2015-4 - Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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2015-4

Berichte+Statements > 2015

Spendenübergabe
Hilfe, wo sie benötigt wird

Die Spendenaktionen der Unitarier bundesweit haben Früchte getragen und so konnte im November 2015 ein erster Scheck überreicht werden. 1.350 EURO gingen an den Verein „InitiativGruppe – Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V." (InitiativGruppe) in München, der sich seit über 40 Jahren mit vielfältigen Bildungs- und Beratungsangeboten für die Chancengleichheit von Migranten und Migrantinnen einsetzt. In der aktuellen Flüchtlingssituation wird hier wertvolle Arbeit geleistet, insb. bei der Schülerhilfe, Deutschkursen und in der Ausbildung. Gegründet wurde der Verein von engagierten Bürgern und Bürgerinnen, die bis heute einen wesentlichen Teil der Gesamtorganisation bilden.
„Gegenseitiges Entgegenkommen ist für das friedliche Zusammenleben ein Muss. Es beginnt bei scheinbaren Selbstverständlichkeiten wie Sprache und Lebenshaltung und wurzelt tief im Kultur- und Geschichtsverständnis ", so Anneliese Müller, Mitgründerin der InitiativGruppe und aktive Unitarierin. „In diesem Zusammenhang ist das ehrenamtliche Engagement in der Gesellschaft von immenser Bedeutung und muss beachtet und gefördert werden." Entsprechend geht dieser Spendenscheck der Unitarier zweckgebunden an den ehrenamtlichen Bereich der InitiativGruppe, der u.a. mit der Förderung von Schülern und Schülerinnen die Integration von Kindern und Jugendlichen vorantreibt.
Der bundesweite Gesamtvorstand der Unitarier hat sich nach reiflicher Überlegung für die InitiativGruppe in München als Empfängerorganisation entschieden, weil die jahrelange Erfahrung und das eingespielte Team eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglichen. Die Spenden kommen zuverlässig und verantwortungsvoll den Hilfsbedürftigen zugute. Zudem ist das Land Bayern in der aktuellen Situation außergewöhnlich stark belastet. „Wir können helfen", betont Horst Prem, Landesgemeindeleiter der Unitarier in Bayern, und mahnt: „Jeder von uns kann helfen!"

Die Spendenaktion läuft weiter. Wer auch helfen möchte überweist einen Beitrag an:
Unitarier - Religionsgemeinschaft freien Glaubens e.V.
Bank für Sozialwirtschaft Hannover
IBAN: DE66 2512 0510 0008 4431 00
BIC: BFSWDE33HAN
Stichwort: Flüchtlingshilfe

Bild v.l.n.r.:
Übergabe des Spendenschecks der Unitarier an die InitiativGruppe in München, die sich mit viel Sachverstand und Erfahrung für die Integration von Flüchtlingen einsetzt: Lourdes Ros, stellvertretender geschäftsführender Vorstand, Hildegard Jacobs, ehrenamtliche Schülerförderung, Anneliese Müller, Mitgründerin der InitiativGruppe und Unitarierin, Gina Gerold, Öffentlichkeitsarbeit, Horst Prem, Landesgemeindeleiter Unitarier Bayern, und Manfred Bosl, geschäftsführender Vorstand.

Foto: IG Initiativgruppe


www.initiativgruppe.de
www.unitarier.de


Mehr Infos zu den Unitariern auf www.unitarier.de
und
www.icuu.net
und
www.europeanuu.org
und www.iarf.net
oder auch
www.dfw-dachverband.de
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Präsidiumskontakt:
Freya Bednarski-Stelling
Tel.: (06172) 752 17
freya.bednarski-stelling@unitarier.de

Pressestelle:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: (02955) 74 63 910
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Erklärung der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF):
Sie sollen nicht die Werte, auf die wir stolz sind, töten!

Brüssel, 18. November 2015


Die Schreckenstat von Paris am Freitag ließ die Welt erschüttert, betäubt und entsetzt über den Tod so vieler unschuldiger Menschen zurück. Viele begriffen eine ihnen bisher fremde Erkenntnis, dass die Ziele des Terrorismus nicht einfach strategische Plätze oder Personen des öffentlichen Lebens sind, sondern, einfach Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Meinung, ihrer Kultur, ihres Glaubens.
Am Freitag wählten die Terroristen zu einem Angriff auf unsere Freude und Freiheiten den direktesten Weg, auf jene Lebensfreude, die uns lächeln, lachen, ein Glas mit Freunden und Tanz zu Musik genießen lässt. In Paris fanden die Terroristen ein Sinnbild für alles, was sie verachten; eine Stadt, in der Vielfalt die Regel ist, ein Ort der Aufklärung, der die Werte des Säkularismus, der Menschenrechte und Gleichheit Wurzeln treiben und sich ausbreiten sah.
Heute drücken wir unser tiefstes Mitgefühl mit den Familien und Nächsten der Opfer aus. Als Antwort auf diese unsagbare Tragödie ist unser Ruf einer nach Einheit – ein Appell zur Solidarität. Gemeinsam wollen wir unsere Freiheiten verteidigen und dabei der politischen Ausbeutung des Geschehens widerstehen.
Wir werden unsere Freiheiten nicht sichern durch Schließen aller Türen oder Abschließen unserer Gesellschaften.  Aufklärungsdienste brauchen den Raum, ihre Kommunikationswege und die Überwachung möglicher terroristischer Bedrohungen zu verbessern, aber wir warnen vor einfachen Antworten.
Stattdessen fordern wir die Regierungen und Unternehmen auf, kritisch ihre eigenen Verbindungen zu Staaten, die im Verdacht stehen, Terrorismus zu unterstützen, zu prüfen, und ihre Werte auch umzusetzen.
Das Festhalten an den eigenen Grundsätzen mag ökonomische Folgen haben, aber wir dürfen nicht menschliches Leben in Euro messen. Der Kampf für eine gerechtere Gesellschaft und eine friedlichere Welt beginnt mit der Anerkennung des menschlichen Wertes – gemeinsam mit Frieden, Freiheit und Solidarität – als vorrangig vor allen anderen Interessen.
Wir rufen auch alle europäischen Regierungen auf, alles zu tun, um eine Radikalisierung der europäischen Bürger zu verhindern. In zunehmend vielfältigeren Gesellschaften müssen wir mehr tun, um inklusive soziale und wirtschaftliche Politik voranzubringen, und in Bildung und soziale Gerechtigkeitsinitiativen  investieren, sodass alle einen Platz in unseren Gesellschaften finden.
Und nicht zuletzt:  wir dürfen unsere Herzen nicht gegenüber den Flüchtlingen verhärten, sie haben Krisen wie wir erfahren. Es sind diese Menschen, denen Polen, Ungarn und Slowakei den Rücken zukehren. Wer jene, die vor der gleichen Gewalt wie die in den Straßen von Paris  zu fliehen suchen, vertreibt oder ihnen Asyl verweigert, lässt  Europa seine Seele verlieren, sein Gewissen, und alle jene Lehren, die es aus der eigenen blutigen Geschichte lernte. Als Humanisten fordern wir die Staaten auf, sich mit allen Opfern des Terrorismus, ob in Europa oder Ägypten, Türkei oder dem Libanon, Syrien oder anderswo solidarisch zu zeigen.
Am Freitag versuchten Terroristen die Werte, für die sie uns hassen und welche Europa heute bestimmen: Freiheit, Säkularität, Toleranz und Solidarität , auszuhöhlen. Sie glaubten, wir seien schwach, würden einknicken und unsere fortschrittlichen Werte, die uns ausmachen,  aufgeben.
Wir müssen dieser Falle ausweichen. Indem wir uns für unsere Werte einsetzen, widerlegen wir sie und siegen über Hass und Intoleranz.
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9. Weltatheismuskonferenz in Indien zum Thema:
"Die ganze Welt entwickelt sich zu einer
post-religiösen Gesellschaft"

Am 6. und 7. Januar 2016 findet in Vijayawada / Indien die 9. World Atheist Conference statt, die vom Atheist Centre in Andhra Pradesh organisiert wird. Sie führt viele Humanisten, Freidenker, Atheisten, Skeptiker, Sozialreformer, Wissenschaftler und Rationalisten aus aller Welt zusammen, um sich zum Thema „The whole world is moving towards a post-religious society“ auszutauschen. Dabei soll auch deutlich werden, dass auch Indien nicht nur ein Land der Religionen und des Aberglaubens, sondern ebenfalls des Atheismus und der Aufklärung ist. Fragen fundamentalistischer und irrationaler Entwicklungen und der Sicherung der Menschenrechte werden thematisiert.
Vom Humanistischen Freidenkerbund Havelland wird eine sechsköpfige Delegation an der internationalen Konferenz aktiv teilnehmen.
Anmeldungen bitte an:
Atheist Centre, Benz Circle,
Vijayawada 520010, India.
Email: positiveatheist@gmail.com

Dr. Volker Mueller
Vorsitzender (Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.)

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Bundesversammlung des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands K.d.ö.R. hat gewählt:
Siegward Dittmann ist neuer BFGD-Präsident

Siegward Dittmann erhält vom scheidenden BFGD-Präsidenten Rainer Schrauth das BFGD-Siegel (oben). Siegward Dittmann, der neu gewählte BFGD-Präsident, bei seiner ersten Präsidiumssitzung (rechts). Das neue Präsidium (unten).

Die alle zwei Jahre stattfindende Bundesversammlung des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands K.d.ö.R. fand vom 6. bis 8. November 2015 in Offenbach statt. Von der Delegiertenversammlung wurde Siegward Dittmann (Ludwigshafen) als neuer Präsident gewählt. Der bisherige Präsident Rainer Schrauth (Mannheim) hatte das Amt 13 Jahre lang inne gehabt und kandidierte nicht mehr. Siegward Dittmann dankte ihm im Namen der Delegierten und der Mitgliedsorganisationen des BFGD für die langjährige, gute Arbeit für den Bund. Rainer Schrauth wurde von der Bundesversammlung im Anschluss zum Ehrenpräsidenten gewählt.

Die Tagung, die unter dem Titel "Auf dem Weg nach ..." - Chancen freier Religion stand, fand in der traditionsreichen Frei-religiösen Gemeinde Offenbach statt. In einer Diskussionsrunde wurden dem Thema entsprechend die künftigen Möglichkeiten des BFGD besprochen, sodass der neue Präsident Siegward Dittmann zahlreiche Anregungen für seine neue Aufgabe mit auf den Weg bekam. Das Rahmenprogramm wurde zum großen Teil von der Freireligiösen Jugend getragen, inklusive selbstgekochtem Essen für die Delegierten und künstlerischen Programmpunkten für die Gestaltung der feierlichen Abschlussveranstaltung am Sonntag in der großen Weihehalle am Schillerplatz. Nach der Begrüßung durch Gemeindevorsteher Ulrich Urban und einer Kurzansprache des neuen BFGD-Präsidenten Siegward Dittmann wurden Grußworte von der Vizepräsidentin den Hessischen Landtages, Heike Habermann, sowie vom Stadtrat und Kämmerer der Stadt Offenbach, Dr. Felix Schwenke, gesprochen. Die Festansprache hielt Heinrich Keipp, Pfarrer der Frei-religiösen Gemeinde Offenbach.

Ortrun E. Lenz

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Humanistischer Jugendaustausch in Vijayawada/Indien Oktober 2015
Es waren wieder 10 junge Leute vom 17. bis 31.10.2015 im Rahmen des Jugendaustausches im Atheist Centre in Vijayawada/Indien. Dieser seit 20 Jahren existierende Jugendaustausch war wieder sehr erfolgreich und voller Erlebnisse.

Dr. Volker Mueller
Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.

Alle indischen Jugendgruppenleiter, die seit 1996 schon bei uns im Havelland waren, sowie Katrin Jura und Dr. Volker Mueller

Die deutsche Jugendgruppe des HFH in Indien im Oktober 2015, mit unseren Gastgebern des Atheist Centre in Vijayawda

Alle indischen und deutschen Jugendlichen am Ende der gemeinsamen Workshops in Vijayawada

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DFW: Morde an humanistischen Bloggern in Bangladesh strafrechtlich konsequent verfolgen!

Der DFW unterstützt die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) in ihrem Aufruf an die Regierung in Bangladesh, die Morde an humanistischen Bloggern in ihrem Land strafrechtlich konsequent zu verfolgen und zukünftige Morde zu verhindern.
Die IHEU fordert in ihrem Brief dazu auf, die Sicherheit jener, die bedroht werden zu gewährleisten, der Polizei aufzugeben, die Täter zu finden und nicht die Opfer zu beschuldigen, eigene Parteimitglieder der Regierungspartei, die die Todesstrafe für atheistische Blogger fordern, politisch zu isolieren und jene Teile der Gesetzgebung, die das Recht auf Religionsfreiheit als quasiblashemisch einschränken, aufzuheben.

Der Brief der IHEU wird auf breitester Basis von Menschenrechtsorganisationen, religiösen Vereinigungen und zahlreichen individuellen Bloggern unterstützt.
Sein voller Wortlaut ist unter  
http://iheu.org/open-letter-bangladesh nachzulesen. 18.08.2015

Renate Bauer

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Garten der Religionen in Karlsruhe eröffnet

Mit einer großen Feier wurde kürzlich der Garten der Religionen in Karlsruhe der Öffentlichkeit übergeben. Der 24. September war nicht zufällig als Eröffnungsdatum gewählt worden: Auf den Tag genau 300 Jahre zuvor veröffentlichte Stadtgründer Karl Wilhelm den Privilegienbrief, der den Bürgern unter anderem Religionsfreiheit zusicherte. Für die Freireligiöse Gemeinde Karlsruhe gibt es eine Stele (Foto). Vertreter unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen haben den Garten in fünfjähriger Arbeit gemeinsam entwickelt. Dass die Freireligiösen dabei eine wichtige Rolle spielten, ist für Karlsruhe selbstverständlich, denn die Wirksamkeit der Freireligiösen in Karlsruhe, die aus Prinzip nicht missionieren oder für sich werben, erkennt man indirekt an Gebäuden, Straßen oder Einrichtungen, die nach ihnen benannt wurden: Robert-Blum-Str., Gervinusstr., Ludwig-Marum-Str. oder Adam-Remmele-Schule, Hanne-Landgraf-Haus, Klara-Siebert-Str., Karl-Siebert-Haus, Oskar-Ulmer-Brücke usw.
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