2013 - Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V.

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2013

Berichte+Statements > 2013

Einladung zum Seminar:
Menschenrechte statt Extremismus

Die Entwicklung der Menschenrechte von Thomas Paine (1789) bis heute
13. – 15. Dezember 2013
Jugend- und Familienbildungswerk Klingberg e.V.
gefördert durch: Bundeszentrale für politische Bildung, Unitarische Akademie, Stiftung Unitates

In unserem Seminar wollen wir der Frage nachgehen, ob die Menschenrechte eine gemeinsame ethische Basis aller Weltanschauungen und Religionen sein können. Dazu werden wir die Entwicklung der Menschenrechte von Thomas Paine bis zur Menschenrechtserklärung der UNO 1948 in Paris verfolgen.
Wir wollen uns der Frage stellen, ob diese Maßnahmen einen Fortschritt im menschlichen Miteinander erbracht haben. Sicher können wir in Deutschland gewisse positive Beispiele aufzeigen, wie z.B. die Integrationspolitik des Bezirksbürgermeisters des Berliner Stadtteils Neukölln, Heinz Buschkowski.. In Berlin ist es auch als erstem Bundesland gelungen, einen für alle Schülerinnen und Schüler verbindlichen Ethikunterricht an den allgemeinbildenden Schulen einzuführen, in dem die Kinder und Jugendlichen unterschiedlicher Kultur- und Religionszugehörigkeit über wichtige ethische Grundfragen ins Gespräch miteinander kommen. Andere Bundesländer gehen leider den entgegengesetzten Weg, indem sie einen eigenen Islamunterricht neben anderen Religionen zulassen, der die Kinder in wichtigen Fragen trennt und ein notwendiges Miteinander verhindert. Natürlich muss unsere Aufmerksamkeit auch auf die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland gerichtet werden.
Dabei sind es nicht nur die spektakulären Menschenrechtsverletzungen, die uns erschüttern, wie die Serienmorde von Anhängern der rechtsextremistischen Gruppe NSU an ausländischen Mitbürgern. Uns beunruhigen auch kleinere Menschenrechtsmissachtungen wie die Kündigung einer jungen Frau, die in einem kirchlichen Kindergarten arbeitete, der weitgehend durch öffentliche Mittel finanziert wird, weil sie ein uneheliches Kind erwartete. Nach Darlegung dieser Sachverhalte wollen wir Überlegungen anstellen, wie unsere Grundüberzeugung
verbreitet werden kann, dass die Beachtung der Menschenrechte eine ethische Basis in weiten Teilen der Welt sein können, die statt Extremismus ein friedliches Miteinander ermöglichen.
Zum ausführlichen Seminarprogramm bitte hier klicken.

Eike Möller (Unitarische Akademie)
Hauke Möllers (Bildungsstätte Klingberg)

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Diskussions-Veranstaltungsreihe Christen und Agnostiker
Ein religiös-weltanschaulicher Dialog

                         Thema des 4. Abends:

               "Woher kommen die Gotteskrieger?"

                         Donnerstag, 28. November 2013, 19.00 bis 21.00  Uhr
                         Haus der Begegnung

                         Graz, Johann-Joseph-Fux-Gasse 16

Veranstalter: Prof. Dr.  Anton Grabner-Haider  und Dr.  Erich Satter
in Verbindung mit dem Verein für interkulturelle Beziehungen - Eintritt frei
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Freidenker Barnim e. V. hat Johannes Ronge in Wroclaw (Breslau) geehrt

Nach monatelanger Vorbereitung durch die beiden Partnervereine Oddzial Wroclawskiego Polskiego Stowarzyszenie Racjonalistow und dem Freidenker Barnim e.V. mit Unterstützung des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften e.V. fand am Sonnabend, dem 19. Oktober 2013, im Konferenzsaal des Alten Rathauses in Wroclaw eine Fest- und Informationsveranstaltung anlässlich des 200. Geburtstages von Johannes Ronge statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen das Schaffen und die Werte von Johannes Ronge als erstem Prediger der Christkatholischen Gemeinde in Breslau und als Demokrat sowie eine gemeinsame Erklärung der Organisatoren und Teilnehmer der Veranstaltung. Die gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Unsere Verantwortung für das christkatholische und freireligiöse Erbe der Stadt Wroclaw" wurde von Frau Renate Bauer, Präsidentin des Dachverbandes Freier Weltanschauungsgemeinschaften e. V., Herrn Norbert Weich, Vorsitzender des Freidenker Barnim e.V., Herrn mgr Jacek Tabisz, Vorsitzender der Polnischen Vereinigung der Rationalisten und Frau mgr Kaja Brix, Präsidentin der Sektion Wroclaw der polnischen Rationalisten unterzeichnet.
Damit übernehmen die Unterzeichner Verantwortung, mit konkreten Projekten das Erbe zu bewahren, zu erforschen und zu verbreiten. Dazu gehört das polnisch-deutsche Forschungsprojekt "Wroclaw (Breslau) eine europäische Metropole – die Geburtsstadt der freireligiösen/freigeistigen Bewegung Deutschlands" ebenso wie eine Veranstaltungsreihe zu Persönlichkeiten der Christkatholischen Gemeinde in Breslau und Publikationen in den regionalen Medien.
Die Feierlichkeiten anlässlich des 200. Geburtstages von Johannes Ronge waren seit über 80 Jahren die erste Veranstaltung mit freireligiösem/freigeistigem Inhalt, die die Stadt Wroclaw wieder erleben durfte.
Auch der Appell der Teilnehmer an alle kommunalen Institutionen, gesellschaftlichen Kräfte, Vertreter der Politik, der Künste und der Medien der Stadt Wroclaw, an dieser Arbeit mitzuwirken, sollte auf dem Wege zur Europäischen Kulturhauptstadt 2016 nicht ungehört bleiben.
Die Veranstaltung war im Sinne des Wirkens von Johannes Ronge und strahlte Optimismus aus, dass die Vernunft und das Wissen stets über Glauben und Aberglauben siegen werden.
Für die gezeigte Mitwirkung und Unterstützung zum Gelingen dieser Veranstaltung gilt der Dank den vielen ehrenamtlichen Helfern der Wroclawer Rationalisten, der Barnimer Freidenker, der Freireligiösen Gemeinde Berlin und besonders Frau mgr Okolska, Direktorin des Historischen Museums der Stadt Wroclaw und Frau mgr Wolozyn-Swierk, Redakteurin des TVP Wroclaw.

Heinz Klos
Stv. Vorsitzender Freidenker Barnim e.V.

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Evolution, Humanismus und Menschenrechte würdigen
Bund für Geistesfreiheit Bayern hat drei humanistische Feiertage beschlossen

Der Bund für Geistesfreiheit (bfg) vertritt die Rechte von konfessionslosen Menschen in der BRD. Die Konfessionslosen stellen mit ca. 35% der Bevölkerung inzwischen eine weit größere (und schnell wachsende) Weltanschauungs-Gruppe dar als jede andere in Deutschland, wie z.B. Protestanten und Katholiken, die jeweils bei ca. 28-29% liegen, mit sinkender Tendenz.

Das geltende Gesetz erlaubt auch kleinen Weltanschauungsgruppen eigene Feiertage mit den damit zusammenhängenden Vorteilen, wie z.B. Befreiung von Arbeit und Schulbesuch. So sind z.B. jüdische Schülerinnen und Schüler an folgenden Tagen von der Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht und sonstigen schulischen Veranstaltungen befreit: an beiden Tagen des Neujahrsfests, am Versöhnungstag, an den ersten zwei Tagen und an den letzten zwei Tagen des Laubhüttenfests, an den ersten zwei Tagen und an den letzten zwei Tagen des Osterfests und an beiden Tagen des Wochenfests, muslimische Schülerinnen und Schüler an den Festtagen Ramazan Bayrami und Kurban Bayrami jeweils für die ersten beiden Tage von der Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht und sonstigen Veranstaltungen befreit.
Laut Kultusministerium erfolgt die Unterrichtsbefreiung von Schülerinnen und Schüler anderer Bekenntnisse an einschlägigen religiösen Feiertagen auf Antrag. (Siehe Anhang).
Als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist der bfg als Weltanschauungsgemeinschaft den Religionen in jeder Richtung gleichgestellt. Die Dachorganisation bfg Bayern K.d.ö.R. hat in ihrer Landesversammlung am 13.4.2013 drei humanistische Feiertage beschlossen und dem Kultusministerium auch offiziell mit Einschreiben/Rückschein gemeldet. Es handelt sich um
* 10. Mai: Evolutionstag (Am sechsten Freitag nach dem Sonntag, der dem ersten Frühjahresvollmond folgt, wird der Evolutionstag des Bundes für Geistesfreiheit Bayern gefeiert. Termine: 2013 10. Mai, 2014 30. Mai, 2015 15. Mai, 2016 6. Mai, 2017 26. Mai, 2018 11. Mai.)
* 21. Juni: Welthumanistentag
* 10. Dezember: Tag der Menschenrechte
Mitglieder des bfg (und deren Kinder) können ab sofort wie die Mitglieder anderer Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften die Annehmlichkeiten von Schul- und Arbeitsbefreiung in Anspruch nehmen. Es genügt dafür der formlose Antrag bei Arbeitgebern und Schulen. Vorlagen für den Antrag stellt der bfg Bayern sowie seine Ortsgemeinschaften in 12 bayrischen Städten auf Wunsch gerne kostenlos zur Verfügung. Die reguläre Mitgliedschaft im bfg kostet jährlich je nach Ortsgemeinschaft ca. 50€ pro Jahr, es gibt aber auf Antrag auch kostenlose Betreuungsmitgliedschaften. Die Mitgliedschaft im bfg hilft den Mitgliedern auch, das „Besondere Kirchgeld" zu vermeiden, mit dem Konfessionslose in sogenannten „glaubensverschiedenen Ehen" durch die Hintertür die christlichen Großkirchen finanzieren müssen.

Erwin Schmid (bfg Bayern)

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Nie wieder Verfolgung und Vernichtung!
Erklärung des Humanistischen Freidenkerbundes Brandenburg e.V.
zur sog. "Reichskristallnacht"

Am 9. November jährt sich zum 75. Mal die massive Verfolgungsaktion von Juden durch Hitler-Deutschland. In der sogenannten "Reichskristallnacht" im Jahr 1938 verwüsten und plündern deutsche Polizei- und SA-Truppen jüdische Wohnungen und Geschäfte; sie ruinieren, diskriminieren und verletzen deutsche Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischer Herkunft im gesamten Deutschen Reich. Fast alle Synagogen werden niedergebrannt. Sehr viele jüdische Menschen werden in Konzentrationslager verschleppt und dort gequält.
Die „Reichskristallnacht" leitet eine neue Phase des nationalsozialistischen Terrors gegen die jüdische Bevölkerung ein, deren Ziel dann die "Endlösung" der Judenfrage sein soll. Dieses größte Verbrechen des Nazi-Regimes hat die Ausrottung der jüdischen Menschen zum Gegenstand. Es fehlen die Worte, das Ausmaß dieses Vorhabens und vor allem seiner Realisierung auszudrücken. Der Völkermord des Hitlers-Regimes übersteigt jedes Fassungsvermögen humanistischen Denkens.
Besonders in den Novembertagen dieses Jahres gedenken auch Freidenker und Humanisten in Schmerz und Trauer der vielen jüdischen Opfer der „Reichskristallnacht", ja der Millionen Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung und –vernichtung. Nie wieder darf sich in Deutschland oder in einem anderen Land auf unserer Erde jemand über andere erheben, nur weil ein anderer Glaube oder eine andere Lebensauffassung existiert. Jeder Religion und Weltanschauung ist – sofern sie nicht extremistisch oder inhuman ist – mit Toleranz zu begegnen. Die Herkunft eines Menschen darf nie Grund für Ausgrenzung, Plünderung, "ethnische Säuberungen", Vertreibung oder Vernichtung sein.
Wir fordern alle Menschen – unabhängig von ihren religiösen und weltanschaulichen Bekenntnissen bzw. ihrer Welt- und Lebensanschauung – auf, sich gegen diejenigen Kräfte der Gegenwart zu vereinen, die faschistisches, rassistisches und antisemitisches Gedankengut pflegen und verbreiten, die Gewalt und Fremdenhass säen und die Juden- oder Ausländerfeindlichkeit erzeugen. Nutzen wir alle politischen, rechtlichen und ethischen Mittel, damit nie wieder eine "Reichskristallnacht" entstehen kann, damit nie wieder rechtsextremistische Kräfte über das Leben anderer bestimmen oder es gar vernichten.

Dr. Volker Mueller
Vorsitzender

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Die Freigeistige Aktion für humanistische Kultur e.V. lädt ein zum Workshop:
„Die Aufklärung – Beginn, Wirkungen, Ausblick“
am Samstag, dem 9. November 2013, um 11.00 Uhr,
in der Geschäftsstelle der Freireligiösen Gemeinde
Ludwigstraße 68, 63263 Neu-Isenburg.
300 Jahre nach Denis Diderots Geburt, dessen Encyclopédie zum Symbol der Aufklärung wurde, ist der Prozess der Aufklärung noch lange nicht beendet. Im 18. Jahrhundert ging es Diderot und seinen Mitstreitern darum, das gesamte Wissen der damaligen Zeit darzustellen, doch vor allem darum, fragen zu dürfen, Dinge anzweifeln zu dürfen, nach Wahrheiten zu suchen, um Freiheit und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Uns Heutigen geht es um ethische Begründungen für unser Handeln. Freie Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften entstanden im Zuge der Aufklärung. - Eine kleine Einführung über Entstehung, Wege und den möglichen Fortgang der Aufklärung, und zwar mit folgenden Vorträgen und anschließender Diskussion:
Dr. Volker Mueller: Denis Diderots Idee vom Ganzen und die Encyclopédie - Der Beginn der Aufklärung
Dr. Erich Satter: Der Einfluss von Kunst auf die Moral

Arnher E. Lenz: Sam Harris quergelesen - Das Ende des Glaubens. Religion, Terror und die Zukunft der Vernunft
Zwischen den Vorträgen ist ein gemeinsames Mittagessen geplant. Ende der Veranstaltung ca. 15.30 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen, am Vormittag des 9.11. ab 9 Uhr an der F.A.-Bundesversammlung und am Vorabend, Freitag, 8.11., ab 18 Uhr am Autorentreffen teilzunehmen, ebenfalls in der Ludwigstraße 68. Weitere Infos und Anmeldungen bitte an: Ortrun E. Lenz, Beethovenstr. 96, 63263 Neu-Isenburg, Tel. 06102-723509 Fax 06102-723513, ortrun.lenz@web.de.

Ortrun E. Lenz (Vorsitzende)

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Herzlichen Glückwunsch!
Bei der Bundesversammlung des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD) am 2. November 2013 in Ludwigshafen erhielt der wiedergewählte Präsident Rainer Schrauth, Mannheim, das goldene Ehrenzeichen des Bundes am blauen Band.  
Der ebenfalls wiedergewählte Vizepräsident Siegward Dittmann, Ludwigshafen, bedankte sich bei Rainer Schrauth für den langjährigen und unermüdlichen Einsatz, den dieser für den BFGD geleistet habe. Seit zehn Jahren stehe er dem Bund als Präsident zur Verfügung, noch länger sei er außerdem Präsident der Freireligiösen Landesgemeinde Baden,  er sei ein Mensch, dem ehrenamtliches Engagement eine innere Verpflichtung sei. Die Delegierten begrüßten die vom Präsidium im Stillen vorbereitete Ehrung einhellig.

Renate Bauer

Siegward Dittmann (rechts) beglückwünscht BFGD-Präsident Rainer Schrauth zur Ehrung.

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Freidenkerbund auf der Hochzeitsmesse in Paaren/Glien mit seinen Angeboten für eine Humanistische Ehefeier


Die Humanistische Ehefeier mit einer weltlichen Trauung und einem zeremoniellen Hochzeits-Fest zur Eheschließung ist ein noch wenig bekanntes Angebot des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. (HFH), kann aber auf einige sehr schöne Erfahrungen zurückgreifen. Auf der Hochzeitsmesse, die im MAFZ Paaren/Glien am 20.10.2013 durchgeführt wurde, fand das vom HFH präsentierte Angebot gute Aufmerksamkeit und viele Interessenten. Als freie Weltanschauungsgemeinschaft führen wir die Ehefeier mit ethischer Verbindlichkeit durch. Die Humanistische Ehefeier ist im Rahmen weltlicher Fest- und Feierkultur für konfessionell nicht gebundene Menschen eine Alternative zur kirchlichen Trauung. Sie ist neben dem Standesamt eine besondere Würdigung der Brautleute und eine feierliche Zeremonie für die Lebenspartner, Familienmitglieder und Gäste.

Das höchste Versprechen im gemeinsamen Leben zweier Menschen ist das Eheversprechen. Das Brautpaar, die Lebenspartnerin und der Lebenspartner schließen miteinander vor dem Standesamt nach bürgerlichem Recht den Bund fürs Leben, dem wir uns als Menschen freiwillig unterwerfen. Wir möchten ihren geschlossenen Lebensbund festlich begehen und sie als Mann und Frau in unsere freie Menschengemeinschaft und in ihrem Familien- und Freundeskreis aufnehmen.

Wer sich für eine Humanistische Eheschließung entscheidet, erhält eine ausführliche Beratung durch uns im HFH. Gern fließen eigene Wünsche und Vorstellungen in die Ehefeier ein, um diese einmalig und unvergesslich zu machen. Die Gestaltung der Ehefeier bzw. der Trauung erfolgt auf der Grundlage der Werte des säkularen Humanismus und des freien Willens der künftigen Lebenspartner bzw. der Brautleute.

Wir heißen die Lebenspartner in der jeweils anderen Familie und im Freundeskreis willkommen. Dabei beziehen wir gern Familie und beste Freunde und ggf. das Kind oder die Kinder mit ein. Die selbst gewählten Trauzeugen bezeugen den humanistischen Akt der öffentlichen Erklärung des ehelichen Lebensbundes und bekräftigen durch ihre Begleitung symbolisch die eheliche Lebenspartnerschaft. Wir unterstützen bei der Wahl eines schönen und persönlich gewählten und gestalteten Feierortes. Die Ehefeier kann sowohl in einem festlichen Raum oder Saal als auch unter blauem Himmel oder an einem See stattfinden.

Auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften gestalten wir auf Wunsch eine humanistische Ehefeier.

Anfragen können gern gestellt werden an:
Humanistischer Freidenkerbund Havelland e.V.,
14641 Nauen, Karl-Thon-Str. 42.
Tel.: 03321-450746
E-Mail: freidenker-havelland@web.de

Dr. Volker Mueller

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Der DFW fordert eine Überarbeitung der Feiertagsregelung
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften bedauert, dass die Klage einer Berliner Mutter auf Freistellung ihrer Kinder vom Schulunterricht anlässlich des Welthumanistentages abgewiesen wurde. Die Möglichkeit einer Freistellung von Schülern zur Teilnahme bzw. Befolgung eines Feiertages ihrer Religions- und Weltanschauungsgemeinschaft gemäß den Bestimmungen, wie sie für (vorwiegend christliche) Religionsgemeinschaften gelten, wird vom DFW als Zeichen einer grundsätzlichen Gleichbehandlung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften unterstützt.
Dazu fordert der DFW eine grundlegende Überarbeitung der bisher geltenden Feiertagsregelungen der Länder, die bis auf 1. Januar, 1. Mai und 3. Oktober nur christliche Feiertage kennen und damit andere Religionen und Weltanschauungsgemeinschaften benachteiligen. Sie entsprechen nicht mehr der vom GG vorgesehenen Gleichbewertung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften.
Weiter fordert der DFW als Mitglied der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union, die den erwähnten Tag ins Leben gerufen hat, die bundesweite Anerkennung des Welthumanistentages (am 21. Juni) im Rahmen der Feiertagsregelungen mit allen Konsequenzen z.B. für eine Befreiung vom Unterricht.

Renate Bauer

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Aufruf zur Vorbereitung der Gründung einer
vorläufigen allgemeinen deutschen Wissenschaftskammer
von 11. bis 13. Okt. 2013 in Klingberg/Scharbeutz/Ostsee

Das Grundgesetz der Bundesrepublik legt gemäß Art.1 Abs. 3 in seinem Art. 5 Abs. 3 GG für alle drei Staatsgewalten der Bundesrepublik bindend fest: „Kunst und Wissenschaft, Forschung
und Lehre sind frei.“

Dies bedeutet, dass insbesondere alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Bundesrepublik Deutschland aufgerufen sind, sich demokratisch selbst zu organisieren, um alles, was allgemein in Bezug auf einen geordneten Wissenschafts-, Forschungs- und Lehrbetrieb zu regeln ist, in Formen zu bringen, durch die ein erfolgreiches wissenschaftliches Fortschreiten in Freiheit zum Wohl der Menschheit sichergestellt wird. Diese Selbstorganisation der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Sicherung von Art. 5 Abs. 3 GG hat seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland durch ihr Grundgesetz nicht stattgefunden. Es hat nur die Gründung verschiedenster Wissenschaftler-Organisationen gegeben, die weitgehend staatlich oder von anderen mächtigen und kapitalstarken Organisationen beherrscht werden oder die lediglich für demokratische Gesellschaftsformen eintreten, so dass speziell die Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre gemäß Art. 5 Abs. 3 GG nicht gesichert worden ist.
Das größte Hemmnis gegen eine freie Selbstorganisation der Wissenschaftler aber geht vom Wissenschaftsrat aus, der schon am 5. Sept. 1957 durch den grundgesetzwidrigen Vertrag zwischen dem Bund und den Ländern etabliert worden ist. Die mit dem Wissenschaftsrat verbundene Grundgesetzverletzung ist bereits an der Zwecksetzung des Wissenschaftsrats zu erkennen, die nach der Fassung vom 1.1.2008 wie folgt bestimmt ist: „Der Wissenschaftsrat hat die Aufgabe, im Rahmen von Arbeitsprogrammen übergreifende Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbereichs zu erarbeiten sowie zur Sicherung der internationalen Konkurrenzfähigkeit der Wissenschaft in Deutschland im nationalen und europäischen Wissenschaftssystem beizutragen.“
Dieser Wissenschaftsrat ist demnach nur ein Feigenblatt, um dem Staat die grundgesetzlich nicht erlaubte Steuerung von Wissenschaft, Forschung und Lehre in Form von Empfehlungen aus der Hand von Wissenschaftlern angetragen zu bekommen. Die Zusammensetzung und
Arbeitsweise des Rates ist im Vertrag diktatorisch festgelegt, und eine Qualifikationssicherung nicht vorgesehen. Darum konnte es geschehen, dass im derzeitigen Wissenschaftsrat die Disziplinen, die die Wissenschaft selbst zu ihrem Forschungsgegenstand machen, die Philosophie und die Wissenschaftstheorie, gar nicht im Rat vertreten sind. Durch diesen Qualifikationsmangel des Wissenschaftsrats konnte der absurde Gedanke in das Hochschulrecht eindringen, den Fakultäten vorzuschreiben, ihre Studiengänge von privaten, minderqualifizierten aber amtlich befugten Büros akkreditieren zu lassen und keine Freiheit zur Einheit von Forschung und Lehre mehr zuzulassen. Wissenschaftliche Qualifikation wird nur durch Habilitationen in den Fakultäten nachgewiesen. Qualitätssicherung von Studiengängen kann nur von Habilitierten ausgehen, und nicht von Akkreditierungsbüros. Die akademische Forderung unserer Zeit muß darum lauten:
Dem Grundgesetz wieder Geltung verschaffen:

Befreiung der Deutschen Universitäten von der Zuchtmeisterei des Wissenschaftsrats! Selbstverantwortete Freiheit für Forschung und Lehre!

Unter diesem Arbeits-Titel veranstaltet der Sokrates-Universitäts-Verein e.V. vom 11. bis 13. Oktober 2013 in der Jugend- und Bildungsstätte Klingberg/Scharbeutz, Fahrenkampsweg 7, Tel.: 04524 9388 seine zweite wissenschaftliche Tagung als Sammlungs- und Strategietagung, um die Gründung der ersten vorläufigen allgemeinen deutschen Wissenschaftskammer, die Ende Februar 2014 stattfinden soll, vorzubereiten. Alle deutschen Wissenschaftler, die sich an einer Fakultät einer deutschen Universität promoviert oder habilitiert haben, werden hiermit dazu aufgerufen, sich an diesen Gründungsvorbereitungen aktiv zu beteiligen. Kontakt herstellen und Materialien anfordern unter: Tel.: 040 2277602 oder E-Mail: wrd2@gmx.de.Weitere Infos sind zu finden unter >sokrates.org<. Melden Sie Ihre Teilnahme bitte bis Ende September an. Zur Wahrung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit, bitte für Kost und Logis des ganzen Wochenendes in Klingberg 125,00 € entrichten. Danke! >>> Hier ist das vorgesehene Programm.

Prof. Dr.Wolfgang Deppert
Sokrates Universitätsverein e.V.
Prof. Dr. Wolfgang Deppert, Gründungsrektor
E-Mail: wrd2@gmx.de, Internet: sokrates.org

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Frauenseminar in Wittenberg 27.-29. September 2013
Zu einem Seminar mit dem Titel "Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau" treffen sich die Frauen der Frauenarbeitsgemeinschaft des BFGD (Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands) im September in Wittenberg. lt Hier die Einladung (anklicken).
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Zu Besuch bei Freunden –
Freidenker-Jugendgruppe war in Indien

Eine elfköpfige Jugendgruppe mit zwei Betreuern aus dem Havelland war vom 29. September bis zum 13. Oktober 2013 im Rahmen des Jugendaustauschprogrammes des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. (HFH) wieder in Andhra Pradesh/ Südindien. Seit 1996 gibt es einen fruchtbaren und kontinuierlichen Jugendaustausch mit der Partnerorganisation des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland, dem Atheist Centre in Vijayawada.
Höhepunkt war der von der Deutsch-Indischen Jugendgruppe durchgeführte mehrtätige Workshop in Vijayawada unter dem Motto „Wir haben die grünen Zügel in der Hand. Für unsere Erde mit Liebe und Verstand“ zum Umweltschutz.  Zentrale Themen des Workshops waren „Wasser als natürlicher Rohstoff“, „Alternative Energien“, „Müllproblematik in der Welt“ und „Atomenergie“. In mehreren Kleingruppen wurden kreative und konstruktive Ergebnisse erarbeitet, die in einer Abschlusspräsentation vorgestellt wurden. So entstanden beispielsweise ein Monster aus Müll, eine Wasserfilteranlage aus alten Trinkflaschen, eine Comicgeschichte und ein Theaterstück. Neben dem Workshop besuchten die Jugendlichen auch ökologische Projekte in der Region, z.B. ein Dorf, in dem Trockentoiletten eingesetzt werden, die als Modellprojekt für andere Dörfer dienen soll. Statt Chemikalien können die gewonnenen Endprodukte später in der Landwirtschaft eingesetzt werden.
In den weiteren Aktivitäten und Interaktionen, insbesondere beim Besuch einer dörflichen Schule, einer Universität und mehrerer sozialer Projekte (z.B. der Besuch eines Resozialisierungsprojektes) konnten das andere Land INDIEN und ihre Menschen kennen gelernt werden, vor allem Verständnis für die fremden Kulturen, Religionen und Weltanschauungen, soziale Lebenssituationen, das Bildungssystem und Lerneinstellungen, das Verhältnis von Mann und Frau, das indische Kastensystem sowie Armut und Reichtum als krasse Gegensätze. Fakten des Lebens, die sonst nur aus Schule, Fernsehen, Computer oder vom Hörensagen gekannt werden, wurden direkt erfahren. Ein freudiges Wiedersehen gab es mit vielen Jugendlichen, die ein Jahr zuvor am Jugendaustauschprojekt in Deutschland teilgenommen hatten.
Der humanistische Jugendaustausch hat den jungen Leuten aus Deutschland und Indien die Möglichkeit gegeben, miteinander in Kontakt zu treten, um ihr Verständnis für eine andere Lebensgestaltung zu fördern und ein tolerantes Miteinander über ihre nationalen und sozialen Grenzen hinaus zu leben.
Die Reise wurde durch das Landesjugendamt mit Mitteln des Bundesjugendplans, des Jugendamtes Havelland, der Jugend-, Kultur-, und Sportstiftung der MBS und durch mehrere Spenden gefördert.
In verschiedenen Veranstaltungen in Brandenburg werden die Erlebnisse und Erfahrungen in Indien, vor allem mit der Jugend, präsentiert und umfassend ausgewertet.

Dr. Volker Mueller/ Lothar Becker

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Freidenker-Jugendgruppe aus dem Havelland ist in Indien!

Eine dreizehnköpfige Jugendgruppe aus dem Havelland ist im Rahmen des Jugendaustauschprogrammes des Humanistischen Freidenkerbundes Havelland e.V. (HFH) vom 29. September bis 13. Oktober 2013 nach Indien gereist. Die Reise wird durch das Landesjugendamt mit Mitteln des Bundesjugendplans,  des Jugendamtes Havelland, der Jugend-, Kultur-, und Sportstiftung der MBS und durch mehrere Spenden gefördert. Schon seit 18 Jahren gibt es einen fruchtbaren und kontinuierlichen Jugendaustausch mit der Partnerorganisation des HFH im indischen Unionsstaat Andhra Pradesh, dem Atheist Centre in Vijayawada.
Der humanistische Jugendaustausch gibt Jugendlichen aus Deutschland und Indien die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten, um ihr Verständnis für eine andere Lebensgestaltung zu fördern und ein tolerantes Miteinander über ihre kulturellen und sozialen Grenzen hinaus zu leben. Die Aufnahme von Kontakten und Freundschaften, das Kennenlernen der Familien der Jugendlichen und die Einbindung der Jugendlichen in die aktuellen Lebensbedingungen vor Ort lassen eine starke Verbundenheit entstehen und bei den jugendlichen Reiseteilnehmern eine größere Sensibilität entstehen, welche diese in ihr eigenes Land wieder mitnehmen. Toleranz und Humanität stehen im Vordergrund.
Die deutschen und indischen Jugendlichen lernen das jeweils andere Land und seine Menschen kennen, vor allem Kultur, Religionen und Weltanschauungen, soziale Lebenssituationen, das Bildungssystem und Lerneinstellungen, das Verhältnis von Mann und Frau, das Kastensystem, Probleme der Ernährung und des Gesundheitssystems sowie Armut und Reichtum als krasse Gegensätze. Fakten des Lebens, die sonst nur aus Schule, Fernsehen, Computer oder vom Hörensagen bekannt sind, können sie nun direkt erfahren. Die eigene Lebenseinstellung steht auf dem Prüfstand. In vielen Interaktionen mit jungen Indern während des Workshops zum Thema: „Umweltschutz - Was können wir selbst dazu beitragen?" mit 22 jungen Inderinnen und Indern im Alter von 14 bis 19 Jahren und den Besuchen von Schulen, Jugendeinrichtungen, sozialen Projekten, in abgelegenen Dörfern usw. wird das anfangs Unbekannte und Fremde zu etwas selbst Erlebtem und individuell Erfahrenem, zu einem freundschaftlichen Miteinander. Die teilnehmenden Jugendlichen nehmen ihre Eindrücke meist als "unvergessliche Erlebnisse" mit nach Hause, welche ihr Leben und ihre Lebensanschauung sehr stark beeinflussen. Ihre Weltsicht, ihr kultureller Horizont und ihre soziale Einstellung ändern sich.
Nach der Rückkehr von unserer Jugendaustauschreise werden im Rahmen von Projekttagen an Schulen und von verschiedenen Veranstaltungen die gesammelten Erfahrungen und Eindrücke der jungen Leute aus dem Havelland weitervermittelt.

Dr. Volker Mueller

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European Humanist Youth Days (2.- 5. August 2013 in Brüssel)
In Brüssel treffen sich junge Menschen aus Europa und USA (!) zu den Jugendtagen der Europäischen Humanisten. In einem bunten und reichhaltigen Programm wollen sie in workshops und Ausflügen Ideen für eine Zukunft Europas in humanistischer Sicht entwickeln, als Reporter und Filmemacher arbeiten, Improvisationstheater und öffentliche Aktionen gestalten und einfach Spass haben.
Unterkunft ist in Studentenzimmern der Freien Universität Brüssel sowie nahegelegenen Hostels. Der Preis von 75 Euro schließt Unterkunft, und alle Mahlzeiten ein.
Bitte direkt bei
www.ehyd.eu registrieren. Dort finden sich auch alle Informationen über das Programm. Die Plätze sind begrenzt.
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Das E-Café, die interaktive Talkshow zum Mitreden, diskutiert am 10.07. über den Sinn von Religion und Religiosität in unserer Gesellschaft
Gießen, 01.07.13
Das „E-Café“ ist eine interaktive Talkshow, organisiert von Gießener Studenten, die zweiwöchig live im Internet übertragen wird. Zuschauer können vor Ort oder per Livechat Fragen an die Talkgäste stellen und mitdiskutieren. Die vier bis sechs Talkgäste sind meist Experten auf dem Gebiet oder Prominente mit Zugang zu den Themen der jeweiligen Sendung. Zusätzlich werden Gästeportraits, Kommentare und Reportagen auf der Homepage bereitgestellt und sollen ebenfalls Anstoß zu Diskussionen sein. Dafür können die vergangenen Sendungen, Straßenumfragen und sonstige Video-Features auch auf unserem YouTube-Kanal erneut angesehen werden (
http://www.youtube.com/user/TVEcafe).
Am Mittwoch, dem 10.07.13 um 19.30 Uhr, startet eine weitere Folge E-Café mit dem Thema:
„Gott – Eine gute Idee?“
Zusammen mit namhaften Vertretern des Christentums, des Islams und atheistischer Anschauungen soll über den Ursprung und Sinn des religiösen Glaubens diskutiert werden. Auch die wissenschaftlich-evolutionäre Seite wird von einem Religionspsychologen mit einbezogen. Zudem wird die Rolle von Religion in einer säkularisierten Gesellschaft behandelt. Da es sich beim E-Café um eine interaktive Livesendung handelt, werden häufig auch andere Themenbereiche per Chat von den Zuschauern eingebracht. Die Gäste für die Sendung sind:
- Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Sebastian Murken, Religionspsychologe - Universität Trier
- Gabriele Kuby, Publizistin, Kuratoriumsmitglied im Forum Deutscher Katholiken
- Dr. med. Bilal Farouk Al-Zayat, Vorsitzender der islamischen Gemeinde Marburg
- Jürgen Mette, ev. Theologe und Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz
- Dr. Dr. Joachim Kahl, Philosoph und Humanist, Mitglied in der Giordano-Bruno-Stiftung
Vor Ort sind meist rund 110 Zuschauer, während der Livestream durchschnittlich von circa 500 Personen verfolgt wird. Sogar die Druck- und Onlineversion der Frankfurter Rundschau war voll des Lobes für das Sendekonzept: http://www.fr-online.de/campus/universitaet-giessen-sex--gott-und-deutschland,4491992,22791164.ht    ml
Wer vor Ort sein möchte, ist herzlich eingeladen der Sendung am 10.07. um 19.30 Uhr im Jokus Gießen in der Ostanlage 25 beizuwohnen. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.
Alle Informationen, auch zum Livestream, finden sich auf facebook (E-Café – Die Talkshow zum Mitreden) oder unter  www.e-cafe.tv.
Pressekontakt:
Nils Wiese Watzenborner Weg 7, 35394 Gießen
Telefon: 0175 64 36 108
E-Mail: info@e-cafe.tv
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Presseerklärung zu den neuen Richtlinien der EU bez. Religions- und Glaubensfreiheit im internationalen Bereich
Der DFW begrüßt nachdrücklich die am 24. Juni 2013 angenommenen Richtlinien der EU-Kommission, Komitee für internationale Beziehungen,  zum Schutz von Religions- und Glaubensfreiheit.

In diesen Richtlinien wird ausdrücklich auch der Schutz von Menschen ohne Religion oder mit anderen Anschauungen einbezogen. Religions- und Glaubensfreiheit wird als Recht des Einzelnen bekräftigt, Religionen oder Weltanschauungen sind nicht per se als schutzwürdig bezeichnet. Einschränkungen dieser individuellen Freiheit, die selbstverständlich auch das Recht zum Zusammenschluss umfasst, dürfen nur mit der Wahrung anderer Grundrechte anderer Menschen begründet werden, Bezugnahme auf eine öffentliche Moral dabei ist schon wegen der Vielfalt moralischer Anschauungen unzulässig.
Religiös begründete Verfolgung oder Diskriminierung anderer Menschen wegen deren Geschlechtszugehörigkeit, geschlechtlicher Orientierung oder Zugehörigkeit zu Minderheiten werden abgelehnt. Gemeinschaften dürfen ferner nicht die individuellen Rechte ihrer Mitglieder verletzen.
Nachdrücklich lehnen die Richtlinien auch die Einschränkung der Meinungsfreiheit  hinsichtlich Kritik oder Lästerung von Religionen oder Weltanschauungen ab, Blasphemie soll entkriminalisiert werden. Das Handeln der EU und ihrer Mitgliedsstaaten soll diese Grundhaltung zur Religions- und Glaubensfreiheit deutlich machen.
Der DFW fordert die Bundesregierung auf, diese Richtlinien konsequent ihrer internationalen Politik zugrunde zu legen. Auf diese Weise werden die Menschenrechte weltweit gestärkt.
Wir fordern sie in diesem Zusammenhang auf, Menschen, die aufgrund religiös-weltanschaulicher Kritik verfolgt werden, Asyl zu gewähren und sich auch in deren Heimatland für deren Rechte einzusetzen, so etwa für die atheistischen Blogger in Bangladesh.
Im Übrigen fordern wir, diese Richtlinien auch konsequent auf bestehende Gesetze der Bundesrepublik anzuwenden und deren Übereinstimmung mit diesen Richtlinien zu prüfen.  Dies gilt z.B.  für die Wahrung von Arbeitnehmerrechten bei Wechsel ihrer Religion bzw. bei Verlassen ihrer bisherigen Religionsgemeinschaft. Gegebenenfalls sind auch Vorschriften abzuschaffen, so sollte der sogenannte „Gotteslästerungsparagraph" 166 STGB gestrichen werden.

Renate Bauer (DFW-Präsidentin)

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Jugend- und Bildungsstätte Klingberg ausgebaut
35 Jahre nach Grundsteinlegung wurde die Jugend- und Bildungsstätte Klingberg erweitert und saniert.
Es sind 6 weitere Gästezimmer entstanden, die am
22. Juni feierlich eingeweiht werden sollen. Zudem gibt es künftig einen Busservice, mit dem Gäste von Scharbeutz aus direkt bis nach Klingberg fahren können.
Die Jugend- und Bildungsstätte ist behindertengerecht eingerichtet, viele Behindertenreisen, also Reisen für Menschen mit Handycap, finden hierher statt. Auch Klassenfahrten und Orchesterfahrten werden gern in unserem Gruppenhaus in Ostseenähe verbracht. Besonders für Workshops und Seminare ist dieses Seminarhaus geeignet. Wir freuen uns auf Sie und schicken Ihnen gerne unser Angebot.
Jugend- und Bildungsstätte Klingberg
Fahrenkampsweg 7, 23684 Klingberg
info@bildung-klingberg.de
Tel. +49 45 24 - 9388, Fax +49 45 24 - 1483
www.bildung-klingberg.de
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Kurzer Bericht zu den GA der EHF und IHEU 2013
und der Konferenz in Bukarest


A) EHF GA, 24.05.2013

Der EHF-Präsident Pierre Galand berichtete über die Arbeit des REHF-Vorstandes. Dabei ging er auf folgende Aspekte ein:
Arbeit mit Gremien der EU (Kommission, Ministerrat, Parlament)
Neuer Dialog mit Parlament entstanden, dank Martin Schulz; der begonnene Dialog entspricht Artikel 17 TFEU
Kontakte mit MEP wichtig durch EHF-Mitgliedsorganisationen, sie sidn intensiv fortzuführen, auch mit dem Blick auf die Europawahl 2014
Die Tätigkeit der EHF beim Europarat in Straßburg hat den Schwerpunkt  Menschenrechte
Es entsteht zurzeit eine Säkulare Plattform im Europaparlament durch MEP
Website, Newsletter und Facebook wurden von EHF aktiv gestaltet → Wir sollen einen link setzen auf den Websites der MO.
Siehe auch den neuen Prospekt der EHF (Broschüre)
Die EHF gilt ganz allmählich als eine „populäre Bewegung".

In den Diskussionen in der GA waren folgende Punkte bemerkenswert:
Die EHF verstärkt zunehmend die Frauenrechte.
Wir begegnen intensiv den rechtsextremen Gefahren in den europäischen Ländern, die teilweise mit konservativen religiösen Auffassungen verbunden sind.
Es solle mehr die Strategie der EHF entwickelt werden, sich öffentlich zu präsentieren und die humanistische Position zu verbreiten! → Dazu wird u.a. ein Memorandum der EHF für die Europawahl im Juni 2014 erarbeitet, die den Kandidaten vorgelegt werden soll.
Die Gleichstellung der Humanistenorganisationen mit christlichen Kirchen ist und bleibt ein stetiger Kampf.
Problem: Unsere Aktivitäten in Europa sind von Finanzen der EHF abhängig.

Der Aktionsplan der EHF für 2013 – 2015 wurde vorgestellt (legt schriftlich vor).
Es wird um ein Feedback der Mitgliedsorganisationen an den EHF-Vorstand zur Umsetzung der Schwerpunkte gebeten. Der Plan ist auf 5 Jahre angelegt. Es ist weiter zu klären, welche Prioritäten gesetzt werden.
Aktuell sind z. B.: humanistische Zeremonien, Blasphemie-Gesetzgebungen, Bildung und Kinderrechte

Die EHF-Vorstandswahlen verliefen wir folgt  (bei insgesamt 24 anwesenden Stimmen):
Hans Christian Cars    (Schweden)   22 / - / 2
 Jean Michel Ducomte   (Frankreich)   20 / 1/ 3
 Giulio Ercolessi   (Italien)   20 / 2 / 2
 Marina van Haeren   (Belgien)   22 / -  / 2
 CezarMarotti    (Rumänien)   24 / - / -
 Frank Stappaerts   (Belgien)   19 / - / 5
Alle wurden gewählt. Renate Bauer wurde für Ihre Vorstandsarbeit herzlich gedankt.

Die nächste GA findet Anfang Mai 2014 in Brüssel (2 Tage) statt.
Wir sollen der EHF einen Ansprechpartner des DFW- Präsidiums für die EHF zu Bildungsfragen benennen!

Ein wichtiges Sonderthema waren die sog. Zeremonien der EHF-Mitgliedsorganisationen. Dazu wurde vorab eine Umfrage durch die EHF durchgeführt, deren Ergebnisse mitgeteilt wurden.
Die Zeremonien sind ein begrüßenswerter Kultureller Service. Er reduziert u.a. auch die Kraft der Kirchen.
Es wird auch eine humanistische Seelsorge in Gefängnissen, Polizei und Armee durchgeführt.
Diese humanistischen Zeremonien sind vor allem: Eheschließungen, Lebensfeiern, Jugendzeremonien/ Jugendfeiern/ Jugendweihen, Trauerfeiern … (Namings, Confirmations, Legal or non-legal weddings, same-sex affirmation, funerals) → Vor allem confirmations und funerals sind gefragt.
Die Finanzierung istb oft schwierig und sehr unterschiedlich.
Die Gesamtauswirkungen mit dem Analysepapier (21 Seiten) der Umfrage ist anforderbar bei:
freddy.boeykens@demens.nu
Hervorgehoben wurde die „Universität für Humanistik" in Niederlanden, die wir gern  besuchen sollen! (für Professionals)
Welthumanisten-Tag wird weiter verfolgt.


B) Konferenz „Bildung, Wissenschaft und Menschenrechte", 25.05.2013
Ort der Konferenz von IHEU und EHF war das Rumänische Parlamentsgebäude. Medien hatten ein gutes Interesse daran. Es sprachen:
CezarMaroti (Rumänien)
Sonja Eggericksx (Belgien, IHEU)
Pierre Galand (Beglien, EHF)
Andrew Copson (UK):  
Vor allem zu den aktuellen Problemen einer Gleichgeschlechtlichen Heirat bzw. Eheschließung:
Soziale und legale Akzeptanz
Heiraten ist ein Bürgerrecht
Respekt vor Menschenwürde bedeutet: jede sexuelle Orientierung respektieren
Staat soll alle Partnerschaften gleichbehandeln und nicht Diskriminierung verhindern
neue Definition der legalen Eheschließung ist nötig
Emil Moise: Religiöse Bildung in Rumänien
Sylvia Lancaster: Anti-Diskrimination
Attila Nyerges: Bildung und Säkularisierung in Rumänien
Boris van der Ham: Humanismus in Westeuropa
Richard Wiseman: Investigating the Impossible
-  psychologische Aspekte von Magie und Zauberei in der weltanschaulichen Auseinandersetzung
-  Rolle von Sinnestäuschungen, die von Scharlatanen ausgenutzt werden (Aberglauben)
-  „Paranormality" – DVD von Wiseman
-  skeptische und rationale Sichtweisen hervorheben!
-  siehe auch: www. richardwiseman.com
-  Oleg Brega: Staat-Kirche-Verhältnis in Moldova
-  Catherine Le Fur: Religion in Europäischen Schulen
-  PZ Myers: Bildung und Wissenschaft

Die Vorträge von Wiseman und von Myers sind besonders hervorzuheben.
Die Konferenz war sehr gut.

C) IHEU GA, 26.05.2013

Die GA der IHEU war wieder im Hotel Howard Johnson. Es waren 39 Stimmen anwesend (keine Vertreter aus Asien, Afrika und Südamerika, dafür mehrere aus Osteuropa).
Bericht der Präsidentin:
-  IHEU ist ein Netzwerk zwischen Mitgliedsorganisationen (Asien und Südamerika z.B.)
-  Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit als Schwerpunkte der IHEU-Arbeit.
-  Hunger und Naturkatastrophen als Hauptprobleme

IHEU – Strategie und Arbeitsplan bis 2016 vorgestellt (liegt schriftlich vor).

Diskussion zum Aktivitätenbericht des EC (Executive Committee):
-  Attacken gegen IHEU (z.B. von Vatikan und islamischen Staaten) sind weiterhin abzuwehren.
-  Humanismus und Menschenrechte weiterhin propagieren.
-  Welche MdB sind z.B.in Deutschland säkular aktiv?
-  Blasphemie-Recht als Schwerpunkt der internationalen Arbeit.
-  Problem ist auch die Finanzierung der internationalen Arbeit des IHEU (2   Hauptamtliche in London, je ein Beschäftigter in den USA und Indien)
-  Bericht über Diskriminierung von Konfessionsfreien (2012) liegt vor.
 → „Freedom of thought"
-  Strategie des Umgangs der IHEU mit islamischen und arabischen Staaten entwickeln.
-  Weiterhin Attacken von religiösen Institutionen gegen die Wissenschaft abwehren.

Finanzbericht:
-    die Norweger haben große Zuwendung für IHEU gegeben
-  Jahresetat 2012: 212 145 Pfund
-  Kosten gestiegen, Einnahmen stagnieren und sinken
 →  Frage für GA 2014, ob Beiträge erhöht werden müssen
 →  mehr Spenden und Fundraising nötig
-  Defizite werden zurzeit durch Sonderzuwendungen gedeckt.

Kandidaten für 2 EC-Plätze:    Ja-Stimmen:
1. Andrew Copson  (UK)    39
2. David Gozlan  (Frankreich)   10
3. Rein Zunderdorp  (Niederland)   29
Copson und Zunderdorp sind gewählt.

IAFT (Internationale Assoziation der Freidenker) als IHEU-Sektion ?
-  Kooperationsvereinbarung  entworfen;
nach kontroverser Debatte nicht angenommen
-  EC  hat Mandat, Konzept der Sektion für die IAFT weiter zu verfolgen → bis GA 2014
-  aber genauer klären: Was ist eine Sektion der IHEU?

Neue Mitgliedsorganisationen wurden aufgenommen aus Haiti, USA, Ghana, UK, Norwegen und Kroatien.

Satzungsänderungen diskutiert:
-   Diskussion zu nichtreligiösen oder/und nicht-theistischen Weltanschauungen → freireligiöse + religiöse Humanisten in der IHEU?
-  mit 29 / 7 / 2 angenommen

Josh Kutchinsky erhält den Humanist Award.

WHC 2014 (Welthumanismuskonferenz) in Oxford vom 08. bis 10.08.2014, Thema: „Freedom of thought and expression"
→Wer kann sponsern?  www.WHC2014.org

Wo  kann 2017 der WAC stattfinden?
Der DFW wurde angefragt, ob er eine WHC oder wenigstens eine GA der IHEU und/oder EHF in Deutschland organisieren kann.

Das Projekt der Humanistischen Schule in Uganda wurde vorgestellt, von IHEU gefördert. Es ist beeindruckend.
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Denis Diderot und der Zusammenhang
der Wissenschaften und der Künste

Wissenschaftliche Tagung der Freien Akademie (FA)
vom 9. bis 12. Mai 2013 in der Frankenakademie Schloss Schney

Die Freie Akademie wird ihre Tagung im Jahr 2013 in der Frankenakademie Schloss Schney Lichtenfels) zum Thema „Denis Diderot und der Zusammenhang der Wissenschaften und der Künste“ durchführen. Geleitet wird die Tagung vom Präsidenten der FA, Herrn Dr. phil. Volker Mueller. Sie wird sich intensiv mit den historischen und aktuellen Inhalten freien aufklärerischen Denkens und seinen gesellschaftlichen, weltanschaulichen und wissenschaftlichen Wirkungen beschäftigen, die zu revolutionären Veränderungen geführt haben. Besonderes Augenmerk wird dem enzyklopädischen Zusammenhang und den Wechselwirkungen von Philosophie, Wissenschaften, freien Künsten und mechanischen Künsten seit dem 18. Jahrhundert gewidmet. Anlass der Tagung ist der 300. Geburtstag eines der schillerndsten und inspirierendsten Köpfe der europäischen Aufklärung: Denis Diderot (1713–1784), der freidenkende Philosoph, Wissenschaftler, Techniker, Schriftsteller, Dramatiker und Enzyklopädist. Aus der Zeit der Aufklärung heraus entwickelten sich Geistesfreiheit, Humanismus und Menschenrechte.
In unserer Gegenwart sind ein vorurteilsfreies Denken und die ethische Dimension der wissenschaftlichen Welterklärung immer mehr von Bedeutung. Aus der europäischen Aufklärung kritisch zu lernen und die Befähigungen weiter zu qualifizieren, die gesellschaftspolitischen, sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts selbstbestimmt anzunehmen und zu meistern, sind wichtige Anliegen unserer Tagung. Eine Idee vom Ganzen immer wieder neu zu entwickeln, führt zu einem komplexen Verständnis unserer Gegenwart. Im Mittelpunkt der Befassung mit historischen und aktuellen Aspekten der Aufklärung stehen:

die Entwicklung und Proklamierung der Menschenrechte und die Durchsetzung der bürgerlichen Verhältnisse für „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“,
das Programm zur Überwindung der Unmündigkeit des Menschen und zur Entwicklung der kritischen Vernunft für die Beurteilung der Wirklichkeit,
die Zusammenhänge der Wissenschaften, die freien Künste und die Entwicklungen von Technikwissenschaften und Technologie,
die geistigen Vorbereitungen gesellschaftlicher Änderungen zur Überwindung knechtender und ungerechter sozialer Verhältnisse,
ein beginnendes Entwicklungsdenken in Natur und Gesellschaft.

Die Rekonstruktion der über 300-jährigen Aufklärung in Europa, in England, Schottland, Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und anderen Ländern ist eine nicht vollendete Aufgabe. Die Weltanschauung der Aufklärung beinhaltet einen Komplex verschiedener Fragen und Aspekte und entwickelt sich selbst fort. Wenn wir auch feststellen können, dass die Aufklärung in den fortschrittlichen bürgerlichen Umwälzungen des 18. Jahrhunderts die größten Wirkungen erzielt hat, so ist sie nach wie vor nicht abgeschlossen. Sie hat grundlegende Werte- und Daseinsfragen des menschlichen Denkens und Zusammenlebens aufgeworfen, die für unsere Gegenwart und Zukunft von eminenter Bedeutung sind.
Die europäische Aufklärung hat Konsequenzen für Philosophie und Weltanschauung und für Wissenschaft, Kunst und Technik. Sie führte zu einer naturalistischen Wende der Philosophie, zu einem Pantheismus, Deismus und Materialismus, der die Welt aus sich selbst heraus und als naturgesetzlichen Prozess – ohne übernatürliche Kräfte – auffasst, erklärt und erkennt. Sie förderte Menschenrechte und Humanismus.
Gerade Denis Diderot ist für unser modernes aufgeklärtes Weltbild von besonderer Tragweite. Er repräsentiert neben Voltaire, Rousseau, Holbach und anderen den umfassenden Begriff des „philosophe“ im Frankreich des Ancién Regime und geht vorurteilsfrei, enzyklopädistisch und kritisch an die Entwicklungen in Wissenschaft, Literatur, Gesellschaft und Denken heran. Für die alleinige kirchliche Deutungshoheit über die Welt und die Wissenschaften, für übernatürliche oder irrationale Mächte ist wenig Platz mehr im aufgeklärten Europa. Diderot kann auch als Protagonist des (evolutionären) Humanismus betrachtet werden: Seine Erklärung des menschlichen Individuums und dessen naturgeschichtlicher Entwicklung führt zu einer humanistischen Ethik, die bisher noch wenig ausgelotet ist.
Wir wollen herzlich dazu einladen, auf unserer Tagung die unabgeschlossene Aufklärung und Denis Diderot als europäischen Aufklärer zu befragen und das aufklärerische Denken für gegenwärtige Problemstellungen nutzbar zu machen.

Dr. Volker Mueller
Präsident der Freien Akademie

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Humanistischer Freidenkerbund stellt Menschenrechte-Set zur Verfügung
Im Rahmen von zwei internationalen Jugendbegegnungen im Havelland wurden Erfahrungen, Meinungen und Ergebnisse von jungen Leuten aus verschiedenen Ländern zum Thema „Menschenrechte“ zusammengetragen und Materialien zum „Menschenrechtslernen“ erarbeitet. Ziel war es, zur Aufklärung und zum besseren Verständnis von universellen Menschenrechten für Kinder und Jugendliche beizutragen und altersgerecht und anschaulich zu diesem Thema zu informieren. Nur wer seine eigenen Rechte kennt und versteht, kann sie achten, einfordern und verteidigen! Im Vordergrund steht dabei, dass die Menschenrechte auf der Grundlage der UNO-Menschenrechtserklärung als universelle Basis für das humanistische Zusammenleben aller Menschen auf unserer Erde verstanden und für das eigene Leben angenommen werden.
Aus den entstandenen Materialien hat der Humanistische Freidenkerbund in Zusammenarbeit mit der Kreissportjugend Havelland das Set „Was weißt DU eigentlich über Menschenrechte?“ zum spielerischen und anschaulichen Lernen der Menschenrechte zusammengestellt, welches Schulen und Jugendeinrichtungen zur Verfügung gestellt wird. Diese Sammlung enthält Piktogrammkarten, ein Menschenrechts-Memory, ein Activity-Spiel und eine DVD, teilweise zweisprachig in Deutsch und Englisch. Während der kürzlichen öffentlichen Präsentation dieses Sets wurde großes Interesse an der Nutzung dieser Materialien für die Jugendbildung zum Ausdruck gebracht. Es wird gern angenommen und breit verteilt.
Das Set zum altersgerechten Menschenrechtslernen wurde finanziell durch den Lokalen Aktionsplan Rathenow/ Region Westhavelland, das Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ und den Landkreis Havelland unterstützt. Anfragen können gern gestellt werden an den Humanistischen Freidenkerbund, 14712 Rathenow, Berliner Str. 33. Tel.: 03385-515531.

Dr. Volker Mueller (Vorsitzender)

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Der Bischof von Limburg geht uns alle an: DFW fordert Umsetzung des Grundgesetzes und Ablösung der Staatsleistungen
Seit mehr als zweihundert Jahren bezahlen deutsche Steuerzahler an die katholische und die protestantische Kirche sogenannte Staatsleistungen als Ausgleich für das in napoleonischer Zeit beschlagnahmte Kircheneigentum. Schon in der Weimarer Verfassung wurde eine Ablösung dieser Staatsleistungen verankert (Art. 138, Abs 1). Dieser Artikel wurde so ins Grundgesetz übernommen. Geschehen ist seither nichts.
So werden ca 450 Mio Euro pro Jahr (Tendenz steigend) auf der Grundlage dieses Gesetzes ausgezahlt, obwohl das Gesetz ein Ende dieser Zahlungen vorsieht. Damit können solche Prachtbauten wie die des Bischofs in Limburg vom Geld aller Steuerzahler finanziert werden, ohne dass ein Rechnungshof dies kontrolliert oder die Steuerzahler derartige Verschwender abwählen können.
Daher fordert der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften den neugewählten Bundestag auf, endlich den Auftrag des Grundgesetzes umzusetzen, eine Ablösung der Staatsleistungen gesetzlich zu beschließen und gemäß Artikel 140 GG ein Gesetz, in dem die Grundsätze zur Ablösung der Staatsleistungen festgelegt werden, zu verabschieden.

Renate Bauer

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London-Reise: „Auf Darwins Spuren"

Die Freireligiöse Jugend veranstaltet wieder eine Reise für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene vom 21. bis 26. April 2014. Wir reisen mit Bus/Fähre und wohnen im Westen Londons im „Hotel 65". Neben einigen gemeinsamen Ausflugszielen (z.B. ins Darwin-Centre im interaktiven Naturhistorischen Museum) besteht für jeden auch die Möglichkeit die Stadt nach seinen eigenen Wünschen zu erkunden. Eine Fülle von Sehenswürdigkeiten erwartet uns. Was den Darwin-Bezug betrifft, planen wir für Interessierte einen Ausflug nach Downe (25 km südöstlich von London) zum Haus mit Garten, in dem Darwin mit seiner Familie die meiste Zeit seines Lebens verbrachte und 1882 starb. Westminster Abbey, wo er begraben ist, ist auch ein Besichtigungspunkt.
Der Preis für Fahrt und 5 Hotelübernachtungen mit Frühstück sowie Stadtrundfahrt beträgt für Jugendliche 300 Euro im 3er bis 5er-Zimmer/DU/WC.
Erwachsene zahlen im Doppelzimmer/DU/WC 330 Euro bzw. 400 Euro im Einzelzimmer DU/WC. Nichtmitglieder zahlen 30 Euro (Jugendliche) bzw. 50 Euro (Erwachsene) mehr.
Für die Jugendlichen sind außerdem die Kosten für Eintritte in der Gruppe enthalten.

Bitte bis zum 30. September 2013 anmelden unter 0611-377715. Dort gibt es auch weitere Einzelheiten und unseren London-Flyer.

Freireligiöse Landesgemeinschaft Hessen K.d.ö.R.
www.freireligioese-hessen.de


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Vorbereitungen auf die Humanistische Jugendfeier 2013
Seit Beginn des Schuljahres nimmt der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. Anmeldungen für die Humanistischen Jugendfeiern 2013 im gesamten Havellandkreis entgegen. Die Jugendfeierteilnehmer und ihre Familien sollen einen würdigen Höhepunkt zum festlichen Abschied von der Kindheit und zur Begleitung zum Erwachsenwerden erleben.
Wie in jedem Jahr bietet der Humanistische Freidenkerbund Havelland e.V. eine Vielzahl von Veranstaltungen aus unterschiedlichen Bereichen an, in denen sich die jungen Leute gemeinschaftlich auf Fragen ihres weiteren Lebensweges vorbreiten können. Dazu zählen beispielsweise Jugendstunden zu verschiedenen Themen, ein Besuch der Gedenkstätte KZ Sachsenhausen, ein Geschichtsworkshop, ein Besuch im Deutschen Bundestag, verschiedene Präventionsveranstaltungen (Alkohol, Drogen, Suchtprobleme/ Aids und Sexualität) und Gesprächsrunden (Sekten/ Satanismus/ Chancen und Gefahren moderner Medien). Aber auch sportliche Aktivitäten (Schnupperstunde Bogenschießen/ Schnupperkurs Selbstverteidigung), Betriebsbesichtigungen, ein Knigge-Kurs, ein Tagesausflug zum Heidepark Soltau, ein Zeltwochenende in Kleßen sind u.a. geplant.
Besonders hinweisen möchten wir auf das Angebot einer Parisreise (in Zusammenarbeit mit tweeny –Tours) für Jugendfeierteilnehmer in den Osterferien und für alle Jugendliche (von 13 bis 18 Jahre) in den Sommerferien.
Unsere Angebotsbroschüre und nähere Informationen zu den Angeboten erhalten Sie unter  oder während der folgenden Sprechzeiten:
Geschäftsstelle Nauen/ Jugendbüro, Karl-Thon-Straße 42, 14641 Nauen, Tel.: 03321/ 450746
Sprechzeiten: Mittwoch von 15:00 – 18:00 Uhr
Jugendbüro Rathenow, Berliner Straße 33, 14712 Rathenow, Tel.: 03385/ 515531
Sprechzeiten: Donnerstag von 14:00 – 18:00 Uhr
Jugendtreff/ bei der Falkenseer Tafel, Heinkelstraße 3 (Hof, Eingang B), 14612 Falkensee, Tel.: 03322/ 420670
Sprechzeiten: Mittwoch von 15:00 – 18:00 Uhr
In den Geschäftsstellen ist zudem die Anmeldung zu den Veranstaltungen und zur Jugendfeier möglich.
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Praxis weltbürgerlichen Lernens –
Entwicklung von Erziehungs- oder Unterrichtshilfen

28. DFW-Seminar in Schney will neue Wege erproben - 1.-3. Februar 2013 Schney
zur Seminareinladung ...
In der Praxis der Erziehung hat sich der Begriff „globales Lernen“ durchgesetzt. Da diese Wortverbindung überwiegend mit ökonomischer Globalisierung gleichgesetzt wird, die nach Ulrich Beck bei vielen einen Globalisierungsschock auslöst - also negativ besetzt ist -, hat sich der DFW in seinen letzten Seminaren zu diesem Thema auf den Begriff „weltbürgerliches Lernen“ festgelegt. Darin sind drei wesentliche Aspekte zu unterscheiden:
1. In vielen wichtigen Bereichen ist unsere Welt vernetzt. Wenn z.B. im Amazonasgebiet der Urwald durch Abholzen reduziert wird, wirkt sich das auf den Boden dort und auf das Klima in der Welt aus.
2. In der Weltbürgerlichkeit, die wir als innere Einstellung definieren, liegt eine ethische Forderung, dass wir verantwortungsvoll handeln sollten. Denn unser Handeln hat Auswirkungen auf andere Menschen, für deren Achtung die Menschenrechte unsere Grundlage sein muss.
3. Beim weltbürgerlichen Lernen müssen die Schlüsselprobleme unserer Zeit einfließen, wie: die ökologische Problematik, die Energieproblematik, Kriegsgefahren/Friedensarbeit, wachsende Weltbevölkerung und Ernährungsfragen, Migrationsbewegungen, Begegnung und tolerantes Zusammenleben von Religionen, Kulturen und Weltanschauungen, Informations- und Steuerungsmedien, personale Identitätsbildung in pluralen Gesellschaften mit verantwortbarer Lebensgestaltung.
In diesem Arbeitsseminar wir der Frage nachgehen, wie wir in der Praxis eine weltbürgerliche Gesinnung Kindern und Jugendlichen vermitteln können. Dazu wollen wir Ansätze zu Modellen entwickeln, die zu praktischen Hilfen im Erziehungsprozess ausgebaut werden können. Unser Ziel ist es, dass wir am Ende Lerneinheiten entwickeln, die wir Eltern, ErzieherInnen, JugendgruppenleiterInnen oder LehrerInnen an die Hand geben können, indem wir unsere Ergebnisse ins Internet stellen oder über Verlage veröffentlichen.
Dieses Seminar ist nicht nur für Fachleute gedacht, sondern es sollen die praktischen Erfahrungen und erlebten Möglichkeiten aller Interessierten in den zu bearbeitenden Themen zum Tragen kommen.
Denn die Vermittlung einer weltbürgerlichen Kompetenz ist nicht ausschließlich ein Anliegen eines Schulfaches, sondern sie sollte ein integrativer Bestandteil in einem Erziehungsprozess sein, sei es in der Familie, sei es in der Kindergruppe, sei es in der Jugendgruppe, sei es in verschiedenen Unterrichtsfächern, sei es in einem Projekt.
Wie wir sehen, gibt es viele Möglichkeiten, weltbürgerliches Lernen in die Praxis umzusetzen. Daher wird sich die Seminargruppe in einem ersten Arbeitsschritt auf wenige Formen festlegen, die sich nach den Interessen und Schwerpunkten der Teilnehmenden richten. Dann werden die herausgefundenen Formen in Arbeitsgruppen bearbeitet. Am Ende des Seminars wird die Seminargruppe im Plenum entscheiden, welche Formen wie weiterbearbeitet werden können unter den drei Maßgaben: Wer? - Mit wem? - Bis wann?
Das Seminar findet statt in der Frankenakademie Schloss Schney bei Lichtenfels vom 1.-3. Februar 2013. Es beginnt am Freitag um 18 Uhr mit dem Abendessen und anschließender Eröffnungsrunde und endet am Sonntag ca. 13.30 Uhr nach dem Mittagessen. Seminarkosten inkl. Logis und Verpflegung pro Person im Doppelzimmer 130 Euro, im Einzelzimmer 140 Euro. Anmeldung bis 12.01.13 bitte schriftlich an Horst Prem, Prinz-Otto-Str. 9, 85521 Ottobrunn, Tel. 089-6096255, Fax: 089-6090177, E-Mail: horst.prem@gmx.net.

Eike Möller
Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften

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Stellungnahme zur Neufassung des Staatsvertrags mit dem SWR / Rundfunkrat

15.01.2013

Die Fakten
Die Freireligiöse Landesgemeinde Baden, Körperschaft des öffentlichen Rechts, war bisher aus rein organisatorischen, keinesfalls aus inhaltlichen Gründen, durch den Sitz der Freikirchen im Rundfunkrat vertreten.
Säkulare Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften oder -organisationen waren also bisher, neben der Freireligiösen Landesgemeinde Baden, überhaupt nicht im Rundfunkrat vertreten.

Die religiös-weltanschauliche Entwicklung in der bundesrepu-blikanischen Gesellschaft
Betrachtet man die religiös weltanschauliche Entwicklung unserer Gesellschaft so stellt man fest, dass neben einer weit verbreiteten Kirchenmüdigkeit, verbunden mit einem Rückgang der Mitgliederzahlen bei der evangelischen und katholischen Kirche, folgende Entwicklung stattgefunden hat:
Zum einen gibt es eine Zunahme der muslimisch orientierten Bevölkerung.
Zum anderen gibt es eine stetig wachsende Zahl von Menschen, für die religiöse Bindungen keine oder eine untergeordnete Rolle spielen und die sich als säkular orientiert bezeichnen. Sie orientieren sich an den Werten und ethischen Grundsätzen der Menschenrechte und der pluralistisch-demokratischen Gesellschaft.
Diese Menschen sind nur zu einem kleinen Teil in entsprechenden säkular-weltanschaulichen Organisationen Mitglied, sympathisieren aber oft mit diesen oder unterstützen deren Projekte, wie z.B. die spektakuläre Buskampagne der Giordano Bruno Stiftung
(GBS) im letzten Jahr.

Der Neue Rundfunkrat
Plädoyer für den Erhalt des Sitzes der Freikirchen, eines Vertreters der Muslime und einen neu einzurichtenden Sitz der „Säkularen"
Die Freireligiöse Landesgemeinde Baden und die mit ihr vertretenen anderen freireligiösen Gemeinschaften im Sendegebiet des SWR (das sind der Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschland, die Freireligiöse Landesgemeinde Pfalz, Freireligiöse Landesgemeinde Hessen, Freireligiöse Landesgemeinde Rheinland, Die Humanisten Württemberg, alle K. d. ö. R.) repräsentieren zwar nur rund 60.000 Mitglieder, bzw. ca.100.000 Menschen, wenn man die nicht beitrags- oder steuerpflichtigen Familienangehörigen dazurechnet.

Die Freireligiöse Landesgemeinde Baden sieht sich mit ihrem Anlie-gen einen eigenen Sitz der „Säkularen Verbände“ im neuen Rund-funkrat zu schaffen als Vertreter der säkularen, gesellschaftlichen Kräfte des Sendegebietes insgesamt. Sie stützt diese Sicht darauf, dass sie sich der Unterstützung weiterer Verbände und Organisatio-nen versichert hat.
Diese sind:
Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaf-ten
, der im Sendegebiet den BFGD, den BfG Bayern und die Deutsche Unitarier Weltanschaungsgemeinschaft umfasst
Der Humanistische Verband Deutschland
mit seinen regio-nalen Verbänden in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg
Die Giordano Bruno Stiftung
mit ihren regionalen Gruppen und Verbänden im Sendegebiet
Die Verbände und Organisationen der Europäischen Huma-nistischen Föderation
mit ihren Regionalverbänden in Rhein-land-Pfalz und Baden-Württemberg (darunter der Deutsche Freidenkerverband und die Humanistische Union)
Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben


Diese Organisationen, die übrigens weitgehend ehrenamtlich arbeiten und zahlreiche soziale Projekte wie Kindereinrichtungen, Schulen, Altenbetreuung und Jugendarbeit betreiben, verfügen insgesamt im Sendegebiet über etwa 60 000 weitere Mitglieder und ein Mehrfaches
an engagierten Sympathisanten und ehrenamtlich Tätigen.
Im Übrigen legen die statistischen Erhebungen (Anm. 1) über die religiöse Orientierung der Bevölkerung nahe, dass sich nur mehr ca. knapp ein Drittel der Bevölkerung als katholisch, ein Drittel als evangelisch bezeichnen.
Nach den uns vorliegenden Entwürfen zur Neufassung des Staatsvertrags sind die katholische und evangelische Kirche durch die Zahl ihrer Vertreter, zu denen wir auch die Vertreter der christlichen Gewerkschaften und die Vertretung der Frauenarbeit der christlichen Kirchen zählen, mit 8 Sitzen deutlich überrepräsentiert. (Anm. 2) Der neue Staatsvertrag soll zudem, nach Aussage von Frau Staatsministerin Krebs vom 28.November 2012, „Gruppen, die an Bedeutung gewonnen haben, aufnehmen,“ soll also neuen Entwicklungen in der Gesellschaft Rechnung tragen. Die zunehmende Säkularisierung der Bevölkerung ist eine solche gesellschaftliche Entwicklung. Und es erscheint uns wichtig, eine adäquate Vertretung säkularer Werte im Rundfunkrat zu gewährleisten.
Wir, die Freireligiöse Landesgemeinde Baden, bitten daher alle Entscheidungsträger in Sachen Neufassung des Staatsvertrags mit dem SWR darum, den gesellschaftlich relevanten Veränderungen in der religiös-weltanschaulichen Orientierung der Bürger Rechnung zu tragen.
Schaffen Sie eine Vertretung
- für Muslime
- für die Freikirchen
- und für die „Säkularen Verbände“ (Freireligiöse Landesgemeinde Baden)  

Streichen Sie bei der Katholischen und der Evangelischen Kirche je 1 Stelle. So wird die Zahl der Vertreter im Rundfunkrat nicht erhöht aber das Gleichgewicht eher hergestellt.
Rainer Schrauth (Vorsitzender der Freireligiösen Landesgemeinde Baden)
Ute Janz (Landespredigerin)
Thomas Lasi (Landesprediger)

Anmerkung 1:

Beispiel hierfür ist eine statistische Erhebung für Stuttgart (Quellennachweis: www.stuttgart.de/statistik). Dort finden sich für das Jahr 2011 sogar folgen-den Angaben: Katholisch 25.0 %, Evangelisch 28,9 %, Sonstige/ohne Reli-gion 46.1 %! In ländlichen Regionen mag das etwas weniger drastisch aus-fallen, daher unsere Grobeinschätzung von je einem Drittel.
Anmerkung 2:

Die evangelische und katholische Kirche verfügen über je 2 Sitze für Baden-Württemberg und je einen für Rheinland-Pfalz. Rechnet man aus den 4 Sit-zen der Gewerkschaften, unter denen die christl. Gewerkschaften mit vertre-ten sind, je 0,5 Sitze für evangelisch und katholisch orientierte Kräfte hinzu und ebenso den Sitz der evangelischen und katholischen Frauenverbände, so verfügen die Kirchen im Rundfunkrat über 8 Sitze.
Dem stehen gegenüber:
1 Sitz der israelitischen Gemeinden
1 zu schaffender Sitz der Muslime
0 Sitze für säkular orientierte Menschen der beiden Länder
0 Sitze für die Freikirchen

   

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Freireligiöse Landesgemeinde Baden und Säkulare fordern Sitz im Rundfunkrat

Nachdem ein Gespräch mit dem Staatsministerium ergebnislos verlaufen ist, wenden sich die FLG-Baden und säkulare Weltanschauungs- und Religionsgemeinschaften mit ihrer Forderung nach einer eigenen Vertretung im Rundfunkrat an die Abgeordneten in den Landesparlamenten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und an die Öffentlichkeit.
Die Landesregierungen der beiden Bundesländer haben angekündigt, in einer Novellierung des Staatsvertrags mit dem SWR bei der Sitzverteilung im Rundfunkrat neuen gesellschaftlich relevanten Gruppierungen, wie z. B. dem Bevölkerungsanteil der Muslime, Rechnung tragen zu wollen. Dafür soll der Sitz für die Freikirchen, unter dem bisher auch die nicht-christlichen, säkular orientierten Freireligiösen in Südwestdeutschland vertreten waren - Kuriosität und Notlösung des alten Rundfunkrats - ersatzlos gestrichen werden.
Die FLG Baden hat sich nun aufgemacht einen eigenen Sitz für die erstarkende Zahl der säkular orientierten Menschen in Deutschland, ob nun organisiert oder nicht, einzufordern.
Sie stützt sich dabei auf die Unterstützung anderer säkularer Verbände aus dem DFW, dem KORSO, dem Hum. Verband Deutschlandes, der Giordano-Bruno-Stiftung sowie zahlreicher lokaler säkularer Vereinigungen.
In Befragungen zur religiös-weltanschaulichen Orientierung bezeichnet sich immerhin etwa ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland als rein säkular orientiert und ethischen Werten, wie sie sich aus den Menschenrechten ergeben, verpflichtet.
Soll der Anspruch, mit der Novellierung dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung zur tragen, nicht zur Farce werden, muss den säkularen Verbänden ein Sitz zugesprochen werden.

Mannheim, 10.12.2012
Rainer Schrauth, Vorsitzender der Freireligiösen Landesgemeinde Baden

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