Von Silvana Uhlrich-Knoll |
Unter dieser Überschrift fand am Sonntag, den 11. Oktober 2026 eine DFW-Festveranstaltung im Diedenhof des Unitarischen Hilfswerks in Hamburg statt.
Mit einleitenden Worten von Seiten der DFW-Präsidentin zum Thema Widerstehen und den kleinen Schritten des Widerstandes, weiteren Grußworten der Unitarier als Gastgeber und dem Verband freier Weltanschauungsgemeinschaften Hamburg erlebten die Anwesenden eine beeindruckende und nachwirkende Feier, die nicht nur hinsichtlich der Redebeiträge besondere Highlights, sondern auch beim künstlerischen Rahmenprogramm auf außergewöhnliche Wirkung setzte

Kulturell wurde die Festveranstaltung durch das Hamburger Duo „Flamenco – Emoción“ mit Danza Cecilia und Max Herzog gestaltet. Getanzte Fandangos eröffneten mit Kastagnetten und nahmen die Zuhörenden sofort gefangen. Die Präsenz der Tänzerin erfüllte den gesamten Raum und ihre starke Ausdruckskraft zog alle in den Bann.

Auch der sehr persönliche Festvortrag „Humanismus als Widerstand – Über Mut, Vernunft & Menschlichkeit“ des nigerianischen Menschenrechtsaktivisten Mubarak Bala, der über die Situation in seiner Heimat und seine Zeit im Gefängnis sprach, erzeugte eine wahre Spannung im Raum, sodass man an seinen Worten regelrecht festhing und darüber hinaus noch sehr nachdenklich der deutschen Simultan-Übersetzung lauschte. Der folgende langsam getragene Tientos-Tango und ein Gitarrensolo von Max Herzog fingen die Tiefe des Festvortrages unglaublich auf und schafften eine kraftvolle Auflösung.
Nach der Textrezitation „Zeitliches Gedankenspiel – Fragmente“ leiteten die Schlussworte der DFW-Präsidentin zum tänzerischen Ausklang über. Noch einmal begeisterte die Gitarrenbegleitung und bereitete den Boden für drei weitere Höhepunkte des Flamenco: Sevillanas mit Mantón, einem großen Tanztuch, mit Fächer getanzte Guajiras im leicht verspielten Flamencostil und zum krönenden Abschluss Bulerías, ein lebhafter, stark rhythmisch geprägter Tanz im charakteristischen Zwölfer-Rhythmus des Flamenco.
Im Anschluss entwickelten sich zwischen den Künstlern, Vortragenden und Gästen intensive, von Offenheit und gegenseitigem Interesse geprägte Gespräche. Es schien, als hätte diese Veranstaltung im kleinen Rahmen bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ein besonderer Moment, aus dem jeder auf seine Weise Anregungen und Inspiration mitnehmen konnte.

