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Dachverband Freier
Weltanschauungsgemeinschaften
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Sie interessieren sich für freie Weltanschauungsgemeinschaften?

Dann sind Sie hier genau richtig!

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Gemeinschaften in Deutschland, die für die Verwirklichung der in Artikel 4 des Grundgesetzes garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses eintreten. Er setzt sich dafür ein, dass niemand wegen seiner Herkunft, seiner Lebensauffassung und seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt wird. Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, kirchenfreier Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der  Menschen unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen und für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung – schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: post@dfw-dachverband.de.
Ihr Präsidium des
Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften

Lesen Sie hier den neuen Pressedienst:

  • BFGD Bundesversammlung am 11. und 12. November 2023 in Ludwigshafen
  • Zum 200. Geburtstag des deutschen Indologen Max Müller (1823–1900)
  • Band 42 der Schriftenreihe der Freien Akademie ist erschienen
  • Humanists International fordert bei der UNESCO die Staaten auf, sich zu den Menschenrechten zu bekennen
  • Europäisches Netzwerk für humanistische Dienstleistungen traf sich in Berlin
  • Corona – Krise der Frauen?!

- erscheint alle 2 Monate (jeweils ca. Mitte Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember)
- erhältlich als Newsletter-Abo bei der pfw-Redaktion
Freie Akademie e.V.
 
 
Ankündigung der Tagung 2024
 

 
 
Die Freie Akademie lädt herzlich zu ihrer wissenschaftlichen Tagung zum Thema
 
 
KI – Künstliche Intelligenz
 
 
vom 9. bis 11. Mai 2024 in der Frankenakademie Schloss Schney, bei Lichtenfels ein.
 
 
In den Mittelpunkt stellen wir das große Thema der „Künstlichen Intelligenz“ (KI). Wir wollen ihre Vorgeschichte, den Zusammenhang von KI und sozialen Medien, neues (künstliches) Sprechen und das Entstehen von Scheinwelten erörtern. Die Chancen, Möglichkeiten und Risiken der KI sollen dabei ebenso thematisiert werden wie die ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Dimensionen von KI.  Die KI tritt immer mehr in unser Leben.
 
 
Als wissenschaftlichen Tagungsleiter konnten wir Herrn Prof. (em.) Dr. Achim Stephan aus Osnabrück gewinnen.
 
 
Lassen Sie uns interdisziplinär über die KI diskutieren, Antworten finden und neue Fragen formulieren und gemeinsam klüger werden. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!
 
 
Anfragen können gern gerichtet werden an die:
 
Freie Akademie, Holbeinstr. 61, 14612 Falkensee.   
 
 
Dr. Volker Mueller                                     
 
Präsident der Freien Akademie
Einheit bedarf der Freiheit
Schon zu Jahresbeginn hatte der DFW sich die Meinungsfreiheit als Thema zur näheren Betrachtung gewählt und am 16.09.2023 einen Online-Workshop dazu durchgeführt. Im Rahmen des Workshops steuerte Dr. Volker Mueller, Humanistischer Freidenkerverband Brandenburg e.V., den nachfolgenden Text bei. –
Im 33. Jahr der formalen Einheit bedarf es weiterhin der regelmäßigen Überprüfung, wie wir mit dem, was wir haben umgehen, wie wir es weiterentwickeln und wie wir als Menschen in unserem Land bei aller Vielfalt uns auf gemeinsame Werte und Ziele im Umgang miteinander einigen. Die Gestaltung von Freiheit in unterschiedlichen Lebensbereichen gehört dazu.
Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Zur Notwendigkeit von Meinungsfreiheit
(Online DFW-Workshop, 16.9.23)
 
Seit dem Renaissancehumanismus und spätestens seit der europäischen Aufklärung steht der Begriff der Freiheit im Zentrum politischer, menschenrechtlicher und philosophischer Debatten. Schon John Locke (1632 – 1704) hat die These vertreten, dass eine Regierung nur dann legitim ist, wenn sie das Naturrecht auf Freiheit gewährt und schützt. Liberté, Égalité, Fraternité - unter dieser Losung stand dann das Epochenereignis, die Französische Revolution von 1789. „Der Mensch wird frei geboren, und überall liegt er in Ketten“, so hat 1762 Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778) den bürgerlichen Impetus gegen Absolutismus und Aristokratie und für die Republik formuliert.
 
Freiheit wurde in der Aufklärung des 18. Jahrhunderts zunehmend als Befreiung von den feudalen und klerikalen Verhältnissen des Ancien Règimes verstanden. Die Freiheitsrechte als angeborene Rechte des Menschen wurden gegen Absolutismus, gegen Vorurteile und Abhängigkeiten formuliert und sollen das freie Bewusstsein freier Menschen fördern und schützen. In der „Encyclopédie“, Band 9 (1765), finden wir deren naturrechtliche Bestimmung: „Dieses Recht gibt die Natur allen Menschen, damit sie über ihre Personen und ihre Güter in der Weise verfügen, die ihrem Urteil nach ihrem Glück am meisten angemessen ist – allerdings mit der Einschränkung, daß sie dieses Recht in den Grenzen des Naturgesetzes anwenden und es nicht zum Schaden der anderen Menschen mißbrauchen.“    
 
„Wenn denn nun gefragt wird: Leben wir jetzt in einem aufgeklärten Zeitalter? So ist die Antwort: Nein, aber wohl in einem Zeitalter der Aufklärung.“ Immanuel Kant (1724 – 1804) trifft diese Unterscheidung in dem Aufsatz, den er mit seinen berühmten Bestimmungen der Aufklärung als „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ und der Mündigkeit als des Vermögens, „sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen“, einleitet. Was 1784 galt, gilt auch heute: Die Aufklärung ist nicht abgeschlossen, das Projekt ist unvollendet. Aufklärung vollzieht sich, wenn Kritik geübt wird. Kritik vollzieht sich als „freie und öffentliche Prüfung“, der sich weder Religionen noch Regierungen „entziehen“ können. Wahrheitsansprüche, die allein auf Autorität oder Macht gegründet sind, gelten nicht.
 
Bei den Freiheitsrechten der Menschen hat sich die Frage nach der Meinungsfreiheit besonders herausgebildet. An Versuchen, autoritäre Wahrheitsansprüche wieder zu etablieren, fehlt es bekanntlich in unserer Gegenwart nicht. Von einem „Zeitalter der Kritik“ zu sprechen, fällt angesichts der Angriffe von Rechtspopulisten, Extremisten und Neofaschisten gegen eine „freie und öffentliche Prüfung“ schwer. Einschüchterungen bis hin zu Inhaftierungen von Journalisten weisen darauf hin, dass die Ausbildung des Vermögens, „sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen“, durch Fake-News und offene Lügen verhindert und die Freiheit der öffentlichen Diskussion wie auch der Kulturen, Religionen und Weltanschauungen und der Ideen- und Lebensvielfalt - auch durch staatliche Gewalt - gefährdet ist.
 
Das Projekt der Aufklärung ist nicht in dem harmlosen Sinn unvollendet, dass Kritik und Freiheit sich im Vollzug und in der Öffentlichkeit bewähren müssen, solange kritikwürdige Zustände herrschen. Das Projekt ist in dem Sinn unvollendet, als die Gegenaufklärung buchstäblich marschiert: Sie will den immerhin erreichten Stand kritischer Öffentlichkeit, freier Medien und politischer Freiheit nicht nur auf eine vorargumentative Propaganda zurückdrehen, sie will den erreichten Stand persönlicher und politischer Freiheiten zu autoritären und nationalistischen Herrschaftsverhältnissen zurückzwingen. Das Projekt ist unvollendet und … es ist gefährdet. Die Gegenaufklärung will die politische und soziale Freiheit in Frieden und Demokratie zerstören.
 
Die UNO-Deklaration der Menschenrechte (1948), die durch Eleanor Roosevelt (1884 –1962) präsentiert wurde, ist eine entscheidende Grundlage unseres Lebens. «Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.» - wie es in Artikel 1 der UNO-Menschenrechtserklärung heißt. Die Freiheitsrechte (ihre Durchsetzung und Bewahrung) sind notwenige Voraussetzung für die Entwicklung freier Menschen in einer freien Gesellschaft. Eleanor Roosevelt, US-amerikanische Delegierte bei den Vereinten Nationen betonte bei der Vorlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: „Freiheit ist für jedes menschliche Wesen ein großes Bedürfnis. Mit Freiheit geht Verantwortung einher. Für eine Person, die nicht gewillt ist, erwachsen zu werden, eine Person, die nicht bereit ist, ihr eigenes Gewicht zu tragen, ist dies eine beängstigende Aussicht.“
 
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Grundrechtecharta der Europäischen Union führen diese Freiheitsgarantien fort.
 
Besonderes Augenmerk legt der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. auf die Meinungsfreiheit, wie auf die Geistes-, Gewissens-, Presse-, Kunst-, Wissenschafts- und Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Sie sind in unserer Gegenwart gefährdet. Und dabei sind nicht nur autokratische Regimes wie Russland, Saudi-Arabien, Ungarn oder die Türkei gemeint, sondern die ganze Welt. Eine robuste Demokratie mit lebendiger Meinungsfreiheit und ein freier Rechtsstaat setzen sowohl die individuellen Rechte der Menschen als auch die Autonomie demokratischer Organisationen vor ungerechtfertigten staatlichen Eingriffen voraus.
 
Menschenrechte und vor allem die Meinungsfreiheit sind mit liberalen Traditionen verbunden. Wir sind uns des hohen Gutes der Freiheit des Menschen gewiss. Welche Gefährdungen des Erreichten erkennen wir? Wie kann ein aufgeklärter und demokratischer Standard gegen seine Gegner verteidigt und bewahrt werden? Eröffnen sich zurzeit Möglichkeiten der Erweiterung von Freiheitsrechten überhaupt? Ist Meinungsfreiheit ein Zustand oder ein fortlaufender Prozess? Hat sie Grenzen? Findet Freiheit nur in der Geschichte statt? Ist Freiheit seit dem Austritt des Menschen aus der unmittelbaren Naturabhängigkeit durch die Vernunftbegabung als Tatsache gegeben? Ist der freie Wille eine Illusion, die den universellen Determinismus der Naturgesetze verkennt und übersieht?
 
Meinungsfreiheit ist notwendig, um die Freiheit zu haben, frei zu leben.
 
Dr. Volker Mueller, Falkensee
 
Ausgewählte Literatur:
- Jean-Jacques Rousseau: Vom Ge­sell­schafts­ver­trag. Stutt­gart 1986. S. 5.
- Louis de Jaucourt: Natürliche Freiheit – Liberté naturelle. In: Artikel aus der von Diderot und d’Alembert herausgegebenen Enzyklopädie. Leipzig 1984. S. 581 f.
- Immanuel Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? In: Was ist Aufklärung? Stuttgart 2002. S. 9 – 17.
- Eleanor Roosevelt. Zitiert nach: https://www.deinemenschenrechte.de/voices-for-human-rights/eleanor-roosevelt.html (gelesen: 05.08.2023)
- Hannah Arendt: Die Freiheit, frei zu sein. München 2018. Andreas Arndt: Freiheit. Köln 2019.
- Volker Mueller (Hg.): Freiheit und Erkenntnis. Schriftenreihe der Freien Akademie. Band 40. Berlin 2022.

Welthumanistkongress 2023 –
Unsere Stimme für Solidarität

Der humanistische Weltkongress 2023 in Kopenhagen hinterlässt einen großen Fußabdruck – in meiner Gedankenwelt, in den vielen Teilnehmern aus 40 verschiedenen Nationen, aber auch bei der Liste der Repräsentanten, die hier als Sprecher, Gast oder Teil des humanistischen Systems vertreten sind. Parlamentarische Vertreter der norwegischen Regierung, Autoren, Jurymitglieder des Nobelpreiskommittees, hoch renommierte Professoren von Universitäten, alle sind sie hier vor Ort und sprechen über die eine Sache – Wie Demokratie bessere Brücken durch humanistische Werte bauen kann. Schon die Eröffnungsredner wie Sandi Toksvig machen deutlich, was das humanistische Netzwerk ausmacht: Humanisten sind aktiv involviert in demokratischen Strukturen, sie hinterfragen, sie handeln, sie erzählen. Denn, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden, wenn Menschen egal welcher Herkunft, Gesinnung und Religion eingesperrt werden, dann ist jeder Mensch in Gefahr.
Sofia Nasström, Professorin für Politikwissenschaften in Schweden, erklärt dies noch spezifischer. Sie sagt, Demokratien verändern sich langsam zu Autokratien durch Einschränkungen wie Kürzungen von Förderungen, Einschränkung von Meinungsfreiheit und Verboten. Die Folgen sind verheerend: Migration, Krieg, Veränderungen von ökonomischen und ökologischen Systemen, digitalisierte Falschmeldungen und Hassreden. Es bedarf einer politischen Lösung, aber es bedarf dabei auch einer persönlichen Ebene. Das, was uns betrifft, was uns interessiert, sollte Grund für politische Themen sein.
Es sollte nicht ein Zeigen auf historische, rückwärtsgewandte Themen geben, weder nach oben gewandte übersinnliche Anbetungen involvieren, noch nach innen gewandte Sichtweisen haben.
Wichtig wäre eine zukunftsgewandte Orientierung in Richtung Demokratie. ...weiterlesen...
Kopenhagener Erklärung zur Demokratie: ein humanistischer Wert

Der Mensch ist ein soziales Tier, das durch die Evolution und die Kultur geformt wurde, um mit anderen in einer Gesellschaft zusammenzuleben.
Der Humanistische Weltkongress 2023, der in Kopenhagen stattfand, verabschiedete die folgende Erklärung über "Demokratie: ein humanistischer Wert".

Damit eine Gesellschaft funktionieren kann, braucht sie Normen, Gesetze und Vorschriften. Da sich die Gesellschaft verändert, müssen diese Normen immer wieder in Frage gestellt und aktualisiert werden können, als Ergebnis einer ständigen ethischen Diskussion und rationalen Debatte. Die Demokratie, die auf dem Grundsatz des gleichen Wertes, der gleichen Würde und des gleichen Rechts auf Teilhabe jedes Einzelnen beruht, ist ein humanistischer Weg, dieses Gespräch und diese Debatte zu organisieren.

Als Humanisten vertreten wir die Auffassung, dass Demokratie ein Grundwert sein sollte, der von allen Gesellschaften und Regierungen hochgehalten und geschützt wird. Jeder sollte mit gleicher Würde und gleichem Respekt gehört werden, und der demokratische Prozess bietet einen Rahmen, um sicherzustellen, dass dieser Grundsatz in der Praxis gewahrt wird. Der demokratische Prozess bietet den Rahmen, um die Einhaltung dieses Grundsatzes in der Praxis zu gewährleisten. Er garantiert, dass es nirgendwo eine legitime Regierung geben kann, wenn die Regierten nicht in voller Kenntnis der Sachlage zustimmen und sich beteiligen

Demokratie ist nicht die Tyrannei der Mehrheit. Sie muss mit dem Schutz der Menschenrechte, der Rechtsstaatlichkeit und dem Engagement für den sozialen Fortschritt einhergehen.

In Anbetracht dieser Grundsätze bekräftigen wir Folgendes:

1. Die Demokratie ist ein universeller Grundwert, der für die Verwirklichung der humanistischen Grundsätze weltweit unerlässlich ist.
2. Die Demokratie muss umfassend, transparent, rechenschaftspflichtig und säkular sein, mit Institutionen und Praktiken, die auf die sich verändernden Bedürfnisse und Bestrebungen der Bürger eingehen.
3. Die Bürger müssen befähigt werden, und das Recht auf Ausübung der Staatsbürgerschaft muss ohne Vorurteile geschützt werden.
4. Die Demokratie als Kultur muß aktiv gegen alle Bedrohungen verteidigt werden, einschließlich derjenigen, die von Regimen, Bewegungen und politischen Parteien ausgehen, die sich autoritäre Grundsätze zu eigen machen, von denjenigen, die über unkontrollierbare wirtschaftliche und soziale Macht verfügen, und von allen anderen Kräften, die versuchen, die demokratischen Werte und Institutionen zu untergraben.

Wir verpflichten uns, uns für eine demokratischere Welt einzusetzen.

Wir rufen alle Regierungen, Institutionen und Einzelpersonen auf, die demokratischen Werte als Eckpfeiler der Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der Freiheit zu wahren und zu schützen.

Wir rufen alle Humanisten auf der ganzen Welt auf, sich mit denjenigen zu solidarisieren, die für die Verteidigung und Förderung der Demokratie kämpfen, und sich gemeinsam für den Aufbau einer Welt einzusetzen, in der die Demokratie gedeiht und die Würde und Rechte aller Menschen geschützt sind.

Resolution in der Generalversammlung

Diese Generalversammlung nimmt die Erklärung des Humanistischen Weltkongresses 2023 zum Thema "Demokratie: ein humanistischer Wert" zur Kenntnis.

Die Generalversammlung stellt fest, dass die Demokratie weltweit vor vielen Herausforderungen steht. Zu diesen Herausforderungen gehören die Zunahme des Autoritarismus, die Unterdrückung der Menschenrechte und der bürgerlichen Freiheiten, die Verbreitung von Desinformation und Fehlinformation, die Schwächung demokratischer Institutionen, die fortgesetzte Schikanierung und Einschüchterung von Aktivisten der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen und anderen, die sich für Menschenrechte, ziviles Engagement und ökologische Nachhaltigkeit einsetzen, sowie die Verschärfung sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheiten.

Wir rufen humanistische Organisationen dazu auf, ihren Teil dazu beizutragen, diesen Bedrohungen der Demokratie von heute auf jede erdenkliche Weise zu begegnen. Wir alle sollten über sinnvolle Wege nachdenken, um die Demokratie und demokratische Werte in unserem gegenwärtigen Kontext voranzubringen, um nicht nur im Interesse der heutigen Menschen zu handeln, sondern auch im Interesse künftiger Generationen, für die die Demokratie ein Erbe sein sollte.

Humanists International
Die Freiheit der Anderen –
Gedanken zum Welthumanistentag
Der Begriff Freiheit ist seit der französischen Revolution eines der großen Schlagwörter genau für das geworden, für was es steht – die Revolution. Es gibt etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Wofür es sich lohnt, sich zu erheben, seine Stimme einzusetzen als Wahlmöglichkeit gegen Einschränkung und Abhängigkeit, Fremdbestimmung und Gefangenschaft.
Die Freiheit wird mit dem Wort Privileg gleichgesetzt und ist gleichzeitig auch ein Privileg unseres Lebens in Deutschland. In einem Land, wo wir viele Freiheiten haben, vieles selbst entscheiden dürfen. Die Berufswahl, die schulische Laufbahn, die Garderobe, die Wahl der Wohnung, der Beziehung, der Parteizugehörigkeit, die religiöse oder weltanschauliche Ausrichtung. Immer ist es uns freigestellt, selbst zu entscheiden ohne jegliche Einschränkung. Diese Eigenständigkeit impliziert aber genauso eine große Eigenverantwortung wie sie auch Bewegungsfreiheit offenbart. Jeder Mensch trägt somit die Verantwortung, gewissenhaft und zuverlässig nach Maßgabe des Könnens eigene Entscheidungen umzusetzen. Dazu zählt neben dem freien Bewegen auch die Meinungsäußerung. Aber diese Freiheit auch zu nutzen, erfordert Mut weit über die eigene Entfaltung hinaus. ...weiterlesen...
World Humanist Day (Welthumanistentag)
1. Warum feiern wir den 21. Juni als Welthumanistentag?
Der Welthumanistentag findet jährlich am 21. Juni statt. Im Rahmen einer Konferenz der Humanists International im Jahr 1986 wurde die Sommersonnenwende zum Welthumanistentag erklärt. Der Welthumanistentag ist ein Feiertag für alle Menschen, die ihr Leben ohne Orientierung an einer religiösen Konfession und auf Grundlage einer humanistischen Welt- und Lebensauffassung führen.
Eine Sonnenwende oder auch Solstitium (lateinisch für „Sonnenstillstand“) findet zweimal im Jahreslauf statt – in geographischen Breiten außerhalb der Tropen wird zu diesem Datum der niedrigste oder der höchste mittägliche Sonnenstand erreicht. Zur Sommersonnenwende im Juni erreicht die Sonne als Symbol für Leben und Licht in Breiten oberhalb des nördlichen Wendekreises ihren Höchststand. Die Sommersonnenwende markiert den Beginn des astronomischen Sommers. Es sind der längste Tag und die kürzeste Nacht. Wenn die Sonne ihre größte nördliche Deklination von 23,4° erreicht, steht sie senkrecht über dem so genannten Wendekreis der Erde. ...weiterlesen...

Sonnenwendfeiern –
Frei-religiöse Gemeinde Offenbach
Heller und dunkler werdende Tage versprechen die astronomischen Ereignisse der Winter- und Sommersonnenwende. Das sogenannte „Solstitium“, der „Sonnenstillstand“, war und ist für die Freireligiösen Anlass, die Natur, ihre sichtbaren Himmelsereignisse und die damit einhergehenden Jahreszeiten zu feiern. Die Sonne als Licht-, Lebens- und Wärmespenderin wurde seit jeher von den verschiedensten Kulturen gefeiert. Die Himmelsscheibe von Nebra zeugte schon vor über 4000 Jahren von den menschlichen Kenntnissen über die Sonnenwende. Und auch Christi Geburt wurde mit der Einführung des Julianisches Kalenders auf den 25. Dezember gelegt – den damaligen Tag der Winter-Sonnenwende!
Seminar in Klingberg:
24.–26. November 2023
Was glaube ich eigentlich?
Eine Erkundung, Klärung und Weiterentwicklung der eigenen Überzeugungen und Glaubensansätze – ganz ohne Dogma!
Immer mehr Menschen können sich innerhalb der Kirche oder auch anderen Religionen nicht mehr wiederfinden: die dort gebotenen Antworten sind oft unzureichend für die Fragen der heutigen Zeit und die eigenen Bedürfnisse.
Trotzdem ist es interessant und wichtig, den eigenen Glauben unter die Lupe zunehmen und zu versuchen, die großen Fragen, die die Menschheit bewegt, für sich selbst zu beantworten – sogar, wenn man meint, man glaube eigentlich gar nichts!
In diesem Seminar gibt es Diskussionen zu Themen wie Gott, der Existenz und Natur der menschlichen Seele; wir reden über Leben und Tod, Gut und Böse, persönliche Werte und auch die Fragen nach dem Sinn des Lebens.
Dazu kommen Denkanstöße aus Philosophie und Wissenschaft, aber kein religiöses Dogma – jeder kann seinen eigenen Glauben erforschen und frei formulieren.
Außerdem reden wir auch darüber, warum Menschen glauben, wann Glaube hilfreich sein kann und was zu tun ist, wenn es uns mit unserem Glauben auf einmal nicht mehr gut geht.
Rica Kaufel hat Kulturwissenschaften und Religion studiert. Sie war in der überkonfessionellen Seelsorge tätig und hat langjährige Erfahrung in der Erwachsenenbildung, sowohl an der Universität als auch als Seminarleiterin, unter anderem zu Themen wie Glaubensfindung, Anti-Rassismus und Diversitätstraining.
Momentan arbeitet sie als Kuratorin für die Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens.
Bei weiteren Fragen steht sie gerne zur Verfügung:
Rica Kaufel
rica.kaufel@unitarier.de

Frauen-AG im Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD)
Von jetzt auf gleich: Wenn sich durch eine Pandemie alles verändert
Das letzte Frauenseminar konnten wir im September 2019 in Rastatt durchführen. Dann legte die Pandemie alles lahm. Potsdam wurde geplant für April 2020 und musste abgesagt werden, Mannheim wurde geplant für September 2020 und auch dies musste wieder abgesagt werden. Dann ließen wir die Zeit der Pandemie vorüberziehen und starteten im April 2023 mit einem Neubeginn.  
Leben mit Corona! Was hat sich für uns Frauen durch die Pandemie geändert? Wie geht es uns nun „nach“ der Pandemie? Dies haben wir bei unserem „Neustart“ in Alzey vom 14. – 16. April 2023 ausgiebig erörtert. 22 Frauen folgten dieser Einladung zum Frühjahrs-Seminar. ...weiterlesen...

Aus dem DFW-Präsidium
Das Präsidium hat für 2023 folgendes Leitthema für die Arbeit des DFW beschlossen:
„Meinungsfreiheit unter Druck“
Diesem Leitthema widmen wir uns z.B. in dem für Samstag, den 16.09.2023 von 10.00-13.00 Uhr geplanten Online-Seminar, zu dem an dieser Stelle bereits herzlich eingeladen wird.
Zu unserem Leitthema bitten wir um Texte und Anregungen zur Veröffentlichung an post@dfw-dachverband.de

„Klimaneutral – das Ziel ist klar, aber wie kommen wir dorthin?“
Unter der Zielsetzung Verstehen- Erleben-Handeln sollen vom 06.10.-08.10. 2023 in der Jugend- und Familienbildungsstätte Klingberg Gestaltungsmöglichkeiten in politischer und individueller Hinsicht erörtert und erarbeitet werden. https://www.bildung-klingberg.de/, Einladung folgt

Kleiner Unitariertag auf Burg Ludwigstein vom 20.-22.10.2023
• Freitag, 20.10.2023: Feierliche Eröffnung mit dem Thema „Wege ins Neue“
• Samstag, 21.10.2023: Hauptversammlungen, bunter Abend
• Sonntag, 22.10.2023:  10:00 Uhr: Feierstunde mit / von Dorothea Kaufmann
https://www.unitarier.de/was-wir-tun

Mit dem Freidenkerbund Havelland e.V. kann man nach Indien reisen: vom 21.10.-05.11.2023 findet der Jugendaustausch mit dem Atheist Centre in Vijayawada im indischen Unionsstaat Andhra Pradesh statt. Die diesjährige Jugendbegegnung steht unter dem Thema: „Kulturelle und soziale Situation junger Menschen in der Gegenwart – Kulturleben und Bildungswege“.
https://www.freidenkerbund-havelland.de/weitere-projekte/jugendaustausch-mit-indien

Swaantje Schlittgen
DFW-Präsidentin
„Ich mal mir die Welt, wie sie mir gefällt“
Dieser schöne Satz aus Pippi Langstrumpfs Mund lädt uns in ein Bild von Freiheit ohne Regeln, ohne Verantwortung, ohne Schwermut ein. Es könnte so schön sein, wenn dieses verklärte Bild eines tollen Kinderabenteuers nicht den Tatsachen entsprechen würde. Wie einfach ist es doch, mit Falsch-Etikettierung und Green-Washing unsere Missstände auszubessern und in Luft aufzulösen.
Der Verkauf von CO2-Zertifikaten beispielsweise ist an finanzielle Bedingungen geknüpft, die die Menschen in Afrika, Südamerika und Co. dazu drängen, ihren Lebensstil zu ändern, um den Lebensstil des Westens auszugleichen. Also gibt es im Westen nichts Neues, aber dort in den Ländern, wo die Ärmsten der Armen leben und abhängig sind von unserem Geld, welches wir ausgeben, um uns freizukaufen und reinzuwaschen.
Auch in Deutschland kaufen wir uns von unserem schlechten Gewissen frei. Die benannten Klimaziele werden den neuen Autobahnen in den Rachen geworfen, der Zugverkehr rollt weiter auf maroden Schienen, aber Ausnahmen wird es weiterhin für E-Fuels geben, die wahrscheinlich auch rein(gewaschen) sind. Wir verbergen uns hinter falschen Tatsachen, schaffen und erschaffen, kreieren sogar eine neue Welt à la Claas Relotius, um dann aus dieser Blase heraus auf das Recht der richtigen Meinung zu pochen. ...weiterlesen...

International Association for Religious Freedom (IARF)
36. Weltkongress der IARF
vom 4. – 6. September 2023 in Kolosvár/Cluj, Rumänien
Vertrauen in Aussöhnung – Faith in Reconciliation
Gastgeberin: Ungarische Unitarische Kirche, in den Räumen des Unitarian College Kolosvár / Cluj
An dem Kongress  kann man sowohl als Person als auch nur online teilnehmen. (hybrid)
Kosten: 100 €   bei Anwesenheit vor Ort,   50 € für Personen unter 35 Jahren
30 €   bei digitaler Teilnahme,      15 € für Personen unter 35 Jahren
Übernachtung je nach Komfort: 340 €  - 40 €  für 4 Nächte (Verpflegung nicht inbegriffen)
Vor Kongress-Tour: vom 1. - 3. 9.
3 Tage Besuche und Besichtigungen von wichtigen Unitarischen Orten mit Übernachtung vor Ort. (z.B. Torda, Deva, Nagyajita, Hermanstadt)         Kosten 395 €
Nach dem Kongress:
IALRW Kongress 7. / 8. September ebenfalls in Kolsvár/Cluj. (auch hybrid)
International Association of Liberal Religious Women (IALRW)
Thema: Religions in action, from Reconciliation to inclusive Diversity
Weitere Informationen auf der website:  https://iarf.net/congress-2023
Frühling
Frühling hat die Dichter aller Zeiten zu allerlei beflügelten Worten veranlasst, bei uns Deutschen fasst Goethe unser Erleben scheinbar ewig zusammen:

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;…

Leider alles längst vergangen, Strom und Bäche sind eisfrei, sie waren im Februar schon fast wasserfrei und das schmälert das Hoffnungsglück in Grün doch sehr. –
Den nicht so kalten Winter haben wir in Deutschland gesichert hinter uns gebracht, das mediale Dauergezeter lässt die Ereignisse der Vorwochen vergessen, der Frühling, Sonnenstrahlen und die Aussicht auf Ostern liegen in der Luft. – Steigende Temperaturen sind jedoch nicht nur von Vorteil. In den Erdbebengebieten der Türkei und Syrien werden gerade mit dem beginnenden Frühling viele Probleme größer. Spenden kommen leider nicht immer so an, wie Spendende sich das erhoffen und dennoch sollte uns das „Hoffnungsglück“ der Menschen in den Erdbeben gebieten weiter Gedanke und Unterstützung für sie wert sein. Bei der Verbundaktion „Deutschland hilft“ gibt es das Spendenkonto
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX
bei der Bank für Sozialwirtschaft und dort lässt sich spenden. Stichwort: Erdbeben Türkei und Syrien.

Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften
Ankündigung der Tagung 2023

Die Freie Akademie lädt herzlich zu ihrer wissenschaftlichen Tagung zum Thema

Freiheit – Möglichkeiten und Gefährdungen

vom 18. bis 21. Mai 2023 in der Frankenakademie Schloss Schney, bei Lichtenfels ein.

Spätestens seit der europäischen Aufklärung steht der Begriff der Freiheit im Zentrum politischer und philosophischer Debatten. Schon nach der „Glorious Revolution“ 1688 in England hatte John Locke die These vertreten, dass eine Regierung nur dann legitim ist, wenn sie das Naturrecht auf Freiheit gewährt und schützt. Liberté, Égalité, Fraternité – unter dieser Losung stand dann das Epochenereignis der französischen Revolution. „Der Mensch wird frei geboren, und überall liegt er in Ketten“, so hatte Rousseau 1762 den bürgerlichen Impetus gegen Absolutismus und  Aristokratie und für die Republik formuliert. ...weiterlesen...
24.02.2023 - Schon ein Jahr
Krieg, Zerstörung und Trauer in der Ukraine. – Unsere Unterstützung und unser Mitgefühl gilt den Millionen Menschen, die von Tod, Flucht und Kriegsleid betroffen sind. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. lehnt Absolutsheitsansprüche Einzelner ab. Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. vertritt die Auffassung, dass Werte und Normen eines Gemeinwesens nur bei Wahrung der Würde jedes Einzelnen im Dialog vereinbart werden können.
Dialogbereitschaft, Friedfertigkeit und Toleranz im Umgang miteinander bedeuten jedoch nicht einseitige Hinnahme von Aggression.
Jede Einzelne kann die Ukraine auf ihre Weise unterstützen: https://germany.mfa.gov.ua/de
Alternativ ist die Unterstützung von Menschen bei vielen Organisationen möglich, beispielweise hier https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden-nothilfe-ukraine/

Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.
"Wer die Verfassung nicht versteht, gehört nicht in den Bundestag!"
Parlamentarier wegen "groben Fouls am demokratischen Rechtsstaat" verwarnt
140  amtierende Bundestagsabgeordnete haben 2015 für den verfassungswidrigen  § 217 StGB gestimmt, der von 2015 bis 2020 professionelle  Freitodbegleitungen in Deutschland untersagte. Mit Blick auf die  anstehende Neuregelung der Suizidassistenz wurde den betroffenen MdBs  nun eine „gelbe Karte“ zugestellt, um sie an ihr damaliges Foul am  demokratischen Rechtsstaat zu erinnern und sie davor zu bewahren, den  gleichen Fehler noch einmal zu begehen.
Auslöser der Aktion ist die  aktuelle Debatte zur Neuregelung der Suizidhilfe im Deutschen Bundestag.  Die dort verhandelten Gesetzentwürfe sind aus Sicht des Bündnisses  „Mein Ende gehört mir – Für das Recht auf Letzte Hilfe“, das für die  Aktion verantwortlich zeichnet, nicht geeignet, die Selbstbestimmung des  Einzelnen am Lebensende zu garantieren. Am schärfsten fällt das Urteil  des Bündnisses über den Gesetzentwurf von Lars Castellucci und anderen  aus, der darauf abzielt, § 217 StGB wieder einzuführen – mit nahezu  demselben Wortlaut, den das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 mit  8 zu 0 Stimmen für nichtig erklärt hat.
In dem Anschreiben an  die 140 mit einer gelben Karte verwarnten Bundestagsabgeordneten heißt  es dazu: „Sie haben 2015 für den verfassungswidrigen § 217 StGB gestimmt  und möglicherweise erwägen Sie nun abermals, das Recht auf  Selbstbestimmung am Lebensende in gravierender Weise einzuschränken.  Deshalb erinnern wir Sie mit der beigefügten gelben Karte daran, dass  Sie 2015 ein grobes Foul am demokratischen Rechtsstaat begangen haben,  für das Sie am 26. Februar 2020 vom Bundesverfassungsgericht  eindringlich verwarnt wurden. Einmal kann ein solches Malheur passieren.  Wer aber zweimal den gleichen Fehler begeht, legt eine Form von  Ignoranz gegenüber Grundrechten und Justiz an den Tag, die mit den  Spielregeln einer Demokratie schwerlich in Einklang zu bringen ist!“ ...weiterlesen ...
2023 General Assembly & World Humanist Congress 3.–6. August 2023 Kopenhagen
Veranstaltet von der Dänischen Humanistischen Gesellschaft in Zusammenarbeit mit einem gemeinsamen Komitee der nordischen Mitglieder und Assoziierten von Humanists International
Der Humanistische Weltkongress 2023 wird von Donnerstag, 3. August, bis Sonntag, 6. August 2023, in Kopenhagen stattfinden. Diese viertägige Veranstaltung bietet eine Reihe kultureller und intellektueller Erfahrungen und bringt Humanisten aus der ganzen Welt zusammen.
Die Generalversammlung 2023 wird rund um den Humanistischen Weltkongress stattfinden. Die Generalversammlung bringt Vertreter der Mitgliedsorganisationen von Humanists International aus der ganzen Welt zusammen, um das demokratische Leitungsorgan der humanistischen Bewegung zu bilden. ...weiterlesen...
Für die Jugendaustauschreise nach Indien anmelden!
Eine Jugendgruppe aus dem Havelland wird im Rahmen des Jugendaustauschprogrammes des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. (HFH) vom 21. Oktober bis 5. November 2023 nach Indien reisen. Die Reise wird durch das Landesjugendamt mit Mitteln des Bundesjugendplans und durch das Jugendamt Havelland gefördert; der Eigenanteil beträgt 600,00 €. Seit 1996 gibt es einen fruchtbaren und kontinuierlichen Jugendaustausch mit der Partnerorganisation des HFH im indischen Unionsstaat Andhra Pradesh, dem Atheist Centre in Vijayawada. ...weiterlesen...
Erinnern
Sich erinnern, jemanden erinnern, an jemanden erinnern, sich gemeinsam erinnern, gemeinsame Erinnerung, gemeinschaftliche Erinnerung, Erinnerungen lebendig halten, aus Erinnerungen lernen – das ist ein immerwährender Prozess, der nicht auf Gedenktage beschränkt sein sollte. Aber der heutige Gedenktag fordert uns zum Innehalten auf: Das Grauen der bürokratisch systematisierten Tötung von Menschen ging von Deutschen aus. Das dürfen wir dauerhaft nicht vergessen, auch wenn es anderswo in dieser Welt Vorfälle gibt, die ähnlich grauenvoll erscheinen.
Grund und Anlass, alte und neue Kategorien von Anderssein zu hinterfragen und den Menschen im Gegenüber –der oder dem vermeintlich Andere(n)- zu sehen und anzunehmen. Das täte uns in Deutschland, aber auch in der Welt als Menschen gut. – Erinnern heißt auch, dass wir als Einzelmensch einzeln und als Teil von Gemeinschaften jeden Tag die Wahl haben, uns weniger grauenvoll als gestern, vorgestern oder im letzten Jahrhundert zu verhalten.

Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften
Band 41 der Freien Akademie über Nachhaltigkeit erschienen
Die Freie Akademie veröffentlicht zum Thema „Nachhaltigkeit“ ein neues Buch ihrer Schriftenreihe, inzwischen Band 41. Dieser von Ute Urban herausgegebene Sammelband legt die Ergebnisse der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie im Mai 2022 vor. Die Beiträge sind aus den Fachdisziplinen der Autorinnen und Autoren. Besonders bedeutsam erscheinen die interdisziplinären Ansätze und die Gegenwartsrelevanz.
Nachhaltigkeit gilt als ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll. Mit anderen Worten: Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Maß an Ressourcennutzung „dauerhaft aushalten“, ohne Schaden zu nehmen. ...weiterlesen...
Wider der Wiederkehr der Staatsreligion – vom Ringen um die Freiheit in Religion und Weltanschauung heute
Gott, Familie, Vaterland“ – mit dieser Parole ist genau 100 Jahre nach dem Marsch Benito Mussolinis auf Rom am 25. September in Italien die faschistische Bewegung mit der bekennenden Neofaschistin Giorgia Meloni an der Spitze wieder zur stärksten Kraft geworden.
In Brasilen lautet bezeichnenderweise der Ruf von Bolsonaros Anhängern zur Stichwahl am 23. Oktober fast wortgleich: „Für Gott, Familie, Freiheit, Vaterland“. Dahinter verbirgt sich wie in Italien die Ablehnung von LGBTQ-Themen, der Kampf gegen Abtreibung, die Abschaffung von Frauenrechten. „Wir wählen Bolsonaro, weil er Gott ist“, predigt die evangelikale Pastorin Laura Almeida in Recife. „Im Einklang mit dem Wort Gottes verteidigt er dieselben Prinzipien, die wir auch haben!“
Jedem nach Freiheit in Religion und Weltanschauung strebenden Menschen muss diese Renaissance des klerikalen Faschismus große Sorgen bereiten. Denn wer die jüngste Menschheitsgeschichte betrachtet, muss erkennen, dass dort, wo auf religiöser Grundlage Argumentierende die politische Macht erhalten haben, genau dort danach für eine lange Periode nur wenig Freiheit zurückbleibt
Schauen wir beispielhaft nach Ungarn: Viktor Orban – einer der Vizepräsidenten der „Christlich Demokratischen Internationale“ schränkt seit seiner Wahl 2010 die Menschenrechte in Ungarn systematisch ein. Er betont insbesondere die Rolle der christlichen Kirchen und der traditionellen Familie. Autoritarismus und Nationalismus sind in der Rhetorik und Politik seiner Partei Fidesz stark verankert; die Zuständigkeiten des Verfassungsgerichtes wurde eingeschränkt, die Möglichkeit, über Volksentscheide auf die Politik Einfluss zu üben, wurde erheblich begrenzt, die öffentlich-rechtlichen Medien in Ungarn sind praktisch gleichgeschaltet. ...weiterlesen...

Buchvorstellung:
DFW-Heft 33: Die Bündelung der freigeistigen Kräfte in der Weimarer Republik. Ausgewählte Texte aus der Reichsarbeitsgemeinschaft freigeistiger Verbände der deutschen Republik
69 S., geheftet, € 9,00 | ISBN 978-3-943624-80-9 | www.lenz-verlag.de oder im Buchhandel
Im Jahr 2022 begehen wir das 100. Gründungsjubiläum der Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik (RAG), des Dachverbandes verschiedener freigeistiger, freireligiöser, monistischer, freidenkerischer und säkular-humanistischer Verbände und Körperschaften in der Weimarer Republik. Sie wurde am 9. und 10. Oktober 1922 in Magdeburg gegründet und vertrat in den Folgejahren bis zu einer Million Mitglieder. In den größeren Städten wurden Ortskartelle gebildet.
Von den Aktivitäten, Anliegen und Aufgaben der freigeistigen Organisationen in der RAG ist wenig beschrieben und uns hinterlassen worden. Das nationalsozialistische Hitler-Regime hat seit der Auflösung der RAG, seit seiner Machtergreifung 1933 die Funktionäre der RAG verfolgt und Schriftgut vernichtet. Es war dann gefährlich, sich zu den Anliegen der RAG zu bekennen, deren Ziele offen zu vertreten und Dokumente der RAG zu besitzen. Aufzeichnungen, Druckerzeugnisse und Schriftgut der RAG haben die Zeit zwischen 1933 und 1945 nur an wenigen Orten überstanden. Funktionäre der freigeistigen Verbände der RAG wurden verfolgt, mussten emigrieren oder wurden – wie Max Sievers (1887–1944) – vom Nazi-Regime ermordet. Dank der Aufzeichnungen von Carl Peter (1874–1958), die er vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg anfertigte, wissen wir Details der Entwicklungen der RAG. Sie sind im Archiv des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands KdöR bewahrt.
Die Unmittelbarkeit des wirklichen Menschen – Ludwig Feuerbach zum 150. Todestag
Am 13. September 1872 verstirbt im 68. Lebensjahr der Philosoph und Religionskritiker Ludwig Feuerbach in Nürnberg. Sein 150. Todestag ist ein angemessener Anlass, sich seiner freigeistigen Ideenwelt erneut zu versichern. Befragen wir Feuerbachs Philosophie nach ihrer Geschichtsmächtigkeit und ihrer Aktualität. Gedenktage sind Anlässe, uns mit dem Denker und seinen Wirkungen eingehender zu beschäftigen. Dabei sind wir uns bewusst, dass seine Philosophie nicht auf die Stichworte Aufklärung, Vernunft und Religionskritik reduzierbar sind, sie aber zentrale Bedeutungen besitzen und ausstrahlen. Und Feuerbach ist nicht eine Persönlichkeit, die nur zu Jubiläen herausgeholt werden sollte. ...weiterlesen...
Neue Erklärung zum modernen Humanismus anlässlich des 70-jährigen Bestehens der weltweiten humanistischen Bewegung veröffentlicht
Im August dieses Jahres feiert Humanists International (von 1952 bis 2019 als Internationale Humanistische und Ethische Union bekannt) ihr 70-jähriges Bestehen seit ihrer Gründung 1952 in Amsterdam.Aus diesem Anlass wurde eine neue Erklärung des modernen Humanismus veröffentlicht, in der die Grundprinzipien des Humanismus formuliert sind. Die überarbeitete Erklärung wurde von den Mitgliedern und Assoziierten von Humanists International während der Generalversammlung 2022 demokratisch überprüft und angenommen.
Andrew Copson, Präsident von Humanists International, fügte hinzu: "Humanistische Überzeugungen und Werte sind so alt wie die Zivilisation und haben in den meisten Gesellschaften der Welt eine Geschichte. Der moderne Humanismus ist der Höhepunkt dieser langen Traditionen des Nachdenkens über Sinn und Ethik, die Quelle der Inspiration für viele der großen Denker, Künstler und Menschenfreunde der Welt und ist mit dem Aufstieg der modernen Wissenschaft verwoben. Als globale humanistische Bewegung versuchen wir, allen Menschen das Wesentliche der humanistischen Weltanschauung bewusst zu machen, die in unserer Erklärung zum Modernen Humanismus zusammengefasst ist."

Bedarf es einer neuen Aufklärung?
 
Konferenzbericht von Silvana Uhlrich-Knoll
Mit großer Freude folgten über 200 Delegierte aus der ganzen Welt dem Aufruf der Humanists International (HI), sich nach zwei Jahren Abstinenz im internationalen Kontext wieder zu treffen. Der DFW als HI-Mitglied hat ebenfalls an der Tagung und an der Generalversammlung teilgenommen. Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung war die Humanistische Gesellschaft Schottlands, welche vom 3.-5. Juni 2022 nach Glasgow einlud. Schon am ersten Abend wurde bei der Eröffnungsveranstaltung im „Mackintosh at the Willow” die Auszeichnung „Gordon Ross Humanist Award Winner 2021” vergeben. Dieses Jahr ging die Ehre an Mary Mackay, eine schottische Frau, die sich seit Jahren für StreetCare Edinburgh engagiert, in Calais/Frankreich ehrenamtlich im Flüchtlingscamp eine Versorgungsküche aufbaute und sich immer für die Armen und Schwachen in Schottland und anderen Ländern einsetzte. ...weiterlesen...
Unitariertag 2022 in Köln – Blick zurück und nach vorn
Unter dem Motto „life alive“ traf sich die Unitarier Religionsgemeinschaft freien Glaubens e.V. zu ihrem Unitariertag Pfingsten 2022 in Köln. Das Motto der Veranstaltung war dem pandemiebedingten Ausfall im Jahr 2021 und der Situation im Allgemeinen geschuldet. Die Alterung der Mitglieder, das allgemeine fehlende Interesse an dauerhaften Bindungen zu Organisationen und die vom Präsidium seit 5 Jahren in Gang gesetzte Strukturänderung bestimmten nicht nur die Hauptversammlung, die über die weitere Transition des Vereins zur Körperschaft abstimmte und die feste Einstellung von Rica Kaufel als unitarische Begleitung/Mediatorin für die Zukunft beschloss. ...weiterlesen...
GeMAInsam Zukunft gestalten: 1. Mai 2022
Freireligiöses Grußwort bei der Kundgebung des DGB „GeMAInsam Zukunft gestalten“ zum 1. Mai 2022 im Ebertpark Ludwigshafen
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Menschen.
Heute unbeschwert den Tag der Arbeit zu feiern, fällt mir nicht leicht.
Ja, ich finde es schön, Euch endlich wieder zu treffen. Ich freue mich auf die Gelegenheit, mit all denen von Mensch zu Mensch sprechen zu können, die ich in den vergangenen zwei Jahren nicht gesehen habe.
Und ja, wir alle haben uns nach zwei Jahren Pandemie einen Ersten Mai verdient, an dem es um die Anliegen der Arbeitnehmer*innen geht, um Rückbesinnung auf das bis jetzt durch die Gewerkschaften Erreichte, und um den Blick auf die Lösung zukünftiger Probleme und Herausforderungen. ...weiterlesen...
Ein guter Start: Eindrücke von der Eröffnungsfeier des
FORUM FRANKLIN mit anschließendem Tag der offenen Tür
Hier ein paar persönliche Eindrücke von der Eröffnung des Forum Franklin in Mannheim. Am 21. Mai 2022 wurde das neu gebaute Domizil der Freireligiösen Gemeinde Mannheim feierlich eingeweiht: mit einem Festakt, Ansprachen, Vorträgen, musikalischer Umrahmung und einem Tag der offenen Tür.
Die zahlreichen Besucher konnten sich das imposante Bauwerk während der Führungen genau ansehen: vom Altenheim einschließlich Tagespflege über den Kindergarten inkl. Hort und die Service-Wohnungen bis zum Verwaltungstrakt samt großem Saal und Jugendräumen. Beim Sektempfang, an der Kuchentheke und der Kaffeebar konnten die Gäste viele Kontakte wieder vertiefen: Nach der langen Pandemiezeit gefiel es allen  Anwesenden, endlich wieder eine größere Veranstaltung zu erleben, bei der man mit vielen Menschen persönlich sprechen konnte, die man lange nicht gesehen hatte. Der wunderschön begrünte Innenhof lud an diesem Tag ein, lange zu verweilen und das schöne Wetter zu genießen. Die hervorragende Bewirtung mit allerlei Köstlichkeiten, Musik u.a. aus dem Leierkasten und Spiele für die Jüngsten machten den Tag perfekt.
Ich gratuliere der Freireligiösen Gemeinde Mannheim ganz herzlich zu diesem gelungenen Auftakt im neuen Zuhause und wünsche alles erdenklich Gute für die Zukunft.
Ortrun Lenz
07.10. bis 09.10.2022 in
Mannheim FORUM FRANKLIN
100 Jahre „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“
DFW-Hauptversammlung und Festveranstaltung
In diesem Jahr steht die Hauptversammlung des DFW an und sie wird am 08.10.2022 von 10.00 bis 18.00 Uhr in Mannheim im neuen Gemeindezentrum FORUM FRANKLIN der Freireligiösen Gemeinde Mannheim stattfinden.
Bei einer Anreise bereits am 07.10.2022 besteht die Gelegenheit, weitere Orte in Mannheim zu besuchen. Das Treffen anlässlich der Hauptversammlung nimmt der DFW zum Anlass, mit einer Festveranstaltung am Sonntag, den 09.10.2022, an die Gründung der Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik am 9.Oktober 1922 in Magdeburg zu erinnern. Die Festveranstaltung am 09.10.2022 wird von 10.00 bis 12.30 Uhr im Saal des FORUM FRANKLIN, Robert-Funari-Straße 38-40, 68309 Mannheim stattfinden. Sie beginnt mit einem musikalischen Auftakt. Anschließend wird Dr. Volker Mueller, Falkensee, in seinem Vortrag „Bündelung der freigeistigen Kräfte – 100 Jahre Reichsarbeitsgemeinschaft“ die Ziele und Überlegungen zu gleichberechtigtem Wirken von Religionen und Weltanschauungen und seine Ableitung zum heutigen Selbstverständnis von Geistesfreiheit und Humanismus darlegen. Ergänzend hierzu wird Dr. Klaus-Jürgen Becker vom Stadtarchiv Ludwigshafen zum Thema "Wider die Wiederkehr der Staatsreligion – vom Ringen um die Freiheit in Religion- und Weltanschauung heute" sprechen. Nach musikalischer Umrahmung und Abschluss wird bei einem anschließenden Empfang Gelegenheit zum Austausch und zum Kennenlernen des FORUM-FRANKLINs sein. Der DFW freut sich, an diesem Wochenende Gäste aus allen Mitgliedsorganisationen und befreundeten Gemeinschaften zu begrüßen.
Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband Freier Weltanschauungen e.V.

Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.
100 Jahre „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ – Aufruf des DFW
Im Jahr 2022 begehen wir das 100. Gründungsjubiläum der „Reichsarbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republik“ (RAG), dem Dachverband verschiedener freigeistiger, freireligiöser, monistischer, freidenkerischer und säkular-humanistischer Verbände und Körperschaften in der Weimarer Republik. Er wurde am 9. und 10. Oktober 1922 in Magdeburg gegründet und vertrat bis zu einer Million Mitglieder. In den größeren Städten wurden Ortskartelle gebildet.
Als Hauptaufgaben wurden verfolgt: Schutz und Ausbau der freigeistigen Bewegung zur Verwirklichung der Geistes- und Gewissensfreiheit, Trennung von Staat und Kirche, Trennung von Kirche und Schule sowie alle zwei Jahre die gemeinsame Gestaltung freigeistiger Wochen. Fragen der Kultur und Aufklärung, der Schulbildung, des Kirchenaustritts und der Friedhofsangelegenheiten wurden gemeinsam verfolgt. Der faire Austausch und eine an den gemeinsamen Interessen ausgerichtete Kooperation erfolgten trotz der Meinungsvielfalt in der RAG auf der Basis des Respekts vor der Identität der anderen Verbände in der RAG. Mit einer Stimme wurde gegenüber der damaligen Reichsregierung und des Parlaments aufgetreten.
Als Persönlichkeiten der freigeistigen humanistischen Bewegung von 1922 bis 1933 waren unter anderem Gustav Tschirn, Carl Peter, Carl Rieß, Georg Kramer, Georg Pick, Theodor Hartwig, Albert Heuer und Max Sievers in der RAG aktiv. Das Besondere ist, dass gefordert wurde, dass der Staat weltanschaulich neutral sein solle und alle Religionen und Weltanschauungen gleichbehandelt werden. Die RAG-Mitglieder waren gleichberechtigt organisiert. Am Anfang der 30er Jahre wandten sich die Verbände der RAG zunehmend gegen den aufkommenden Faschismus und Nationalismus und gegen Unfreiheit und Verletzungen der Menschenwürde. Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus wurde 1933 auch die Reichsarbeitsgemeinschaft aufgelöst.
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW), der sich in der Tradition der RAG versteht, feiert das 100-jährige Jubiläum der Reichsarbeitsgemeinschaft für Geistesfreiheit und Humanismus und leitet aus dem historischen Vermächtnis sein Selbstverständnis für sein gegenwärtiges und künftiges Wirken ab.
In einem bundesweiten Fest im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit allen DFW-Mitgliedsorganisationen – eventuell am 9. Oktober 2022, in Mannheim – wird dieses Jubiläum würdig begangen.
Beschluss des Präsidiums des DFW, 31. Mai 2021

Swaantje Schlittgen
Präsidentin des DFW

Dr. Volker Mueller
DFW-Präsidiumsmitglied für Grundsatzfragen
Nachhaltigkeit – Wie kann sie gelingen?
Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie 2022
Die Freie Akademie wird ihr Tagungsthema, das aufgrund der  Corona-Pandemie verschoben werden musste, nun im Frühjahr 2022 in  Präsenz durchführen. Somit lädt sie erneut zu ihrer wissenschaftlichen  Tagung zum Thema
Nachhaltigkeit – Wie kann sie gelingen?
vom 26. bis 29. Mai 2022, in die Frankenakademie Schloss Schney, bei Lichtenfels, herzlich ein.
Alexander von Humboldt (1769 – 1859) erforschte die Erde und berichtete über ihre Zusammenhänge. Er sammelte durch seine Reisen und Beobachtungen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse und entwickelte die Zusammenhänge der Ökosysteme und den menschlichen Einfluss darauf. Damit war er Pionier der Klimaforschung. Darauf bauen die weiteren Forschungen der letzten 250 Jahre auf und entwickelten weitergehende Modelle. Lange Zeit waren diese Prognosen und Auswirkungen nur in fernen Ländern bedrohlich. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Klimaänderungen, Stürme und Dürre nehmen allerdings auch in Deutschland zu. Die Erde zeigt somit ihre Grenzen auf. Beängstigend ist, dass die aus den Modellen entwickelten Vorhersagen früher Realität werden und trotzdem noch angezweifelt werden.
In der menschlichen Geschichte entstand schon früh die Erkenntnis, dass der Mensch ein Teil der Natur ist, in der er wirkend und ihren Gesetzen unterworfen lebt. Natur und Umwelt sind die Lebensgrundlagen des Menschen, ja der gesamten belebten Natur auf der Erde. In den letzten Jahrzehnten haben wir Raubbau an den natürlichen Ressourcen betrieben, haben die ökologische Sicherheit sträflich vernachlässigt, Umweltprobleme globalen Ausmaßes zugelassen und Klima, Atmosphäre, Wasser, Boden, Flora und Fauna wesentlich geschädigt. Welche Ursachen sehen wir hierfür und welche Entwicklungen zu Veränderungen müssen wir umgehend einleiten? Wie kann die ökologische Wende nachhaltig gelingen?   
Die Bewegung der „Fridays for Future“ mahnt an, aus den  wissenschaftlichen Erkenntnissen die entsprechenden Aktionen abzuleiten.  Eine neue Ethik und Kultur des Lebens unter Achtung der natürlichen  Grenzen ist erforderlich. Wir sind hierdurch aufgefordert, globale  Strategien zu entwickeln, die erdverträgliche Lebensweisen im  Anthropozän ermöglichen.
Auf der Jahrestagung der Freien Akademie 2022 wollen wir  anthropogen, ökonomisch, pädagogisch, verantwortungsethisch,  verbraucherpraktisch und technologisch begründbare Ursachen der  Menschheitskrise sowie Möglichkeiten dieser Bereiche für Nachhaltigkeit  diskutieren. Wir laden Sie herzlich ein, unsere Daseins- und Wertefragen  zu dieser Thematik intensiv und interdisziplinär zu erörtern.
Dr.-Ing. Ute Urban
Wissenschaftliche Tagungsleiterin
Dr. Volker Mueller
Präsident der Freien Akademie
Einladung zum Unitariertag 3. bis 6. Juni 2022 in Köln
Liebe Unitarierinnen und Unitarier, liebe Gäste von nah und fern,
wir freuen uns, Sie herzlich zum Unitariertag 2022 in Köln-Riehl einladen zu können. Seit 1959 fand alle zwei Jahre -also in den ungeraden Jahren- ein Unitariertag statt. Im Jahr 2021 musste er ausfallen - nun holen wir unseren Unitariertag nach, zum ersten Mal in einem geraden Jahr. Eine Premiere.
In den Corona-Lockdowns hatten wir viele Premieren. Durch Online-Feierstunden, Gesprächskreise und sogar Mitgliederversammlungen konnten wir in Verbindung bleiben und haben dabei sogar einige positive Aspekte entdeckt. Dennoch können digitale Formate die Begegnung von Mensch zu Mensch nicht ersetzen. Das Gespräch von Angesicht zu Angesicht, der direkte Austausch, eine herzliche Umarmung, all das brauchen wir zum Leben und das geht nur „live“.
Deswegen laden wir Sie ein, den ersten Unitariertag nach der Pandemie gemeinsam und „live“ mit uns zu feiern. Endlich wieder unitarische Veranstaltungen im realen, im echten Leben, welch’ eine Freude! Diese Freude wollen wir auch in unserem Motto "life alive“ mit seinen reichhaltigen Facetten zum Ausdruck bringen. Unser (unitarisches) Leben kann sich wieder im direkten Kontakt abspielen, in Berührungen und persönlichen Gesprächen. Gemeinsam, verbunden, lebendig und unitarisch. Wir haben dazu ein Programm zusammen gestellt, das einige Facetten dieses vielfältigen Themas beleuchten wird. Neben Feierstunden, Musik, einem Vortrag, buntem Abend und Diskussionen wird aber auch genügend Zeit für persönliche Gespräche bleiben.
Mir han uns lang schon nit mieh jesin.
Kumm setz dich einfach jet zo uns hin.
Kumm no Kölle am Rhing!

Inga Brandes & Prof. Dr. Karsten Urban
Programm
3. Juni 2022
20:00 Uhr Eröffnung mit Wasserzeremonie
Präsidium
4. Juni 2022
09:00 Uhr Hauptversammlung
12:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Hauptversammlung Fortsetzung
18:00 Uhr Abendessen
20:00 Uhr Musikabend
5. Juni 2022
09:00 Uhr Morgenbesinnung
10:00 Uhr Vortrag
Prof. Dr. Manuela Kalsky
12:00 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Kulturprogramm und Ausflüge
Die Gestaltung des Programms ist derzeit noch in
Planung und wird in den unitarischen blättern veröffentlicht.
20:00 Uhr Hybrid-Feierstunde
Rev. Rica Kaufel
21:00 Uhr Bunter Abend
6. Juni 2022
09:00 Uhr Fishbowl zur Feierstunde
von Rev. Rica Kaufel
11:00 Uhr Abschlussveranstaltung
12:30 Uhr Mittagessen

Kontaktdaten
Unitarier - Religionsgemeinschaft
freien Glaubens
Bundesgeschäftsstelle
Helene-Lange-Weg 13
25436 Uetersen
E-Mail: info@unitarier.de
Tel.: (0 41 22) 40 84 17 7
Köln erleben am Unitariertag 2022
Die Millionenmetropole am Rhein hat viel zu bieten: Köln am Rhein ist das kulturelle Zentrum einer Großregion. Römische Überreste der Stadtmauer zeugen von den Anfängen vor 2000 Jahren. Allein zwölf romanische Kirchen belegen die hohe Bedeutung im 13. Jahrhundert. Wahrzeichen der Stadt sind die Doppeltürme des gotischen Domes aus dem 19. Jahrhundert Jahrhundert. Religiös war Köln lange Zeit vom katholischen Glauben dominiert, während protestantische Strömungen unterdrückt wurden. Bereits 321 n. Chr. sind Juden in Köln bekannt, es handelt sich um deren Ersterwähnung in Deutschland. Inzwischen gehört nicht mehr die Mehrheit der Kölner der evangelischen oder katholischen Konfession an: Eine Vielzahl verschiedener Religionsgemeinschaften ist in Köln vertreten.
Erlebt werden können die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vom Wasser, aus der Luft und natürlich auf der Erde. Mit dem Schiff kann die Silhouette der historischen Altstadt bequem auf einer Panoramafahrt betrachtet werden, die einen Überblick zur Stadtgeschichte beinhaltet. Einen Blick aus der Luft gestattet eine Seilbahnfahrt (über den Rhein und zurück in 20 Minuten). Eine allgemeine Stadtführung, die etwa 1,5 Stunden dauert, lässt einen zu Fuß die Kulturdenkmäler mehr aus der Nähe erleben. Mit dem Bus ist eine solche Stadtführung bei gleicher Dauer mit dem Hop-on-hop-off-Prinzip bequemer.
Alternativ möglich ist eine Nutzung der Bimmelbahn durch die Altstadt, hier ist jedoch keine Führung inbegriffen. Fußläufig gut erreichbar von der Jugendherberge ist mit dem großen Kölner Zoo ein Publikumsmagnet nicht nur für Kinder. Modern und schick unter den vielen Kölner Museen ist das Rautenstrauch-Joest-Museum der Kulturen der Welt. Neben der lohnenden Dauerausstellung hoffen wir, dass dort auch noch im Juni Führungen zur „Vielfalt des Glaubens“ am Beispiel des Hinduismus und Buddhismus stattfinden werden. Das Museum Ludwig wartet mit moderner Kunst direkt neben dem Hauptbahnhof auf. Da das direkt benachbarte Römisch-Germanische Museum sanierungsbedingt geschlossen hat, wartet die Sonderausstellung „Rom am Rhein“ im Belgischen Haus am Neumarkt auf Interessierte.
In dem kurzen Zeitfenster des Sonntagnachmittags kann nur ein kleiner Teil der Sehenswürdigkeiten Kölns betrachtet werden. Ein längerer Aufenthalt in Köln lohnt daher.
Weitere Infos auf www.unitarier.de
Martin Grünewald
Presseerklärung der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R. zum internationalen Tag gegen Rassismus
Freireligiöse rufen zu Toleranz und Menschlichkeit auf und fordern Solidarität mit den Opfern von Rassismus und Diskriminierung
„Am heutigen Tag setzen Menschen weltweit ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung. Die Freie Religion macht seit ihren Anfängen vor 175 Jahren keine Unterschiede zwischen Ge-schlecht, Herkunft oder körperlichen Merkmalen. Was für uns zählt, ist der Mensch in seinem diesseitigen Wirken zum Wohle aller Lebewesen dieser Welt.“ erklärt Tenko Saphira Bauer, Prä-sidentin der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz.
„Freireligiöse in der Pfalz wie im ganzen Bundesgebiet stellten sich von Beginn an entschieden gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Hass. Dieses seien die häufigste Wurzel von Krieg, Elend und Vertreibung,“ so Bauer weiter. „Wir wollen den heutigen Tag nutzen, um an dieses – für das friedliche Zusammenleben der Menschen auf diesem Planeten essentielle – Anliegen, das in Artikel 2 der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen festgeschrieben steht, zu erinnern und rufen alle Menschen auf, Diskriminierung und Rassismus zu bekämpfen.“
Mit Sorge sehe Bauer die Folgen von Nationalismus und Rechtsruck vieler Länder, die – wie aktuell in der Ukraine und weiteren Orten der Welt – kriegstreibend wirke und das jahrhundertelange friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft aufkündige und auf Generationen hinaus vergifte.
„Viele Freireligiöse haben aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu unserer nicht-christlichen Religionsgemeinschaft Diskriminierungserfahrungen gemacht und erleben bis heute Ausgrenzung, wenn sie sich offen zu ihrem humanistisch – naturwissenschaftlichen Weltbild bekennen. Diese eigenen Erfahrungen bewegen viele unserer Mitglieder dazu, sich anderen solidarisch zu zeigen und sich persönlich für Integration zu engagieren und gegen Rassismus auf die Straße zu gehen.“ ergänzt Landessprecherin Marlene Siegel. Auch wenn der Anlass des heutigen Gedenktags der Vereinten Nationen ein beklagenswerter sei, so wäre doch der 21. März in der Freien Religion ein positives Datum, da Freireligiöse an diesem Tag das Naturereignis der Tag-Nacht-Gleiche würdigten, die die Mitte des Sonnenlaufes zwischen der Winter- und Sommersonnenwende markiere, betont Siegel.
Tenko Saphira Bauer (Präsidentin)
Marlene Siegel (Landessprecherin)

Erklärung zum Krieg Russlands gegen die Ukraine
01.03.2022 – Das Präsidium des Dachverbandes freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. und die Vertreterinnen seiner Mitgliedsorganisationen sind entsetzt über den völkerrechtswidrigen brutalen Krieg Russlands in der Ukraine. Wir fühlen mit allen Menschen, welche in ihrem eigenen Land von Tod und Verfolgung bedroht sind.
Unsere Überzeugung, dass Geistesfreiheit, die Freiheit der Weltanschauung, des Glaubens, Gewissens und der Religion nur bei Wahrung der Würde jedes Einzelnen im Dialog vereinbart werden können, ist der Maßstab für das Zusammenleben im Kleinen wie im Großen. Autoritäre Strukturen, Gewaltanwendung und Krieg stehen im Widerspruch hierzu.
Menschenwürde, Menschlichkeit, die Achtung der Menschenrechte und die Toleranz gegen Andere sind unabdingbare Grundwerte für den Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. Der Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. bekennt sich zum friedlichen Zusammenleben der Völker: er ächtet den Krieg und sieht im menschlichen Leben ein einmaliges, unantastbares Gut.
Wir appellieren an uns alle, unsere direkten und europäischen Nachbarn persönlich und materiell zu unterstützen, die sich im In- und Ausland, mit vielfältigen Aktionen gegen diesen Krieg wenden und tätige Hilfe leisten. Unsere Mitgliedsorganisationen unterstützen die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Vertriebenen wie auch die mit uns verbundenen internationalen Verbände Humanists International, EHF, IARF.

Swaantje Schlittgen
Präsidentin

Silvana Uhlrich-Knoll,
Vize-Präsidentin
Erklärung zum Krieg Russlands gegen die Ukraine
Das Präsidium des BFGD ist entsetzt über den völkerrechtswidrigen und verbrecherischen Krieg Russ-lands in der Ukraine. Wir fühlen mit den Menschen, welche in ihrem eigenen Land von Tod und Verfol-gung bedroht sind.
Für den Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands, K.d.ö.R. (BFGD) sind Menschenwürde, Menschlichkeit, die Achtung der Menschenrechte und die Toleranz gegen Andere unabdingbare Grundwerte. Er bekennt sich zum friedlichen Zusammenleben der Völker: er ächtet den Krieg und sieht im menschlichen Leben ein einmaliges, unantastbares Gut.
Wir fordern vom Präsidenten Russlands, Putin, die sofortige Beendigung aller kriegerischen Handlungen und das Zurückziehen aller russischen Streitkräfte in ihre heimatlichen Kasernen. Dieser Krieg ist durch nichts gerechtfertigt, verstößt eklatant gegen das Völkerrecht und kann nur als verbrecherisch bezeichnet werden. Wir fordern die sofortige Beendigung.
Gemeinsam mit unseren Mitgliedsgemeinschaften werden wir uns an vielfältigen Aktionen und Demonstrationen gegen Krieg und Terror beteiligen und die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Vertriebenen unterstützen.
Für das Präsidium
Siegward Dittmann
Präsident

Humanists International: „Menschenrechtsrat muss auf Russlands Invasion in der Ukraine reagieren“
Im Vorfeld einer Dringlichkeitsdebatte im UN-Menschenrechtsrat über die Menschenrechtssituation in der Ukraine nach der unprovozierten und illegalen Invasion durch Russland fordert Humanists International die Schaffung eines UN-Mechanismus zur Überwachung und Berichterstattung über die Situation in der Ukraine und die Suspendierung Russlands als Mitglied des Menschenrechtsrates.
Bei der Eröffnung der 49. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates, die heute morgen begann, forderte die Ukraine den Rat auf, die Durchführung einer Dringlichkeitsdebatte nach der russischen Invasion am 24. Februar zu genehmigen. Als der ukrainische Botschafter die Durchführung der Debatte forderte, sagte er: "Der Grund für diesen Antrag ist der ganzen Welt bekannt. Russland, ein Mitglied dieses Rates, hat einen unprovozierten und einheitlichen Angriff auf die Ukraine verübt". Sie stellte fest: "Die russische Aggression wird von einem massiven Strom von Desinformationen begleitet, die darauf abzielen, die Wahrheit zu verdrehen und die internationale Gemeinschaft in die Irre zu führen. Einiges davon werden wir heute und auch in anderen Räumen des [UN-]Palastes der Nationen hören."
Die Mitglieder des Menschenrechtsrates haben den Antrag auf eine Dringlichkeitsdebatte angenommen. 29 von 47 Ländern stimmten dafür. China, Kuba, Russland, Venezuela und Eritrea stimmten gegen die Durchführung der Debatte. Armenien, Kamerun, Gabun, Indien, Kasachstan, Mauretanien, Namibia, Pakistan, Senegal, Somalia, Sudan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Usbekistan enthielten sich der Stimme. Die Debatte ist vorläufig für Donnerstag, den 3. März, angesetzt.
Im Vorfeld der Debatte fordert Humanists International, dass die Debatte zur Verabschiedung einer Resolution führt, die Russlands Verstöße gegen das Völkerrecht, einschließlich des internationalen Strafrechts, der internationalen Menschenrechte und der UN-Charta, unmissverständlich verurteilt. Sie sollte anerkennen, dass das Vorgehen Russlands gegen die Ukraine eine unprovozierte und illegale Invasion darstellt, die zu massiven Menschenrechtsverletzungen geführt hat und führen wird. Sie schließt sich auch der Forderung des Internationalen Dienstes für Menschenrechte an, die Resolution wie folgt zu formulieren
- Aufforderung an die UN-Generalversammlung, die Mitgliedschaft Russlands im Menschenrechtsrat auszusetzen;
- die Einrichtung eines Mechanismus, z.B. einer Untersuchungskommission, um die Lage in der Ukraine zu überwachen und darüber Bericht zu erstatten und um die Rechenschaftspflicht für Verstöße, einschließlich Aggressionsverbrechen, Gräueltaten und andere Menschenrechtsverletzungen, zu fördern;
- Beauftragung eines Sonderberichterstatters für die Menschenrechtslage in Russland selbst. Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Russlands repressiver Menschenrechtsbilanz im eigenen Land (d.h. Unterdrückung der Zivilgesellschaft, Straffreiheit für Angriffe auf Journalisten, strenge Beschränkungen der Meinungsfreiheit und Verbreitung von Desinformation) und Putins Fähigkeit, einen Angriffskrieg mit äußerst begrenzter Kontrolle, Ausgewogenheit oder Rechenschaftspflicht zu führen.

Statement des internationalen Rates für Religionsfreiheit zum Krieg in der Ukraine

Wir sind zutiefst traurig und entsetzt über die feindlichen Handlungen, welche zu diesem Krieg geführt haben und die damit eine verbundene gesteigerte Bedrohung für die friedliche Koexistenz in der Region und darüber hinaus darstellen.
Wir sind davon überzeugt, dass bewaffnete Konflikte niemals ein Weg sein sollten können Sicherheitsbedenken zwischen Ländern zu klären.
Wir möchten allen Opfern dieses Krieges unser tief empfundenes Mitgefühl ausdrücken. Gerade auch jenen, die vor den Grausamkeiten des bewaffneten Konfliktes fliehen müssen. Dieser Konflikt zerreißt Familien.  
Wir begrüßen es, dass Polen, Ungarn und Rumänien und andere, ihre Grenzen für die Flüchtlinge öffnen. Gleichzeitig rufen wir die Nationen Europas dazu auf, diese Länder bei dieser Flüchtlingskrise zu unterstützen.
Wir sind zutiefst besorgt um die geistige Freiheit und das Wohlergehen der Ukraine und ihrer Nachbarn, deren friedliche Existenz nun durch die gesammelte militärische Präsenz in Osteuropa bedroht wird.
Wir rufen alle Glaubensgemeinschaften auf, die humanitäre Krise, die sich in der Ukraine entwickelt, auf jede ihnen mögliche Art zu beantworten. Auf dass die Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften der Ukraine zusammenarbeiten als ein Beispiel des gegenseitigen Respekts und der Menschlichkeit zugunsten der ukrainischen Bevölkerung. Möge die orthodoxe Kirche, das Moskauer Patriarchat sowie andere Kirchen und Glaubensgemeinschaften der Region, den Mut und die Stärke aufbringen, zu Versöhnung und Heilung zu inspirieren.
Wir hoffen innigst, dass Frieden und Gerechtigkeit in der Ukraine und bei ihren Nachbarn siegen werden.

Robert Ince, President
IARF: International Association for Religious Freedom
Digitaler Jahresauftakt als Neuanfang?
 
Am Samstag, den 22. Januar 2022 lud der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW) zu seinem ersten Digital-Seminar ein, um seine Tradition eines Januarseminars zum Auftakt ins jeweils neue Jahr fortzuführen.
 
Durch die kürzlichen Entwicklungen in den weltanschaulich freien Organisationsbündnissen war der Wunsch nach einem gemeinsamen Austausch untereinander gewachsen. Man wollte sich auf Augenhöhe neu sammeln, und diskutieren, um gerade die Schwierigkeiten und Probleme zu beleuchten, die gemeinsame Schritte und Austritte in der Vergangenheit betrafen. Zu diesem Seminar konnte das DFW-Präsidium somit 24 Teilnehmende aus unitarischen, freireligiösen, freidenkerischen, humanistischen und säkularen Verbänden willkommen heißen.
 
Der gastgebende Dachverband DFW hatte Michael Bauer und Erwin Kress als Referenten gewinnen können, die der Anfrage dankenswerterweise  zugestimmt hatten. Michael Bauer war gebeten worden, in seiner Stellung als Präsident der EHF (European Humanist Federation) zur Entwicklung der Transition der EHF in die Humanists International zu sprechen. Erwin Kress als Bundesvorsitzender des HVD referierte über die historischen Wege der einzelnen humanistischen, freireligiösen und anderen freien Weltanschauungen, ihre gemeinsamen Ideen bis zu den aktuellen Entwicklungen, die Umbenennung des KORSO in „Zentralrat der Konfessionsfreien“ und die daraus resultierende aktuelle Situation in der weltanschaulich-freigeistigen Landschaft. Im Anschluss an die Redebeiträge der beiden Referenten nutzten einige Teilnehmende die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
 
Der Austausch an diesem Samstag zeigte deutlich, dass das Interesse an einem offenen Miteinander, einem Diskutieren, einer konstruktiven Streitkultur sehr geschätzt wird und die Teilnehmenden nach Lösungen und weiteren Formen von gemeinsamen Wegen zur Bündelung der Kräfte suchen.
 
Es entstand ein Hoffnungsschimmer, ein Türöffner in die gefühlt richtige Richtung, um nicht resignierend aufzugeben bzw. nach der Auflösung schwieriger Zusammenschlüsse wieder von vorne beginnen zu müssen. Scheitern bzw. ein Neustart sollte nicht nur als ein Ende von etwas gesehen werden, sondern immer als Chance, als Platz für Neues, als eine bisher ungeahnte Ausrichtung, um Raum für andere Netzwerke zu schaffen, vielleicht auch, um Mutiges zu wagen. Der Gedanke eines neuen bundesweiten säkularen Netzwerkes von interessierten freien Weltanschauungsgemeinschaften solle verfolgt werden.
 
Vielleicht gibt dies für 2022 neuen Auftrieb und neue Kraft, sich gegenseitig zuzuhören, seine eigenen Gedanken klarer zu formulieren und seinen Horizont weiter zu öffnen, um andere Sichtweisen und Ideen anzuerkennen oder zumindest in Erwägung zu ziehen. Denn mit den Worten von Michael Bauer ist es doch unser aller Anliegen, die Bedeutung der humanistischen Stimme nicht aus dem Blick zu verlieren.
 
Silvana Uhlrich-Knoll

Abschied zum Jahresende – Austritt aus dem Zentralrat der Konfessionsfreien
Nachdem der DFW zu den Mitbegründern der vormaligen Sichtungskommission, die in den Koordinierungsrat säkularer Organisationen KORSO e.V. mündete, gehörte, konnte der DFW den im Frühjahr 2021 eingeschlagenen Weg, der am 19.09.2021 mit der Neugeburt des Zentralrats der Konfessionsfreien eine neue Richtung nahm, nicht weiter mitgehen. –
Eine Mehrheit von Mitgliedsverbänden war zu der Auffassung gelangt, dass ein neuer Name die angestrebten Ziele besser abbilden würde. Damit nicht genug – mit der Vorstellung, sich zu professionalisieren, wurde die ursprünglich paritätische Mitbestimmung der Mitgliedsorganisationen aufgegeben und der Kreis möglicher Mitgliedsorganisationen auf alle säkularen konfessionsfreien Organisationen erweitert, wobei sich die Mitbestimmung auf die Themen der jeweiligen Ratsversammlung beschränkt.
Mit Beschluss des Präsidiums vom 30.08.2021 entschied sich der DFW, den neugestalteten Zentralrat zu verlassen, wenn am 19.09.2021 alle angekündigten Beschlüsse gefasst würden. Nachdem diese verabschiedet wurden, erklärte der DFW abschließend zum 31.12.2021 seinen Austritt aus dem Zentralrat. Vor dem DFW war im März 2021 bereits der HVD diesen Weg gegangen. Mit Erklärung vom 25.10.2021 verließ auch der DFV den neuen Zentralrat. –
Freie Weltanschauung reicht aus Sicht des DFW über den Begriff der Konfessionsfreiheit hinaus, Humanismus ist ein sehr vielfältig verwandter Begriff, und so bleibt die Koordination der gemeinsamen Interessen eine angestrebte Aufgabe aller weltanschaulich freien, humanistischen, freireligiösen oder freigeistigen säkularen Organisationen.
Der DFW möchte sich in einer Online-Veranstaltung zum Thema Die Entwicklung humanistischer Zusammenarbeit national und international am Samstag, den 22.01.2022, Beginn um 11.00 Uhr, unter
mit Referenten und Gästen dazu weiter austauschen.


Unser Programm:

11.00   Begrüßung (Swaantje Schlittgen/ Silvana Ulrich-Knoll, DFW) und Kennenlernen,
11.20   Zusammenarbeit im Humanistischen Verband – regional und überregional
11.40   virtuelle Pause
11.45   Zusammenarbeit humanists international und european humanists federation
          (Michael Bauer, Präsident EHF und Vorstand HV)
12.10   Luftholen
12.15   Diskussion, Gespräch, Fragen der Teilnehmer
13.00   Verabschiedung (Swaantje Schlittgen)


Das Passwort wird auf Anfrage über post@dfw-dachverband.de zugesandt.
Swaantje Schlittgen
Präsidentin
Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.
Nur noch der letzte Feinschliff fehlt, bis es soweit ist: Die Eröffnung des FORUM FRANKLIN – Zentrum für humanistische Lebenskultur steht unmittelbar bevor.
Der Umzug ins neue Karl-Weiß-Heim findet Anfang November statt. Doch im Neubau gibt es nicht nur Platz für das Pflegeheim mit 60 Einzelzimmern, Küche und Büros. Das multifunktionale Gebäude umfasst außerdem einen Kindergarten mit Spielplatz, 33 barrierefreie und seniorengerechte Service-Wohnungen sowie einen großen Veranstaltungsbereich für gesellige und kulturelle Angebote. Außerdem finden sowohl die Freireligiöse Landesgemeinde Baden als auch die Freireligiöse Jugend im FORUM FRANKLIN neue Räumlichkeiten. ...weiterlesen...
Natur in der Freien Religion
Spätestens jetzt sollten wir ins Grübeln kommen. Denn wer schon mal in Griechenland oder Spanien oder der Türkei oder wo es auch immer in diesem Jahr brannte, war und jetzt die Bilder der einmal bereisten Gegend mit ihrer vernichteten Natur sieht, dem bleibt wie mir nur der Schrecken.
Warum ich das erwähne?
In vielen Aufsätzen lese ich die Hinweise auf unsere Freiheit in der Religion, auf die Möglichkeit und Notwendigkeit, sich eine eigene Anschauung zu bilden und selbstverantwortlich zu handeln.
Religion betrachten wir als emotionale und kognitive Bindung an die Welt mit Betonung auf Vernunft und Diesseits und einer humanistischen Ethik, die wir als vom Menschen ausgehend und geschaffen und nicht von Göttern vorgegeben ansehen.
Dachverband zur Bündelung der freigeistigen und säkular-humanistischen Kräfte
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e. V. (DFW) ist ein Zusammenschluss von freien Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in der Bundesrepublik Deutschland und vertritt ca. 18.000 Mitglieder. Der 1991 aus dem 1949 gegründeten Deutschen Volksbund für Geistesfreiheit hervorgegangene DFW tritt für die Verwirklichung der in Artikel 4 GG garantierten Freiheit des Glaubens, des Gewissens und des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses ein. Er erhebt den Anspruch, die besonderen weltanschaulichen, sozialen und kulturellen Interessen der dem säkularen Humanismus verbundenen kirchenfreien Menschen zu vertreten. Dabei entwickeln seine Mitgliedsverbände entsprechende kulturelle Angebote (z.B. Jugendweihe/Jugendfeier, andere Lebensfeiern, Trauerhilfe), soziale Projekte, Bildung und gemeinnützige Einrichtungen.
Der DFW steht als Vertreter freigeistiger, d.h. freireligiöser, freidenkerischer, freier humanistischer und unitarischer Menschen ein für Humanismus, Toleranz und Menschenwürde. Er setzt sich für die Durchsetzung und Sicherung der Menschenrechte, für ein friedliches Zusammenleben der Menschen, unabhängig von ihren religiösen, weltanschaulichen und politischen Anschauungen, ihrer Herkunft, ihrer Lebensauffassung und ihres Geschlechts sowie für die Gleichstellung aller Menschen ein. ...weiterlesen...

Gute Nachrichten aus Uganda
Vor einigen Monaten berichtete ich, dass die Humanistischen Schulen Ugandas die Möglichkeit bekamen, weitere Schulen zu übernehmen und zwar lokale Grundschulen. Inzwischen informierte der Schulleiter der Isaak Newton High School über die Fortschritte, die es bei ihnen gibt.
Die lokalen Grundschule in Kateera wurde im Mai gekauft und inzwischen renoviert. Außerdem wird ein Kindergarten angebaut für die drei- bis fünfjährigen Kinder, der ab September zu Schulbeginn geöffnet werden soll.  Die ehemalige Schülerin der Isaak Newton High School Juliet Nakyanzi wird dann die Leitung des Kindergartens übernehmen.
In Uganda besuchen die Schüler*innen die Grundschule für sieben Klassen ab dem sechsten Lebensjahr. Ein davor angebotener Kindergarten unterstützt nicht nur die Kleinen selbst, sondern auch ihre Eltern, von denen viele zu beiden Teilen arbeiten müssen oder auch alleinerziehend sind.
Peter Kisirinya, der Direktor der INHS, berichtete, wie froh die lokale Gemeinde über diese Übernahme ist, denn damit wird eine inklusive Bildung (über Religionsgrenzen hinweg) für alle Schüler*innen möglich. ...weiterlesen...
Generationenwechsel unter schwierigen Bedingungen: Tenko Saphira Bauer zur neuen Präsidentin der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz K.d.ö.R. gewählt
Neuwahl digital: Am Sonntag, den 20. Juni 2021, wählten die Delegierten der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz die Ludwigshafenerin Tenko Saphira Bauer (30) zu ihrer neuen Präsidentin. Die – coronabedingt seit 2020 mehrfach verschobene – ordentliche 73. Landesversammlung wurde aus Rücksicht auf die Delegierten, die in der Impfreihenfolge noch auf der Warteliste waren, per Videokonferenz durchgeführt.
Die digitale Durchführung der Landesversammlung als Alternative zu einem echten Zusammentreten der Delegierten war seit Januar parallel geplant und ausgearbeitet worden. Die ursprünglich geplante Präsenz-Veranstaltung bei den Naturfreunden im Rahnenhof in Hertlingshausen mit Sonnwendfeier am Vorabend war aus diesem Grund abgesagt worden. Coronabedingt hatte die Freireligiöse Landesgemeinde ihr digitales Angebot ausgebaut und in die notwendige technische Ausrüstung für die Jugend-, Senioren- und Beratungsarbeit investiert. Durch die Dachorganisation Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD) wird den Mitgliedsgemeinden das datenschutzrechtlich solide Programm Big Blue Button (BBB) zur Verfügung gestellt, für dessen Betrieb ausschließlich ein in Deutschland betriebener, eigener Server benutzt wird. ...weiterlesen...


Zur Person: Tenko Saphira Bauer
Persönlich kennen einige unsere neu gewählte Präsidentin vielleicht noch unter dem alten Namen als Kind der ehemaligen Landesprecherin Renate Bauer und aus dessen Engagement in den Freireligiösen überregionalen Kontexten. Seit 2020 lebt Tenko Saphira Bauer offen als Frau und geht zurzeit den Weg der Transition (geschlechtsangleichende Maßnahmen).
Geboren wurde die neue Präsidentin der Landesgemeinde am 20. November 1990 in Ludwigshafen am Rhein. Nach dem Abitur 2009 am Carl-Bosch-Gymnasium absolvierte Glenn aus Freireligiöser Überzeugung heraus den Zivildienst beim ASB in Ludwigshafen und verweigerte den Wehrdienst. ...weiterlesen...
Hilfe für Flutopfer
Liebe Freundinnen und Freunde,

die Flutkatastrophe in den letzten Tagen hat viele Menschenleben gekostet. Wir sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen und Freunden. Bei Ihrem schweren Verlust können wir kaum helfen.
Aber die Menschen dieser Region benötigen nicht nur kurzfristig, sondern noch über Monate auch finanzielle Hilfe, um ihre Existenz einigermaßen retten zu können.

Wir bitten Sie deshalb: Spenden Sie für die Opfer dieser Flutkatastrophe.

Bitte Spenden Sie auf das Konto des BFGD: DE78 5502 0500 0001 5209 00 unter „Fluthilfe“, wir werden Ihre Spenden gesammelt auf das Spendenkonto „Katastrophenhilfe Hochwasser“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz in Mainz überweisen.
Auf Wunsch erhalten Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.
Siegward Dittmann
Präsident „Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (KdöR)
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