
Berichte und Standpunkte, Schriftenreihe für freigeistige Kultur, Heft 33
Als die Freigeister eine Million Menschen vertraten
In der Weimarer Republik schlossen sich freireligiöse, freidenkerische, monistische und andere weltanschaulich unabhängige Organisationen zusammen, um ihre gemeinsamen Interessen wirksamer zu vertreten. 1922 entstand die Reichsarbeitsgemeinschaft freigeistiger Verbände der deutschen Republik. Anfang der 1930er-Jahre vertrat sie zeitweise bis zu einer Million Mitglieder.
Der von Volker Mueller herausgegebene Band „Die Bündelung der freigeistigen Kräfte in der Weimarer Republik“ dokumentiert die Geschichte und das Wirken dieses bedeutenden Zusammenschlusses.
Die ausgewählten historischen Texte zeigen, wofür sich die freigeistigen Verbände einsetzten: Geistes- und Gewissensfreiheit, weltanschauliche Gleichberechtigung, Trennung von Staat und Kirche sowie eine weltliche Schulbildung. Zugleich dokumentieren sie die politischen Auseinandersetzungen in den letzten Jahren der Weimarer Republik. Besonders eindringlich sind die Stellungnahmen gegen Nationalsozialismus und die zunehmende Gefährdung demokratischer Freiheiten. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wurde die Reichsarbeitsgemeinschaft zerschlagen. Viele ihrer Dokumente gingen verloren, zahlreiche Funktionäre wurden verfolgt. Die Sammlung macht wichtige Zeugnisse dieser Geschichte erneut zugänglich und verdeutlicht, welche Tradition hinter heutigen freigeistigen Organisationen steht.
Ein historisches Quellenheft für Leser, die sich für die Geschichte der Freidenkerbewegung, Säkularismus und den Einsatz für demokratische und weltanschauliche Freiheit interessieren.
Hier erhältlich: DFW-Heft 33
