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Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik
Ankündigung der wissenschaftlichen Tagung der Freien Akademie vom 02. bis 05. Juni 2011 in Schney
Die Freie Akademie will ihre wissenschaftliche Tagung im Jahr 2011 an traditioneller Stelle in der Frankenakademie Schloss Schney abhalten. Während der Tagung wird im Rahmen von Vorträgen, Kurzreferaten und Diskussionsbeiträgen das Thema "Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik" behandelt werden.
Das Thema ist aktuell und wird nicht allein in der Wissenschaft, sondern gerade auch in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert. An dieser Stelle sei nur der Hinweis auf einen Beitrag in der Zeitschrift DIE ZEIT vom 27.05.2010 (S. 39 f.) erlaubt: "Ein Schöpfungsakt - Wissenschaftler erzeugen Zellen mit synthetischem Erbgut. Kann die Biologie nun klären, was die Natur des Lebens ist?", und ist das eigentlich die einzige Frage, die sich im Zusammenhang mit der Verwendung synthetischen Erbgutes stellt?
Informationen zur Gentechnik sind vielen Zeitgenossen sicherlich eher nicht so geläufig. Trotzdem fühlen sich viele Menschen in der Lage, die Gentechnik entweder in Bausch und Bogen zu verdammen oder in den Himmel zu heben. Was ist also dran an der Gentechnik? Was kann sie? Was sollte sie möglicherweise nicht tun? In diesem Kontext wird z.B. auch der Einfluss von Ideologien, Religionen, Weltanschauungen oder Moral zu betrachten sein. Offenbar hat die Gentechnik großartige Möglichkeiten. Ihre Grenzen liegen vermutlich nicht so sehr im technischen Bereich.
Es stellt sich zudem eine Gemengelage aus dem Mangel an Faktenwissen und althergebrachten Traditionen, Wertvorstellungen und Ängsten vor der realen Welt dar. Dies führt u.a. dazu, dass die Gentechnik oftmals negativ betrachtet wird. Andererseits werden die Verfahren der Kreuzung und Auslese in der Pflanzen- und Tierzüchtung schon sehr lange erfolgreich angewandt und kaum ein Mensch stört sich daran. Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Kreuzung und Gentechnik?
Erwartet werden darf eine Synthese aus unserem hoffentlich fruchtbaren interdisziplinären Ansatz von Information und anschließender Bewertung. Das erscheint uns allerdings kaum anders möglich als zunächst durch eine sachliche Darstellung der Fakten. Denn Ideologie und Angst helfen für ein angemessenes Urteil wohl kaum weiter. Seien Sie herzlich willkommen vom 2. bis 5. Juni 2011 in Schney. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an unserer sicherlich spannenden Tagung. Anfragen und Anmeldungen bitte an: Freie Akademie, c/o Frau Alke Prem, 85521 Ottobrunn, Prinz-Otto-Str. 9.
Dr. Volker Mueller(Präsident der Freien Akademie)
Prof. Dr. Rolf Röber (Wissenschaftlicher Tagungsleiter 2011)