2015-3 - Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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2015-3

Berichte+Statements > 2015

"Der deutsche Bundestag möge beschließen, ein humanes Sterben zu ermöglichen."

BERLIN. (hpd) Der "Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften" (DFW) hatte beim Deutschen Bundestag eine e-petition eingereicht. Jetzt, fast eineinhalb Jahren nach dem Antrag, hat der zuständige Petitionsausschuss die Petition freigegeben. Das berichtete die eher überraschte DFW-Präsidentin Renate Bauer am Abend des 2. November 2015 dem hpd.
Es bleiben gerade noch drei Tage, um auch über diese e-petition den Abgeordneten des Bundestages den Willen der Wähler öffentlich deutlich zu zeigen. Am kommenden Freitag, dem 6. November, stimmen sie darüber ab, ob in Deutschland Selbstbestimmung am Lebensende gewahrt bleibt und das – wie in anderen Ländern auch – liberal mit kompetenter ärztliche Beihilfe und ohne Strafandrohung.
Mit der e-petition haben nicht nur unentschlossene oder zögerliche Bürger die Chance, mit ihrem Votum das Stimmungsbarometer der Bevölkerung öffentlich werden zu lassen. Hier kann jeder kurz entschlossen teilnehmen und mitzeichnen.

Sollten die Abgeordneten sich gegen die Wähler entscheiden, ließe sich durch zahlreiche Mitzeichnung der Weg zur nächsten Instanz, dem Bundesverfassungsgericht zeigen.
Im DFW sind ca. 30.000 Säkulare über verschiedene Verbände organisiert, die hinter ihrer Präsidentin stehen: "Wir möchten auf diese Art und Weise deutlich machen, dass es für die Menschen wichtig ist, ihre Angehörigen gemeinsam mit Ärzten zu unterstützen und bis zum Ende begleiten zu dürfen. Fehlender Beistand der Ärzte wird weiterhin Menschen in Kurzschlusshandlungen führen und sie drängen, grausame Wege zu finden, ihr Leben zu beenden. Die Kompetenz der Ärzte ist notwendig, aber ebenso wichtig ist es, das die Betroffenen wissen, sie können sich ihren Angehörigen und Ärzten anvertrauen, ohne für diese Strafe befürchten zu müssen. Das darf durch Gesetze nicht kaputt gemacht werden."

von Evelin Frerk

Weiter zur e-petition: https://epetitionen.bundestag.de
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Wir besuchen Freunde  –
Freidenker-Jugendgruppe reist nach Indien

Eine zwölfköpfige Jugendgruppe mit zwei Betreuern aus dem Havelland reist vom 17. bis 31. Oktober 2015 im Rahmen des Jugendaustauschprogrammes des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. (HFH) wieder nach Andhra Pradesh/ Südindien. Seit nunmehr 20 Jahren gibt es einen fruchtbaren und kontinuierlichen Jugendaustausch mit der Partnerorganisation des HFH, dem Atheist Centre in Vijayawada.
Höhepunkt wird der von den indischen und deutschen jungen Leuten gemeinsam gestaltete mehrtätige Workshop in Vijayawada unter dem Motto „Lebenslagen junger Menschen, am Beispiel Indien und Deutschland“ sein.  Zentrale Themen sind der kulturelle und soziale Austausch, Bildung, Kultur, Jugend- und Familienentwicklungen und soziale Verhältnisse.
Neben dem Workshop werden die Jugendlichen auch soziale und Bildungsprojekte in der dörflichen Region besuchen und mit den dort lebenden Menschen in einen Austausch treten und deren Leben kennenlernen. In den weiteren Aktivitäten und Interaktionen, wie beim Besuch einer Schule, einer Universität und mehrerer sozialer und medizinischer Einrichtungen können das andere Land INDIEN und ihre Menschen erfahren werden, vor allem Verständnis für die fremden Kulturen, Religionen und Weltanschauungen, soziale Lebenssituationen, das Bildungssystem und Lerneinstellungen, das Verhältnis von Mann und Frau, das indische Kastensystem sowie Armut und Reichtum als krasse Gegensätze. Fakten des Lebens, die sonst nur aus Schule, Fernsehen, Computer oder vom Hörensagen gekannt sind, werden direkt erfahren. Ein freudiges Wiedersehen wird es mit indischen Jugendlichen geben, die ein Jahr zuvor am Jugendaustauschprojekt in Deutschland teilgenommen hatten.
Der humanistische Jugendaustausch wird den jungen Leuten aus Deutschland und Indien die Möglichkeit gegeben, miteinander in Kontakt zu treten, um ihr Verständnis für eine andere Lebensgestaltung zu fördern und ein tolerantes Miteinander über ihre nationalen, kulturellen und sozialen Grenzen hinaus zu leben.
Die Reise wird vor allem durch das Landesjugendamt mit Mitteln des Bundesjugendplans, durch das Jugendamt Havelland und durch mehrere Spenden gefördert.

Dr. Volker Mueller

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Bericht zum Herbstseminar vom 02 bis 04. Oktober 2015 in Brandenburg/Havel

Mode im Wandel der Zeit
Von der Wespentaille über die Reformkleidung zu heutigen Designerinnen

Das fünfundzwanzigjährige Jubiläum zur Deutschen Einheit verbrachten 21 Frauen ganz entspannt in Brandenburg/Havel (Bild). Wie immer hatten wir Glück mit dem Wetter. Aber auch sonst war alles Bestens organisiert. Die Pension Gerono bot uns gute Unterkunft und lag verkehrsgünstig. Im Kartoffelkäfer hat uns am ersten Abend das Essen gemundet.
Die Bibliothek im Industriemuseum war hervorragend vorbereitet für unsere Tagung. Internetzugang, Beamer, Leinwand, alles war vorhanden, ebenso Getränke, Obstteller, Getränke und Kaffee. Empfangen wurden wir vom Leiter des Museum, Herrn Marius Krohn. Er berichtete uns, dass das Museum einst das größte Stahlwalzwerk der DDR war. Es wurde mit zehn Hochöfen auf Braunkohlebasis betrieben.

War sehr energieintensiv und ebenso personalintensiv. In allen Einrichtungen waren ca. 10 000 Menschen beschäftigt. 1993 wurde alles abgewickelt. Aus einer anschließenden ABM Maßnahme entwickelte sich ein Verein, der das Museum aufbaute und heute betreibt. Einige der ehemaligen Mitarbeiter sind als sachkundige Museumsführer tätig. Das Museum lebt von Spenden, Eintrittsgeldern und staatlichen Zuwendungen, die stets neu verhandelt werden müssen.
Zur Einstimmung sang uns Ingrid Förster das Lied von Fritze Bollmann vor und trug das Gedicht von Herrn Ribbeck im Havelland vor. Ein gelungener Einstieg in die Tagung.
Ein Tagungspunkt waren Neuwahlen, die zügig durchgeführt wurden. Wieder gewählt wurden: 1. Vorsitzende Ursula Kuntz, als gleichberechtigte Stellvertreterinnen Christiane Friedrich und Anita Stahl.
Ein besonderes Anliegen war es den anwesenden Frauen klar zu stellen, dass die Arbeitsgemeinschaft Frauen im BFGD nach wie vor allen Frauen, die das Grundgesetz und die Menschenrechtscharta respektieren, egal welcher Religion, Hautfarbe, Staatsangehörigkeit sie angehören, zur Mitarbeit offen steht.
Christiane Friedrichs Vortrag führte uns dann sehr sachkundig und fundiert durch den Wandel der Mode. Wir konnten alle wieder viele neue Informationen mitnehmen. Dafür geht unser herzlicher Dank an Christiane.
Der Nachmittag war frei zum Besuch der Bundesgartenschau, zum Stadtbummel oder zum Relaxen im Biergarten am Ufer der Havel.
Abends fand Marlene dann im Brandenburgischen Theater eine Kabarettvorstellung der Leipziger Pfeffermühle: Die Schwestern! Vier Frauen mit hervorragenden Gesangsstimmen. Wir haben uns köstlich amüsiert. Das hast du gut gemacht Marlene.
Dass Brandenburg ein sehr schönes Städtchen, eingebettet in viel Grün, zwischen Havel und Stadtkanal ist, davon konnten wir uns dann am nächsten Tag auf der Stadtführung mit dem Marktweib Christine (Bild) überzeugen. Christine ist einfach die Wucht, hilfsbereit, engagiert und kenntnisreich. Dazu witzig und schlagfertig. Einfach Spitze, wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit ihr in Ludwigshafen Ende diesen Monats. Ein herzliches Dankeschön geht auch an ihren Sohn Florian für seine Hilfe beim Kofferverstauen.
Schnell war ein wunderschönes Wochenende zu Ende an dem wir freundliche Menschen kennen lernten. Im Zug herrschte dann noch Bombenstimmung als plötzlich ein Wecker los ging und unsere Luise ging in den Katastropheneinsatz (Bild). Wir alle freuen uns auf das Frühjahrsseminar in Marburg vom 15. - 17. April 2016.

Ursula Kuntz

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Mode im Wandel der Zeit:
Von der Wespentaille über
die Reformkleidung zu
heutigen Designerinnen

Zum Herbstseminar vom 02. – 04. Oktober 2015 fahren wir nach Brandenburg an der Havel. Wir wohnen in der Hotel-Pension Gerono, Magdeburger Str. 12, 14770 Brandenburg, Tel. 03381/34090.
Kosten:
EZ Du/WC / ÜF pro Person 80,00 €,
DZ Du/WC / ÜF pro Person 55,00 €
+ Seminarkosten (incl. Stadtführung) ca. 25,00 €

Es besteht die Möglichkeit zum Besuch der Bundesgartenschau 20,00 €. Ermäßigt, d. h. mit Behindertenausweis ab 50 %, 18,00 € mit einem „B“ im Ausweis ist eine Begleitperson frei.

Vorläufiger Ablaufplan:
Fr., 02.10.2015 Nachmittag Anreise, 18.30 Uhr Abendessen und gemütliches Beisammen-sitzen im Restaurant „Kartoffelkäfer“, Steinstr. 56, 14776 Brandenburg
Sa., 03.10.2015 08.30 Uhr Frühstück, 10.00 Uhr Sitzung mit Neuwahlen, Seminar, Nachmittags Möglichkeit zum Besuch der Bundesgartenschau,
ca. 18.30 Uhr Abendessen (Lokal noch nicht bestimmt).
So., 04.10.2015 08.00 Uhr Frühstück, 10.00 Uhr Frauenstadtführung ca. 2 Std.), Mittag Abreise
Ist euer Interesse geweckt? Dann erwarten wir eure telefonische oder schriftliche Anmeldung mit Angabe der Zimmerkategorie (EZ, DZ) sowie der Überweisung einer Anzahlung in Höhe von 30,00 € bis zum 31. Juli 2015 auf das Konto der
Frauen-Arbeitsgemeinschaft im BFGD
IBAN DE95 5455 0010 0191 4361 38, SWIFT-BIC LUHSDE6AXXX
bei der Sparkasse Vorderpfalz
Anita Stahl (Büro) Tel. 0621-512582, E-Mail: pfalz@freireligioese.de
(privat) Tel. 0621-663799, E-Mail stahl_braun@web.de
(mobil) Tel. 0170-1808635
Liebe Grüße,
eure
Uschi, Jane + Anita
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Einladung: Seminar „Wirtschaftsethik“
vom 2.–4.10.2015 in Klingberg/Ostsee

Veranstalter: Jugend- und Familienbildungswerk Klingberg e.V.
gefördert durch Bundeszentrale für politische Bildung, Unitarische Akademie, Stiftung Unitates

Mit dem Thema Wirtschaftsethik greifen wir ein aktuelles Thema der sozialen Marktwirtschaft auf. Sicherlich befindet sich die soziale Marktwirtschaft auf dem Weg zur sozialen und ökologischen Marktwirtschaft. In dieser Übergangsphase erhebt sich die Frage, ob unser Steuersystem für den Übergang vorbereitet ist? Beim Bürger ist inzwischen viel mehr Geld konzentriert als zu Zeiten, in denen die Besteuerung der Einkommen festgelegt wurde.

Um sinnvolle Investitionen auszulösen, müssen dann nicht die Steuergesetze ergänzt werden? Reicht hier die Besteuerung der Einkommen, wie sie im beginnenden Industriezeitalter einmal festgelegt wurde? Ist die Steuerhinterziehung ein Phänomen der nicht angepassten Steuergesetze, die dem Bürger keine sinnvollen Investitionsmöglichkeiten aufzeigen? Ein wesentliches Gesetz, das EEG, das zum Aufwuchs der abgasfreien, ressourcenschonenden und weltweit anwendbaren Energiewandlung geführt hat und vom Bürger als Klimaschutz-Prävention akzeptiert wurde, wird so umgestaltet, dass bevorzugt Großindustrien investieren können.
Wo bleibt eine Gesetzgebung für eine Ökonomie für den Menschen? Muss immer erst ein Massensterben im Mittelmeer eintreten, bevor die EU und Deutschland eine Willkommenskultur entwickeln, die den Migrationsdruck abbaut?
Über diese Themen wollen wir auf dem Seminar unsere Gedanken für neue Gesetzesinitiativen austauschen.

Horst Prem

Programm


Freitag 2. Okt.,
18:00 Abendimbiss, 19:00 Vorstellungsrunde
19:30 Hartmut Hegels: Was zählt sind Zahlen. – Aussprache
Samstag 3. Okt. 08:00 Fruhstuck
09:00 Rasmus Stelling: Das Bankenwesen der Zukunft, ermöglicht das Bankgeheimnis erst die Steuerhinterziehung? – Aussprache –
10:30 Kaffeepause
11:00 Horst Prem: Ökonomie für den Menschen – MR-Verletzungen der Weltbank. – Aussprache –
12:30 Mittagessen
14:00 Prof. Dr. Wolfgang Deppert: Individualistische Wirtschaftsethik (IWE). – Aussprache –
15:30 Kaffeepause
16:00 Wigmar Bressel: Renaissance der Manufakturen statt Rohstoffverschwendung in globaler Massenproduktion. – Aussprache –
18:00 Abendessen – Fortsetzung der Aussprache in Kleingruppen
Sonntag 4. Okt. 08:00 Frühstück
09:00 Präsentation der Arbeitsergebnisse der Kleingruppen –
10:30 Kaffeepause
11:00 Zus.fassung der Initiativen – 12:30 Mittagessen
13:30 Formulierung der Gesetzes-Initiativen –
14:30 Ende des Seminars

Referenten:
Hartmut Hegels, Bankkaufmann i.R. und ehrenamtlicher Schuldnerberater beim DPWV Detmold.;
Rasmus Stelling, Bankdirektor und Berater bei der OECD (tax exchange);
Horst Prem, Luft- u. Raumfahrt-Ingenieur und Vors. d. Jugend- u. Familienbildungswerkes Klingberg (JFK);
Prof. Dr. Wolfgang Deppert, Philosoph an der Universität Kiel und Rektor des Sokrates Universitätsvereins;
Wigmar Bressel, geschäftsführender Gesellschafter einer Manufaktur und stellv. Vorsitzender des JFK.

Tagungskosten:
Logis, Verpflegung und Tagungsgebühr: 155,- € pro Person im DZ, 175,- € im EZ Tagesgäste (Sa.): 35,- € inkl. Mittagessen und Kaffee, (Fr./So. nach Absprache). Anmeldung bei:
info@bildung-klingberg.de
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Interkulturelle Nachmittage in Friesack

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden „Interkulturellen Nachmittage" in Friesack, die durch den Humanistischen Freidenkerbund Havelland und die Nauener Tafel durchgeführt werden, besichtigten Flüchtlinge und Deutsche gemeinsam in dieser Woche den kleinen Gärtnereibetrieb der Familie Hansen.
Der Inhaber berichtete von der Geschichte seines Betriebes, der 1990 neu aufgebaut wurde und einst 10 Mitarbeiter_innen hatte, und führte uns durch seinen nun kleinen Betriebshof. Es gab u.a. einen Erfahrungsaustausch über die Feldfrüchte in Deutschland, Eritrea und dem Tschad, wobei wir feststellen konnten, dass viele Gemüsesorten in den genannten Ländern gleichermaßen genutzt werden.

Die Verständigung war kein Problem, da einige Geflüchtete bereits deutsch sprechen und verstehen und die Gruppe sich gegenseitig beim Übersetzen half.
Als Abschiedsgeschenk erhielten die Gäste einen Eimer voll Gemüse, das sie im Übergangsheim gemeinsam verarbeiten und essen können.
Anschließend ging es zurück in die Friesacker Ausgabestelle der Nauener Tafel, wo wir den Ausflug reflektierten und die gesehenen Früchte und Blumen im Rahmen des dort angebotenen niedrigschwelligen „Deutschkurses" wiederholten und aufschrieben.
Der offene Interkulturelle Nachmittag wird regelmäßig jeden Montagnachmittag durchgeführt.  Interessent_innen sind gern gesehen und können sich mit ihren Ideen bei der Durchführung des alternativen Deutsch-Kurses einbringen. Anfragen nehmen wir gern telefonisch: 03321-450746 oder per E-Mail:
freidenker-havelland@web.de entgegen.
Wir möchten uns bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die bisher aus Friesack, Nauen  und Berlin kommen, sowie bei den unterstützenden Betrieben bedanken.

Katrin Jura

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Veranstaltungen in der Interkulturellen Woche 2015
vom 19.09. bis 26.09.2015 –  in den Einrichtungen des
Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. (HFH)

1. Jugendtreff „Miteinander"  Nauen, Karl-Thon-Str. 42
21.09. bis 24.09.15, je 15.00 – 19:00 Uhr
Jamaika -Tage

Den JUNGEN Besucher_innen des Klubs wird das Leben von Jugendlichen in Jamaika vorgestellt.  Zur Veranstaltung am Montag, dem 21.09.  wird ein in Deutschland/ Berlin lebender Jamaikaner eingeladen, der aus seiner Kindheit und Jugend erzählen wird und den Jugendklubbesucher_innen authentisch aus seinem Heimatland, der Jugendkultur, der Lebensweise und den Mythen Reggae Musik und Bob Marley berichten kann. Dabei dürfen die landestypische Musik und eine kleine kulinarische Köstlichkeit nicht fehlen, die von Montag bis Donnerstag auf der Tagesordnung im Jugendtreff stehen.

2. Jugendklub Wustermark, Mühlenweg 7
Freitag, 25.09.2015, 16:00-20:00 Uhr
"Bella Italia"

Es wird ein italienisches Gericht gekocht und sich mit dem Land Italien und seiner Kultur auseinandergesetzt. Gespräche über das schöne Italien runden den Nachmittag ab. Im Anschluss an das gemeinsame Kochen und Essen wird ein italienischer Film gezeigt.


3. Jugendklub „Millennium" Brieselang, Wustermarker Allee 5
Donnerstag, 24.09.2015, um 16:00 Uhr
Japan-Tag

Berichte und Fotos über das Land,  das Leben und die Geschichte Japans – auch mit dem Blick auf die Atomreaktor-Katastrophe in Fukushima vom 11.03.2011. Anschließend werden gemeinsam landestypische Spezialitäten (z.B. Sushi und Glückskekse) zubereitet.

4. Jugendklub „Big Family" Bredow, Oranienburger Str. 16
Mittwoch, 23.09.2015, ab 16.00 Uhr
Indien-Tag

In diesem Jahr widmen wir uns wieder dem Land Indien. Zu dem Filmabend und einer  Fotopräsentation vom Jugendaustauschprogramm und einer Studienreise von 2014 werden wir uns einstimmen auf das Land, die Kultur und die Menschen. Damit das Land und die Kultur auch greifbar und erlebbar werden, können auftretende Fragen direkt besprochen werden. Bei dem gemeinsamen Kochnachmittag werden landestypische Spezialitäten gekocht und dann natürlich auch gemeinsam probiert. Bei einem „Schnüffelquiz" können die Jugendlichen probieren, landestypische Gewürze zu erkennen bzw. diese kennenlernen

5. Jugendbüro „Miteinander" Rathenow, Berliner Straße 33
(in Zusammenarbeit mit den Frauengruppen.)

Montag, 28.09.2015, um 16.00 Uhr
Thema: Frauen in Sri Lanka im Aufbruch
Frau Lauenhardt berichtet über ihr ehrenamtliches Engagement in Sri Lanka. Mit Hilfe eines Filmes und einer Fotoshow wird sie über das Leben der Frauen im Land berichten. Anschließend soll bei Tee und Gebäck Raum zur Diskussion gegeben werden.

6. Kinder-Oase Nauen, Mittelstraße 4a
Mittwoch. 24.9. 2015,  15:00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
Gegenseitiges Kennerlernen und gemeinsames Kochen mit Flüchtlingen

An diesem Tag wird eine gemeinsame Veranstaltung mit Geflüchteten und Asylbewerber_innen des Übergangswohnheimes in Friesack und mit interessierten Nauener Bürger_innen durchgeführt. Auf dem Programm stehen das gegenseitige Kennenlernen und das gemeinsame Kochen. Wir möchten etwa drei  Gerichte aus verschiedenen Ländern gemeinsam Kochen und mit unseren Gästen ins Gespräch kommen. Anschließend wird natürlich gemeinsam gegessen.


Änderungen vorbehalten!
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Bericht über die Veranstaltung zum Tag des Friedens und der Versöhnung, 1. Sept. 2015, Unitarierhaus Kiel, Beselerallee 40

In dem gut besuchten Vortragsraum der Unitarier gestaltete der Referent Prof. Dr. Wolfgang Deppert nach einer kurzen Darstellung der Entstehungsgründe dieses bedeutungsvollen Tages sein Thema „Versöhnung ist not – für Religion mit und ohne Gott" durch die Beantwortung der Fragen nach der Entstehung und Bedeutung des Religionsbegriffs, nach der Entstehung seiner entgegengesetzten Inhalte durch die Bewusstseinsveränderung in der Kulturgeschichte sowie nach den Versöhnungsmöglichkeiten zwischen den Vertretern kontroverser religiöser Bekenntnisse und Überzeugungen.
Die erste grundlegende Bestimmung des Begriffs der Religiosität hat Cicero (-105 bis -42) in seinem Dialogwerk Über das Wesen der Götter geliefert, als die Leistung und Fähigkeit des gründlichen Nachlesens (relegere) und Nachdenkens über den Sinn der mythischen Götter, die wesentlich darin besteht, die Wirksamkeit der Götter, wenn sie überhaupt für existent gehalten werden, zu bezweifeln, so dass man sich selbst um eine sinnvolle Lebensführung zu kümmern habe. Schon für Cicero besteht das Religiöse in der Sinnstiftungsfähigkeit der Menschen, eine Begriffsbestimmung, der sich der Referent ausdrücklich anschloss, weil diese Begriffsbestimmung zu einer Wesensbestimmung gerade auch für die heutigen Menschen tauglich ist, weil sich daraus sogar der Begriff der Würde eines jeden Menschen bestimmen lässt. Warum aber haben die Offenbarungsreligionen dem von Cicero geprägten Wort 'religio' eine ganz andere Bedeutung zugeschrieben? ... weiterlesen ...
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Sechs-Punkte-Positionspapier des Bündnisses für Selbstbestimmung bis zum Lebensende*)


Kein Staatsanwalt am Sterbebett!
Gegen „Schüsse ins Blaue" zur Kriminalisierung von ärztlichen und nicht-ärztlichen Suizidhelfern

Im April 2015 lehnten über 140 deutsche Strafrechtslehrer/innen die geplante Kriminalisierung der Suizidhilfe aus verfassungsrechtlichen, strafrechtlichen und medizinethischen Gründen ab. Mitte August sprach sich die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie gegen einen neuen Strafrechtparagraphen zur Suizidhilfe aus. Wenige Tage später wurden Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages bekannt, die schwerwiegende verfassungsrechtliche Bedenken gegen drei der vier Gesetzesvorschläge enthalten, die derzeit im Parlament diskutiert werden.

Angesichts des klaren Votums der Expertinnen und Experten und der klaren Haltung der deutschen Bevölkerung, die ein Verbot der Suizidhilfe mit überwältigender Mehrheit ablehnt, verstärken wir unsere dringende Forderung an die Mitglieder des Deutschen Bundestags: Bitte sehen Sie von einer vorschnellen und in ihren Auswirkungen nicht hinreichend bedachten Kriminalisierung von Menschen ab, die suizidwillige Schwerkranke oder Hochbetagte gewissenhaft bei ihrem Vorhaben unterstützen und begleiten! Stimmen Sie für keinen Entwurf, der einen neuen Strafrechtsparagraphen enthält – auch wenn er sich selbst als „Weg der Mitte" darstellt! Denn jede strafrechtliche Neuregelung würde Ärzte, Patienten und Angehörige nur unter Druck setzen und in schwerer Notlage zusätzlich belasten.
Die Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags haben erneut verdeutlicht, wie schwierig und umstritten viele Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Suizidhilfe sind. Wir plädieren deshalb dafür, von gesetzgeberischen „Schüssen ins Blaue" Abstand zu nehmen. Regelungen, die kurze Zeit später vom Bundesverfassungsgericht aufgehoben werden, sind nutzlos und schädlich. Der Verzicht auf das strafrechtliche Verbot dürfte eine neue ethische Reflexion innerhalb der Ärzteschaft unausweichlich machen, was sehr zu begrüßen wäre.
Wir vertrauen darauf, dass die Rechtslage wie bisher auch von den Gerichten, insbesondere dem Bundesgerichtshof, im Sinne der Patientenautonomie und zugleich der ärztlichen Gewissensfreiheit weiter präzisiert wird und dass der parlamentarische Gesetzgeber dem folgt. Die Nachteile einer Neukriminalisierung überwiegen jedenfalls einen vermeintlich schnellen Regelungsbedarf bei Weitem. Wir stützen uns dabei auf die folgenden Argumente:

1. Eine strafrechtliche Unterscheidung zwischen Ärzten, die einmal in ihrem Berufsleben einem schwerstleidenden Patienten zum Suizid verholfen haben und solchen, die dies hin und wieder zum Gegenstand ihrer (im Arzt-Patientenverhältnis immer gewerbsmäßigen) Beschäftigung machen, ist nicht möglich. Auch ist eine strafrechtlich relevante Bestimmung von Personen, die dem Suizidenten mehr oder weniger „nahestehen", nicht möglich. Entsprechende Entwürfe verstoßen damit gegen das Bestimmtheitsgebot des Grundgesetzes, wonach klar sein muss, wer sich wodurch strafbar macht.

2. Unheilbar leidende Patienten benötigen Mitgefühl und medizinischen wie menschlichen Beistand. Entscheidungen am Lebensende müssen soweit wie nur irgend möglich vom Sterbenden und seinem Arzt gemeinsam getroffen werden. Der Arzt muss sich dabei gemäß den Grundsätzen der ärztlichen Ethik am Willen und Wohl seines Patienten und an seinem Gewissen orientieren, ohne Angst zu haben, sich möglicherweise strafbar zu machen. Hierzu bedarf es keines Staatsanwaltes.

3. Die Staatsanwaltschaften in Deutschland sind zur Aufnahme von Ermittlungen verpflichtet, wenn auch nur der Verdacht einer Straftat „gegen das Leben" besteht. Neue, unbestimmte Strafnormen, die ärztliches Handeln unter einen strafrechtlichen Generalverdacht stellen, können deshalb auch dann sehr schädlich sein, wenn Gerichte später feststellen, dass der Verdacht unbegründet war. Der Freispruch kommt in solchen Fällen zu spät – schon strafrechtliche Ermittlungen sind für (Palliativ-)Ärzte und Ärztinnen potentiell existenzvernichtend. Jede Neukriminalisierung muss deshalb zweifelsfrei begründet und in ihren Auswirkungen mit größter Sorgfalt bedacht werden.

4. Der Gesetzentwurf der Abgeordneten Brand und Griese schlägt vor, geschäftsmäßige Formen von Suizidhilfe durch Vereine oder Einzelpersonen unter Strafe zu stellen. Solche Formen von Sterbehilfe dürften nicht zu einem Routineangebot werden. Der Entwurf würde aber, sollte er Gesetz werden, dazu führen, dass Teile der Ärzteschaft, insbesondere die in der Versorgung von lebensbedrohlich erkrankten Patienten tätig sind, in einen strafrechtlichen Graubereich gezogen werden. Diese Einschätzung wird nicht nur von Juristen vertreten. Auch die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie lehnt jeden neuen Strafrechtparagraphen zur Suizidhilfe strikt ab.

5. Im Einklang mit dem Entwurf der Abgeordneten Hintze, Reimann und Lauterbach sollte auf jegliche strafrechtliche Verbotsregelung verzichtet werden. So sehr auch eine tolerantere Einschätzung der ärztlichen Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Suizidhilfe durch alle Landesärztekammern wünschenswert und erforderlich ist, kann diese kaum durch den Bundesgesetzgeber bewirkt werden – erst recht nicht mit einer so starken Regelungsintensität, wie dies sowohl im Entwurf Hintze et al. als auch im Entwurf Künast, Sitte et. al. der Fall ist.

6. Das Argument, Formen der ärztlichen Sterbehilfe, die seit vielen Jahrzehnten unbestritten zulässig sind, müssten heute mit strafrechtlichen Mitteln unterbunden werden, weil sonst die Gefahr bestünde, dass Sterbende unter Druck gesetzt werden, geht fehl. Es wurde im Zuge der Gesetzgebung zur Patientenverfügung gleichlautend gegen die Möglichkeit des Verzichtes auf lebensverlängernde Maßnahmen vorgetragen. Die Befürchtungen haben sich jedoch empirisch nicht bestätigt. Bis heute sind keinerlei Hinweise darauf vorhanden, dass Angehörige oder Dritte Druck auf die Patienten ausgeübt hätten, „passive Sterbehilfe" in Anspruch zu nehmen.

Berlin, 03.09.2015


*) Das Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende (gegr. Anfang  2014) besteht aus:
Bund für Geistesfreiheit Bayern, Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften, Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben e. V., Giordano-Bruno-Stiftung, Humanistische Union, Humanistischer Verband Deutschlands, Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten e. V., Koordinierungsrat säkularer Organisationen
Website des „Bündnisses für Selbstbestimmung bis zum Lebensende":
www.mein-ende-gehoert-mir.de/
Website der Kampagne „Mein Ende gehört mir – Für das Recht auf Letzte Hilfe":
www.letzte-hilfe.de/
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Wir trauern um unseren indischen Freund Lavanam

Ein großer Humanist, Freiheitskämpfer, Sozialreformer und Atheist, ein Menschenrechtsaktivist im Sinne Gandhis, ein kluger und herzensguter Menschenfreund, unser Freund Lavanam aus dem Atheist Centre ist am 14. August mit 85 Jahren nach schwerer Krankheit in Vijayawada verstorben.  Sein Tod ist ein großer Verlust für unsere humanistische Familie und für die internationale humanistische Bewegung.
Wir werden Lavanams fröhlichen Gespräche, ernsthaften Diskussionen und beeindruckenden Vorträge nicht vergessen.
Sein rollendes Lachen, seinen feinen Humor und seine klugen Gedanken werden wir immer im Herzen behalten. Im Bemühen um Verständigung und Freundschaft, um Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit und im Kampf gegen das Kastensystem, Aberglauben und Intoleranz hat er sich um die Menschen seiner Heimat Indien und um alle Menschen verdient gemacht.

Wir lernten seine philosophischen und aufklärerischen Positionen und seine umfangreiche Bildungs- und Sozialarbeit kennen und schätzen. Er lebte den humanistischen Atheismus als einen positiven Lebensstil, in der Tradition seines Vaters Gora und seiner Mutter Saraswathi Gora. Er hat mit mir 1994 den Humanistischen deutsch-indischen Jugendaustausch begründet, der gerade jungen Menschen in Indien und in Deutschland neue Horizonte und Lebensanschauungen vermitteln konnte.
Auch wir haben einen bedeutenden Freund verloren.
Ich bin sehr traurig. Mein Mitgefühl und tiefempfundenes Beileid gilt der Familie Gora.

Dr. Volker Mueller
Vorsitzender des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland / Brandenburg

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„Ein Freund hat uns verlassen“
Trauer um DGHS-Vizepräsident Adi Meister (1934–2015)

(dgpd Berlin)  Die DGHS trauert um ihren langjährigen Vizepräsidenten Adi Meister, der am Sonntag, den 19. Juli 2015, nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. Lesen Sie den Nachruf von DGHS-Präsidentin Elke Baezner:
„007 – das war die Mitgliedsnummer von Adi Meister bei der DGHS, deren Vizepräsident er seit sieben Jahren war. Vor allem steht sein Name in großen Lettern auf der Gründungsurkunde der DGHS vom 7. November 1980. Sein Ziel war damals schon, den Schwerkranken vom Objekt der medizinischen Wissenschaft wieder zum Träger seiner eigenen Entscheidungen zu machen, der selbstständig und eigenverantwortlich über sein Leben, seine Behandlung oder den Verzicht darauf, und damit auch über sein Lebensende bestimmen kann, wenn er das will.

Es ging ihm um das Prinzip der Wahlfreiheit im Leben wie im Sterben. Aber Adi Meister setzte sich nicht nur für die DGHS ein, sondern auch zeitlebens für das Gemeinwohl der Stadt Fürth und ihrer Bürger, insbesondere für die Belange der älteren Mitbürger. So regte er den Bau von Altenheimen der AWO (Arbeiterwohlfahrt) an und leitete sie verantwortlich.

Darüber hinaus gründete er die Hans-Weinberger-Akademie, ein Bildungsinstitut der Bayerischen Arbeiterwohlfahrt mit sieben Standorten in Bayern.
In Zeiten des Eisernen Vorhangs knüpfte er Kontakte in die Tschechoslowakei und organisierte einen Kindererholungsaustausch. Nach der Wiedervereinigung ließ er in Thüringen mehrere Altenheime errichten. Als Mitglied des Landes-Seniorenbeirates beriet er sogar das Bayerische Sozialministerium und war seit seiner Jugend für die SPD tätig.
Eine der höchsten Ehrungen verlieh ihm die Stadt Fürth mit dem Goldenen Kleeblatt für sein langjähriges Wirken als Vorsitzender des Seniorenrates, Vorsitzender des Regionalverbandes des Bundes der Steuerzahler und Ortsvorsitzender des Bundes für Geistesfreiheit. Für seine Verdienste um die Seniorenpolitik erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Seiner Frau Hildegard, die ihn treu und effizient bei allen Unternehmungen begleitete, gebührt ebenso viel Ehre.
Neben den vielen privaten und beruflichen Erfolgen wurde Adi Meister aber auch nicht von schweren Schicksalsschlägen verschont. Sein einziger, hochbegabter, sein geliebter Sohn starb schon in jungen Jahren an Krebs.
Adi Meister wurde im Januar 81 Jahre alt. Sein Leitspruch lautete: „Es kommt nicht darauf an, wie alt man ist, sondern WIE man alt ist.“ Bis vor Kurzem, noch bis im April dieses Jahres,  nahm er aktiv an Sitzungen und Veranstaltungen der DGHS teil, wir standen permanent in telefonischem Kontakt, er gehörte bis zum Schluss dem Vorstand an, interessierte sich für die Belange seiner DGHS, war beratend mitten unter uns.
Mir war er vom ersten Tag meiner Präsidentschaft an ein höchst kompetenter, freundschaftlicher Ratgeber, ein absolut integrer Mitstreiter, ein kritischer, aber stets kollegialer Querdenker, wenn es sein musste. Und einer, der die Arbeit, auch die unangenehme, nicht delegiert hat,  sondern die Ärmel hochkrempelte und die Probleme, z. B. im Personalbereich, für den er im Vorstand der DGHS verantwortlich zeichnete, mit ebenso viel Sachverstand wie Menschlichkeit geregelt hat.
Eigenständiges Denken und mitfühlendes Handeln im Interesse seiner Mitbürger, so wird Adi Meister uns in Erinnerung bleiben.
Adi Meister wusste um seine Krankheit, er wusste, wie es um ihn stand, er wusste, dass er sterben würde. Er hat keinen Freitod gewählt, er hat für seine persönliche individuelle Situation zusammen mit seiner Familie die Entscheidung getroffen, einen natürlichen Tod anzunehmen.
Ein starkes Signal für das Selbstbestimmungsrecht und das Recht auf Wahlfreiheit am Lebensende, Ziele, die die DGHS schon lange fordert. Adi Meister hat damit Spuren hinterlassen, die für uns alle unauslöschlich sind.
Ein Freund hat uns verlassen. Aber wir werden unsere Arbeit in seinem Geiste weiterführen. Wir sind in Gedanken auch bei seiner lieben Frau, der wir von Herzen unsere ehrliche Anteilnahme aussprechen.“

Elke Baezner – DGHS-Präsidentin


Wir trauern um unseren guten Freund Adi Meister. Er hat sich große Verdienste in der freigeistigen Bewegung erworben, in Fürth, in Bayern und in der Bundesrepublik. So war er  u.a. als Ehrenpräsident des Bundes für Geistesfreiheit Bayern und als langjähriges Präsidiumsmitglied des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften aktiv.
Mit klarem Verstand, großem Herzen und uneigennützigem, konsequentem Engagenment hat Adi Meister uns stets angeregt und als aufrechter Humanist im Miteinander gewirkt.

Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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Namensänderung:
Humanistische Gemeinschaft Neu-Isenburg

Die Freireligiöse Gemeinde Neu-Isenburg hat sich auf der außerordentlichen Gemeindeversammlung vom 25.07.2015 mit einstimmigem Beschluss in Humanistische Gemeinschaft Neu-Isenburg umbenannt. Es war auch für uns nur ein konsequenter Schritt diesen Weg zu gehen, nachdem sich schon unser Landesverband im Juni 2015 in Humanistische Gemeinschaft Hessen (HuGH) umbenannt hatte.

Die zukünftige Arbeit zielt nicht nur darauf ab, ein dem modernen Zeitgeist entsprechendes Erscheinungsbild zu erarbeiten und zu repräsentieren, um den heutigen Werten einer offenen und toleranten Gesellschaft gerecht zu werden. So sollen vor allem die Angebote und Inhalte unserer Gemeinschaftsarbeit modernisiert, aber auch erweitert werden, um den Menschen einen freigeistigen Hort zu bieten, ohne unsere bisherige Arbeit und Tradition zu verleugnen. Die Zusammenarbeit mit unserem Landesverband und den Dachverbänden im säkularen Umfeld, wie u.a. dem Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW), dem Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) und der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) soll intensiviert werden.
In der neuen Verfassung der Humanistischen Gemeinschaft Hessen, die den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts besitzt, ist der Bezug zum Humanismus als undogmatische, weltoffene und säkulare Weltanschauung eindeutig verankert. Mit dem Abschied von allen religiösen Begriffen soll aber nicht nur den sich verändernden Rahmenbedingungen und heutigen Überzeugungen der Mitglieder Rechnung getragen werden. Der neue Name soll auch dazu beitragen, dass die Gemeinschaft z.B. nicht mehr mit den evangelikalen Freikirchen u.a. verwechselt wird.

Aus der Verfassung - Die neue Präambel:
Die Humanistische Gemeinschaft Hessen (HuGH) hat ihre Wurzeln in der Aufklärung und der Demokratiebewegung der Revolution von 1848, woraus die freireligiöse Weltanschauung und das Freidenkertum entstanden sind. In ihr sind Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen organisiert. Unser Spektrum umfasst Agnostiker, Atheisten, Freidenker, Freireligiöse, Humanisten, Pantheisten und andere Freigeister. Was uns eint, ist das Eintreten für Toleranz und weltanschauliche Neutralität des Staates, für Solidarität der Menschen untereinander und Gerechtigkeit zwischen den Völkern, gegen Rassismus und Nationalismus, für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit sowie der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur.

Alternative zu den Kirchen:
2014 waren 34 % der Bevölkerung in Deutschland konfessionslos und über 7 % gehörten anderen Weltanschauungen an (Quelle: fowid.de). Für diese große Anzahl Andersdenkender möchten wir durch unsere Gemeinschaft und in Zusammenarbeit mit anderen säkularen Verbänden in Politik und Gesetzgebung Gehör verschaffen, sowie uns für die gesellschaftlich notwendige Trennung von Staat und Kirche einsetzen. Weiterhin werden wir die alternativen Angebote in unserem traditionellen Bereich der Lebens-, Ehe-, Jugend- und Trauerfeiern sowie unseren staatlich anerkannten weltanschaulichen Schulunterricht aufrechterhalten, der im Zeugnis wegen der Hessischen Schulverfassung als „Religionsnote" eingetragen wird.

Weitere Informationen hierzu sind über unseren Landesverband HuGH zu erhalten:
Tel.: 0611-377715 oder E-Mail an buero@humanisten-hessen.de

Klaus Hofmann
Humanistische Gemeinschaft Neu-Isenburg
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Beschluss der Landesversammlung der hessischen Freireligiösen:
FLH hat sich umbenannt und heißt jetzt
Humanistische Gemeinschaft Hessen

Der neue Landesvorstand 2015 (mit Landessprecher und Geschäftsführerin, v.l.) Conny Saueressig (Präsidium), Klaus Hofmann (Präsidium, Schatzmeister), Dr. Holger Behr (Landessprecher), Timo Saueressig (Präsidium), Manfred Gilberg (Präsident), Waltraud Träger, Ralf Becker, Elke Suchanek (Geschäftsführerin), Heinz Becker (Präsidium), Dieter Bender, Heinz Walter, Herbert Messer. (Auf dem Bild fehlen: Wilfrid Hermann, Dr. Gerd Mitschke, Martin Müller, Wilma Schulze und Norbert Spengler.) Zu stellvertretenden Mitgliedern des Landesvorstands wurden gewählt: Jochen Enders, Michael Luft und Doris Weimer-Schluckebier.

Am 13. Juni 2015 hat die Landesversammlung der Freireligiösen Landesgemeinschaft Hessen entschieden: ihr neuer Name lautet Humanistische Gemeinschaft Hessen (HuGH). Der Antrag war während der vergangenen zwei Jahre allmählich gereift und nun vom Landesvorstand erfolgreich zur Abstimmung gestellt worden. Damit einher ging eine Verfassungsänderung, die vor allem die an vielen Stellen nötigen Änderungen des Namens betreffen, aber auch einige andere Punkte, die einer Überarbeitung bedurften.
Es kommt jetzt einiges an Arbeit auf den neuen Landesvorstand und das Präsidium zu: Nicht nur das äußere Erscheinungsbild, sondern vor allem die Inhalte sollen möglichst bald überarbeitet und modernisiert werden, ohne die Tradition aus dem Blickfeld zu verlieren.
In der neuen Verfassung der Humanistischen Gemeinschaft Hessen, die den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts besitzt, ist deutlich der Bezug zum Humanismus als säkulare undogmatische Weltanschauung verankert. Mit dem Abschied vom Begriff Religion soll aber nicht nur sich verändernden Rahmenbedingungen und den heutigen Überzeugungen der Mitglieder Rechnung getragen werden. Der neue Name soll auch dazu beitragen, dass die Gemeinschaft seltener mit den Anhängern evangelikaler Freikirchen verwechselt werden.

Aus der Verfassung der HuGH - Die neue Präambel:
Die Humanistische Gemeinschaft Hessen (HuGH) hat ihre Wurzeln in der Aufklärung und der Demokratiebewegung der Revolution von 1848, woraus die freireligöse Weltanschauung und das Freidenkertum entstanden sind. In ihr sind Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen organisiert. Unser Spektrum umfasst Agnostiker, Atheisten, Freidenker, Freireligiöse, Humanisten, Pantheisten und andere Freigeister. Was uns eint, ist das Eintreten für Toleranz und weltanschauliche Neutralität des Staates, für Solidarität der Menschen untereinander und Gerechtigkeit zwischen den Völkern, gegen Rassismus und Nationalismus, für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit sowie der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur.
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Unitarier befürworten bundesweite Rechtssicherheit für Ärzte
Würde bis zum Schluss

Die Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens befürworten den fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur Regelung der ärztlich begleiteten Lebensbeendigung (Suizidhilfegesetz) von der Gruppe der Bundestagsabgeordneten um Peter Hintze (CDU/CSU) und Karl Lauterbach (SPD). Der Gesetzentwurf will Ärzten bundesweit Rechtssicherheit verschaffen, wenn sie schwersterkrankten Menschen ohne Aussicht auf ein Überleben bei der Beendigung ihres Lebens helfen. Dazu soll im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ein eigenständiger Paragraf 1921a eingeführt werden, der die Bedingungen wie Volljährigkeit und Freiwilligkeit regelt. Horst Prem, Landesgemeindeleiter der Unitarier in Bayern und ehem. langjähriger Präsident der Unitarier bundesweit, schätzt den Gesetzentwurf als vernünftig und praktikabel ein.
„Diese Lösung berücksichtigt sowohl die Wünsche des Patienten als auch die Gewissenssituation des Arztes", so Prem auf Nachfrage hin. „Sterben ist eine höchst private und individuelle Angelegenheit, der wir mit dem neuen Gesetz besser gerecht werden können."

Horst Prem, Landesgemeindeleiter der Unitarier in Bayern und ehem. langjähriger Präsident der Unitarier bundesweit

Mit diesem Gesetzentwurf würde ein bundesweiter Anspruch eines unheilbar erkrankten Menschen auf Hilfestellung eines Arztes entstehen, sofern der ausführende Arzt seinerseits die Handlung mit seinem Gewissen vereinbaren kann und eine umfangreiche ärztliche Beratung vorausgegangen ist. Der neue § 1921a vereinheitlicht die bislang in jedem Bundesland unterschiedliche Handhabung. Aktuell sind die Vorgaben Sache der länderbezogenen Ärztekammern. Die Regelungen in Berlin, Bayern und Baden-Württemberg sind recht liberal, während die Kammer Nordrhein es den Mitgliedern ausdrücklich verbietet, Patienten selbst auf Verlangen hin zu helfen.
Die Unitarier streben nach religiöser Eigenständigkeit jedes Einzelnen und lehnen starre Dogmen ab. Sie treten weltweit ein für Freiheit, Vernunft, Demokratie und Menschenrechte. Die Möglichkeit, das Lebensende Schwersterkrankter weitgehend selbst bestimmen zu können, sehen sie als wesentlichen Teil des Persönlichkeitsrechts.

Mehr Infos zu den Unitariern auf www.unitarier.deund www.icuu.net und www.europeanuu.org und www.iarf.net --- Folgen Sie uns auf twitter.

Kontakt:
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno, Tel.: (02955) 74 63 910, mobil: (0151) 52 96 75 97,
kerstin.salerno@unitarier.de
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Unitariertag 2015
Neue Wege gehen

Vom 22.-25. Mai 2015 feierten Mitglieder und Freunde den 29. Unitariertag in Worms. Nach zukunftsweisenden Entscheidungen der Hauptversammlung und bewegenden Feierstunden stellten die Unitarier ihre Diskussionsfreude in unterschiedlichsten Workshops unter Beweis. Traditionell richtete die Jugendgruppe sich im beliebten Zeltlager ein und veranstaltete neben dem „Bunten Abend" einen Poetry-Slam.

Neben den Neuwahlen von Vorstand, Präsidium und Geistigem Rat beschloss getreu dem diesjährigen Motto „Spuren lesen – Wege bahnen" die Gemeinschaft, ihren Namen zu ändern in „Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens".

Das neugewählte Präsidium der „Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens" setzt sich gleichberechtigt zusammen aus Prof. Dr. Karsten Urban, Inga Brandes und Freya Bednarski-Stelling (v.l.), die sich die bundesweit ausgerichteten Aufgaben teilen.

Dieser Schritt verdeutlicht, dass die Gemeinschaft Teil der weltweiten Bewegung von Unitariern und Universalisten ist. Gleichzeitig hält der Begriff „Religionsgemeinschaft", er stammt noch aus dem Gründungsjahr 1876 in Worms, eine Verbindung der Gegenwart zu den Ursprüngen aufrecht. Neben weiteren Entscheidungen wurde das Mitbestimmungsrecht der einzelnen Mitglieder deutlich gestärkt, indem die im zwei-jahres Rhythmus stattfindende Hauptversammlung von einer Delegierten-Versammlung zu einer Mitgliederversammlung umstrukturiert wurde.
Die Unitarier verstehen sich als religiös, ohne dass Vorgaben und Dogmen das Denken und Empfinden einschränken. Gemeinsam begehen sie feierliche und besinnliche Stunden, ob zu Morgenfeiern im Jahresverlauf, Jugendleiten, Hochzeiten oder Beerdigungen. Seminare, Kongresse und Workshops zu aktuellen und historischen, gesellschaftlichen Themen ermöglichen den intellektuellen Austausch. Im Mittelpunkt des unitarischen Denkens stehen die Toleranz und der Respekt füreinander. „Wohlwollen und Achtsamkeit sind Werte, an denen sich die unitarische Gemeinschaft messen lassen muss", betonte Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Karsten Urban in seiner Ansprache zum Abschluss. „Wir freuen uns ganz besonders auf den ersten Europäischen Unitariertag vom 2.-5. Juni 2017 in Ulm/Neu-Ulm."

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Unitarier weltweit – 20 Jahre ICUU

Der unitarische Gedanke einer ganzheitlichen Weltsicht prägt seit jeher das Leben vieler Menschen in vielen Kulturen, in vielen Ländern und auf allen Kontinenten. Um den Austausch und die Vernetzung der Gemeinden der Unitarier und der unitarischen Universalisten untereinander zu stärken, gründete sich im März 1995 in Essex, Massachusetts (USA), der „International Council of Unitarians and Universalists" (Internationaler Rat der Unitarier und Universalisten). Im ICUU ist pro Land eine unitarische Mitgliedsgruppe vertreten.
Die Deutschen Unitarier sind als Gründungsmitglied von Anfang an dabei. Mit unermüdlichem Einsatz und beachtlicher Kontaktfreude leistete Wolfgang Jantz einen wesentlichen Beitrag zur Bildung der weltweiten Organisationsstrukturen. Für sein Engagement wurde Jantz 1995 mit dem ICUU Founders Vision Award ausgezeichnet. Sein zentraler Ansatz ist die Integration und das Brückenbauen zwischen unterschiedlichen Strömungen. So wurde auch der Name „Internationaler Rat der Unitarier und Universalisten" gewählt, um möglichst vielen Gruppen des unitarischen Spektrums die Teilnahme zu ermöglichen. Inzwischen zählen Gemeinden aus 20 Ländern zu den Mitgliedern des ICUU.
Alle zwei Jahre treffen sich Delegierte zum „Council" (Hauptversammlung), entwickeln Programmaktivitäten und -prioritäten für die folgende Zeit und wählen den geschäftsführenden Vorstand. Innerhalb des letzten Jahres hat der ICUU einen neuen Ansatz gewählt, um jungen unitarischen Gruppierungen dabei zu helfen, eigene Ressourcen für die Weiterentwicklung zu erschließen. Der Schwerpunkt lag auf Hilfsangeboten für neu gegründete unitarisch-christliche Kirchen in Afrika. Außerdem wurde eine "Leadership School" in Klausenburg/Cluj-Napoca (Rumänien) durchgeführt, an der auch fünf Mitglieder der Deutschen Unitarier teilgenommen haben.
Aktuell arbeitet der ICUU an einem Pilotprojekt zur Verbesserung der regionalen Vernetzung und des Austauschs innerhalb des ICUU sowie an einem virtuellen Mentoring-Projekt für Einzelpersonen und kleine Gruppen, um freie Religion und Unitarismus an neuen Orten zu fördern. Außerdem wird ein Programm erstellt, das die Nutzung der sozialen Medien erleichtern soll. Somit werden die Nachrichten aus den unitarischen Gruppen weltweit sowie auch die unitarischen Grundgedanken zugänglicher.
„Der ICUU ist dabei, sich als internationale Organsisation zu professionalisieren. Das ist notwendig, weil die Zahl der Mitgliedsgruppen in den letzten Jahren gewachsen ist", so Inga Brandes, seit 2014 Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des ICUU. „Die Zusammenarbeit von Unitariern und Universalisten weltweit gibt auch uns wertvolle Impulse  und trägt überall wesentlich zum Fortbestehen und Wachstum von unitarischen Gruppen bei."


Mehr Infos auf www.unitarier.de und www.icuu.net.

Kontakt: Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Tel.: (02955) 74 63 910 --- mobil: (0151) 52 96 75 97
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Oben: Der geschäftsführende Vorstand des ICUU (v.l.n.r.): Pauline Rooney, Galen Gisler, Lara Fuchs, Inga Brandes, Rev. Brian Kiely, Rev. Fulgence Ndagijimana and Dávid Gyerő. Am Mikrofon das ehemalige Vorstandsmitglied Rev. Celia Midgley

links: Wolfgang Jantz ist Gründungsmitglied des ICUU und wurde für seine Arbeit mit dem ICUU Founders Vision Award ausgezeichnet
rechts: Inga Brandes, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des ICUU

unten: Einige der Gründungsmitglieder des ICUU auf der Ratsversammlung 2005 in Montserrat (Wolfgang Jantz, hintere Reihe, 3. von rechts)

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10 Jahre UNITATES:
Unitarische Stiftung feiert Jubiläum

Die Stiftung Unitates der Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft e.V. feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass ruft der 1. Vorsitzende Eike Möller zu mehr Engagement für den Erhalt der Religions- und Weltanschauungsfreiheit auf. Zweck der Stiftung ist die Förderung von religiöser und weltanschaulicher Toleranz und eines demokratischen Weltbildes. Seit nunmehr 10 Jahren werden Projekte und Veranstaltungen finanziell bezuschusst, die zum Erhalt und Ausbau gegenseitigen Respekts zwischen den Religionen und Weltanschauungen beitragen.
Als besonderes Highlight des letzten Jahres wird die Unterstützung der „Sprecherausbildung" der Unitarier gesehen. Junge Vortragende entwickeln unter professioneller Anleitung würdige Feierstunden sowohl zu den großen Anlässen im Lebensablauf wie Geburt, Jugend, Hochzeit und Tod als auch zu den natürlichen Abläufen im Jahreskreis wie Frühling, Sonnenwende und Erntedank. Beliebte Quelle der besinnlichen Erbauung sind auch die regelmäßigen Morgenfeiern in den unitarischen Gemeinden.
Die Stiftung Unitates entwickelt sich stetig weiter und unterstützt aktiv befreundete Organisationen – sowohl finanziell als auch operational.

Mahnt den Erhalt der Religionsfreiheit an anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Stiftung Unitates: 1. Vorsitzender Eike Möller (Foto: Evelin Frerk)

Als Mitglied des Koordinationsrats der säkularen Organisationen (KORSO) und des Säkularen Forums in Hamburg (SF-HH) übernehmen Unitates-Vorstandsmitglieder auch hier leitende Funktionen und Aufgaben, um dem säkularen Gedankengut eine stärkere Stimme zu verleihen.
Förderwürdig sind Vorträge, Seminarveranstaltungen, wissenschaftliche oder künstlerische Arbeiten und Veröffentlichungen, sofern sie die weltanschauliche Zusammenarbeit von unitarischen und freigeistigen Verbänden, Gemeinden und Körperschaften voranbringen. In diesem Rahmen wurde bereits eine Vielzahl an Projekten unterstützt bzw. überhaupt erst ermöglicht.
„Die Stiftung ist ein wichtiger Baustein zum Erhalt der demokratischen Meinungs-,  Religions- und Weltanschauungsfreiheit in Deutschland, Europa und in der Welt", erläutert der 1. Vorsitzende von Unitates, Eike Möller, sein persönliches und intensives Engagement. „Es ist heute wichtiger denn je, sich für Frieden und Freiheit im Land einzusetzen."
Mehr Infos auf www.unitates.de

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Presseerklärung zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges:
Asylrecht schützen und Flüchtlinge willkommen heißen

Die Delegierten der 68. Landesversammlung der Freireligiösen Landesgemeinde Pfalz bekräftigen aus Anlass des 70. Jahrestages vom Ende des Zweiten Weltkrieges das Recht auf Asyl und die völkerrechtliche Pflicht, Flüchtlinge aus Kriegsgebieten aufzunehmen und willkommen zu heißen.

Für die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz bedeutet das Ende des Zweiten Weltkrieges eine Befreiung, die ihnen die Wiedergründung der Gemeinden nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten ermöglichte und ein Ende der Verfolgungen ihrer Mitglieder durch das faschistische Regime beinhaltete.
Gerade weil so manche unserer Mitglieder nur durch Flucht und Aufnahme in anderen Ländern diese Terrorherrschaft überleben konnten, ist uns das Recht auf Asyl und die freundliche Aufnahme von Flüchtlingen ein grundsätzliches Anliegen.

Daher rufen wir dazu auf, allen rechtsextremen Anschauungen und Handlungen energisch entgegenzutreten, gegen Ausländerfeindlichkeit und Ablehnung anderer Religio-nen und Weltanschauungen zu argumentieren und wir verurteilen Taten wie Brandstiftungen an geplanten Flüchtlingsunterkünften – so in Limburgerhof –, gleich ob sie einen rechtsextremen Hintergrund haben oder „nur“ dumme Jungenstreiche sind, aufs schärfste.
Als Mitglied des Netzwerks gegen rechte Gewalt und Rassismus in Ludwigshafen und des Bündnisses für Toleranz und Weltoffenheit des Landes Rheinland-Pfalz wissen wir uns einer Willkommenskultur verpflichtet.

Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz
Siegward Dittmann (Präsident)
Renate Bauer  (Landessprecherin)

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Unitarische Ehefeiern für gleichgeschlechtliche Paare
Gleichbehandlung aus religiöser Überzeugung

Die Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens weisen in der Diskussion zur Gleichbehandlung homosexueller Paare darauf hin, dass verantwortliche Eigenständigkeit und gegenseitiger Respekt Kernpunkte unitarischer Ethik sind. Deshalb begrüßen die Unitarier die Entscheidung der Volksbefragung in Irland, homosexuelle Ehegemeinschaften mit heterosexuellen gleichzustellen. Diese Haltung wird in der Religionsgemeinschaft freien Glaubens aktiv gelebt. Die Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung ist ein Menschenrecht. Deshalb können sich homosexuelle Paare selbstverständlich genauso unitarisch trauen lassen wie heterosexuelle.

Weltweit gehören Unitarier zu den Vorreitern in Fragen der Gleichbehandlung. Pfarrerinnen und Pfarrer unitarischer Gemeinden in den U.S.A. waren die ersten, die gleichgeschlechtliche Trauungen durchgeführt haben. Der Geschäftsführer der Unitarier in Großbritannien Derek McAuley wurde als anerkannte, koordinierende Kraft sogar im britischen Parlament zur Gesetzgebung in dieser Frage angehört.
Sexualität ist ein Grundelement menschlichen Zusammenlebens. Unitarier unterstützen deshalb Freiheiten, die im Einvernehmen zwischen gleichberechtigten Sexualpartnern gelebt werden und insbesondere nicht durch religiöse Dogmen beschnitten werden sollten. Die sexuelle Freiheit jedes Einzelnen endet allerdings dort, wo die Freiheit oder körperliche Unversehrtheit eines anderen eingeschränkt wird oder Abhängigkeiten vorsätzlich ausgenutzt werden. Hier muss umfassende Aufklärung spätestens in der Schule erfolgen, was qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer erfordert.
Gleichzeitig zeigen aber auch die vielfältigen Formen von Missbrauch, dass der Schutz Schwächerer weiter ausgebaut und wirksame rechtliche Instrumente zur Verfügung stehen müssen. Die Verfolgung von sexueller Gewalt jedweder Form ist hierfür nur ein Beispiel. Achtsamkeit bedarf es aber auch im Umgang mit den Opfern sexueller Gewalt. Unverarbeitete Traumata können über Generationen hinweg die sexuellen Haltungen von Menschen beeinflussen. Umfassende Information zu Beratungsangeboten schon in den Schulen, konsequente Unterstützung von Opfern sowie Verfolgung, Bestrafung und Betreuung von Tätern sind daher unerlässlich.
Unitarier mahnen zum Respekt im Umgang mit dem Gegenüber und der Umwelt in allen Lebensbereichen. Daher ist die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe die logische Konsequenz einer unitarischen Religionsauffassung. Sie ist ein deutlicher Schritt in Richtung einer pluralistischen Gesellschaft, die eine Weiterentwicklung und ein lebenswertes Dasein ermöglicht.
„Wir begrüßen das positive Votum der Iren zur gleichgeschlechtlichen Ehe ausdrücklich und fordern die politischen Entscheidungsträger in Deutschland dazu auf, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für gleichgeschlechtliche Ehen zu schaffen“, so Prof. Dr. Karsten Urban, Präsidiumsmitglied der Unitarier. Urban weiter: „Die Unitarier als Religionsgemeinschaft bieten seit langem Ehefeiern für gleichgeschlechtliche Paare an.“


Pressestelle Unitarier
Dipl.-Kff. Kerstin Salerno
Schmiedeweg 3
33142 Büren
Tel.: 02955/7463910
www.unitarier.de
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