schulz
Für die Jugendaustauschreise nach Indien jetzt anmelden!
Eine Jugendgruppe aus dem Havelland wird im Rahmen des Jugendaustauschprogrammes des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. (HFH) vom 22. Oktober bis 5. November 2017 nach Indien reisen. Die Reise wird durch das Landesjugendamt mit Mitteln des Bundesjugendplans und durch das Jugendamt Havelland gefördert; der Eigenanteil beträgt 400,00 €. Seit 1996 gibt es einen fruchtbaren und kontinuierlichen Jugendaustausch mit der Partnerorganisation des HFH im indischen Unionsstaat Andhra Pradesh, dem Atheist Centre in Vijayawada.
Der humanistische Jugendaustausch gibt Jugendlichen aus Deutschland und Indien die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten, um ihr Verständnis für eine andere Lebensgestaltung zu fördern und ein tolerantes Miteinander über ihre kulturellen und sozialen Grenzen hinaus zu leben. Die Aufnahme von Kontakten und Freundschaften, das Kennenlernen der Familien und die Einbindung der Jugendlichen in die aktuellen Lebensbedingungen vor Ort, lassen eine starke Verbundenheit entstehen und eine größere Sensibilität bei den jungen Leuten erfahren, welche diese in ihr eigenes Land wieder mitnehmen. Toleranz und Humanität stehen im Vordergrund.
Die diesjährige Jugendbegegnung steht unter dem Thema: Lebenslagen und Perspektiven junger Menschen – Jugendkulturen und Freizeitverhalten junger Menschen. ...weiterlesen...

Geschichts-Workshop und Exkursion: „Jugend unter Hitler“
In den Osterferien hat der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. in Falkensee für interessierte junge Leute einen zweitägigen Geschichtsworkshop zum Thema „Jugend unter Hitler“ erfolgreich durchgeführt.
Fragen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts insbesondere vor und während des 2. Weltkrieges wurden in offener Weise am ersten Tag diskutiert. ...weiterlesen...

EUT 2017: Glaube ohne Grenzen?
Europäischer Unitariertag in Ulm/Neu-Ulm, 2.-5. Juni 2017
Die Gemeinde Donautal der Unitarier - Religionsgemeinschaft freien Glaubens (URFG) und die European Unitarian Universalists (EUU) laden alle Unitarier, Universalisten, Freireligiöse und Humanisten sowie Interessierte aus ganz Europa und darüber hinaus zum EUT, dem ersten Europäischen Unitariertag ein.
Wir wünschen allen Teilnehmenden ein anregendes, erfüllendes und freudiges Treffen. Wir hoffen außerdem, dass dieses Treffen wegweisend sein wird für weitere Veranstaltungen in der Zukunft. Für uns Unitarier hat Ulm eine gewisse Bedeutung. Hier wurde 1879 Albert Einstein geboren, von dem u.a. der Satz stammt: Wenn wir es nach den Wirren unserer Zeit schaffen sollten, den Geist der amerikanischen Verfassung zu erneuern, dann wird es in erheblichem Maße das Verdienst der mutigen Anstrengungen der Unitarier ... sein.“ Die amerikanische Verfassung hat ja bekanntermaßen unitarische Wurzeln. URFG und EUU werden ihre jeweiligen Mitgliederversammlungen am EUT abhalten. Wir laden befreundete Gruppen aus Europa dazu ein, sich aktiv am EUT zu beteiligen. Arbeitsgruppen und andere Aktivitäten sind herzlich willkommen.
„Glaube ohne Grenzen?“ – Das Tehma des EUT könnte aktueller nicht sein. Hier nun einige Beispiele: Flüchtlingskrise, wachsender Populismus, Brexit usw. Es scheint so, dass immer neue Grenzen gezogen werden. Nach unserem Verständnis sollte Religion helfen, Grenzen zu überwinden. Was können wir konkret tun, um Menschen, Kulturen und Gemeinschaften zu verbinden?
Neben diesem äußeren Aspekt hat unser Thema aber auch mit uns zu tun: mit Unitariern, Universalisten, Freireligiösen und Humanisten. Wir nehmen für uns in Anspruch, frei in Religion oder im Glauben zu sein. Bedeutet dies, dass man bei uns alles glauben kann? Ist unsere Religion beliebig oder gibt es doch Grenzen? Und wenn ja, wie ziehen wir diese?
Diesen und vielen anderen Aspekten des Themas wollen wir mit zwei Hauptvorträgen, Feierstunden, diversen Arbeits- und Aktionsgruppen, viel Musik und Spaß in der Gemeinschaft nachgehen. Hier einige Vortragsthemen aus dem Programm des EUT:
„Flexible Gläubige und die Suche nach einem neuen Wir“ (Prof. Manuela Kalsky) –  „Die Grenzen der Menschenwürde: Ist Demokratie mit der menschlichen Natur unvereinbar?“ (Rev. Dr. William F. Schulz), des weiteren Arbeitsgruppen, Ausflüge und Stadtführungen. Darüber hinaus gibt es ein Kinder- und Jugendprogramm.
Anmeldung und Info über www.eut-2017.org. Frühbucher bis 15.4.2017, letzter Anmeldetermin 15.5.2017.
Das EUT-Organisationskommittee

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